Supergau Katzenallergie

    • (1) 20.11.15 - 12:22

      Hallo zusammen,

      gerade hat mich meine Schwiegermama angerufen. Sie hat seit längerem einen Hautausschlag und Atemnot. Sie hat eine Allergie vermutet. Sie hat recht behalten. Nur leider ist sie offensichtlich gegen Katzen allergisch. Zumindest hat da der Test bei ihrer Hausärztin wohl sofort angeschlagen.

      Fritzi und Karlchen leben seit Juli bei uns. Sie sind jetzt 7 1/2 Monate alt.

      Meine Schwiegermama ist 2-3 mal pro Woche bei uns zum Babysitten. Es ist logistisch fast nicht machbar, dass die Kinder nur noch zu ihr kommen. V.a., würde das das Problem lösen? Die Kinder schleppen die Haare ja mit. Was ist denn überhaupt allergen an Katzen? Ich kenn mich damit gar nicht aus.

      Und jetzt? Gibt es irgendeine andere Lösung, als die beiden weggeben zu müssen? Die Gesundheit meiner Schwiegermama geht ganz klar vor. Aber für die Kinder und mich wäre es eine Katastrophe #heul.

      Leicht verzweifelte Grüße
      Claudia

      • Ohweh...

        Ich kenne es als katzenhaarallergie... Was sagt denn der Hausarzt dazu? Hat der vlt eine geniale Idee ohne das die Katzen weg müssen??

        Alles Gute

        • Es gibt nur zwei Lösungen, entweder Schwiegermama kommt nicht mehr zu uns oder die Katzen müssen weg. Ersteres ist aber keine Lösung. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwiegermama, sie ist wie eine zweite Mama für mich. Und sie ist sehr oft bei uns. Und eine Sensibilisierung ist aufgrund ihres Alters und diversen Vorerkrankungen keine Option.

          Alles scheiße.

      Hallo,

      oftmals ist man nur auf den Speichel allergisch. Das wäre zu prüfen.
      Dann reicht es nämlich, wenn sie die Katzen nicht streichelt und alle sich allgemein viel die Hände waschen.

      LG

    Hallo,

    es heißt zwar Katzenhaarallergie das Allergen kommt aber im Speichel der Katze vor. Da die Katze sich ja überall leckt, klebt dieser Speichel logischerweise am Fell.

    Wenn die Katzen sich im Haus/Wohnung aufhalten, ist es kaum möglich etwas zu tun. Und wie du bereits sagtest, haben die Kinder ja Kontakt zu den Katzen und haben das Allergen ja irgendwie an sich hängen. Beziehungsweise findet es sich überall in der Wohnung.

    Ich habe im Internet mal von so einer Lösung gelesen, soll rein biologisch sein, mit denen man die Katzen abreiben kann und somit das Verteilen des Allergens in der Raumuft minimiert wird.

    Vielleicht auch mal beim Tierarzt anrufen, evtl. haben die den ein oder anderen Tip.

    Und es ist ganz sicher, dass die Allergie durch Katzen ausgelöst wurde, kann der Hausarzt sowas überhaupt 100% testen?

    Ja es gibt eine Lösung!
    Ihr müsst die beiden ca. alle 10 Tage baden!
    Das ist nur ein Problem wenn sie Freigänger sind weil sie die Fette im Fell gegen
    Nässe brauchen.

    Menschen sind nicht auf die Haare an sich allergisch sondern auf den Speichel der
    Katzen der beim putzen daran hängen bleibt!

    Meine Mutter hat eine hochgradige Katzenallergie und konnte uns max. 15 Minuten besuchen, dann wars das.
    Als ich unsere Mädels badete konnte sie ganze Abende bei uns verbringen. Ein anderer Bekannter ebenso. Es wirkt definitiv.

    Und da Eure noch jung sind könnt ihr sie sicher noch daran gewöhnen, meine habe ich in die gefüllte Duschtasse gestellt und vorsichtig mit einem Becher und Bioduschgel abgeschäumt. Eine liess sich dann auch entspannt abduschen, die andere wollte weiter nur den Becher... Aber egal, eine halbe Stunde alle 10 Tage sind kein Akt.

    LG, katzz

    Hallo!

    Die Katzen baden wäre eine Option. Und sonst eben wirklich nicht mehr zu euch kommen.

    Ich würde es schlimm für die Katzen finden, sie nach wenigen Monaten schon abzugeben, weil es Familienmitglied, das nicht mal bei euch wohnt allergisch ist.

    Kann die Oma die Kinder nicht in der Kita abholen oder Du bringst die Kinder hin? Um einer Allergenübertragen zu verhindern müssen die Kinder nur Kleider anziehen, in denen die nicht ausgiebig die Katzen geschmust haben. Am einfachsten ist es sich gleich anzugewöhnen, zu Hause ein altes Shirt und eine Jogginghose zu tragen, und wenn man raus geht erst "vernünftige" Sachen. So hat man immer Kleider die kaum mit den katzen in berührung kommen - und verhindert dass man aus versehen mal mit 10000 Katzenhaaren an der Hose im Büro zu erscheinen.

    Meine Mutter ist übrigens auch gegen Katzen allergisch und war eben seit 10 jahren nicht mehr in meiner Wohnung. Mir geht da das Wohl der Katzen und meine Wohlfühlzone eindeutig vor.

    • Danke an alle, die noch geantwortet haben!

      Der Tipp mit dem Baden ist für unsere Freigänger-Kater im Grunde nicht praktikabel. Und dass meine Schwiegermama nicht mehr zu uns kommt, ist ebenfalls schlichtweg keine Option. Sie hat bei uns ihr zweites zuhause, fühlt sich hier wohl, ist herzlich willkommen und wird eben auch gebraucht. Unsere Kinder, v.a. unser Sohn ist noch so klein, dass es einfacher ist, ihn bei uns daheim zu betreuen. Und so sehr ich unsere 2 Racker liebe, meine Schwiegermama geht klar vor.

      Natürlich ist es einfach nur schlimm, dass wir unsere geliebten Kater weggeben müssen, obwohl die Person mit der Allergie nicht mal hier wohnt. Meine Schwiegermama macht sich selbst die größten Vorwürfe, obwohl sie ja auch nichts dafür kann.

      Jedenfalls fällt mir jetzt alles ein bisschen einfacher, weil wir die bestmögliche Lösung gefunden haben. Fritzi und Karlchen werden zu meinen Eltern ziehen. Dort haben sie es richtig gut, können zusammen bleiben und sind wieder mit ihren gleichaltrigen Halbgeschwistern vereint - 2 Kätzinnen, die bei meinem Bruder leben, bzw. auch bei meinen Eltern (2 - Familien - Haus). Und wir werden sie regelmäßig sehen, weil wir einmal im Monat für 2-3 Tage zu meinen Eltern fahren (sie wohnen 130 km entfernt).

      Mir zerreißt es trotzdem jetzt schon das Herz, wenn ich daran denke, dass sie am Dienstag umziehen werden. Aber wir haben zumindest das beste aus dieser Hiobsbotschaft gemacht.

      VG
      Claudia

      • Das klingt nach einer guten Lösung. Leider wirst Du aber Sofa, Teppiche etc. Shampoonieren müssen, Gardinen mehrmals mit Vorwäsche waschen, und alles gründlich putzen, damit ein Großteil der Allergene weg geht, die sitzen gerade in Textilien sehr hartnäckig drin.

        • Wir haben zum Glück weder Vorhänge noch Teppiche und ein Ledersofa. Trotzdem ist mir bewusst, dass die Allergene nicht so schnell verschwinden werden. Gerade Katzenallergene sind da wohl wirklich hartnäckig.

          Meine Schwiegermama muss ein Cortisonspray nehmen und die Ärztin hat schon gesagt, dass sie es mindestens noch drei Monate nehmen soll, nachdem die Katzen weg sind.

          Mann, das ist alles so unfair. Wir haben irgendwie kein Glück mit unseren Tieren. Unsere Boxerhündin mussten wir Anfang 2013 mit nur knapp 1 1/2 Jahren einschläfern lassen. Wir haben uns dann aus Vernunftgründen gegen einen neuen Hund entschieden, wollen auch jetzt noch etliche Jahre warten, bis unser Sohn größer ist.
          Und dann hatte ich meinen Mann endlich soweit, dass er zwei Katzen akzeptiert (wie seine Eltern mag er eigentlich keine Katzen, liebt aber dafür Hunde) und dann müssen die auch nach nicht mal einem halben Jahr wieder ausziehen. Es soll wohl nicht sein...

      (13) 21.11.15 - 08:59

      Hallo,

      toll, dass ihr so eine gute Lösung finden konntet. Aber selbst wenn deine Eltern sie nicht nehmen könnten, hättest du im Sinne deiner Schwiegermutter entschieden, das finde ich auch gut.

      Natürlich sind Tiere auch Familienmitglieder, aber wenn die Gesundheit menschlicher Familienmitglieder darunter leidet, ist das nunmal so und der Mensch sollte Vorrang haben.

      LG

(14) 20.11.15 - 22:04

Das lässt sich für eine Familie mit kleinen Kindern (die auf Oma als Babysitter angewiesen ist) niemals verwirklichen.

Wurde getestet ob sie auch tatsächlich auf eure Katzen allergisch ist?
Beim Allergietest wird zuerst mal nur grundsätzlich die Allergie festgestellt.

Wenn bereits Katzen im Spiel sind, wird normalerweise mit ein paar Haaren getestet, ob die Allergie auch tatsächlich bei den konkreten Katzen auftritt.

  • Guten Morgen,

    nein, speziell auf unsere Katzen wurde nicht getestet. Aber sie hat sonst keinerlei Kontakt zu Katzen, es kann also nur von unseren kommen. Und ich möchte ehrlich gesagt gar nicht wissen, ob sie vielleicht nur auf einen der zwei reagiert, trennen würden wir sie ja eh nicht.

    VG
    Claudia

http://www.einfachtierisch.de/katzen/katzenhaltung/katzen-fuer-allergiker-gibt-es-das-id66386/

ganz unten in dem Artikel steht auch, dass es eine Rolle spielt ob die Katzen kastriert sind. Auch wenn es keine neuen Katzen gibt, trotzdem ein lesenswerter Artikel.

(18) 22.11.15 - 11:54

Versuch mal "Allerpet". Es muss nicht helfen, könnte aber. Du kannst es ua. bei Amazon finden. Was anderes fällt mir auch nicht ein, ausser die Katzen zu baden bevor sie kommt bspw. Wobei ich noch nie eine Katze gebadet habe #gruebel Und natürlich alles gut staubsaugen und putzen. Setzt sich ja alles ab.

Berichte doch mal was du unternommen, und ob und wie sich etwas verändert hat #klee

(19) 25.11.15 - 14:06

Ich würde auf jeden Fall testen lassen, anhand Fellproben, ob sie wirklich gegen deine Mietzen allergisch ist und zudem schlichtweg mal ein Antiallergikum einsetzen.

Versuch macht klug.

Alles Gute
netty

(20) 26.11.15 - 12:41

Hallo,

wenn ich zu Katzenbesitzern in die Wohnung musste, hab ich vorher ne Allergietablette genommen und gut war.

LG

(21) 27.11.15 - 21:16

Update:
Unsere Kater leben seit Dienstag Abend bei meinen Eltern. Bis jetzt läuft es gut, sie scheinen sich wohl zu fühlen, verstehen sich nach anfänglichem Fauchen inzwischen mit den Katzen meines Bruders, die ebenfalls mit ihm Haus leben. Größtes Problem ist die "Quarantäne" - sie stehen den halben Tag jammern vor der Terrassentür. Aber da müssen sie jetzt noch ne Zeit durch.

Ja, und hier passts auch soweit. Die Kinder haben es gut verkraftet, ich leide da wesentlich mehr und vermisse die zwei sehr. Aber es hilft leider nix.

Zu den weiteren Tipps: Allergietabletten sind keine Möglichkeit. Meine Schwiegermama ist ja nicht mehr die Jüngste und gesundheitlich v.a. am Herz stark vorbelastet. Ich möchte ihr da wirklich nicht zumuten, mehrmals die Woche solche Hämmer zu schlucken. Da würde auch ihre Ärztin nicht mitspielen. Und sie hat ja auch nicht eine klassische Allergie mit tränenden Augen etc. Es hat sich auf die Lunge gelegt, sie hat allergisches Asthma entwickelt.

Und dieses Allerpet - Zeugs wäre vielleicht einen Versuch wert gewesen. Aber die Erfahrungen sind da ja sehr durchwachsen.

Wir haben uns dann letztlich entschieden, den im Grunde einzig sinnvollen Weg zu gehen. Wenn auch mit sehr vielen Tränen.

Danke euch allen!

VG
Claudia #sonne

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