Tipps für Hundekauf

    • (1) 12.09.15 - 20:31

      Hallo. Wir wollen endlich einem Hund. Die Frage ist erstmal ob es ein Welpe oder ein Älterer sein soll. Die einzige Sorge die ich bei einem älterem Hund habe sind meine Kinder (3 u. 6). Sie sind oft sehr wild...wie das halt mit Kindern ist.
      Nun haben wir uns über Kleinanzeigen entschieden einen 6 Monate alten Labbi Mix kennen zu lernen. Es heißt er sei sehr gut sozialisiert und liebt Kinder. Warum er weggegeben wird habe ich noch nicht erfahren. Die Hundebesitzerin möchte allerdings zu uns kommen um zu sehen wo der Hund hinkäme....kann ich verstehen aber sollten wir uns nicht das Umfeld auch ansehen wo der Hund jetzt lebt? Und was wäre noch wichtig zu wissen? Kastriert scheint er bereits zu sein...Preis hat sie auch nicht genannt. Mein Wunsch wäre es den Hund "besser" kennen zu lernen. Mit ihm spazieren gehen, ihn auch mal zu uns nach Hause zu holen ohne Besitzer. Ich will nichts überstürzen.
      Bin gespannt was ihr mir ratet.

      • Hallo!

        Kauf auf gar keinen Fall einen Hund, bei dem Du nicht das Umfeld gesehen hast, es gibt so viele dubiose Leute, die damit viel geld verdienen - Zuchtfabriken in Osteuropa, und dann die Hunde teuer an dumme Deutsche verkaufen. Da bleibt auch mal einer ein paar Monate länger nicht verkauft, und könnte so bei euch landen.

        Verlange das Zuhause zu sehen, verlange vollständige Papiere, ruf den Tierarzt an der auf dem Impfpass steht dass der den Hund auch wirklich kennt.

        Ich würde auch gut hinterfragen, warum ein Hund mit nur 6 Monaten bereits kastriert sein soll?

        Ganz ehrlich, da würde ich eher zum Tierheim oder einem Tierschutzverein gehen. Klingt einfach seltsam.

        Hallo,
        also für mich hört sich das auch sehr suspekt an. Ich vermute ihr seit da an einen sogenannten "Vermehrer" geraten. Lasst bitte die Finger davon!! Ich weiss der Hund kann einem wirklich leid tun, aber es bringt nichts solchen Menschen noch Geld zu geben. Auserdem habe ich schon oft genug gehört, dass die Tiere sehr krank sind und man viel Geld in Tierarztkosten investieren muss. An das Leid des Hundes nicht zu denken. Und gerade weil du kleine Kinder hast, musst du wirklich auf Nummer sicher gehen. Ich glaube aber Dein Gefühl sagt Dir schon, dass da was nicht richtig ist. Wichtig ist wirklich für euch zu wissen wo der Hund aufgewachsen ist. Seriös kann auch nicht sein, dass der Hund mit 6 Monaten schon kastriert ist. Geht bitte ins Tierheim und schaut Euch dort um oder wenn es ein Welpe einer bestimmten Rasse sein soll (Retriever sind da natürlich gut geeignet) geht auf die VDH-Seite und schaut was es für seriöse Züchter in Eurer Nähe gibt. Kostet natürlich etwas mehr Geld. Ihr werdet aber sicher keine böse Überraschung erleben und auch einen sicher gesunden Hund bekommen.

        L G Sanjie mit Campino (Golden Retriever 2 Jahre alt)

        • (4) 14.09.15 - 08:27

          Hi,

          "Seriös kann auch nicht sein, dass der Hund mit 6 Monaten schon kastriert ist."

          Doch - kann es! Auslandshunde MÜSSEN mit 6 Monaten kastriert sein, wenn sie ausreisen und in ganz vielen Ländern werden sie sogar noch früher kastriert.
          Und es gibt leider immer noch viele Tierärzte, die zu einer Frühkastration raten.

          Bei allem anderen bin ich aber natürlich eurer Meinung.

          an die TE:
          Ich würde der Besitzerin sagen, dass ihr zunächst den Hund kennen lernen möchtet und deshalb zuerst zu ihr kommt. Dann könnt ihr auch fragen, wo der Hund herkommt, warum er abgegeben werden soll, Impfpass einsehen (daran seht ihr aus, ob es ein Auslandshund ist), fragen wg der Frühkstatration stellen, ggfs. nach dem bisherigen TA fragen und diesen kontaktieren, etc. Und wenn dann immer noch alles passt, dann kann sie ja gerne zu euch kommen und schauen, wohin der Hund käme. Sollte sie dies so nicht wollen, dann sucht bitte weiter, denn dann ist es mehr als wahrscheinlich, dass es ein Vermehrer ist bzw. ein Hundehändler.

          Ansonsten würde ich bei Kindern im Alter eurer Kinder eher zu einem erwachsenen Hund raten. Es gibt im Tierschutz so viele Familienhunde, die wg Trennung etc im Tierheim abgegeben wurden. Und ein Welpe ist sehr viel Arbeit. Sollte es euer erster Hund sein, dann wäre ein älterer Hund auch zu empfehlen, denn diese haben meist eine gute Basiserziehung. Und ich würde eher in den umliegenden Tierheimen schauen oder auf den Rasse-Nothilfeseiten, wenn es eine bestimmte Rasse sein soll. Oder eben auch bei guten Züchtern nachfragen - oftmals kommen Hunde zurück oder suchen wg veränderter Situation über den Züchter ein neues Zuhause.

          Private Verkäufe können ok sein, aber ich bin halt sehr skeptisch.

          Gruß
          Kim

      >> Die Hundebesitzerin möchte allerdings zu uns kommen um zu sehen wo der Hund hinkäme....kann ich verstehen aber sollten wir uns nicht das Umfeld auch ansehen wo der Hund jetzt lebt? <<

      Kann ich auch nachvollziehen, aber warum hast du sie das nicht gefragt?

      >> Kastriert scheint er bereits zu sein...<<
      Woran machst du das fest? Entweder die Besitzerin hat das gesagt oder nicht #kratz
      Aber wenn ich das zu früh.

      >> Preis hat sie auch nicht genannt.<<
      Vielleicht ist das der Besitzerin nicht so wichtig, finde ich gut.

      >> Mein Wunsch wäre es den Hund "besser" kennen zu lernen. Mit ihm spazieren gehen, ihn auch mal zu uns nach Hause zu holen ohne Besitzer. Ich will nichts überstürzen.<<

      Dann besprich das doch mit der Besitzerin. Es sollte ja auch in ihrem Interesse sein, dass der Hund nicht gleich nach 2 Wochen wieder zurückkommt und es gut hat.

      Für mich hört sich das alles jetzt gar nicht so dubios an. Ich würde das auf mich zukommen lassen. Anhand von Antworten und Verhalten der Besitzerin kann man sich vor Ort ein besseres Bild machen als am Telefon. Niemand zwingt euch den Hund zu nehmen.

      Ansonsten bleibt euch ja der Gang ins Tierheim.

      Aber ich muss aus meiner Erfahrung sagen, dass viele (ältere) Hund oft nur an Familien mit älteren Kindern (wenn überhaupt Kinder) abgegeben werden. Deshalb mussten wir uns dann doch für einen Welpen vom Züchter entscheiden, weil wir einfach keinen Hund gefunden haben, wo alles passte.

      Alles Gute!

      Hallo,

      das hört sich nicht seriös an.
      Für mich so, als ob du nicht sehen sollst, wie der Hund gehalten wird.

      Vor allen Dingen würde ich dir raten, unbedingt die Mutter sehen zu wollen, wenn du dir einen Welpen/Junghund zulegen möchtest. Und das immer erst einmal zu Hause beim Züchter. Ich würde mir ganz genau das Umfeld, dem Umgang der Mutter mit den Welpen sowie das Wesen der Mutterhündin ansehen. Und nachfragen, auf was der Hund sozialisiert wurde. Im Idealfall auf Kinder, was ja für euch wichtig ist, und vielleicht noch auf andere Kleintiere, andere Menschen. Wurde der Hund schon mit Alltagssituationen konfrontiert?
      Wenn du dich dann entscheidest, den Hund zu nehmen, kann der Züchter immer noch zu euch nach Hause kommen, um für sich eine Prüfung der Haltungsbedingungen bei euch vorzunehmen.

      "Mein Wunsch wäre es den Hund "besser" kennen zu lernen. Mit ihm spazieren gehen, ihn auch mal zu uns nach Hause zu holen ohne Besitzer."
      Den Hund ohne den Besitzer mit ins eigene Zuhause zu nehmen ist meines Wissens nach nicht üblich. Auch Spazieren gehen sollte möglich sein, aber wenn dir der Besitzer den Hund nicht allein aushändigt, eben in Begleitung desselben.

      Alles in allem ist die Entscheidung für einen Hund im Idealfall eine auf lange Sicht. Ein Hund kann u. U. 15 Jahre und älter werden. Wenn man sich für einen Welpen entscheidet, sollte man sich Zeit nehmen und besonders die bisherigen Lebensbedingungen des Tieres abklopfen. Gerade auch weil ihr Kinder habt und die Sozialisierungsphase eines Welpen mit 6 Monaten schon abgeschlossen wäre.
      Und für mich ganz besonders wichtig: ich möchte keine skrupellosen Vermehrer unterstützen, die das Tier nur als Mittel zum Zweck sehen (für mich ist der Gedanke kaum zu ertragen, was mit den vielen Wühltischwelpen passiert, die nicht verkauft werden können ... bzw. der Umstand überhaupt ist grausam, dass Menschen Tiere derart ausbeuten).

      In diesem Sinne prüfe genau und nimm dir die Zeit, wo du euren Hund letztendlich herholst.

      LG

      Nici

    • Hi,

      also wir haben einen Hund und eine Katze. Unser Hund ist jetzt 20 Monate alt. Ein Rüde und Gebrauchshund. Du musst Dir erst einmal klar sein, welche Rasse und warum und welche Eigenschaften die Rasse hat. Es gibt kleine Hunde die sehr anspruchsvoll sind und es gibt große Hunde die leichtführig sind. Ich selber würde immer wieder einen Welpen nehmen. Du hast zwar am Anfang sehr viel Arbeit aber du weißt genau, welche negativen und positiven Erlebnisse der Hund hatte. Unser Sohn und unser Hund sind wie ein "Ei" das war von Anfang an so. Der Hund wird aber von mir Gassi geführt und ich gehe 3 x die Woche zum Training und das für 1,5 Stunden. Uns war wichtig, dass wir das Umfeld vom Züchter gesehen haben, Papier vorhanden waren usw. Im Bekanntenkreis war auch ein Hund aus der Zeitung erworben worden (Welpe) der ist nach 6 Monaten verstorben......Herzprobleme. Wenn man schon Hunde hatte und größere Kinder hat finde ich es auch durchaus in Ordnung einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen. Ihr habt aber doch recht kleine Kinder und da wäre ich vorsichtiger du kennst die Geschichte des Tieres ja nicht.

      Hi,

      nochmal ich. Also auf der VDH Seite kannst Du die Rasse eingeben und dann bekommst du Infos, welche Züchter gerade Welpen haben oder bekommen werden. Wir haben ein paar Monate gebraucht, um uns zu entscheiden und sind damit bislang auf der glücklichen Seite geblieben. Viel Glück

      Hallo,

      da du noch gänzlich unerfahren bist, würde ich mich bei einer Hundeschule (wirst du sicherlich so oder so brauchen) oder im Tierheim erkundigen. Da kann man dir viel über verschiedene Hunderassen und die artgerechte Haltung von Hunden erklären, kann dir Tipps geben und du kannst all deine Fragen loswerden. Im Gespräch entwickeln sich sicher auch noch weitere Fragen.

      Der Vorteil vom Tierheim ist, dass du dort auch mit den Hunden einen Spaziergang machen kannst und man dich im besten Fall auch noch betreut, wenn du einen Hund mitgenommen hast und Hilfe brauchst. Nimm auch ruhig deine Kinder mit, sie gehören dazu.

      Viele Grüße,
      lilavogel

      (10) 15.09.15 - 20:43

      Hi,

      es gibt für jede erdenkliche Rasse Vereine, eingetragene Züchter, Gruppen, etc.
      Daher haben wir unseren seriösen Züchter ausfindig gemacht und eine 1,5 Jahren alten Airedaleterrier bekommen.

      Dort werden auch wieder Hunde vermittelt die abgegeben worden sind. Seriöse Züchter nehmen oder vermitteln nämlich auch Hunde, die aus ihrer Zucht kommen, wenn es Trennungstiere, etc. sind.

      Wir waren 2x beim Züchter und haben unseren Hund angeschaut und die Züchter uns. Dann kamen sie mit den Hund zu uns und haben sich alles bei uns angeschaut, inkl. Gassigelände, etc....
      Wir haben sogar einen Vertrag abgeschlossen, sollte wir den Hund abgeben, das sie als erstes zu informieren seien.
      Preis war genauso hoch, wie bei einem normalen Rassetier. Finde ich wichtig, denn das wirkt auch abschreckend, denn eine kleine Schutzgebühr kann sich doch jeder leisten.

      LG
      lisa

      Hallo,

      danke für die zahlreichen Antworten!!!

      Wir haben uns jetzt gegen diesen Hund entschieden.

      Kastriert ist er. Meine Wünsche hatte ich der "Verkäuferin" mitgeteilt, war ihr aber leider wohl nicht so recht. Sie meinte, der funke springt über oder nicht wenn sie zu uns kommt. Hat mir alles nicht gefallen.

      Wir haben nochmal mit unseren Freunden gesprochen - die hatten immer schon Hunde - und uns gegen einen Welpen entschlossen.

      Unser "Traumhund" ist bestenfalls eine Hündin. Labrador Mix und mind. 2 Jahre alt. Mehr wünsche hab ich nicht, ich würde auch in jedem Fall einen schwarzen Hund aus dem Tierschutz aufnehmen. Nun sehen wir uns in Ruhe um. Von einem Züchter möchte ich keinen Hund, es gibt ja genug "heimatlose" ...da ist bestimmt für uns auch das passende dabei.

      Danke noch einmal! #winke

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