Welpen nehmen... eure Erfahrungen!

    • (1) 27.10.15 - 20:51

      Hallo ihr Lieben!

      Wir haben 3 Kinder ( 8 und 5 Jahre und 1,5 Jahre) und wohnen in einem großen Haus mitten im Grünen.
      Ich bin Hausfrau und arbeite ab Jänner wenige Stunden ( von zu Hause aus).

      Ich träume schon lange von einem eigenen Hund . Mein Mann ist skeptisch.. er sagt er stellt es sich wahnsinnig stressig vor...

      Ich bitte euch um eure Erfahrungen!

      Danke Engelchen

      • Also alle die ich kenne, die sich einen Welpen geholt haben sagen: nie wieder einen Welpen ;-)

        Du musst dir im Klaren sein, dass du ein weiteres Baby ins Haus holst. Nachts aufstehen inkl.
        Wir und auch meine Freunde sagen, wenn es nochmal einen Hund gibt, dann einen aus dem Tierheim oder jeden Fall ein älterer.

        • Was kennst Du denn für Leute?
          Es ist doch eigentlich meist so, dass man sich einen Hund als Welpen anschafft und die meisten Hundehalter können gar nicht mehr ohne weiteren Hund, wenn einer das Zeitliche segnet.

          • Meine Mama z.B. sie will unsere Hündin nicht ersetzen, weil es eben nicht geht.

            Die "Leute" die ich kenne wollen durchaus nochmal einen Hund, aber eben keinen Welpen mehr.

            Was ist daran ungewöhnlich?

      Hi du :)

      Ich kann deinen Mann verstehen. Wir hatten eine tolle Boxerhündin die wir leider letztes Jahr einschläfern lassen mussten. Sie war noch keine drei Jahre alt aber leider schwer krank.
      2 Wochen später war ich schwanger und es stellte sich dann auch die Frage Hund ja oder nein.

      Wir haben uns dann dafür entschieden in der SS keinen zu holen. Als unser Zwerg dann auf der Welt war, haben wir uns noch Mal hingesetzt und überlegt.
      Ein Hund schränkt dich ein. Genau wie ein Kind, nur dein Kind kannst du eigentlich überall mit hinnehmen.
      Mal bei schönem Wetter auf den Spielplatz für 3-4 Stunden oder Indoor Spielplatz, Freizeitpark... überall entweder Hund nicht erlaubt oder eine Quälerei für den Hund.
      Skiurlaub oder Urlaub allgemein.. entweder muss der Hund mit oder zu guten Bekannten wo er zurecht kommt. Oder Pension, ist aber teuer.
      Als Welpe sind sie wild. Dein Jüngster hat ein tolles umwerf Alter. Es dauert das abzugewöhnen. Du musst täglich mit Kind und Hund raus. Auch wenn mal ein Kind krank ist und es scheiß Wetter ist. Der Hund muss beschäftigt werden. Ein mittekgroßer Hund wie Labbi, Golden Retriever muss täglich 3 Stunden beschäftigt werden. Hast du die Zeit neben Haushalt, Kindern und Arbeit so dass du noch Zeit für dich hast.
      Denk auch daran. Der Hund muss morgens bevor du arbeiten gehst ausgelastet sein, damit er brav zu Hause bleibt.
      Wenn ihr einen Welpen habt, kannst du ihn die ersten drei Monate nicht lange alleine lassen, das muss langsam trainiert werden. Kannst du für ca.6 Monate nicht arbeiten gehen oder jemanden organisieren der beim Hund bleibt. Das gilt auch für den Weg zum Kiga und Kita odrr Arzt. Da müssen Hunde auch draußen bleiben. Und anbinden und kurz rein, geht nur unter großem Gejaule ( im Normalfall)
      Wenn du noch keine Erfahrung hast mit Hundeerziehung, kommt noch der Besuch einer Hundeschule dazu. Noch Mal 1 Stunde extra plus Anfahrt die Woche.

      Ein Hund ist mindestens so anstrengend wie ein weiteres Kind plus oben genannter Einschränkungen.
      Im Urlaub müsst ihr eine Unterkunft finden wo Hunde erlaubt sind. Dann müssen noch Decke, Näpfe und Futter mit in den Kofferraum, plus die Box hinten im Auto. In unseren A4Kombi hätten wir Hund und Kinderwagen bekommen, aber kein Gepäck mehr.

      Das jetzt nur mal so zum Nachdenken.
      Wir haben jetzt keinen Hund und ich vermisse es schon hin und wieder. Aber wenn es regnet und stürmt bin ich echt froh dass ich nicht raus muss.

      Wenn du noch was wissen willst frag ruhig. :)

      LG Thalsch mit dem Zwerg und seinem vierbeinigen Schutzengel ;)

      • Ganz schön schwarz gemalt, oder? Ein halbes Jahr nicht arbeiten? So viele Stunden täglich Beschäftigung? So viele Einschränkungen? Ich finde deine Anforderungen, die du an potentielle Hundebesitzer stellst sehr überzogen.

        • Ich finde das sehr realistisch - dass viele das nicht bedenken oder nicht tun, steht auf einem anderen Blatt.

          Vg Lia

          • (10) 28.10.15 - 08:06

            Ich glaube einfach, dass viele eben maßlos übertreiben. Auch ohne so ein Brimborium kann man einen Hund artgerecht und verantwortungsvoll halten. Und dann sehr viel Freude und einen Gewinn an Lebensqualität haben. Hunde sind eine Bereicherung für die Kinder. Eine Wohltat für die Besitzer.

            Vieles wird hier auch wirklich übertrieben dargestellt. Z.B. das putzen wegen des Hundes. Wer drei Kinder und ein Haus im Grünen hat, dazu noch viel zu Hause ist, der muss zwangsläufig viel putzen. Da macht der Hund keinen Unterschied.

            In den Ferien gibt es so viele Möglichkeiten. Wir haben ohne großen Aufwand 7 Familien/Freunde gefunden, welche den Hund gut betreuen würden. Alle erfahren. Bei einer Familie bleibt unser Hund auch wenn wir mal einen Tagesausflug machen. Es ist viel unkomplizierter als ein Kind unter zu bringen.
            Durchgeschlafen hat zumindest unser Hund schon nach etwa 4 Wochen bei uns (mit 13 Wochen). Stubenrein ist er, bis auf Aufregungsminipfützen alle paar Tage, seit er etwa 16 Wochen ist. Er hört gut, ist sehr umgänglich mit den Kindern,.... Das alles ohne riesigen Aufwand. Er ist ein Begleiter im Alltag.

            Stundenlanges Gassi gehen ist noch kein Thema, da der Hund dafür zu jung ist. Aber mit den Kindern ist man ja eh viel draußen.

            LG

        (11) 28.10.15 - 06:33

        Hatte überlesen das sie von zu Hause aus arbeitet :)
        Aber sonst ist das schon realistisch. Ich kenne genug, bei denen es ein halbes Jahr gedauert hat, bis der Hund mal mehr als eine Stunde alleine bleiben konnte ohne das danach was kaputt war.
        Klar kann es auch anders sein und man hat einen total unkomplizierten Hund erwischt, ist wie bei den Babys.

        Ich gehe bei meiner Auflistung auch davon aus, dass die TE sen Hund liebevoll aufziehen will und ihn nicht schreien lassen will. Also muss das alleine sein langsam trainiert werden im Tempo des Hundes.
        Und ja die Einschränkungen sind da, außer man will den Hund im Urlaub oder wenn man auf den Spielplatz geht auch wieder stundenweise alleine lassen.
        Wir wollen z.B Ski fahren gehen wenn der Zwerg größer ist, wohin dann den ganzen Tag mit dem Hund? Ich muss also entweder den Hund im Hotelzimmer lassen und dann mehrmals am Tag von der Piste dahin ( was für mich nie in Frage käme, den Hund für mein Vergnügen den ganzen Tag alleine zu lassen) oder einer bleibt beim Hund.
        Im Sommer sind wir wandern gegangen da war das kein Problem,das war für unsere Maus super. So platt war sie abends sonst nie.

        Also alles was ich geschrieben habe beruht ja auf Erfahrung und natürlich kann man Glück haben und der Hund ist ziemlich anspruchslos, aber das kann auch anders sein und das weiß man vorher nie.

        • "Schreien lassen" klingt für mich sehr vermenschlicht. Auch einiges andere. Ich bin sehr liebevoll und sehr konsequent mit unserem Hund. Und ihn in so vielen Dingen mit unseren Kindern gleich zu setzen käme mir nicht in den Sinn.

          Unser Hund kennt vom ersten Tag an, das er nicht im Mittelpunkt steht. Er fordert es nicht ein.

          Ein Beispiel aus unserer Praxis, die Situation ist ja mit der TE vergleichbar. Also der Hund kam, wurde den Tag über begleitet. Ich blieb in seinem abgetrennten Bereich dabei bis er schlief. Am Abend jedoch ist das nicht möglich. Wir sind im Obergeschoss (Tabu für unseren Hund). Also waren wir mit ihm draußen, haben ihn entdecken lassen und ein wenig gespielt. Im Anschluss kam er in seine Ecke und ich bin mit den Kindern nach oben. In Hörweite, aber aus dem Sichtfeld. So musste er etwa 10 Minuten alleine verbringen, dann habe ich geschaut und er schlief. Er hat nur für kurze Zeit (weniger als 2 Minuten) etwas gefiept. Ich habe deswegen nicht eine Sekunde ein schlechtes Gewissen. Zur Ablenkung gab es ein Knabberzeug. Wir können ihn problemlos 2-3 Stunden alleine lassen. Er kann sich in Flur und Küche frei bewegen und hat bis dato nichts angerichtet. Andere, die ich aus der Hundeschule kenne, die fangen damit jetzt an (die Hunde sind alle rund um ein halbes Jahr alt), die haben tatsächlich Probleme. Ich behaupte das ist teilweise wegen der absoluten Überbehütung zu Beginn so.

          Genau diese Hunde gehen in den Übungseinheiten ihrer Wege, sie wissen ja das Frauchen ihnen hinterherläuft......

          • Ich sag ja nicht, das es keine Hunde gibt die da ziemlich problemlos sind. Unsere Hündin war auch sehr pflegeleicht und konnte gut zu Hause bleiben, wir mussten das auch nicht groß trainieren. Aber das ist eben nicht immer so. Und man sollte sich eben vor der Anschaffung auch überlegen was mache ich, wenn es nicht klappt.
            Es gibt auch Welpen, die schlafen nicht von anfang an alleine ein. Gerade sind von einer Bekannten die Welpen in ihre Familien ausgezogen. Und dank Facebook bekomme ich alle Schandtaten usw. mit. Einige schlafen die ganze Nacht schon durch, andere müssen Nachts noch mit dem Hund raus.
            Einige haben auch die ersten Nächte im Wohnzimmer verbracht weil der Welpe eben nicht aufgehört hat zu fiepen und zu rufen.

            Und was das vermenschlichen angeht: Unser Hund war ein Familienmitglied. Zugegeben natürlich uns untergeordnet. Trotzdem hat auch ein Hund Bedürfnisse und die sollten erfüllt werden. Der Hund möchte bei seinem Rudel sein und nicht ständig alleine, das liegt in seiner Natur. Natürlich sind wir im Sommer auch mal an den See. Da haben dann die Schwiegereltern aufgepasst, wohnen im selben Haus. Bei der Hitze hat sie sich eh nicht so viel bewegt.
            Aber jedes Wochenende von morgens bis Abends am See geht dann nicht und ich weiß wie toll ich das als Kind fand.

            Und wenn der Hund mal älter ist und soweit erzogen, dann läuft er auch so mit. Die Kinder können ihn etwas beschäftigen usw. Aber das dauert eben und die TE möchte einen Welpen und da finde ich kann man das für die ersten Wochen schon mit einem Kind vergleichen. Wobei der Hund Regeln schneller lernt ;)
            Und das aus der Welpenschule kenne ich, war bei uns ähnlich. Verstehe auch nicht, wie man mit den wichtigsten Dingen so spät anfangen kann.
            Bei uns gab es auch klare Regeln das Bett war Tabu und sie hatte ihren eigenen Sessel auf den sie durfte, das war ihr Platz. Gebettelt wurde auch nicht also arg vermenschlicht haben wir sie nicht.

            • Ich bin der Meinung, wer drei Kinder hat, der ist fähig und in der Lage sich auch adäquat um einen Hund zu kümmern (mit Ausnahme der Leute, die bereits mit den Kindern völlig überfordert sind, diese machen sich aber vermutlich nicht so viele Gedanken, dass sie in einem Forum darüber schreiben).

              Es ist für die Kinder so positiv mit Hunden aufzuwachsen. Das ist für die Entwicklung nur von Vorteil. Das wiegt genannte Nachteile bei weitem auf. Tiere sind eine Bereicherung. Ich sehe unseren Hund absolut als Familienmitglied. Nur muss er sich nach uns richten, nicht umgekehrt. Was nicht bedeutet, dass seine Bedürfnisse nicht wahrgenommen oder erfüllt werden. Nur mache ich mir offensichtlich weniger Stress damit, als andere hier. Oder ich empfinde es einfach nicht als Stress.

              Ich Pragmatikerin habe übrigens ca vier Wochen im Wohnzimmer geschlafen :-p. Aber das habe ich nicht als Belastung empfunden. Wohnzimmer grenzt an den Garten, und wenn der Hund nachts raus musste, dann waren es nur ein paar Schritte. Das war also eine einfache Lösung und für mich kein Thema.

              Weil mich diese Diskussion beschäftigt habe ich heute mal ein wenig auf die Uhr geschielt.

              Füttern und Wasser geben, keine 5 Minuten gesamt.
              Decken (er hat 3) ausschütteln, keine 5 Minuten
              Raus gehen, mehrfach, zählt aber nur teilweise finde ich, da ich viele der Wege eh gehen würde. Allerdings wird der Faktor sich im Laufe des Hundelebens steigern.
              - Ich gehe zum Zeitungskasten (hin und zurück 6 Minuten Weg)
              - kurze Spielrunde und Pipirunde am Vormittag, nutze ich zu meiner Entspannung zwischen der Arbeit: 10 Minuten
              - Bank- und Bäckerbesuch im Ort, Hund kommt mit, ca Minuten Laufweg
              - ältestes Kind vom Bus abholen (ist ein Ritual, ich hole die Kleinen mit dem Auto, dann gehen wir dem Großen entgegen, egal bei welchem Wetter) 10 Minuten
              - draußen mit den Kindern was machen (ist fast immer dabei bei uns), der Hund läuft mit, je nach Wetter 1 bis 4 Stunden. Heute nur eine.
              - heute zum Fußballtraining, zwei der Kinder abgeben, mit dem Jüngeren und dem Hund dort eine kleine Runde gedreht, 10 Minuten, mit einer anderen Mutter mit Hund und die beiden 10 Minuten spielen gelassen.
              - Nachdem die Kinder im Bett waren noch eine kleine Pipirunde gedreht 5 Minuten.
              Immer und immer wieder zwischendurch kleine Gehorsamsübungen. Das macht vielleicht in Summe noch mal 10, maximal 15 Minuten.
              3x Pfeifentraining, da muss mein Mann dabei sein, 5 Minuten

              Das ist deutlich unter 2 Stunden. Und wie schon gesagt, der Hund läuft bei vielen alltäglichen Sachen mit und kommt trotzdem nicht zu kurz (finde ich).

              • Das liegt aber eher daran, dass Du sowieso viel zu Fuß machst und viel mit den Kindern so unterwegs bist, dass der Hund mit kann.

                Wenn man sonst alle Erledigungen mit dem Auto macht und mit den Kindern dan auf einem Spielplatz mit Hundeverbot sitzt, dann wird die Sache schon komplizierter.

                Es ist auch stark vom Wohnort abhängig, wenn man erst mal 2km unterwegs ist bis zum nächsten Park dauert es auch länger als wenn man gleich grünflächen vor der Haustür hat.

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