Hund in Katzenhaushalt?

    • (1) 04.07.15 - 17:27

      Hallo!
      Wer hat das von Euch schon gemacht, und wie ist es gelaufen?
      Wir haben 4 Wohnungskatzen (5 Jahre alt). Nun möchte ich gerne einen Hund dazu holen, und zwar einen ELO-Welpen. Der ELO wurde vor allem als Familienhund gezüchtet, der auch ausgesprochen gut mit anderen Haustieren auskommen soll, zumal er wenig bis keinen Jagdtrieb hat.
      Unsere Katzen haben bereits mal Erfahrung mit einem bereits erwachsenen Hund gemacht, da blieb eigentlich alles ausgesprochen ruhig. Leider hatte der Hund (wir hatten ihn von einer Pflegestelle) offensichtlich Angst vor Katzen und war auch ein ausgesprochener Jäger. Leider hat er gleich am Anfang einen unserer Kater am Kopf gepackt, das ging zum Glück gut weil ich daneben saß und gleich eingreifen konnte. Aber den Hund haben wir danach sofort wieder zu der Pflegestelle zurück gebracht.
      Hat jemand von Euch Erfahrung mit der Vergesellschaftung von Katzen mit einem Hundewelpen? Wie habt Ihr das gemacht und hat es funktioniert?
      Hoffe auf viele Berichte!
      Grüße

      PAMAMAROO

      • Huhu :-)
        Wir haben uns vor 14 Monaten einen 9 Wochen alten Golden Retriever-Labrador Mix angeschafft, da war unser Kater 16 Jahre alt. Trotz seines Alters hat der Kater von Anfang an die Oberhand hier :-)
        Der Welpe wollte ihn ständig zum Spielen animieren, wobei er sich jedes Mal eins eingefangen hat. Anfangs haben wir sie wenn wir weggingen immer streng voneinander getrennt, weil ich Angst hatte der Kater kratzt dem Hund ein Auge aus. Inzwischen leben sie nebeneinander her und ben hat großen Respekt vor dem Kater :-)
        Sie werden nie große Freunde werden, aber sie tolerieren sich.
        Der Kater bekommt immer zuerst Futter, wenn es nämlich anders herum läuft wird der Hund böse wenn der Kater zu seinem Napf will, Katzenfutter muss immer hochgestellt werden und Katzenklo immer sauber sein, denn der Hund frisst alles gern :-(
        Liebe Grüße
        Anke

        • Danke... Anke, für Deinen Beitrag!
          Hat sich die Katze stark Dir/Euch gegenüber verändert? Mein Mann hat vor allem große Angst davor, dass die Katzen nicht mehr richtig entspannen können (klar habe ich diese Bedenken auch). Wir haben ein Haus mit ca. 80 m2 Wohnfläche, die die Katzen komplett benutzen können, Kratzbaum, hoch gelegene Schlafplätze... Außerdem denke ich daran, Gitter in die Türen einzubauen, wo Katze durchkommt, Hund aber nicht...

      Hallo!

      Bei uns hat es sogar mit erwachsenem Hund und erwachsenen Katzen gut geklappt. Wichtig ist vor allem, für getrennte Bereiche zu sorgen und insbesondere im Zusammenhang mit Futter sehr gründlich aufzupassen. Auch bei Kauknochen etc. immer im Blick haben, Katzen gehen da eben auch dran, und ein Hund findet das wenig witzig. Auch beim Katzenklo muss man schauen, dass der Hund das nicht als kleinen Snack benutzt. Oder ständig Katzenfutter frisst.

      Das Verhalten war gar nicht so das große Problem, die Katzen haben dem Hund schnell beigebracht, dass er sich platt auf den Boden legt, wenn sie ihn anfauchen. Hat wesentlich länger gedauert, bis er bei mir mal "Platz" gemacht hat. Nur eben die Sache mit dem Futterneid und dem Katzenklo, das hat uns dann die ganzen Jahre über beschäftigt.

      Katzen sind halt anders. die fressen Friedlich Kopf an Kopf und haben da gar keine Probleme mit, aber Hunde würden das nie mitmachen. Das musst Du immer im Auge haben.

      • Puh... Das macht mir wieder Mut!

        Ja, mit dem Futter ist es so eine Sache... Da bin ich noch am überlegen, wie wir das machen. Bei 4 Katzen ist das ja auch gar nicht so einfach. Vielleicht ist die Küche, wo die Katzen gefüttert werden, für den Hund Tabu (Hundegitter) wenn wir nicht drin sind.
        Das Katzenklo ist gar kein Problem, weil die in einem separaten Raum im Keller mit katzengroßem Durchgang stehen, da kommt Hund nicht dran.

        Herzlichen Dank für die Beiträge!

        • Wir hatten so ein Gitter an der Küche, gibts ja überall für Babys. Und während der Hund gefüttert wurde haben wir die Tür zu gemacht, ebenso bei Kauzeug. Da einfach konsequent nichts rumliegen lassen. Die meisten Hunde fressen es ja sowieso innerhalb von Minuten auf.

      So ist das nicht korrekt.

      Mein Hund ist 3 geworden und mein Kater ca 9 Monate, vielleicht auch jünger und beide fressen nebeneinander. Somit läuft alles easy ab.

      Das einzige wo es hin und wieder stunk gibt, ist, wenn es um Knochen oder Fleisch geht. Da wird die Katze auch mal zurechtgewiesen. Die hat da mittlerweile dazu gelernt und lässt es bleiben.

Hallo,

unser Labradorwelpe kam damals zu uns, als die Katze schon da war.
Es gab keine Probleme, die Katze war Zeit ihres Lebens die Chefin, hatte bei uns aber auch immer die Möglichkeit, vor dem Hund Ruhe zu haben. Sie war beim Vorbesitzer Hunde gewöhnt, wir hatten sie übernommen, als der weg zog und die Katze zurück ließ.

Meine Tochter hat 4 Katzen, da ist nur 1 relax, wenn wir mit dem Hund kommen.
Auch der Kater meiner Mutter hat enorm Stress, wenn ich mit dem Hund komme.

Es kommt also auf die Katzen an, ob sie stressfrei mit dem Hund leben können, ob sie gelassen sind, oder ängstlich.
In der Regel klappt das mit Welpen schneller, als mit ausgewachsenen Hunden.
Unser Welpe durfte bei der Ankunft sofort frei laufen. Er wollte die Katze begrüßen, bekam von ihren Pfoten eins auf den Deckel und ab da waren die Fronten geklärt.
Allerdings würde ich das nicht bei jeder Katze so machen, manche Katzen sind sehr angriffslustig und das kann wortwörtlich ins Auge gehen!

Ganz ehrlich: bei 4 Wohnungskatzen würde ich mir keinen Hund dazu holen!

Und: es gibt keine Hunde, die man als Familienhund züchtet! Kein Hund wird als Familienhund gezüchtet, sie werden dazu gemacht und erzogen ;-)

Es gibt Rassen, die sich als Familienhund eignen, die aber bei falscher Erziehung auch zum Beißer werden!
Und auch Familienhunde brauchen ihre Bewegung und nehmen Zeit in Anspruch,

LG Pechawa

  • Nun, das grundlegende Wesen eines Hundes wird durch die Rasse schon vorbestimmt. Klar gibt es auch Rottweiler, die gute Familienhunde sind bei guter Erziehung, aber ein Aussie har halt von der Anlage her schon einen ausgesprochenen Hüteinstinkt, der bei nicht ausreichender Beschäftigung schnell zum Problem werden kann. Und beim Elo wirde eben das Augenmerk darauf gelegt, dass er weder ausgesprochenen Jagd- noch Hütetrieb hat. Dass auch dieser Hund ausreichende Beschäftigung und Erziehung erfordert ist mir natürlich bewußt.

    Aber naja, vielleicht hast du Recht, vielleicht denke ich da wirklich zu egoistisch... Es ist nur so, dass ich, nachdem wir vor zwei Jahren nach 9 Jahren und 12 vergeblichen Versuchen der künstlichen Befruchtung den Kinderwusch endgültig ad akta legen mussten, als kleinen Lichtblick für mich einen Hund gesehen habe (nicht als Kindersatz sondern etwas, das ich mir schon immer gewünscht habe und auf das ich mich alternativ freuen durfte)... Meine Katzen sind mir natürlich nach meinem Mann und meiner Familie das Wichtigste auf der Welt. Daher habe ich mir auch die Entscheidung zu einem Hund und welche Rasse nicht leicht gemacht und wie meine Frage hier sicher auch zeigt bin ich auch jetzt noch nicht wirklich sicher, obwohl ich eigentlich kurz davor stehen könnte, mir diesen Wunsch nun endlich zu erfüllen ...

    Ich habe manchmal den Eindruck, mein Leben läuft an mir vorbei, besteht nur aus Arbeit (die mir Dank eines blöden Kollegen auch fast keinen Spaß mehr macht) und das, was ich mir immer gewünscht habe (Familie und Haustiere) ist für mich unerreichbar...
    Aber ich habe ja noch meine Katzen... (und meinen Mann...)

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