Hilfe, mein Kater hat das Helfersyndrom....

    • (1) 15.08.15 - 06:59
      Inaktiv

      .....oder: Aus 1 wurde 3#schock.
      Ich hatte ja schon mal geschrieben, das unser vermeintlicher Einzelgänger aus dem Tierheim sich einen Kumpel gesucht hat. Ein ziemlich verwildertes Tier, welches sich nie an uns rangetraut hätte. Also hat unser Kater ihn immer Abends im Garten abgeholt,ihn ins Haus begeleitet und mit ihm sein Futter geteilt (nachdem er sich satt gefressen hatte). Danach sind die Beiden auf Trebe gegangen und haben "Geschenke" gebracht. Übrigens sind bisher jegliche Versuche ihn einzufangen (zwecks Tierarzt) fehlgeschlagen. Die Lebendfalle wird konsequent ignoriert und sobald wir uns auch nur einen Millimeter rühren haut er panisch ab. Bis hier eine schöne Geschichte.

      Und jetzt kommt der Hammer, vor ein paar Tagen kommt er auf einmal mit einer Minikatze an, ich gehe davon aus ein Maikätzchen von diesem Jahr. Auch dieses kleine, verwilderte Tier hat er selber ins Haus eingeladen! Es macht einen sehr fitten Eindruck, keine verklebten Augen, kein dicker Bauch o.ä.. Jetzt rennen hier nachts 3 Katzen rum und fressen sich satt, okay Futterkosten für Drei sind noch zu tragen, aber alle tierärztlich versorgen bereitet mir schon leichte Schnappatmung....wäre aber schon machbar.

      Nun denn, dann halt 3 Katzen. Zwergnase geht überhaupt nicht mehr vom Grundstück weg und läßt sich auch tagsüber blicken. Aber auch er läßt sich nicht anfassen. Ich hatte ganz vergessen wie "bekloppt" so kleine Minikatzen sind, er hat echt die Lacher auf seiner Seite. Nur mittlerweile findet unser Pascha das wohl nicht mehr so witzig, er reagiert immer öfter leicht gereizt auf dieses nervige Bündel. Nichts dramatisches, mehr das klarstellen der Hierarchie in diesem Haus. Die ersten Tage durfte er einfach mit an den Napf ran, jetzt bekommt er eine "klare Ansage"....blöderweise scheint Zwergnase das überhaupt nicht zu jucken. Gerade war es echt übel, Pascha kommt nach einer durchmachten Nacht rein, will nur noch fressen und schlafen und Mini wurde gerade wach und tillt hier durch. Ich wußte garnicht das unser Kater so fauchen kann. Hat Mini aber auch nicht gestört. Das Ende vom Lied ich habe Mini "rausgeworfen" damit hier Ruhe einkehrt. Und was macht der Dicke? Er geht hinterher#kratz. Okay, also halte ich mich jetzt raus.
      Wir haben hier langsam den Verdacht, das Zwergnase so nervig ist das seine "Gruppe" beschlossen hat ihn loszuwerden. Sie haben den anderen Kater dazu verdonnert für Mini ein neues Heim zu finden. Kumpel Nummer 1 hat uns ausspioniert und als klar war das wir "nett" sind hat er den Mini mitgebracht und hier "ausgesetzt". Denn der kommt seit dem nur noch sporadisch vorbei und wir haben den Terrorzwerg jetzt an der Backe#zitter#schock#rofl.
      https://www.youtube.com/watch?v=3VLcLH97eRw&index=17&list=PLagyxbJHFyL11iTef4c6ALIDsD--nXkel

      • Hallo!

        Also ich finde Deinen Kater klasse!

        Ich würde aber an Deiner Stelle mal die Tierschutzvereine in der Umgebung kontaktieren, dass es eben bei Dir einen Bauern mit haufenweise unkastrierten, ungeimpften Katzen gibt, ob man da vielleicht mal gemeinsam eine Aktion machen könnte. Biete an einen Betrag X beizusteuern, und sonst sollten die ja einen Tierarzt haben, bei dem sie Sonderkonditionen bekommen, also nur etwa halb so viel zahlen, wie wenn Du mit einer einzigen Katze eine Kastration machen lässt.

        Sonst kannst Du auch Tierärzte direkt nach Sonderkonditionen fragen,es geht ja weniger um Deine eigenen Tiere sondern mehr um die Bauernhof-Katzen. Vielleicht ist da auch was machbar.

        sonst habt ihr ja in einem halben Jahr den nächsten Terrorzwerg bei euch #rofl

        Wenn erst mal alle kastriert sind beruhigt sich die Situation schnell. Bei mir in der Gegend wurde schon vor jahren eine Kastrationsaktion gemacht, wirklich bei allen Bauern eingesammelt was die hergeben wollten und kastriert zurück gebracht. Seitdem gibt es nur noch wenige unerwünschte Würfe, und auch wesentlich weniger Probleme mehr.

        • (3) 16.08.15 - 21:36

          Hallo, ich glaube im Moment bereut er seine Freundlichkeit sehr und sehnt sich nach einem ruhigen Heim. Kein Wunder, wer will schon das im Tiefschlaf jemand auf einem rum hüpft#schock#rofl. Der Zwerg mußte heute ordentlich einstecken, danach war dann etwas Ruhe.

          Mit dem Tierarzt ist schon alles geklärt, es gibt einen Sonderpreis. Wenn er sich denn mal einfangen läßt. Beim Zwerg klappt es schneller, auch ohne Falle. Bei dem Anderen sehe ich schwarz. Ich wußte auch nicht, das man die schon so klein kastrieren lassen kann, dachte sie müssten so mindestens ein halbes Jahr alt sein.

          Die Idee mit dem Tierschutz finde ich gut, hier war vor ein paar Jahren wohl schon mal so eine Aktion (wurde mir nur erzählt, da haben wir hier noch nicht gewohnt) und es sind wohl wesentlich weniger Katzen als früher. Aber auch in meinen Augen immer noch zu viele. Sollte mein Kater hier eine Kolonie aufbauen wollen, da muß ich ihn leider enttäuschen, mehr dürfen es einfach nicht werden.

      Wir hatten mal so einen Hund.

      Im Winter saß ein kleines Kätzchen mit laut rasselndem Atem vor der Tür. Gutmütig wie wir sind, hat es was zu fressen und trinken bekommen.
      Dann war Kätzchen auch schon wieder weg. Wir fanden dann raus, dass er zwei Häuser weiter gehörte, aus dem Tierheim war, einen lungenschaden hatte und diesen aber sehr gezielt einsetzen könnte, da er früher Streuner war.

      Auf jeden Fall war unser Hund dann schon um den Finger, besser die Pfote, gewickelt.
      Hund stand solange vor der Fressnapf bis er was bekam. Dann ging er zur Tür und wollte raus. Da saß dann schon der Kater, rannte rein und Hund sah zu, wie Kater sich sattfrass.
      Danach ging es dann zu meiner Mutter aufs Sofa. Der Hund legte sich an den Bauch und die Katze auf die Brust.

      • (5) 16.08.15 - 21:48

        Die Geschichte ist auch gut, Tiere haben manchmal schon merkwürdige Anwandlungen.

        Der Hund meiner Oma hatte sein Herz an Entenküken verloren, er hat sie nicht aus den Augen gelassen und die Entenmutter durfte nicht mehr ran. Es waren einfach seine Küken.

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