Beitrag Border Collie vom 21.05. - noch eine Frage

    • (1) 23.05.15 - 17:13

      Hallo nochmal,

      wir tendieren wie schon geschrieben nun zu einer Labrador Hündin

      ODER

      einem Großpudel (Harlekin).

      In unserer Nähe gibt es einen Züchter, der zu Zeit Welpen hat und beide Eltern vor Ort. Ich werde mir diese auf jeden Fall mal anschauen gehen und mir auch die erwachsenen Hunde anschauen.

      Wäre für eine Pro und Contra "Beratung" dankbar

      #winke

      • mit vor Ort meinte ich die Pudel

        Labradore sind tolle Hunde,allerdings wirklich total überzüchtet,weil sie eben so in mode sind. Man muss auch wissen,dass es labbis in Show und arbeitslinie gibt und einen arbeitslinien labbi kann man mit einem BC vergleichen...also musst du dir da auch einen guten züchter ansehen und dich informieren vorher.

        Deine zweite Wahl finde ich klasse, pudel sind tolle Hunde,egal ob klein oder groß. Sie sind nicht überzüchtet und wenn man sie richtig frisiert,sehen sie auch nicht so bekloppt aus. Sie sind sehr freundlich,gutmütig,haben einen großen " will to please" und sind weniger Krankheitlich vorbelastet.

        Also ich drück dir die Daumen,dass euer ausgesuchter züchter euren Vorstellungen entspricht und vlt schon bald ein lockenkopf bei euch einziehen kann#huepf

        Grüße von mia mit ihren collienasen

        Vorteil beim Pudel: der haart nicht. Der Labrador dagegen ganz extrem, einmal bevor man zur Arbeit geht zu eng am Hund vorbei laufen heißt da schnell ne saubere Hose anziehen oder ne halbe Kleberolle verbraten. Dafür muss man da halt ab und zu zum Hundefriseur.

        Sonst sind Pudel keine Modehunde sondern weitgehend gesund, wenig belastet durch genetische Defekte und Krankheiten.

        Es sind intelligente, lustige Hunde mit eigenem Kopf und wenig Jagdtrieb.

        Vor allem weil ich selber viele Jahre einen Retriever hatte und genau weiß, was da viele Halter für Probleme mit Krankheiten haben, würde ich den Pudel nehmen.

      • Pudel: #pro

        Labbi: #contra

        #winke

        Wir haben beide Rassen im Programm zu Blindenführhunden. Es sind beides Arbeitshunde.

        Labrador: wir bilden sowohl die Arbeits- als auch die Showlinie aus. Zwischendurch gibt es Labradore, denen die Führaufgabe zu erdrückend ist und weniger ausgelastet werden möchten. Die meisten brauchen aber geistige und körperliche Auslastung, viele die ich kenne, die einen Labrador haben, machen Mantrailing. Der Labrador haart natürlich. Bei Züchtungen würde ich mich auf die blonden oder schwarzen Labradors beschränken, sogar den schwarzen den Vorzug geben. Die Silbernen oder Braunen hatten bei uns eher Wesensproblem, auch wenn es natürlich immer noch gute Privathunde sind.

        Labradore werden in neuster Zeit enorm gezüchtet, bei uns sind seit 2013 sehr viele schon durch HD- und ED-Röntgen aus dem Programm genommen worden. Schlechte Hüfte bedeutet im schlimmsten Fall früh ein neues Hüftgelenk, im besten Fall Hüftgelenke Bewegung und Zugabe von Stoffen, sowie einen guten Muskelaufbau zur Unterstützung. Diese Werte sind sowohl vererbbar - deshalb Stammbaum anschauen, manchmal stehen die Werte drin, bei einem seriösen Züchter die Auswertungen anfragen. Sie können aber auch durch falsche Bewegung und starkes Wachstum im Welpenalter entstehen. Sehen würdest du es sowieso erst, wenn er ausgewachsen ist. Einfach mal zum momentanen Gesundheitszustand der Rasse. Wir importieren sogar vom Ausland... Sieht nicht sehr viel besser aus.

        Labrador sind in der Regel verfressen. Wenn Sie ausgelastet sind und man konsequent in der Erziehung ist, kann man dies sehr einschränken, aber wir hatten schon Hunde, die haben ihren blinden Halter über die Strasse gezogen, weil dort eine Banane lag. Also sehr abhängig von der Selbstdisziplin.

        Labradore sind dafür eher einfach zu sozialisieren, die meisten sind offen und (zu) freundlich.

        Wir haben Labradors aus verschiedenen Herkünften hier. Phlegmatische Labs sind bei der Arbeit regelrecht aufgeblüht, nachdem sie realisiert haben, dass das langweilige Schicksal als nur Familienhund mit ein bisschen Gassi gehen nicht alles ist, was das Leben zu bieten hat und überdrehte Labs, die dann ein wenig zur Ruhe gekommen sind und ausgeglichener sind. Viele Labrador lieben auch das Wasser. Wenn ihr Gewässer in der Nähe habt, solltet ihr aufpassen, Hunde schätzen Strömungen usw. nicht ein.

        Es sind ganz tolle Hunde, aber ich würde auch bei dieser Rasse mehr als nur Spaziergänge machen.

        Grosspudel sind... Fordernder. Intelligent - gleich nach dem Boder Collie - und brauchen körperlich mehr Auslastung als ein Labrador. Soweit ich aus dem Kopf weiß sind alle Pudelchen, die noch nicht im Seniorenalter sind, bei Haltern, die viel, zügig und oft unterwegs sind - auch Tandem fahren oder viel wandern. Es sind aktive Hunde und ja, sie haben den Jagdinstinkt. Das ist der Hauptausscheidungsgrund beim Wesen, gleich vor "mögen kleine, kläffende Hunde nicht".

        Das heißt im Wald an die Leine. Wie abrufbar der Hund ist, liegt auch an der Erziehung.

        Sie Haaren nicht, benötigen regelmässig Fellpflege und müssen zum Hundefriseur. Gesundheitlich hatten wir wenig Probleme, wenn dann wären es hormonelle Probleme oder organische Ursachen, die mit Medikation und Futter in den Griff zu bekommen sind.

        Sie sind dafür nicht verfressen, vielleicht sogar eher verschleckt.

        Aber auch hier... Es sind Arbeitshunde. Ganz ehrlich, ich würde mir als Familie, die keinen großen Garten, den sie nicht einzäunen kann und nicht mehr Auslastung als Spaziergänge bietet, keine der beiden Rassen zu tun.

        Es sind ganz wunderbare Hunde, WENN sie ausgeglichen sind. Und wenn sie es nicht sind (Kastration, Unfall usw.), sind sie furchtbar nervig. :-) Das gilt auch für die ruhigen unter den Hunden.

        Ich würde wirklich mal ein Schritt von den Arbeitshunden weggehen und etwas handlicheres suchen. Nicht, was ihr wollt, sondern was überhaupt in euer Leben passt. Und dann bei diesen Rassen eure Wünschen anfangen aufzulegen.

        • wow, das war sehr umfangreich erläutert - vielen dank

          Noch haben wir uns für keine Rasse entschieden, ich stöbere seit Tagen im Internet nach DEM geeigneten Hund. Ich werde nicht aufgeben und mich weiter informieren.

          Mein 17 jähriger Sohn hat allerdings verlauten lassen, dass er keinen Schischi-Hund möchte. Er möchte mit "seinem" Hund zumindest rein optisch ein bisschen "angeben" im positiven Sinne. Ich würde ihm diesen Wunsch natürlich gerne erfüllen, merke aber immer mehr und mehr, dass es sich schwierig gestaltet.
          Denn ein Hund sollte unser Familienleben bereichern und nicht belasten.

          Bin gerne für Tips offen, was andere Rassen angeht.

          • Hallo!

            Dein Sohn ist 17. In dem Alter bin ich so gut wie gar nicht mit dem Hund mehr gegangen weil ich einfach nicht so oft Zuhause war. Ganz ehrlich: Ihn würde ich in dem Sinne gar nicht mehr so einplanen. Dauert nicht mehr lange und er zieht aus. Meine Tochter ist 11 Jahre. Mit dem Hund gehen gehört nicht unbedingt zu ihren Lieblingsaufgaben und wenn sie Nachmittags noch Unterricht bekommt (ab der 7. wird das vermehrt sein ) sehe ich mich schon wieder selber laufen. Also von daher......plan ihn nicht so ein. Im Grunde wird das auf dir hängen bleiben und wohl auf deinem Mann.

            Einen Hund hast du - wenn es gut läuft - 10 - 15 Jahre. Jenachdem was du für eine Rasse hast.
            Gut, ich kann auch überhaupt nicht verstehen warum es unbedingt ein Rassehund sein muss, aber das ist ein anderes Thema.

            Hab hier eine Seite gefunden wo man Testen kann welcher Hund passen könnte. Ist allerdings nicht all zu Ernst zu nehmen, aber sichlich eine kleine Hilfe.

            http://www.testedich.de/quiz26/quiz/1228230969/Welche-Hunderasse-passt-zu-mir

            LG Sonja

            • Der Test ist ja mal der größte Quatsch!
              Ich hab angegeben, eher ruhig, mittelgroß (!) und 1-2 Stunden tägl. Beschäftigung und bekomme neben einem Hovawart einen Dalmatiner empfohlen #schock #contra
              Bitte nicht ernst nehmen!

          Es gibt ja auch noch was zwischen Chihuahua und Labrador.

          Zum Beispiel Beagle, das sind nette, nicht allzu anspruchsvolle Hunde, sehen lustig aus und sind daher auch für einen männlichen Teenie nicht "peinlich", aber auch nicht zu fordernd. Mit konsequenter Erziehung und zwei oder drei Stunden Zeit am Tag sind das tolle Hunde, es sei denn man lässt sie unmengen fressen, dann schauen sie bald aus wie ein Mops.

          Oder etwa 200 verschiedene Terrier, die meisten haben aber einen großen Jagdtrieb und brauchen sehr konsequente Erziehung. Passen aber auch sehr gut zu Männern.

          Tolle Hunde sind auch Bulldoggen und Mops, aber leider derzeit so schlecht gezüchtet, dass man kaum welche bekommt, die halbwegs gesund sind. Höchstens Richtung Retro-Mops oder absichtliche Kreuzungen.

          Wenn euch Retriever als Apportierhunde gefallen, könnte auch ein Spaniel was für euch sein. ähnliche jagdliche Verwendung, auch leidenschaft für wasser und apportieren. Aber bitte keinen Cavalier King Charles Spaniel, da wurde durch die Züchtung der Kopf so rund, dass das Gehirn rassebedingt nicht mehr genug Platz im Schädel hat, schrecklich. Aber Cocker Spaniel vielleicht.

          Tu dir den gefallen, und such dir den hund nicht im internet aus. Es ist super, das du dich dort informierst, über die hunderassen, aber nichts ist besser, als ein fachmann in der hundeschule, wobei es da leider auch idioten gibt.
          Wie ich in dem anderen beitrag schon geantwortet hab, geh in eine hundeschule in der nähe, sag ihr wollt nen hund, seid anfänger, würdet gerne diese und jene rasse toll finden, wisst aber nicht, ob die zu euch passt. Dann beschreibst du eure wohnliche, jobliche, zeitliche, hobbymässige situation, was macht ihr sonst gern, wieviel zeit würdet ihr aufbringen wollen, seid ihr sportlich oder eher gemütlich, etc pp.
          den 17 dürft ihr auf keinen fall einplanen, das geht ganz bestimmt in die hose...
          wenns danach ginge, hätt er dann bestimmt nen rotti, zum angeben...
          wie auch immer. Tolle hunde sind berner sennenhunde, wobei ich finde, und das ist meine persönliche meinung, gehören hunde ab ner bestimmten grösse nicht mehr ins haus...
          wir hatten nen berni, der ist 10 geworden, wir mussten ihn leider erlösen, er hatte krebs. Das ist natürlich DIE bernikrankheit schlechthin. Viele erleben deswegen nichtmal das 5. Lebensjahr, wenn ich diversen berichten von mir bekannten tierärzten glauben schenken mag.
          der wollte nicht ins haus. Ist immer draussen geblieben. Hatte ein grosses Grundstück zu bewachen und ne tolle grosse hütte.

          Ist nen hund vom Bauernhof gewesen...

          >> Mein 17 jähriger Sohn hat allerdings verlauten lassen, dass er keinen Schischi-Hund möchte. Er möchte mit "seinem" Hund zumindest rein optisch ein bisschen "angeben" im positiven Sinne.<<

          Erkundige dich mal nach einem Deutschen Pinscher. Sieht aus wie ein Dobermann, ist aber kleiner ;-)
          So einer ist in unserer Welpengruppe, ganz toller Hund. Würde mir auch total gefallen #verliebt
          Hat zwar auch Ansprüche, aber sicher nicht so große wie ein Border Collie.
          Und ein wenig arbeiten wollt ihr ja, dann könnte das passen.

          http://www.snautz.de/hunde/hunderassen/deutscher-pinscher.html

          Ich finde, das hört sich doch gut an ;-)

    He, ich finde es schön, dass ihr euch weiter informiert und an der sache dran bleibt.
    Letztendlich hat jede Rasse Vor- und Nachteile.
    Inwiefern möchte euer Sohn bei der HundeErziehung eingebunden werden? Könnte er sich hundesport vorstellen? Wäre das was für euch?

    Ich denke Pudel, ebenso wie Labradore sind tolle Hunde, welche ich persönlich nicht reinrassig kaufen würde, aber das ist jedem seine Sache.
    In deinem letzten Beitrag hast du geschrieben, dass du mit einem Boxer groß geworden bist. Warum kommt der nicht mehr in Frage?

    Habt ihr euch mal Bernersennenhunde angesehen? Oder Rhodesian Ridgebacks? Ich persönlich bin seit meinem großen wahnsinniger Fan von Akita Inu, von dem mir alle abgeraten haben,weil er so kompliziert ist und was soll ich sagen, er ist ein Mischling und ich nehme ihn mit auf Arbeit als therapiehund. Kann mir keinen besseren Hund vorstellen.

    Was erwartet ihr von eurem Hund und wie stellt ihr euch das Leben mit ihm vor?

    Soll er aufs Wort hören oder auch etwas eigenen Charakter mitbringen. Soll er euch unterhalten oder auch etwas auf euer Grundstück achten? Es gibt ganz viele Aspekte und nach Rassenbeschreibungen immer pro und contra.

    selbst bei einem Wurf von 8 Hunden hast du 8 verschiedene Persönlichkeiten, die sich unterschiedlich entwickeln und unterschiedliche Interessen haben.

    Hört auf euer Herz und vertraut auf eure Intuition. Egal was ihr euch holt, es wird ein Welpe und die brauchen Zeit, geduld, Verständnis und ganz viel konsequente Erziehung.

    Mich würde auch interessieren, was gegen einen Boxer spricht, wo Du doch mit einem aufgewachsen bist?

    VG
    Claudia #sonne

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