Hündin decken lassen. Erfahrungen gesucht

    • (1) 01.10.15 - 08:12

      Wir sind am Überlegen, ob wir unsere Hündin nächsten Sommer einmal decken lassen.

      Bevor ein Aufschrei los geht: Ja, wir wissen, dass die Tierheime voll sind und ja, unsere Hündin wurde bis aufs Mark durchgecheckt und ist gesund.
      Ja, Zeit und Platz haben wir und ja, die Welpen können zur Not auch längere Zeit bei uns bleiben, falls sich keine geeigneten Abnehmer finden. Und ja, die finanziellen Mittel sind auch vorhanden.
      So, nun zum Eigentlichen: Hat von Euch jemand seine Hündin decken lassen und kann von seinen Erfahrungen berichten? Was gilt es zu beachten? Gab es Schwierigkeiten beim Werfen?

      • Gerade WEIL du das alles weisst, frage ich mich, warum du trotzdem noch decken lassen willst.... Nicht böse gemeint, aber wie du schon sagst, die Tierheime sind voll bis oben hin.
        Wir haben selbst 2 Hunde aus dem Tierheim, beide kerngesund, lieb und gehorsam...und vor allem dankbar ;-)

        • Unsere Hündin ist zum Einen eine sehr spezielle Rasse und hat für die Anforderungen dieser Rasse Topgene. Zum Zweiten tut sie sich sehr schwer damit fremde Welpen zu akzeptieren. Zum Dritten kam schon häufig von Leuten aus der Umgebung, dass sie gern einen Welpen von ihr hätten, falls wir sie mal decken lassen.
          Da wir gezielte Ansprüche an unsere Hunde haben, kommt ein Mischling aus dem Tierheim nicht in Frage....... im Prinzip nicht einmal eine andere Rasse.
          Für uns und einen kleinen Kreis anderer Menschen ist eben diese Rasse perfekt.
          Würden wir nur einen lieben Familienhund suchen, stände die Frage des Deckenlassens gar nicht im Raum. Aber unser Hund muss eben auch arbeiten.
          Nun übernimmt aber nicht jeder Hund dieser Rasse so selbstverständlich und perfekt seine Aufgaben, wie unsere. Da sie fremde Welpen eben nur schwer akzeptiert, würde sie ihn auch nicht selbständig bei ihren Aufgaben akzeptieren, sondern nur in unserer Anwesenheit. Mit eigenen Welpen dürfte das Risiko gering sein.

      WARUM willst du sie decken lassen?

          • Wenn Du einen anderen Lösungsvorschlag hättest, wäre ich sogar sehr dankbar.
            Es ist bei uns nicht so, dass wir auf Teufelkommraus decken lassen möchten. Uns ist bis dato nur keine andere Idee gekommen, wie wir sicherstellen könnten einen zweiten und vielleicht sogar dritten zuverlässigen Hund zu bekommen, der unsere Ansprüche erfüllt.

            • Sie nur decken zu lassen, damit man "den Superhund" bekommt, erscheint mir moralisch einfach falsch, denn ihr habt ja keine Garantie und müsstet eigentlich auch alle Welpen sehr lange behalten um das beurteilen zu können.
              Was habt ihr denn für eine Rasse?

              • Entschuldige wenn ich dich jetzt verwechsle, aber bist du nicht diejenige mit der Französischen Bulldogge deren Beine so kurz sind, dass sie sich nicht richtig putzen kann?
                Ich will dich jetzt nicht angreifen, aber persönlich finde ich es schlimmer, einen kaputt gezüchteten Hund zu kaufen als einen gesunden Hund zu verpaaren.

                • Nein du verwechselst mich nicht und ja, ich stimme dir da inzwischen vollkommen zu!
                  Nur ist bei uns das Kind bereits in den Brunnen gefallen und wir machen jetzt das beste draus.

                  Aber davon abgesehen kenne ich genug "gesunde" Hunde von seriösen Züchtern, die trotzdem alle nach Jahren ergebliche Krankheiten aufweisen - man ist also trotzdem nie davor sicher, nicht so einen zu erwischen (wie wir) ...

                  Ich will das gar nicht schönreden, aber man kann einfach nie sicher sein, auch wenn das Risiko natürlich geringer zu sein scheint. Aber muss man es denn darauf ankommen lassen?

                  Es gibt einfach schon genug Hunde - ob gesund oder nicht - da muss man meiner Meinung nach nicht noch mehr Nachschub liefern.

    Für Alle, die Antwort, warum wir eventuell decken lassen möchten, habe ich auf Finefines Beitrag gegeben.
    Aber das ist hier eigentlich nicht die Diskussionsgrundlage.

    Hallo,

    eine Familie aus dem Ort hat eine Labrador-Hündin und diese voriges Jahr decken lassen. Also keine Zucht im eigentlichen Sinn, sondern wie ihr, nur so zum Spaß.
    Von einem Rüden, der ebenfalls keine Zuchtpapiere besitzt.
    Trächtigkeit und Geburt verliefen lt. Besitzerin komplikationslos, 5 Welpen sind geboren. Sie mussten nicht mal eine Annonce schalten, die Hunde war in Nullkommanichts verkauft und wurden mit 12 Wochen abgegeben.

    Ich bin ehrenamtlich im Tierschutz tätig und finde es aus den von den anderen Usern genannten Gründen nicht gut, weiteren Nachwuchs zu produzieren, wenn man nicht züchtet.
    Allerdings scheint bei solcherlei Verpaarungen ein ziemlicher Markt an Abnehmern da zu sein. Man hört immer wieder von Hundebesitzern, "jaaaaaa der ist reinrassig, aber ohne Papiere.., habe ihn vom Hobbyzüchter.... Bin doch nicht blöd und bezahle für einen Hund mit Papieren Tausende Euro". Solange sich nämlich auch die Käufer ihrer Verantwortung nicht bewusst sind und sich Welpen aus solcherlei Verpaarungen eben nicht kaufen, wird es das immer wieder geben, dass Hunde ohne Papiere, die eben wie Labrador, Beagle, Golden Retriever, Englische Bulldogge usw. aussehen, auch verpaart werden.
    Die Menschen, die sich einer Verantwortung bewusst sind bzw. eine entsprechende Überzeugung besitzen, kommen zum Tierschutz und schauen sich dort nach geeigneten Hunden um. Und wer eben unbedingt einen Rassehund möchte, geht zum echten Züchter.

    LG

    Nici

    • nicht falsch verstehen. Ich reib mich immer an dem Wort "Züchter" auf. Wenn ich Züchter höre, dann fällt mir, leider, nichts gutes ein. Es hat den Beigeschmack von "Hunde neu kreieren", so, wie der jeweilige Zeitgeschmack gerade ist. Zu kurze Nase, Rücken, Hüftgelenke im Eimer, aber mit Papieren, juchu.

      Wenn die TE ihre Hündin decken lassen will und Sorge dafür trägt, dass die Welpen auch gut unter kommen, dann finde ich das tausend mal besser als eine Qualzucht, bei welcher Welpen u. U. weil nicht verkauft, getötet werden.

      Natürlich gibts auch seriöse Züchter. Wobei jeder eine eigene Vorstellung von seriös hat

      • Hallo,

        persönlich sehe ich das genauso. Wenn man sich die Zunahme von Erkrankungen, die rassespezifisch auftreten, so anschaut, möchte man wirklich daran zweifeln, ob da so viel Positives gezüchtet wird. Von Qualzuchten mit viel kurzer Nase, Röchelatmung etc. mal ganz zu schweigen.

        Ich würde mich immer wieder für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Obwohl diese selbstverständlich auch einmal krank sein können. Ob klein, groß, Mischling, Rassehund (auch die gibt es im Tierheim): für mich entscheidet letztlich die Chemie, die zwischen Hund und mir stimmen muss.

        Aber das ist meine persönliche Meinung.

        LG

        Nici

        • >>für mich entscheidet letztlich die Chemie, die zwischen Hund und mir stimmen muss.<<
          da sind wir uns wohl einig. Wobei, was schwingt denn da alles mit hinein? Doch bestimmt auch der Grund, warum man einen Hund haben möchte und warum es unbedingt z. B. ein Rassehund sein muss. Selbst bei Rassehunden läßt sich der endgültige Charakter des Hundes nicht vorher sagen, sondern "typische" Eigenschaften nur grob ein schätzen. Was also macht diese "Chemie" aus?

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