Katzenklo

    • (1) 28.06.15 - 20:42
      Inaktiv

      Hallo,
      ich suche nach einer "unauffälligen" Lösung für ein Katzenklo. Bei der Suche nach Ideen bin ich auf Schränke (kleine Kommoden) gestoßen, mit Loch und darin stand das Klo. Ich finde die Idee spitze und zersäge in Gedanken schon meine Möbel. Bestellen würde ich mir so etwas für 100€ garantiert nicht.
      Ich weiß, es gibt Katzen die auch Klos mit Deckel und Klappe benutzen. Ich fand den Gedanken bisher immer merkwürdig, das eine Katze in eine Höhle verschwindet und dort ihr Geschäft macht.

      Also, habt ihr Erfahrungen mit so einem "Kloschrank", besonders wenn das Tier bis jetzt ein simples, freistehendes Katzenklo hatte?
      LG

      • Probier erst mal, ob Deine Katze überhaupt Klos mit Deckeln benutzt. Und plane besser mehrere Klos ein, in den geschlossenen stinkt es schneller, und die Katze benutzt sie dann nicht mehr.

        • (3) 28.06.15 - 21:47

          Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, ein "Probeklo". Wir stecken in den Vorbereitungen, der Herr sitzt noch im Tierheim. Alle bisherigen Katzen haben das Klo nur im "Notfall" genutzt, bei Regen oder Schnee. Im Sommer wurde es eigentlich nie gebraucht. Der Trend ging immer zum Geschäft in freier Natur. Mal schauen, wie er so drauf ist.

            • (5) 29.06.15 - 21:45

              Nicht jede Katze steht auf andere Katzen. Keine meiner bisherigen Katzen hätte andere Götter neben sich geduldet, alle haben "ihr" Haus und Grund bis aufs Blut verteidigt. Eine fand Hunde witzig. Ich habe mir noch nie junge Katzen ins Haus geholt, bei den Kleinen kann ich das noch nachvollziehen, das sie nicht alleine sein wollen.

              Auch dieser hier sitzt in "Einzelhaft", weil er alle nur verkloppt. Falls er seine Meinung ändern sollte, hier in der Gegend gibt es Katzen ohne Ende...vielleicht findet er ja da einen Kumpel (falls er im Heim falsch eingeschätzt wurde).

              Mir persönlich wäre es egal, ob ein oder zwei Katzen. Hier gibt es viele Streuner, sollte einer dabei sein, darf er gerne auch bleiben.

              Ich höre in letzter Zeit so oft, das Katzen nicht alleine sein wollen....ich habe es bisher nur anders kennengelernt. Sollte es wirklich so sein, das Katzen Kollegen brauchen, stehe ich anscheinend auf die Psychos unter ihnen.

              • Kann schon sein, dass Du bisher die Psychos erwischt hast - oder es einfach nie die richtigen Vorraussetzungen für eine Zusammenführung gab.

                In so einer Tierheim-Situation mit wenig Platzund noch völlig durch den Wind wundert es mich gar nicht, dass die Katzen wenig zugänglich sind. Aber in einer stabilen Wohnsituation nach der Eingewöhnung mit 60m² oder mehr sieht es schon wieder ganz anders aus.

                Dann aber eben keine Katze aus der Nachbarschaft, mit der man in einer Revierkonkurrenz ist, da geht es um Lebensraum und Beute, das ist nicht die beste Vorraussetzung für Freundschaft, sondern eher eine die Aggressionen fördert.

                Am einfachsten klappt es, wenn man die Katzen ein paar Wochen zusammen drinnen lässt, so dass sie gezwungen sind, den "Eindringling" kennen zu lernen. Meistens mögen sie den dann nämlich nach einiger Zeit schon.

                Katzen sind einfach nicht der Typ für Liebe auf den ersten Blick, aber auf jedem Bauernhof wo sich die Menschen nicht einmischen gibt es richtige Katzenkolonien im Stall. Da gibt es Mütter, die sich bei der Jungenaufzucht unterstützen, Töchter, die jahrelang bei ihrer Mutter bleiben, und so gefestigte Freundschaften zwischen Katern, dass die sogar abwechselnd dieselbe rollige Katze decken. Und auch an den orten wo Straßenkatzen gefüttert werden kommen oft 20 oder 30 zusammen - friedlich, obwohl alle rappeldürr sind. Auch Neuankömmlinge dürfen mit fressen, es wird zwar gefaucht und geknurrt wenn ein fremdes Tier auftaucht, aber es wird nicht zerfleischt. Stell Dir das mal bei Hunden vor, da gibts schon innerhalb eines Rudels Beißereien, wenn ein rangniedriger zu früh fressen will.

                Überleg DIr einfach, ob Du es vielleicht noch probieren willst. Etwa, wenn er im Winter richtig angekommen und eingewöhnt ist, und vom Wetter her sowieso nicht viel raus will, dann einen zweiten Kater mit ähnlichem Charakter zu holen, und die beiden einfach mal einige Wochen machen lassen. Meine längste Zusammenführung war 2 Monate viel Gefauche und dann noch weitere 4 Monate antipathie - und dann haben die Beiden gekuschelt und waren echt unzertrennlich. Als eine starb hat die andere tief getrauert, obwohl noch zwei andere Katzen da waren. Es hat sich einfach echt gelohnt so viel Geduld zu haben, was sind schon ein paar Monate Fauchen und Knurren für eine Lebenslange Freundschaft?

                • (7) 30.06.15 - 08:13

                  Ich laß das jetzt erstmal alles in Ruhe auf mich zu kommen. Meine Tochter ist ja auch noch da, sie muß jetzt auch erst lernen, das Katzen eine andere Körpersprache als Hunde haben. Es wurde uns von dem Tier ,zusammen mit Kleinkind, abgeraten. Es hätte da einen Vorfall gegeben...man konnte uns aber nichts über den genauen Hergang sagen. Nur das er gekratzt hat. Komische Aussage und für mich überhaupt nicht zu bewerten, hätten sie sich auch sparen können. Naja, die kennen auch unser Kind nicht, es ist nun mal kein typisches Kleinkind welches unbedingt ein Tier antatschen muß. Das kommt aber durch unseren Hund, den wir bis vor kurzem hatten, sie hat es von klein auf so gelernt....Tiere sind kein Spielzeug.

                  Unser Tierheim hat auch eine neue Leitung. Ich war ziemlich entsetzt, mit welcher Gleichgültigkeit dort jetzt gehandelt wird. Das war früher naders, da wurden Fragen gestellt...wo das Tier hin kommt, zumindest ob man Katzeerfahrung hat (weil es bei ihn nun ausdrücklich dran stand).
                  Ach übrigens, es war bei einer Freundin so, das die Katze auf einmal mit einem Kollegen vor der Tür stand. Die waren unzertrennlich. Die andere Katze war aus der Nachbarschaft und beide haben zwischen den Häusern gewechselt. Die Dosenöffner haben auch mitgespielt. Die Versorgung in der Urlaubszeit war denkbar einfach. Hat natürlich nur geklappt weil die Besitzer es einfach so akzeptiert haben. Da wurden sogar die Urlaube abgesprochen. Als eine Katze verstarb war es vorbei, die andere kam dann alleine nicht mehr. Jahrelang lief das vorher so.
                  Wir lassen ihn jetzt erst einmal entspannt einziehen ....

                  • Klar, erst mal beobachten, und wenn ihr dann wollt, würde sich der Winter für eine Zusammenführung anbieten, wenn der Kater bis dahin keinen engeren Kontakt in der Nachbarschaft hat und ihr ihm eine Chance geben wollt.

                    Die Sache mit dem Einzelgängertum ist halt echt nur ein Märchen, weil Katzen EinzelJÄGER sind. Wenn man Mäusen auflauern will ist es eben von Vorteil, nicht zu 10. vorm Mauseloch zu sitzen, mal davon abgesehen, dass da sowieso keiner satt werden würde. Daher sieht man Katzen eben meistens alleine los ziehen, aber wenn man sie genauer beobachtet, dann leben sie halt schon in Kolonien.

                    Leider sind nur so viele Katzen schlecht sozialisiert und viele Wohngebiete auch deutlich zu dicht mit Katzen besiedelt, dass sich solche Freundschaften zwischen Nachbarskatzen kaum noch bilden können. Wenn die Nachbarskatzen alle mit 5 Wochen von der Zitze der Mutter weg gerissen und alleine verkauft wurden, haben die halt alle nen Mittelschweren Sprung in der Schüssel, und das macht vieles kaputt in ihrem Verhalten.

                    Meine Nachbarin hat ja einen Einzelkater, der sie regelmäßig angreift, weil er einfach auf Katerart spielen will - mit ausgefahrenen krallen gegen das Bein springen und ins Ohr beißen und so kram eben. Das ist so ein Fall, wo man die ganze Beißerei mit einem Kumpel zum Spielen abschalten könnte, weil der Kater einfach nur todunglücklich ist. Aber er lebt weiterhin alleine, versucht sich mit weiten Streifzügen zu unterhalten und ist jetzt zum 3. Mal in 2 Jahren angefahren worden - auch ganz toll.

              Ich sehe das so wie du, Katzen sind Einzelgänger. Ausser sie bleiben als Geschwister zusammen und es passt. Aber das ist nicht die vorherrschende Urbia-Meinung ;-).

              • (10) 30.06.15 - 08:42

                Das ist nicht nur bei Urbia so, diese Theorie liest man überall. Eventuell hat es auch etwas damit zu tun, das es mittlerweile so viele Katzen gibt, die nie auch nur einen Grashalm unter ihren Pfoten haben.

                Außerdem ist es bei ihnen bestimmt auch nicht anders wie bei uns....da gibt es Herdentiere und Einzelgänger.

                • (11) 30.06.15 - 11:58

                  Es liegt eher an der fehlenden Sozialisierung vieler Kitten.

                  Besondern "Vermehrer" geben die Kitten viel zu früh ab - normalerweise sollte eine Trennung von der Mutter erst ab der 12. Woche erfolgen, aber nachdem das ja Geld kostet und viele Leute am liebsten noch blauäugige Kitten möchten, gibt man sie lieber so früh wie möglich ab.

                  Nachteil ist dann eben unter anderem, dass das Tier nie richtig sozialisiert wurde. Besonders, weil diese Kitten dann auch in Einzelhaltung abgegeben werden und so nie ein anständiges Verhalten lernen. Später landen diese Tiere dann als Einzelgänger im Tierheim.

                  Natürlich gibt es auch Katzen, die keine anderen neben sich dulden, aber zum Großteil wurden in den ersten Lebenswochen einfach Fehler gemacht, die zu dem Verhalten führen.

                  Und dann gibt es halt noch Konstellationen, die einfach nicht zusammenpassen, Katzen sind halt Charaktertiere, die sich nicht mit jeder anderen Katze verstehen.

              In meiner Kindheit hatte meine Mutter mehrere Katzen und die waren keine Geschwister. Es war ein richtiges Rudel. Klar hatte da jeder einen Liebling mit dem man mehr kuscheln wollte aber auch so gab es kaum Streit.

              Wir haben aber auch in einem Haus in einem kleinen Dorf am Waldrand gewohnt, da konnte man sich auch gut aus dem Weg gehen.

              Jetzt habe ich 2 Katzen die auch keine Geschwister aber gleich alt sind, Männchen und Weibchen.

              Da war es auch Liebe auf den ersten Blick, innerhalb von wenigen Std. hatten sie sich ins Herz geschlossen.

              Als Einzelgänger habe ich Katzen also noch nie erlebt. Sehr wohl aber gibt es unter Katzen schwierige Konstellationen.

              Wenn sie aber schon groß sind und eigentlich nach einer gewissen Zeit raus können sehe ich keinen Grund eine 2. Katze zu holen.

              Ich hab auch schon erlebt dass Katzen sich wirklich mit anderen Katzen in der Umgebung angefreundet haben, die hatten sich dann auch gegenseitig abgeholt.

        das mag für die mehrzahl nicht aber für alle zutreffen. wir hatten lange 2 katzen, die erste hatte ich vor 16 jahren aus dem tierheim geholt (als baby) und die zweite 8 jahre später. bis letzten november haben sich die damen allenfalls toleriert. anfangs musste ich sie sogar ein paar wochen richtig trennen, weil die alte miez ausgerastet ist und die kleine töten wollte. letzen november ist sie dann verstorben und erst seitdem traut sich die jüngere ohne angst überall hin. sie ist auch total verschmust geworden, als wolle sie nachholen, was die ältere ihr immer "weggenommen" hatte. ich weiß ganz genau, dass es schlimm für sie wäre, wenn ich wieder eine zweite dazu holen würde. sie ist eine ganz ganz liebe mieze, die mich in den 7 jahren nicht einmal gebissen oder gekratzt hat und sie hat auch noch NIE gefaucht. sie würde sich einfach wieder zurück ziehen und dem neuling den vortritt lassen-und dabei todtraurig sein.
        v

        • Hallo!

          Ausnahmen kann es geben, aber bei Dir liegt es ja eher am Charakter. Wenn sie einen ähnlich zurückhaltenden Artgenossen hätte, der ihr auch gerne den Vortritt lässt, könnte es klappen, nur ist es eben sehr schwierig, ein charakterlich 100% passendes Tier zu finden.

          Auch nicht alle Hunde verstehen sich mit allen anderen Hunden, und sogar bei Meerschweinchen kann der dritte Weltkrieg ausbrechen, wenn es vom Charakter her nicht klappt. Das ist ja auch irgendwo normal, dass nicht jeder jeden toll findet.

          Das heißt aber noch lange nicht, dass es deswegen echte Einzelänger sind, sondern nur, dass die Suche nach einem passenden Partner sehr schwierig bis unmöglich werden kann. Und verallgemeinern sollte man solche Ausnahmefälle allgemein NIEMALS schon gar nicht in einem Forum von so einem Einzelfall auf alle Katzen schließen. Die große Mehrheit leidet ohne Artgenossen.

          • hab ich ja auch genau so geschrieben, dass deine erste aussage sicher auf die mehrzahl zutrifft, aber es eben auch andere fälle wie meinen gibt, oder?
            generell würde ich von anfang an 2 tiere holen, ggf auch aus einem wurf und nicht erst nach jahren so wie bei mir. das ging leider nicht anders, ich wohnte damals in wg's zu studienzeiten halt und da legt man sich nicht mal eben gleich 2 zu. und aus den von dir angeführten gründen kam ja dann die zweite. eine charakterliche einschätzung war leider nicht möglich, da ich die katze von jemandem abgenommen habe, der den wurf loswerden wollte...aber ich hab die beste erwischt:-)

Top Diskussionen anzeigen