Zwerghamster eingeschläfert - Frage dazu

    • (1) 15.12.15 - 09:50

      Hallo!

      Meine Freundin musste gestern den Zwerghamster ihrer Kinder einschläfern lassen, da er einen sehr großen Abszess oder sowas (Tumor?) an der Backe hatte.

      Sie erzählte dann, dass der Hamster nach der Spritze herumtorkelte, auf den Rücken fiel und noch länger strampelte bis er nach Minuten dann gestorben ist :-(

      Werden Hamster denn nicht vor der "Todesspritze" erst noch betäubt?
      Im Grunde hat die Tierärztin ihm ja die Spritze ins Herz ohne Betäubung gesetzt oder ist das anders als bei größeren Tieren (kenne das so von unserem Hund)?

      Ich finde die Vorstellung so grausam #heul oder ist das normal?

      LG
      sonntagskind

      • Hallo,

        normal ist das nicht. Wie du schon sagst, eigentlich setzt man eine Narkose vorher, dann erst, wenn das Tier schläft, kommt die eigentliche Spritze um es zu erlösen.
        Kann sein dass es sich der Tierarzt sparen wollte, mit Sicherheit so ein inkompetenter Arzt der meint, es wäre ja "nur" ein Hamster. Schrecklich solche Leute.

      Ich habe leider auch schon erfahrungen mit dem einschläfern von meinen Meerschweinchen und Hamstern machen müssen.
      Bisher haben alle immer nur eine Spritze bekommen. Die hat ein überdosiertes Nakosemittel enthalten und die Tiere sind einfach nur eingeschlafen. Das hat nie länger als eine Minute gedauert. Kein torkeln, kein schreien oder so etwas schlimmes. Nach ein- zwei minuten kontrolliert der Tierarzt ob das Herz wirklich aufgehört hat zu schlagen.

      • Oh das klingt ja wirklich übel. Aber so spart man sich natürlich Geld. Und berechnet dann trotzdem den normalen Preis! Ich würde es ihr schon sagen. Vielleicht mit ein bisschen Abstand. Aber da sollte sie nicht mehr hingehen!

    Hallo!

    Man sollte NIE die Spritze ins Herz setzen lassen, solange das Tier noch wach ist - macht man bei Hamstern aber in aller Regel nicht, weil das Herz zu klein ist, um es so einfach auf Anhieb zu finden, da trifft man eher die Lunge.

    Also sollte es erst Narkosemittel geben - beim Hund oder Meerschweinchen oder anderen "Handlichen" Tieren die relativ still halten in die Vene, das geht relativ schnell, bei winzigen Tieren und solchen die sich wehren, in den Muskel oder unter die Haut. Das dauert dann einfach ein wenig länger, bis es wirkt, und da kann es durchaus sein, dass die Tiere noch eine Weile strampeln. oft reicht diese Narkosespritze schon, dass das Herz aufhört zu schlagen, vor allem wenn das Tier vorher schon massiv krank war, falls es nicht reicht kommt dann in tiefer Narkose die Spritze ins Herz.

    Bei einem hamster kann es auch ein großer Abszess in der Backentasche gewesen sein, insbesondere zuckerhaltige Futtersorten wie billig-Trockenfutter vom Supermarkt oder diese entsetzlichen Knabberstangen und Joghurtdrops führen dazu, dass in der Backentasche was hängen bleibt und da verklebt, und sich dann eben entzündet.

    Daher würde ich Dich bitten falls Du nochmal mit Deiner Freundin drüber redest, sie zu bitten sich beim nächsten hamster eingehend mit der Ernährung zu beschäftigen, und ihm dann so ein Schicksal zu ersparen.

    Nebenbei: je größer das Tier, desto unschöner der Todeskampf beim Einschläfern. Das ist schon bei einem großen Hund nur schwer zu ertragen, will man ein Pferd töten lassen, dann ist es besser gleich den Schlachter zu rufen, weil es per Bolzenschussgerät eindeutig schneller und angstfreier geht.

    • Dein letzter Absatz ist so nicht richtig.

      Das klingt als hätte jedes Tier einen Todeskampf beim einschläfern zu erleiden, was totaler Quatsch ist. Ich war u.a. bei Hunden dabei, bei Katzen, und auch bei Pferden als sie erlöst werden mussten. Keines der Tiere hat gekämpft. In ruhiger Atmosphäre ohne Stress wurde immer zu erst eine Narkose gegeben, bei den Pferden sogar erst sediert dann narkotisiert und dann schlussendlich eingeschläfert.
      Bolzenschussgerät geht schnell das stimmt, aber auch das wird nur im Notfall verwendet, wie bspw bei Autounfällen mit Pferd, da die Spritzen zu lange dauern würden.

      Es ist mir daher ein Rätsel wie du auf diese Aussage kommst, und hoffe du wechselst den Tierarzt wenn das bei euch Gang und Gäbe ist mit dem Todeskampf #zitter

      Ob die Spritze wirklich sofort ins Herz ging weiß ich ehrlichgesagt nicht, davon bin ich einfach mal ausgegangen.
      Meine Freundin hat sich eingehend erkundigt über Haltung & Fütterung (nach meinem damaligen Hinweis ;-)), es ist bereits der zweite gewesen. Der erste wurde über 2 Jahre alt und ist an Alterschwäche gestorben. Wer weiß was es wirklich war, aber der Tierarzt meinte es wäre kein Tumor.

      Dein beschriebenes Einschläfern von "großen" Tieren kann ich auch nicht bestätigen. Unsere Schäferhündin wurde vor fast 8 Jahren bei uns zu Hause in ruhiger Atmosphäre in meinen Armen erlöst. Ganz ruhig, kein Todeskampf.
      Sie hatte eine geplatzten Tumor im Bauchraum, wäre innerlich verblutet. Ich denke sie wusste ganz genau was passiert und hat dennoch alles vertrauensvoll über sich ergehen lassen.

      Sicher kann es das mal geben, aber ich denke das sind eher Ausnahmen.

      Hi,

      das mit dem Todeskampf bei Pferden stimmt so aber nicht (mehr). Da gibt es auch sanfte Methoden inzwischen. Es mussten leider schon einige Pferde bei uns im Stall erlöst werden. Die fallen um und sind tot bevor sie auf dem Boden aufkommen.

      Mein Pflegehund damals war auch groß (Collie-Schäferhund-Mix) und wurde daheim eingeschläfert, alles ganz friedlich.

      LG juju

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