Hund - ja oder nein ?! Eine schwere Entscheidung ! Hilfe bitte !

    • (1) 02.10.15 - 15:39

      Hallo zusammen,

      ich stecke in einer schweren Entscheidungskrise und hoffe, hier ein paar Antworten zu bekommen, die mir meine Entscheidung für oder gegen einen Hund leichter macht.

      Angefangen hat alles damit dass meine Schwiegermutter uns beauftragt hat, einen Hund für sie zu suchen weil sie gerne wieder mit einem zusammenleben möchte. Mein Mann und ich haben uns also auf die Suche begeben und einen ganz tollen Familiehund gefunden. Mein Mann telefonierte auch schon mit der zuständigen Dame , alles was schon fast unter Dach und Fach, da muste meine Schwiegermutter wieder alles absagen. Die Gründe würden den Rahmen sprengen.....

      Mein Mann und unsere zehnjährige Tochter haben sich jedoch schon so sehr in den Hund verguckt (und ich eigentlich auch schon) , dass nun die Überlegung im Raum steht, den Hund dann eben zu uns zu nehmen.

      Hier fängt nun mein Dilemma an......

      Einerseits möchte ich ihn aber andererseits weiss ich nicht, ob ich damit überfordert bin, mich auch noch um ein weiteres Tier zu kümmern. Wir haben schon eine Katze aber ein Hund ist schon mal noch ne Nummer grösser und bedarft eben Aufmerksamkeit wie ein weiteres Kind. Zumal ich nicht weiss wie das Leben mit einem Hund aussieht, wie umfangreich die Pflege ist....usw. Platz hätten wir eigentlich und ich arbeite nur zweimal die Woche acht Stunden. Einen dreijährigen Sohn habe ich noch, der mich total fordert und mein mann ist von Montag bis Freitag nicht da. Es würde die meiste Arbeit in dem Fall auf mir hängen bleiben und ich habe keine Ahnung, ob ich mich da nicht übernehme weil ich es nicht einschätzen kann, was alles auf mich zu kommt.

      Wie mache ich das an den Tagen, an denen ich arbeite ? Ich muss um acht Uhr anfangen, muss davor um halb acht meinen Sohn in den Kiga bringen - dem (und seiner Schwester) ich auch sein Vesper richten muss....Frühstück....anziehen....usw.. Ich habe auch noch eine Fahrzeit von 20min, es muss in dem Fall alles ziemlich zackig erledigt werden , also alles ziemlich knapp. Wenn ich mir da überlege auch noch mit dem Hund raus zu gehen.....das ist fast unmöglich, ausser ich nehme unsere Tochter in die Pflicht, eben dieses zu übernehmen.

      Das ist eine von so vielen Fragen, die ich habe....

      Wie ist es im Sommer, wenn wir ins Schwimmbad gehen ? Baggersee mag ich absolut nicht (dunkle Wasser machen mir Angst) und meine Kinder haben in unserem Spaßbad total viel Fun. Ich kann den Hund doch nicht einfach zu Hause lasse.
      Wie ist es wenn ich arbeite, er wäre maximal fünf Stunden alleine- ist das zu lange ?
      Wenn er einen bestimmten Tagesrhytmus gewöhnt ist, das heisst jeden Tag um halb sieben Gassi gehen, dann heisst es auch am Wochenende früh aufstehen und um halb sieben raus. Nix mehr mit ausschlafen oder ?!

      Ich habe noch etliche Fragen, die in meinem Kopf rumgeistern und würde euch gerne fragen wie das bei euch so ist. Der Tagesablauf mit einem Hund.

      Wer hat am Anfang total gezweifelt und ich jetzt glücklich mit der Entscheidung für einen Hund ?
      Wer hat es nicht bereut ?

      Klärt mich mal jemand auf - BITTE !

      DANKE !*verzweifelt bin*

      Ps. wir haben keinen Garten, nur eine grosse Wohnung aber gleich Wald und Wiese nebenan. Wir wohnen also auf dem Dorf.

      Gruß

      Sabrina

      • Hallo,

        ich weiß nicht, ob ich dir eine große Hilfe bin, aber ich kann dir ein bißchen erzählen, wie es bei uns mit dem Hund läuft.

        Klar ist es mehr Arbeit. Der Hund muss spazieren gehen, du hast deutlich mehr Dreck im Haus, grade anfangs musst du Zeit in Erziehung/Ausbildung investieren...
        Ich möchte trotzdem nie wieder darauf verzichten einen Hund zu haben.

        Unser Hund fügt sich problemlos in unser Familienleben ein, er ist aber auch keine festen Zeiten gewöhnt. Wer morgens als erstes aufsteht, geht eben mit dem Hund Pipi machen. Der letzte der ins Bett geht ebenso.
        Spaziergänge werden dann gemacht, wenn sie in den Tagesablauf passen, nicht zu festen Uhrzeiten.

        Den Hund auch mal alleine lassen, weil man ins Schwimmbad möchte, finde ich jetzt auch kein Problem, solange der Hund ausreichend ausgelastet ist.
        Ich habe den Vorteil, dass ich meinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann, aber fünf Stunden alleine bleiben finde ich akzeptabel.
        Für uns bedeutet unser Hund kaum Einschränkungen, ist aber eine Riesen Bereicherung #herzlich
        Alles, was wir vorher gemacht haben, geht auch mit Hund (zumindest fast alles). Da kommt es natürlich auch auf eure bisherigen Freizeitgewohnheiten an.

        "Nachteile" vom Hund sind der Dreck, die Kosten und der Zeitaufwand für die Beschäftigung.

        Staubsaugen muss ich eh, die Kosten sind überschaubar und für mich ist die Beschäftigung mit meinem Hund ein Hobbie, kein "Pflichtprogramm" ;-)

        Ich bin das Leben mit Hund gewöhnt, ich bin schon mit Hunden aufgewachsen. Als wir einige Jahre keinen hatten, weil die Wohnsituation ungünstig war, hat mir etwas gefehlt. Ich bin ohne Hund einfach nicht komplett :-)

        Ich kenne niemanden, der es bereut hat, sich einen Hund geholt zu haben. Was natürlich nicht heißt, dass ein Hund in jede Familie passt.
        Du hast jetzt aber meiner Meinung nach nichts genannt, was ein Ausschlusskriterium ist.

        Was für ein Hund ist es denn?

        Lag, mokli

        Oh ja, das ist wirklich keine leichte Entscheidung..Ein Hund braucht halt auch Aufmerksamkeit und Beschäftigung...Aber ich denke, wenn man den Hund wirklich liebt, dann findet sich eine Lösung. Es gibt ja auch so Tierbetreuer, die sich für wenig Geld bereit erklären mit dem Hund Gassi zu gehen und sich einige Stunden mit dem Hund zu beschäftigen. Dann ist der Hund nicht die ganze Zeit alleine... Natürlich kommen halt bei einem Hund auch weitere Tierarztkosten hinzu..Ich würde mir an deiner Stelle nochmals durchrechnen, wieviel mehr an Kosten auf euch zu kommen und dann aber auch das Bauchgefühl miteinbeziehen ;)

        Ich würde sagen: nein, nimm den Hund nicht.

        Wieso? Weil es egal ist, ob dein Mann oder deine Tochter einen Hund wollen - DU hast die Arbeit, DU bestimmst. Da gibt es gar nichts zu diskutieren und mit solchen Zweifeln würde ich kein Lebewesen (!) ins Haus holen.

        Wenn du damit aber nicht zufrieden bist und eine ausschweifendere Antwort möchtest, frage ich mal: was ist er für eine Rasse und wie alt ist der Hund?

        • Danke für deine ehrliche Antwort. Ich habe wirklich Zweifel weil ich alles richtig machen möchte, denn es ist eine Entscheidung für mindestens fünfzehn Jahre. Der Hund ist ein Jagdhundmischling , wird von einer Tierschutzorganisation vermittelt, ist ein Jahr alt und ist wohl angeblich Kinderfreundlich....

          • Nein, definitiv nein.

            Ihr bzw. du seid Hundeneulinge. Ein "angeblicher" kinderfreundlicher Hund reicht nicht... und eine Vermittlung einer Tierschutzorganisation finde ich auch nicht gut, da sie den Hund nur grob einschätzen können.

            Wir arbeiten mit Hunden und beschaffen uns Welpen und erwachsene, junge Hunde im In- und Ausland von privat und Züchtern und Organisationen. Wir nehmen keine Tierschutzhunde - nicht, weil sie zwingend schlechte Hunde wären und privat sähe dies für mich anders aus - aber man weiss nicht, was man kriegt. Da muss der Besitzer nur bei Abgabe die halbe Wahrheit erzählen, die vom Tierschutz wissen es nicht.

            Wir haben eine Hündin hier, die hat am Anfang kaum gefressen und trank zu wenig. Das kann viele Ursachen haben - das die Ursache aber daran lag, dass sie vor dem NAPF Angst hat, weil der Vorbesitzer mal einen geworfen hat... da kannst du lange suchen... und als Hundeneuling sowieso. Aus dem Katzennapf frisst und trinkt sie nämlich.

            Ein Hund zeigt sein wahres Wesen übrigens nach etwa sechs Wochen, wir geben mindestens einen Monat Zeit. Ein Charakter kann sich in diesem Zeitraum von schüchtern zu einem Haudegen verändern oder von einem aufdringlichen Hund in einen desinteressierten. Ich weiss nicht, ob der Hund jetzt in einem Tierheim ist, oder im Ausland. Die Bedingungen sind nicht die gleichen wie bei euch...

            ...Es ist einfach ein Überraschungspaket und ich würde das mit Zweifeln und Unerfahrenheit nie empfehlen.

            Im besten Fall hast du einen unproblematischen Hund, der lediglich tiergerecht ausgelastet werden will. Und ganz ehrlich, da scheitert es schon bei den meisten. Ich halte fünf Stunden alleine sein nämlich für zu viel. Und für mich sind Haustiere und gerade zeitintensive Tiere wie Hunde und Pferde kein Grundrecht. Man muss die Zeit, das Geld und Motivation haben.

            Im schlechtesten Fall hast einen problematischen Hund - vielleicht ist er unsauber, vielleicht nimmt er eure Wohnung auseinander, vielleicht mag er doch keine Kinder, vielleicht ist er bei der ersten Witterung im Wald aus dem Halsband und eine Woche später findet ihr ihn tot am Strassenrand... du siehst, es gibt wahnsinnig viele Szenarien, mit was man umgehen muss.

            Neben dem normalen Mass an Auslastung braucht es auch Erziehung - man kriegt nur zurück, was man investiert.

            Ich würde sagen, lasst ein Überraschungspaket. Du hast die ganze Arbeit an dir und wenn es nicht gut geht, dann bleiben entweder du oder der Hund auf der Strecke. Beides ist nicht erstrebenswert.

            Wenn du in zwei Monaten aber sagst "Der Gedanke lässt mich nicht los, ich möchte in MEINEM Leben Platz für einen Hund schaffen und mit ihm lernen.", dann frage mal in deinem Bekanntenkreis, ob sie einen ausgeglichenen, offenen, gut sozialisierten Hund haben, der Ferien machen möchte. Dann hast du nämlich einen Hund, der dir hier auch etwas zeigen kann, den seine Besitzer kennen, du hast genaue Regeln - da kannst du wenig falsch machen - und im Notfall einen Ansprechpartner. Und wenn das gut geht, dann geht einen Schritt weiter.

            Aber eben... DU musst die Motivation haben. Von Anfang an richtig machen, wirst du es nicht, aber dafür geht ihr dann idealerweise in die Hundeschule. Aber die Zeit und der Wille, diese in den Hund zu investieren (und ich rede hier von wenn möglich mindestens (!!) 3 Stunden* pro Tag), das sollte da sein.

            *Spaziergänge, Pflege, Spiel... abhängig von der Rasse

            • Vielen Dank für deine Antwort. Das alles lässt mich schon zweifeln ob der Weg über eine Tierschutzorganisation der richtige ist...

              Ich muss da nochmal in mich gehen und die Antworten, die ich bis jetzt bekommen habe -die meisten raten davon ab- nochmal genau durchlesen. Es macht alles Sinn und mich noch unsicherer. Denke, ich bin nicht mit vollem Herzen dabei....auch wenn ich es mir wünschen würde.
              Vielleicht sollten wir uns erst einmal einen Hund zum Gassi gehen aus dem Tierheim holen und schauen, wie das Leben mit einem Hund aussehen könnte.

      <<Wer hat am Anfang total gezweifelt und ich jetzt glücklich mit der Entscheidung für einen Hund ?
      Wer hat es nicht bereut ?>>

      ICH

      Ich habe es nicht bereut.

      Die ersten Wochen mit Welpe waren schon sehr anstrengend, doch es wurde jeden Tag besser und wird es immer noch.

      Ausschafen wird überbewertet, was nicht heissen soll, dass der Hund immer zur gleichen Zeit aufstehen will. Wenn der Hund älter wird, bleibt er auch mal 1-2 Stunden länger liegen.

      Ich liebe meinen Hund und es war die richtige Entscheidung.

      Hallo!

      Also ich bin manchmal schon ganz froh, keinen Hund mehr zu haben. Muss ich ehrlich zugeben, aber die Stunde länger schlafen, nicht nachts um Drei anziehen und raus weil Hundi Durchfall hat (kein Garten, da muss man sich halt anziehen und laufen), oder einfach mal ohne vorherige Planung den ganzen Tag weg bleiben.

      Mit Hund braucht man eben für einen Spaßbadbesuch jemanden, der den Hund betreut. Klar, das geht, aber man muss eben jemanden haben.

      Eine 10jährige sollte noch nicht alleine mit einem Hund Gassi gehen, weil der Hund sie als "Welpen" erkennt und entsprechend deutlich weniger gehorcht. Im Zweifel zählt da die Entscheidung des erwachsenen Hundes mehr als das schreiende Kind. Da müsste noch Jahrelang immer ein Erwachsener mit gehen - und weil der 3jährige nicht alleine zu Hause bleiben kann, müsstet ihr den auch immer mitschleppen. Also auch im Winter rein in die Klamotten, raus aus den Klamotten. Und die müssten dann halt auch ggf. ne Stunde früher aufstehen, damit der Hund vor der Arbeit Bewegung bekommt und sein Geschäft verrichten kann.

      Und ob der Hund auch Sonntags morgens zur üblichen Zeit muss ist leider recht häufig der Fall. Manche Hunde dagegen sind langschläfer und morgens kaum aus dem haus zu locken, da hat man dann einen wenig begeisterten Hund der mit hängendem Schwanz hinter einem her trottet bis er endlich nach 20 Minuten doch noch kackt und man erlöst kehrt machen kann. Aber muss halt sein, bevor es in die Arbeit geht, sonst hat man den Haufen am Teppichboden.

      Ganz ehrlich, in Deiner Situation wäre es mir zu viel Action ggf. immer beide Kinder mitschleppen zu müssen.

      • Danke, da ist wohl was dran. Das wäre mein Plan gewesen, meine Tochter vor der Schule mit dem Hund kurz 15min die Morgentoilette verrichten zu lassen....hmmm. Ist jedenfalls mal gespeichert und wird zur Contra-Seite gelegt.

        • So ein junges Kind kannst du auf keinen Fall allein mit dem Hund raus lassen, jedenfalls keine Viertelstunde. Vielleicht mal schnell an die Hecke zum pinkeln, aber mehr auch nicht, aber das wird vermutlich dem Hund morgens nicht reichen.

          Meine habe ich mit 12 das erste mal auch größere Runden mit Hund geschickt; erst da war sie körperlich so weit, dass sie ihm im Ernstfall gewachsen gewesen wäre.

          Hallo!

          Sorry, das geht wirklich nicht. Wenn der Hund da eine läufige Hündin riecht oder ein Kaninchen, dann entscheidet er eben das Kind stehen zu lassen und ist weg, los reißen kann er sich in jedem Fall.

          Außerdem gerade wenn Du dann länger beschäftigt bist sollte vorher eine große Runde gelaufen werden mit ein wenig geistiger Beschäftigung. Nicht nur mal eben kurz pinkeln, sondern der Hund sollte seine Energie ausleben können, um danach dann noch entspannt zu schlafen. Wenn man nur die 15-Minuten-Pipi-Runde macht ist der Hund danach ja gerade mal richtig wach und drauf aus was zu tun zu bekommen.

    Fünf Stunden allein bleiben finde ich nicht problematisch, dass eure Unternehmungen nicht immer hundekompatibel sind, auch nicht - das ist beides hier ebenso (ich hasse Baggerseen auch und werde ganz bestimmt nicht wegen dem Hund im Sommer an einen gehen und beispielsweise shoppen gehen mit Hund ist ebenfalls ätzend). Auch die am Wochenende gegenüber der Woche veränderte Routine dürfte kein Problem sein - wir gehen in der Woche gegen sieben das erste Mal, am Wochenende wird es locker neun, bis der Hund das erste Mal raus kommt, das stört den wenig.

    Aber - so, wie du es beschreibst, bleibt alle Arbeit an dir hängen und das würde mich persönlich davon abhalten, einen Hund anzuschaffen. Neben Job, Haushalt und noch relativ kleinen Kindern, was du auch schon alles allein wuppen musst, ausschließlich zuständig für einen Vierbeiner zu sein, immer diejenige, die Gassi geht (und eben mal nicht nur zehn Minuten), das Fell pflegt, für Futter sorgt (ok, weniger aufwändig, wenn du nicht kochst oder barfst, sondern Fertigfutter gibst), zum Tierarzt gehst und womöglich noch zur Hundeschule, und das alles viele Jahre lang, das wäre für mich persönlich nichts und will gut bedacht sein. Vielleicht wird es einfacher, wenn du die Gassigänge mit dem Hund als "Zeit für dich" betrachtest, aber ich persönlich kann das nicht, weill freie Zeit für mich anders aussieht als durch die Pampa zu latschen, Bällchen zu werfen und allenaselang Häufchen einzusammeln, aber erschwerend kommt ja bei dir im Moment auch noch dazu, dass deine Kinder immer mit müssen - allein lassen kannst du sie ja noch nicht.

    Fazit: Wäre ich du, würde ich es lassen.

    (14) 03.10.15 - 08:44

    Hallo,
    von mir kommt auch ein: Nein, laßt es.
    Du sprichst von einem Jagdhundmischling und ihr habt eine Katze, alleine das kann mächtig in die Hose gehen.
    Dann hat deine Tochter bestimmt nicht immer Lust mit ihm vor der Schule zu gehen, im Sommer bestimmt, aber im Winter, bei schlechtem Wetter? Und dann mußt du ran, mit Zwerg im Gepäck. Das sie nocht nicht in der Lage dazu wäre sehe ich nicht generell, kommt auf die Größe und Kraft an.
    Bei Hunden aus Tierschutzorganisationen bin ich generell vorsichtig, da wird viel zu sehr auf "Mitgefühl" gemacht. Oder reden wir hier nicht von einem Hund aus dem Ausland? Aus schlechten Verhältnissen? Für solche Tiere braucht man Erfahrung.
    Ein so junger (Jagd)hund braucht Kopfarbeit, sehr viel...ansonsten sucht er sich selber Beschäftigung.
    Und ja, die ganze Arbeit würde an dir hängenbleiben. Zwerg krank, Tochter nicht da. Und dann?

    Egal was ihr unternehmt, ihr müßt immer die Zeit im Auge haben, IMMER. Freizeitpark, Spaßbad, Zoo (gut da kann er mit, kostet aber meistens auch Eintritt), Tagesausflüge alles geht nur wenn ihr jemanden für den Hund habt.
    Setzt euch alle zusammen udn besprecht das noch einmal in Ruhe. Diesen Hund holen wäre (in meinen Augen) ein Fehler.

    Verstehe ich das jetzt richtig? Ihr habt bisher nur telefonisch Kontakt gehabt und kennt den Hund nur von Bildern? Finger weg!
    Was mich noch brennend interessieren würde: Wie alt ist deine Schwiegermutter? Ich habe da immer so ältere Damen im Kopf. Und da kommt meine Abneigung gegen Tierschutzorganistionen durch! Wie kann so eine Organisation einen einjährigen Jagdhundmischling (mit evtl mieser Vergangenheit) an eine Rentnerin(?) vermitteln.

    So und jetzt erzähle ich dir noch von meinen beiden Hunden:
    Hund 1, verkorkste Schäferhündin aus dem Tierheim, ich war Single, keine Kinder. Sie blieb NICHT alleine (wurde mir als "bleibt nicht gern alleine" verkauft). Ich habe sie täglich zu meinen Eltern gebracht, wie ein Kind in den Kindergarten. Sie hatte einen sehr empfindlichen Magen, nach ein paar Jahren hatte ich den Dreh raus. Bis dahin habe ich teilweise mit Kleidung geschlafen (hatte keinen Garten), denn wenn Durchfall, dann aber richtig.

    Hund 2, mittelalter Terriermischling. Ne ganz liebe, nur KInder fand sie Scheiße...richtig Scheiße. Sie ist bei mir gelandet weil ich nicht gedacht hätte jemals Kinder zu haben. Naja, es kommt halt immer anders. Es war knallharte Arbiet nach der Geburt meiner Tochter (besonders als sie mobil wurde), aber es hat sich gelohnt. Als meine Tochter geboren wurde war sie schon 12Jahre, aber fit wie ein Turnschuh. Sie hat Regenwetter gehasst...gut für mich (mit Baby). Sie wurde diesen Sommer eingeschläfert, mit 15 Jahren. Ich fühlte mich wie befreit, trotz Garten. Sie war früher überall dabei, aber einen Tag im Tierpark oä hat sie in dem hohen Alter einfach nicht mehr gepackt. Auch große Runden waren nicht mehr drin.
    TAgesabläufe waren bei beiden gleich: Egal was passiert, erst muß der Hund raus.

    Update:

    Ich danke euch für die unterschiedlichen Meinungen und Ratschläge und habe beschlossen, es erst einmal zu lassen. Ich bin nicht mit vollem Herzen dabei, dazu zweifel ich noch immer viel zu stark. Schliesslich geht es hier um die Aufnahme eines neuen Familienmitgliedes und da muss ich schon zu hundert Prozent dahinter stehen.
    Das Thema Hund ist jedoch noch nicht vom Tisch, ich mache aber langsam, lasse mir Zeit und bespreche das nochmal gemeinsam mit der Familie zwecks Aufteilung der Pflichten, die jedes Mitglied zu erfüllen hat- alleine ist mir das auf jeden Fall zuviel.

    Ich werde jedenfalls berichten...

    liebe grüße

    Sabrina

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