Unser Hund macht mich wahnsinnig!

    • (1) 08.12.15 - 17:01

      Hallo, momentan ist es nicht leicht mit unserem Hund. Vill. Habt ihr den ein oder anteren Tipp für mich. Kurze Info über unseren Hund: Er ist ein 5 Jahre alter Italienischer Misch (keine ahnung was da drin ist) wir bekamen ihn als Welpen als unser kleinter Sohn im krabbelalter war. Die Kinder und Bello waren ein Herz und eine Seele. Da wir im Haus meiner Schwiegermutter wohnten und diese auch ein Hund hatte, wollte Bello nur noch unten sein. Also lebte er sozusagen 3 Jahre unten bei meiner Schwiegermutter, er wurde total verzogen durfte auf dem Sofa liegen und bekam Essen vom Tisch ....was bei mir ein absolutes NoGo war. Gegen meine Schwiegermutter kam ich nicht an ???? 1 mal hat Bello meinem kleinsten da war er 4 Jahre im Affekt ins Gesicht gezwickt (mein Sohn hat ein Gendefekt und geht nicht gerade feinfühlig mit Bello um) der Hund hätte das früher nie gemacht. Für mich war klar wenn wir umziehen nehmen wir Bello nicht mit aber mein Mann bat darum ihm eine Chance zu geben. Das tat ich dann auch denn im Grunde liebte ich bello. Als wir umgezogen sind hat Bello tolle fortschritte gemacht, wir waren happy. Nun ist es seit 3 Monaten so:
      1. Er legt sich heimlich aufs Sofa und auf die Betten der Kinder (ich seh das anhand der Pfotenabdrücke und dem ganzen weissen Haaren.

      2. Er öffnet Türen.....ja richtig gelesen, er kann Türen öffnen sofern sie nach innen aufgehen.

      3. Er Bellt bei jedem Piep, Minutenlang ob es an der Tür klingelt oder ob er Leute auf der Strasse hört.
      4. Er klaut sich essen aus der Küche
      5. Das schlimmste: Er kläfft und schnappt nach Kindern und fremde Erwachsene. Er rennt auf sie zu und kneift mit seinen Zähnen in die Beine.

      6.Er legt sich ständig Nachts vor die Schlafzimmertür sodass ich drüberstolpere (Nachts!!!Schlaftrunken auf dem Weg ins Bad????)

      Ich muss ihn jedes mal ermahnen das er auf sein Hundebett geht. Ich verzweifel. Der Hundetrainer hatte aufgegeben ...er sagte unser Hund hat so einen starken Charakter das es unmöglich ist ihn zu erziehen. Beim Gassigehen zieht er ohne ende...ich kann ihn kaum halten. Vielen dank fürs lesen und ich hoffe das noch nicht alles hopfen und malz verloren ist. LG Sessy

      wenn ich jetzt gemein wäre würde ich sagen, selber schuld

      Du weißt ja selbst was alles falsch gelaufen ist...in den ersten Jahren

      Aber das hier kann ich nicht glauben.....

      "Der Hundetrainer hatte aufgegeben ...er sagte unser Hund hat so einen starken Charakter das es unmöglich ist ihn zu erziehen."

      Denn das wäre mein Tip gewesen, umgehend den Besuch einer Hundeschule evtl. mit Einzelstunden und genauer Analyse woran ihr arbeiten müsst. Hundeschulen gibts ja überall, ich würde mich nach einer anderen umschauen.

      Und dann liegt es an euch, ABSOLUT konsequent die Tips des Hundetrainers befolgen

      Und ich muss dir ehrlich sagen, wenn der Hund sich bei deiner Schwiegermutter wohl fühlt und sie ihn auch behalten würde - es wäre nicht die schlechteste Option gewesen.

      Inwieweit betätigt sich dein Mann denn an der Hundeerziehung oder nimmt er nur das Angenehme mit?

      • Wir waren in einer Hundeschule MIT Einzeltraining haben viel Geld bezahlt. Dann kam der Hund zur Schwiegermutter. Sie wollte ihn NICHT behalten. Konzequent...glaub mir das bin ich allemal!! Mein Mann...er sieht das jetzt nicht so schlimm er will ihn behalten.

    (6) 08.12.15 - 17:35

    Hallo,

    ich bin erst seit kurzem Hundebesitzerin aber zumindest bei zwei Dingen kann ich einen Rat weitergeben.
    1. Türen. Hast du schon mal versucht den Türgriff umzugehen so dass er horizontal steht oder nach oben aufgeht? Wurde mir geraten und soll bei den meisten helfen. Unser Hund schafft es aber auch so, die Türen aufzubringen und uns blieb nichts anderes übrig als erst zuzusperren ( hatte aber zur Folge dass sich Hundi am steckengelassenen Schlüssel weh getan hat) und später drehbare Turknäufe anzubringen. Haben wir seit letzter Woche und noch kann sie die nicht knacken.
    2. Auf Kinderbett legen: das liess sich relativ leicht lösen indem wir Alufolie drauf haben. Nach ein paar Tagen war das Thema gegessen .. auch ohne Folie.
    Zu den anderen Dingen kann ich nichts sagen, die Probleme haben wir nicht. Aber ganz ehrlich : würde mein Hund nach Kindern schnappen wäre ich längst aktiv geworden.

  • Das sind viele Baustellen auf ein mal. Und ich denke die alle zeitgleich an zu gehen ist sowohl für Bello als auch für dich (so wie ich es lese bist diejenige an der das hängt).

    Also, eines nach dem Anderen.

    Er zwickt fremde? Gib ihm erstmal keine Gelegenheit mehr dazu. Sprich raus mit Maulkorb und an der kurzen Leine wenn jemand entgegen kommt. Mit Leckerlies und wenn es sein muss Würstchen oder so trainieren. regiert er nicht auf entgegenkommende Menschen gibt es was. Nimm ihm den Wind aus den Segeln bevor er ansetzt, wenn er schon bellend drauf zu steuert ist es zu spät, dann nimmt er dich kaum noch wahr, verbiete es bevor er anfängt.
    Er klaut Essen aus der Küche......schwierig. Denn er bekam dieses Essen bei Schwiegermutter ja. Ich denke er kommt gar nicht auf die Idee das er das nicht haben darf. Anstrengend für dich aber hilfreich, alles weg räumen. Ich hab hier Kater und Hund die gemeinsame Sache machen......Kater springt auf die Anrichte und schmeißt es auf den Boden.....und was auf dem Boden landet darf der Hund haben, also auch wenn den Kindern mal ne Nudel oder so fällt. Aber der denkt sich dann auch beim Brot "Liegt ja auf dem Boden....Mahlzeit". Wie ich dem Kater abgewöhne Dinge von der Anrichte auf den Boden zu schieben weiß ich auch nicht. Das machen die 2 nur wenn sie unbeobachtet sind. Aber ich hab ihn schon erwischt deshalb weiß ich wie die 2 das machen.
    Und zum Bett und Sofa ist es das selbe. Wenn du nicht willst das er drauf geht dann verwehre ihm den Zugang. Auch wenn er alleine ist. Denn doof sind die ja nicht und er durfte es ja früher immer.

    ein Fall für Martin Rütter... nicht für den Hund sondern für Euch...

    Hallo!

    Naja, dass da eine ganze Zeit einiges schief gelaufen ist weißt Du ja nun mal, also hast Du jetzt mehr Arbeit um es auszubügeln.

    Zu 1. Das ist schwer abzugewöhnen, weil er es heimlich macht. Vielleicht würden aber schon Tagesdecken es für Dich erträglicher machen, so dass man nicht in den Hundetappern drin schläft?

    zu 2. Man kann Türen abschließen oder die Türgriffe senkrecht nach unten stellen, im Extremfall Drehknäufe verwenden.

    zu 3. Wie reagiert ihr? schreit ihr ihn an? nehmt ihr in aus der Situation raus? Lenkt ihr ihn ab? Gerade anschreien oder "Halts Maul" rufen wirkt oft eher wie "Frauchen bellt mit" und verstärkt das Verhalten noch.

    zu 4. Nichts rum liegen lassen hilft ganz ungemein.

    zu 5. In welchen Situationen? Wird der Hund auch mal sinnvoll ausgepowert und beschäftigt oder läuft er mehr so nebenher mit ohne echte Aufgabe?

    zu 6. Das ist absolut normales Hundeverhalten. Er will aufpassen, dass niemand aus seiner "Herde" Nachts verloren geht, also legt er sich vor die Tür damit er es sicher mitbekommt. Ich weiß, das ist doof, aber eine Taschenlampe auf dem nachttisch um ihn im dunklen zu sehen würde schon helfen, damit Du nicht stolperst.

    Zum Leinenziehen: was genau hast Du bisher dagegen getan? Hast Du Dich einfach so zerren lassen oder schon ernsthaft dran gearbeitet?

    Bisher klingt das alles nach Gejammer, aber jetzt schreib doch mal, welche Erziehungsansätze Du bisher schon gemacht hast.

    Hallo,

    typische frage a la Martin rütter und cesar Milan, wie viel Bewegung bekommt er denn am Tag? Muss er zb für sein Futter arbeiten od bekommt er es stupide hingestellt? Hat er einen fixen Platz wo du ihn hinschicken kannst?

    Hund ist ein rudeltier und will in der Nähe seines rudels sein, deswegen kommt er immer vors Schlafzimmer... Besteht denn die Möglichkeit ihm ein weiteres Plätzchen im Schlafzimmer einzurichten sodass er bei euch ist aber nicht im weg liegt? Bzgl hunde Erziehung, machen das alle Beteiligten Familienmitglieder gleich od darf er zb bei dir etwas was er bei deinem Partner nicht darf und umgekehrt bzw wird er wenn er etwas falsch macht zb aufs Bett springen auf die gleiche Weise gemaßregelt mit einem pfui od sagst du zb pfui und dein mann nein? Das kann hunde leider sehr verwirren und sie wissen unterm Strich nicht was sie jetzt machen sollen...

    Zu deinen Kindern, versuch sie, sofern noch nicht geschehen, mit in die Erziehung einzubinden, Kinder verstehen das im allgemeinen sehr schnell und reagieren typischer auf hundesprache als wir Erwachsenen und verstehen den Hund auch schneller...

    Das du konsequent bist glaub ich dir, aber wenn ich mir anschaue was letztens bei uns zu Hause war, dann hilft alles nix... Unser Hund ist eher ein ängstliches und zurückhaltendes Tier, sie braucht Zeit um sich an fremde Menschen zu gewöhnen...

    Meinen Opa kannte sie nicht. Wie auch immer er zu Besuch, ich ihm vorher noch gesagt ignorier den Hund erstmal, die hat vor allem was ihr fremd ist Angst etc... Was macht er, sieht den Hund, blickkontankt und ausgestreckte Hand zum Hund und ein ja komm her.... Hund wich zurück er ging ihr nach.... Dann hat sie zu bellen angefangen was sie sonst nie tut und sie weiß auch das zu Hause nicht gebellt wird.... Ich hab in dem Moment echt nicht gewusst wie ich reagieren soll.... Einerseits sollte sie ein nein bekommen weil sie gebellt hat, andererseits kann sie ja nix dafür weil mein Opa sie bedrängt hat und weder auf ihre Körpersprache noch auf das von mir zuvor erwähnte reagiert hat...

    Es gibt leider immer wieder mal verzwickte Situationen... :-(

    Mein Tipp ist wirklich, versucht den Auslauf wenn mgl zu erhöhen, Futter gibt's nur noch gegen Arbeit durch Hund und wie gesagt sofern euch mgl ein extra Schlaf Platz bei euch im Schlafzimmer...

    Alles Gute und viel Erfolg das ihr ihn doch noch erzogen bekommt und ihm die Flausen die er von der Schwiegermutter bekommen hat abgewöhnen könnt....

    LG Babsi mit Hund blacky

    (11) 09.12.15 - 10:27

    Hi,

    was war denn das für ein Hundetrainer ?

    als ich das mit den Türen gelesen habe musste ich grinsen - cleveres Kerlchen. Da gab es ja schon den Tipp mit den Griffen. Beim Bellen - keine Bestätigung also nicht ist gut....! Er klaut sich Essen aus der Küche - Essen kann ja höher gestellt werden!

    Mit der anderen Sache geht bitte zu einer Hundeschule die gute Trainer hat! Selbst bei uns auf dem Platz gibts Pfeifen als Trainer das sag nicht ich, sondern mein Trainer und der ist wirklich spitze aber auch ausgebucht weil so gut. Ich glaube einfach nur, das Thema muss angegangen werden und mein Trainer sagt immer, das größere Problem ist der Hundehalter und nicht der Hund! Das meine wirklich nicht böse denn auch ich höre diesen Spruch ab uns zu, wenn ich mal wieder zu blöde bin.

    LG

    (12) 09.12.15 - 13:27

    Vielen Dank für die zum größten Teil tollen Antworten ???? alles andere beachte ich jetzt nicht. Ich werde mir vieles zu Herzen nehmen und ich habe nie gesagt das wir nicht auch als Halter viele Dinge falsch machen. Dasfür sind wir Menschen wir sind nicht perfekt (wer ist das schon)und man Lernt dazu. Wir haben ein Kind das Neurofibromatose Typ 1 hat und dieser Gendefekt läuft alles andere als harmlos, diese Krankheit hat viele Gesichter. Wir wussten das natürlich nicht bevor wir den Hund bekamen. Noah braucht auch intensiv viel Zeit (Ärztegänge etc.) Wir gehen beide Arbeiten und haben natürlich noch ein Sohn. Wir können uns nicht 24 std. am Tag um Bello kümmern. Ich frage hier um Rat weil auch ich manchmal mit meinen Kräften am Ende bin. Ich finde es toll das es noch Menschen gibt die einen nicht sofort verurteilen, Menschen die ihre Erfahrungen austauschen ????????????
    Herzlichen Dank an die, die es verstehen und die, die nicht sofort urteilen.

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