Welchen Familienhund könnt ihr empfehlen?

    • (1) 20.07.15 - 10:16

      Hallo

      Wir wollen im nächsten Jahr einen Welpen anschaffen. Derzeit ist ein Appenzeller mein Favorit. Meine Familie ist noch nicht zu 100% überzeugt. Daher wollen wir in Ruhe noch mal ein paar Alternativen ansehen.

      Kurz unsere Vorraussetzungen: Familie, 3 Kinder (dann 2, 5 und 7), 600 qm Garten, 1,30 m hoch umzäunt, große offene Hofstelle, 1 große Hündin meiner Schwiegereltern bereits am Hof (am Hundeplatz mit jedem verträglich), täglich flitzt noch ein ebenfalls recht verträglicher Parson Russel hier rum. Der Hund soll uns als Familie begleiten, wir sind durchschnittlich aktiv. Neben Spaziergängen möchten wir auch gerne kleine Radtouren mit ihm machen können (wir fahren so 15-20 km mit Pause). Obwohl uns optisch viele Jagdhunderassen sehr gut gefallen, sind diese wegen des gewünschten Freilaufes in wildreicher Gegend wohl ungünstig.

      Jetzt mal her mit euren Tipps.

      LG

      • Ach so. Wir sind mit Hunden aufgewachsen, haben jetzt immer mal wieder Ferienhunde hier, haben aber sonst schon länger keinen mehr selbst gehalten. Das war mit meinem Job nicht kompatibel. Jetzt arbeiten wir beide hier und können ausreichende Zeitfenster jederzeit einplanen.

        Hallo!

        Unter den Vorraussetzungen gehen eigentlich die meisten Hunderassen,das klingt echt traumhaft.

        Mir wäre ein Appenzeller wohl zu groß, ich hatte früher einen ähnlich großen Hund, und als der dann alt und krank wurde, wurde es doch schwieriger. Wir haben dann extra eine Erdgeschoßwohnung gesucht (wollten sowieso umziehen) aber das hat die Auswahl doch deutlich begrenzt, weil wir mit dem alten Hund nirgends mehr in den 2. Stock gekommen wären, und sowas wie einen völlig verdreckten Hund in die Badewanne heben war mir eben auch nicht möglich.

        • Das stimmt schon. Wir hätten gerne etwas robustes, ausgeglichenes, unkompliziertes. Letztendlich hat jeder sowieso seinen eigenen Kopf und muss erzogen werden. Aber einen potentiellen Problemhund wollen wir nicht. Labrador war mal weit oben auf der Liste. Aufgrund von Berichten hier im Forum haben wir davon Abstand genommen.

          LG

          • Was robustes und unkompliziertes findet man auch in der Gewichtsklasse um die 1 Kilo herum.

            Ja, Retriever sind nicht mehr so das Wahre, einfach zu viel Nachfrage. Dadurch sahen sich die Züchter gezwungen immer untauglichere Hunde in die Zucht aufzunehen, nur um irgendwie die Nachfrage decken zu können, bevor die Leute irgendso einem Verkauf von wegen "reinrassiger Welpe für 500 Euro" auf den Leim gehen - samt Welpenfabrik in Osteuropa.

              • Wie wäre denn ein Beagle? Der ist nicht groß, aber vom ganzen Typ her kein Schoßhund. Und als Meutehund absolut unkompliziert, neigt dazu, sich mit Allen und Jedem zu verstehen auch mit allen anderen Hunden, was das Zusammen leben auf dem Hof erleichtern würde. Lustig und lieb mit Kindern, und von Bewegungs- und Beschäftigungsansprüchen her durchschnittlcih.

                Deswegen werden auch Beagle in Tierversuchslaboren eingesetzt, weil sie so unkompliziert sind - und sogar die ehemaligen Laborhunde sind immer noch tolle Familienhunde, das klappt bei keiner anderen Rasse. Wo viele andere Tierschutzhunde irgendeine Art Knacks weg haben, Beagle stecken echt alles weg.

                • Putzig, dass habe ich auch vorhin geschrieben. Wir haben zwar unsere Beagelin nicht aus dem Labor, sondern aus einer sehr verantwortungsvollen Zucht, aber dieser Hund ist die Ruhe selbst Zuhause und trotzdem draußen fit, wie ein Turnschuh. Sie hat noch nie gebellt, geknurrt oder nur Anzeichen von Aggression gezeigt. Sogar das ziehen am Schwanz verzeiht sie jedem Kleinkind. Ich würde fast soweit gehen und es mit Beißhemmung von Meerschweinchen vergleichen. Natürlich kann ich nur von unserem Hund sprechen. ABER es ist unser erster Hund, null Erfahrung gehabt. Beste Entscheidung gewesen. Hier laufen überall so aggressive Kläffer rum, dass ich jedes mal so dankbar bin für unsere Beagelin. Auch der "Jagttrieb" ist da total nebensächlich, weil sie zu allen Tieren total lieb ist und im Wald auch zu Reh und Kaninchen Abstand hält.

                  • Bekannte haben einen Beagle, ich finde den Hund auch so rundrum perfekt. Da hatte ich mit meinem angeblich optimalen Familienhund Golden Retriever öfter Probleme.

                    Wenn ich mir wieder einen Hund holen will steht der Beagle auch ganz weit oben auf meiner Liste.

      Ich finde Golden Retriever ja ganz tolle Hunde, in der Welpenzeit etwas anstrengender, aber danach einfach nur easy und traumhaft.
      Da ihr über viel Hundeerfahrung verfügt, kann ich Euch meinen absoluten Favoriten empfehlen. Einen Germanischen Bärenhund. Guter Schutztrieb, schöne Größe und sehr geduldig mit Kindern.
      Allerdings ist der wirklich nur etwas für erfahrene Hundebesitzer, die in der Lage sind die eindeutuige Rudelführung zu übernehmen.

    Als Familienhund würde ich immer Hütehunde nehmen, da sie sich perfekt integrieren können. Oder auch die klassischen Begleithunderassen. Jagdhunde sind auch problematisch, da sie eine einzige Bezugsperson brauchen, der Rest wird eher geduldet.

    Wir hatten mal eine Labradorhündin (Vater brit. Linie, Mutter amerik. Linie) und sie war sehr schlecht zu händeln. Eigentlich ein lieber Hund, aber sie konnte ihr Kraft nicht einschätzen.

    Mittlerweile ist ein Shetland Sheepdog eingezogen und m.E. eine der besten Rassen überhaupt. Der Hund macht einfach nur Spaß und hat Hummeln im Hintern, sobald man es braucht. Ein unermüdlicher Wirbelwind, der zuhause aber auch gerne rumfläzt.

    Ein Deutscher Pinscher stand damals auch zur Wahl. Ebenfalls ganz tolle Hunde!

    • "Jagdhunde sind auch problematisch, da sie eine einzige Bezugsperson brauchen, der Rest wird eher geduldet."
      Quatsch, z.b. ist der Beagle ein absoluter Meutehund, der sich sofort integriert. Sonst wäre er zur Jagt früher sofort aussortiert worden. Wir haben einen. Der ist der perfekte Familienhund. Bellt nicht, absolut lieb,null Aggression, immer gut gelaunt, versteht sich mit ALLEN Hunden und anderen Tieren (siehe Meutehunde!) ... kann auch frei laufen, sogar im Wald. Die meisten Hunde haben Jagtinstinkt, deshalb ist immer Erziehung wichtig.

      Was mit anderen Jagthunden ist, weiß ich nicht-für Beagle giltet Dein Satz auf alle Fälle nicht. Geh mal auf ein Beagletreffen, die Hunde hörst Du praktisch nicht, auch wenn es 10 oder 20 sind, weil die wenigsten überhaupt bellen und es gibt keine Rangkäpfe oder ähnliches, nichts! Dasselbe gilt (meine ich) für andere Bracken und englische Jagthunde!

      Lg Sportskanone

      Bei kleinen Terriern würde ich Dir aber spontan recht geben, wobei mir das gekläffe eh auf die Nerven gehen würde,

      • Ja gut, der moderne Beagle mag ein wenig anders sein (feine Hunde). Allerdings sagt man auch den Retrievern die Familientauglichkeit nach, aber gerade bei Kindern reißt auch irgendwann deren Geduldsfaden. Jagdhunde (Meutehunde und Vorstehhunde sind da ein wenig anders) können zubeißen, bei einer sauberen Hütehundzucht fehlt diese Bereitschaft, bzw. ist stark beschränkt.

        Das hat aber nichts mit der Herkunft der Rasse zu tun, sondern halt mit dem ehemaligen Verwendungszweck des Tieres. Grundsätzlich sind die meisten Hunde für Familien geeignet, es hat eben viel mit der Erziehung und der Erfahrung des Halters zu tun. Ein schlecht integrierter Hund, egal wie familienfreundlich die Rasse gilt.

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