Wie sich schützen vor Hunden im Wald

    • (1) 17.08.15 - 10:46

      Hallo an alle,

      als erstes - ich möchte keinem Tier etwas antun, ich möchte mich selbst schützen.
      Ich wurde schon als Kind und als Erwachsene von Hunden gebissen.

      Folgende aktuelle Situation:
      Ich jogge sehr viel im Wald. Dort treffe ich oft auf Hundebesitzer mit Hunden, die nicht an der Leine sind. Ich habe Respekt vor Hunden und bleibe dann stehen, sobald ich sehe, dass der Hund frei herum läuft. Wenn der Hundebesitzer den Hund dannnicht an die Leine nimmt, bitte ich höflich darum.

      Nun, das war letztes Wochenende, hat eine Hundebesitzerin meine Bitte ignoriert und dern Hund ist auf mich zugerannt und wollte mich schnappen. Ich habe vor Angst geschrien und bin stehen geblieben, da ich dachte es wäre noch schlimmer, wenn ich davon renne. Der Hund hat kurz von mir abgelassen, als ich aufgehört habe zu schreien, hat er es noch einmal versucht. Ich habe nochmals geschrien, dann war die Besitzerin schon da, hat ihn aber trotzdem nicht an die Leine genommen, da sie das angeblich darf (sagte sie).

      Ich habe mich bei der Gemeinde erkundigt, sie darf das nicht.

      ABER wie schütze ich mich, wenn ein Hund mich angreift und dem Besitzer es egal ist?
      Der Zuständige auf der Gemeinde erwähnte ein KO Spray, wusste aber nicht, ob ich es gegen Hunde anwenden darf.

      Wie gesagt, ich will keinem Hund etwas tun. Aber wie kann ich mich selbst schützen?
      Aufhören zu joggen ist keine Option. Ich jogge allein.

      Ich bitte um eure Tipps.

      Danke

      • (2) 17.08.15 - 10:55

        Doof echt, ichw ürde das KO spray am Herrchen /Frauchen anwenden #aerger Ich würde ein Handy mit haben und im Notfall bei so Ignoranten die Polizei hinzuziehen, oder das OA, mir fällt da auch nichts ein. Kann das auch nicht leiden wenn ich unterwegs bin und dann noch so einer wo nicht hört. Habe selbst 3 Hunde aber die sind angeleint. Vielleicht nimmst du Leckerlies mit die du weg wirfst #gruebel Dann sind die beschäftigt keine Ahnung ehrlich gesagt....Aber nie wegrennen oder Arme hoch, Arme runter hängen lassen und ruhig bleiben.....So schwer das ist kann verstehen das du Angst hast

        • (3) 19.08.15 - 17:54

          Die Polize macht hier gar n ichts, solange Du nicht wirklich " richtig" gebissen worden bist.

          Wir hbn bei us einen Hund, der ständig ausbüxt, Frauchen ihn nicht einfange kann und es auch gar nicht versucht. Eine Anzeige bringt nichts, die Gemeinde reagiert erst, wenn was passiert. Ihr wurde schon nahe gelegt den Hund weg zu geben aber eine richtige Handhabung hat keiner, solange ein Streuner nix tut.

          Wenn es bei Dir immer zur selben Zeit ist, würde ich mal den Jäger dort Bescheid geben, das Du gesehen hast, das der Hund jagd;-), vielleicht redet er ja mit der Besitzerin.

          LG
          lisa

          • (4) 19.08.15 - 18:47

            Oh da wäre ich vorsichtig, ist es ein Jäger der gleich loslegt erschiesst er den Hund und der kann ja nix für die dummheit des Menschen #hicks Also vorab informieren wer da der Jäger ist und wie er drauf ist

      (5) 17.08.15 - 11:04

      Hallo,

      ich bin selbst Hundebesitzerin und bin absolut bei dir, dass die Hundebesitzer verantwortlich sind und die Hunde anleinen müssen, wenn jemand entgegen kommt.

      Wenn dir ein freilaufender Hund begegnet, dann rate ich dir folgendes:

      Hunde spüren deine Verunsicherung. Versuche innerlich eine starke Haltung aufzubauen. Du bist stark, du stehst über dem Hund. Viele Hunde sind auch wenn sie frei laufen erzogen. Z.B. reagieren Hund auf deutliche Ansagen: Ein lautes deutliches NEIN, zur Not schreien, ein lautes deutliches STOPP ( Oder laß das, geh weg, hau ab schreien). Das gibt dir auch positive Energie. Du stehst für dich ein, ein Hund spürt das ! Die passende Körperhaltung dazu. Also ein fester Stand, die Arme ausstrecken und mit der Hand ein Stopp zeichen machen. Es erinnert mich gerade an Selbstverteidugungstechniken.

      Hunde erinnern sich, sie kennen normalerweise die Worte "Nein, Stopp, Lass das, weg weg", wenn sie die beigebracht bekommen haben. Wichtig ist dabei, Laut, bestimmt, fest, sicher sein. Nicht wimmern, nicht leise, nicht verstecken, keine Kompromisse.... "Hau ab du Scheiß Köter" schrei das laut. Du bekommt eine wahnsinns Energie, der Hund wird ANGST vor dir bekommen und die Beine in die Hand nehmen.

      Ich würde um mich selbst, andere Menschen oder meinen Hund zu schützen auch fremde Hunde treten, jederzeit. Feste. An die Nase, in die Seite, egal, feste drauf, kein Opfer sein. Was Hunde überhaupt nicht leiden können und wo sie sofort loslassen, wenn sie doch mal beißen sollten: Anpusten. Was auch wirkt: Pfefferspray.

      Zum beißen: Gut sozialisierte Hunde haben einen "Beißhemmung" antrainiertd.h. sie beißen nur bis sie Widerstand spüren, nicht fester. Das üben junge Hunde untereinander und der Mensch auch mit seinem Hund. Darauf kann man sich aber nicht verlassen und es ist immer besser, wenn es nicht dazu kommt.

      Was ich selbst von mehrfach bei freilaufenden Hunden versucht habe und was funktioniert hat: Sich groß machen, Arme hoch und ausstrecken, fester Stand, leicht in die Knie und fest aufstampfen. Das machen Hund auch um sich gegenseitig zu zeigen, wer der Boss ist. Anschreien. Der Hund drehte auf dem Absatz um und verschwand.

      Ich wünsche dir viel Erfolg !!

      • (6) 17.08.15 - 11:14

        Ach ja, und die Hundebesitzer anzeigen. Unangeleint im Wald ist in vielen Gegenden verboten.

        Und sich klar machen: die allermeißten Hunde sind lieb, sie wollen Kontakt aufnehmen, schnuppern, sind interessiert. Die wenigsten sind agressiv und WOLLEN beißen.

        Klar, niemand kann von dir verlangen, dass du es magst, wenn fremde Hunde dich beschnuppern wollen. Du mußt das auch nicht akzeptieren. Aber vielleicht nimmt dir der Gedanke, dass sie nur schnuppern wollen dir etwas die Angst. Und gibt dir Kraft. versuche aus der Ansgt rauszukommen und in die Stärke rein.

        Und auf gar keinen Fall: wegrennen. Der Hund ist immer schneller und alles was wegrennt ist für ihn Beute..

        • (7) 17.08.15 - 11:17

          Leider weiß ich nicht wer die Hundebesitzerin war. Auf der Gemeinde sagte man mir, dass ich ein Bilder von der Dame machen soll, wenn ich sie nochmals sehe und vorbei kommen.
          Nun werde ich jetzt mein Smartphone immer mitnehmen, in der Hoffnung, dass sie mir nochmals begegnet.

          Vielen Dank

          P.S. meiner Oma hat ein Hund einen Finger abgebissen. Ich bin dadurch und durch die eigenen Erfahrungen sehr vorbelastet.

          • (8) 17.08.15 - 11:29

            Ja, ich glaube dir das, wenn man traumatisches Erlebt hat geht man da ganz anders mit um. Häufig ist aber die Situation entscheidend und Hunde wurden z.B. früher auch oft nicht artgerecht gehalten (an Kette/im Zwinger und so) oder extra "scharf gemacht" so dass es da wirklich viele Probleme gab und gibt. Man muß einen Hund ordentlich erziehen. Z.B. kanner beißen, wenn man ihm das Futter wegnimmt. Da muß man dem kleinen Welpen schon beibringen, dass das absolut nicht geht.

            Ich denke mir oft. Wenn ein Hund schon mal gebissen haben oder wenn bekannt ist, dass sie aggresiv sind, dann sind das nicht die Hunde, die frei im Wald rum laufen.... sondern hinter Gittern, mit Maulkorb usw...

            Denk bitte an das "Recht am eigenen Bild"...

      (10) 17.08.15 - 11:14

      Ich danke dir herzlich für die Tipps.

      • (11) 17.08.15 - 11:23

        Ich finde es echt unverantwortlich, wie viele Hundebesitzer so gedankenlos sind und dadurch Probleme mit nicht-Hundebesitzern verfestigt werden. Das unangeleint laufen lassen, überall den Kot liegen lassen usw.

        Das mag ich selber auch nicht und wenn jemand da so fragt wie du, da bin ich gerne bereit zu helfen. Auch um den Umgang miteinander geht es mir da.

        Vielleicht wäre auch eine Möglichkeit, dass du mal mit einem guten Hundetrainer sprichst. Die haben nämlich auch super Tipps, wie man mit Hunden umgehen sollte. Ich kann mir vorstellen, dass man so auch sein Selbstvertrauen im Umgang mit Hunden einfach stärken kann. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand wie du bei unserem Trainer anfragen würde, der würde da wirklich gerne erklären und helfen.

        Ich kann echt verstehen, wenn man vor Hunden Angst hat. Ich wünsch dir echt, dass du wieder entspannt joggen kannst. Der Wald gehört jedem. Nicht nur den Hunden. #sonne

    Unterschreib ich so.

(14) 17.08.15 - 13:43

Hallo maux,

auch ich jogge sehr viel (und immer alleine) im Wald. An dieser Stelle muss ich aber die Hundebesitzer in unserer Gegend sehr loben. Wenn die Hunde frei laufen und die Besitzer mich entdecken, wird ausnahmslos der Hund gerufen, an den Wegrand gebracht und mit einem Leckerchen abgelenkt bis ich vorbei bin. Meistens steht auch noch der Besitzer zwischen mir und Hund. Und das klappt immer einwandfrei, ich musste noch nie einen Hundebesitzer darum bitten.

Ich habe zwar keine Angst vor Hunden, aber trotzdem ist es mir so lieber. Einfach um die Unfallgefahr zu minimieren, falls einem der Hund zwischen die Beine läuft.

Vielleicht hilft es ja, beim nächsten Mal den Besitzer darauf anzusprechen, dass er ein schlechtes Licht auf andere Hundehalter wirft. Ein rücksichtsvolles Miteinander sollte doch auch bei euch möglich sein.

Viele Grüße
maxundich

  • (15) 17.08.15 - 15:05

    Danke für deine Nachricht.

    Mir geht es primär darum, wie ich mich in dem Moment verhalte, in dem ein Hund versucht mich anzugreifen. Wenn ich mit dem Hundebesitzer diskutiere, schützt es mich nicht vor Hundebissen.

    Ich habe hier schon sehr gute Tipps bekommen und werde mir zur Sicherheit ein KO Spray zulegen, welches ich in äußerster Not anwenden werde.

    Die Frau (der Vorfall vom Samstag) war absolut nicht einsichtig.

    LG

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