Nukeln und Milchtritt beim Welpen

    • (1) 20.12.15 - 10:24

      Hallo,

      wir haben seit kurzen einen Welpen. Der kleine Mann ist mittlerweile 15 Wochen alt und nuckelt sich gelegentlich in den Schlaf und macht so eine Art Milchtritt wie eine Katze. Kennt jemand so ein Verhalten? Ich hab das noch nie gehört dass Hunde das auch machen.

      Gruß Farina

      • Hallo!

        Wie sicher seid ihr beim Alter und wie alt war er bei der Trennung von der Mutter? Das passiert vor allem dann, wenn Tiere zu jung von der Mutter weg kommen, wenn sie einfach noch nicht so weit sind.

        Teilweise bleibt das Verhalten auch ein ganzes Leben lang erhalten. Versucht nicht es zu unterbinden, sondern gebt ihm dann lieber was zum nuckeln wie eine Decke oder ein Plüschtier, sonst besteht die Gefahr dass er an seinen eigenen Pfoten nuckelt und die dabei wund leckt.

        • Danke für deine Antwort.

          Ja wir sind uns sicher dass er nicht zu früh von der Mutter weg gekommen ist. Wir haben die Welpen mit der Mutter schon früher besucht und er war schon 12 Wochen als er zu uns kam.

          Wir lassen ihn auch nukeln. Hat ne Kuscheldecke, ich nehm ihm nur unsre Kissen weg. Er macht es auch nicht immer.

          Hab das aber noch nie gehört und fand das Verhalten ungewöhnlich. Laut der Züchterin machen es mehrere Welpen aus dem Wurf.

          LG Farina

          • Hallo!

            Ich kenne es vor allem von Katzen, die ja oft noch früher von der Mutter getrennt werden. Und sogar bei Meerschweinchen kommt es vor, dass manche mit 6 Wochen immer noch zu Mamas Tankstelle wollen, dabei sind sie da schon viel zu groß dafür. Die Entwicklung verläuft eben nicht immer gleich, manchmal würden sie eben doch noch länger brauchen, manchmal stellt auch die Mutter das säugen etwas arg früh ein und deswegen bleibt so ein Nuckelverhalten. Noch besteht ja die Hoffnung, dass es sich auswächst.

            • Ja da hast du bestimmt recht. Jedes Lebewesen entwickelt sich anders. So lange das die einzige "Macke" ist ist es ja nicht schlimm. Ich habe auch tatsächlich den Eindruck dass es weniger wird. Er ist jetzt 3 Wochen bei uns.

      Hallo, ganz sicher das der kleine bereits 15 Wochen alt ist? Wie alt war er als er von Mama weg kam?

      Kenne so ein Verhalten lediglich bei Tieren die viel zu früh von der Mama weggekommen sind...

      Alles Gute für den kleinen Krümel

      Babsi mit Kater Rocky, katze Lana und Hund blacky

      • Das Alter passt zur Größe. Als wir ihn geholt haben war er 12 Wochen und die Mutter haben wir auch gesehen. Man steckt aber natürlich nie drin. Sie züchtet aber ganz normal im VDH und wurde uns auch empfohlen. Hat auch alles einen guten Eindruck gemacht. Der Hund ist sonst ne "coole Sau". Aber ich finde das Nuckeln auch bisschen seltsam.

    Hat meine Hündin auch gemacht. Sie war 9 Wochen alt, als sie zu uns kam. Allerdings kam sie aus ganz schlechten Verhältnissen.

    Zum Fressen gab es nur die Essensreste vom Tisch und auch keinerlei Außenreize. Das einzige, was sie kannte war eine schlimm zugemüllte Hartz4-Wohnung, wo den ganzen Tag der Fernseher lief, gequalmt wurde und die Kinder über den zugeschissenen Teppich wuselten.

    Sie macht das heute immer noch. Oft wenn sie Stress hat. Ich lass sie machen, weil die andere Alternative Flankensaugen wäre (was sie auch gerne macht).

    • Das mit den schlechten Verhältnissen schließe ich eigentlich aus. Wir haben auch eine Hündin selber Rasse die aus schlechten Verhältnissen kam und da liegen wirklich Welten dazwischen. Der Rest seines Verhaltens passt zum Eindruck den die Züchterin gemacht hat.

      Glaub aber auch dass er sich damit runter holt nach Stress. Dazu passt es ja dass er es vermehrt nach dem Umzug hier her gemacht hat und es seit ihn das Rudel angenommen hat fast aufgehört hat.

Hallo,

dass es oft bei Tieren vorkommt, die zu früh von der Mutter getrennt wurden, wurde ja schon mehrfach gesagt.

Nuckeln an sich ist aber sehr beruhigend - auch für erwachsene Hunde. Deshalb gibt es auch die Empfehlung, Hunde, die ein hohes Erregungsniveau haben (z.B. bei Leinenaggression) im Training mit der Futtertube zu belohnen. Das Rauslutschen der Leberwurst (oder was auch immer...) beruhigt und ist schon allein dadurch weit effektiver als Leckeren, die mit einem Haps weg sind.

Macht er das evtl. vor allem dann, wenn er viel zu verarbeiten hat? Dass er evtl. herausgefunden hat, dass es ihm gut tut, er sich dadurch besser selbst regulieren kann und ihm das "Runterkommen" durch das Nuckeln leichter fällt?

Viele Grüße, Alex

  • Halli Hallo Alexa, lange nicht mehr gelesen.

    Ja ich glaube auch dass ihn das beruhigt. Er hat es anfangs öfter gemacht, sicher auch weil ein Umzug ins neue Zuhause Stress ist. Jetzt schläft er eigentlich so gut wie immer ohne nuckeln ein, nur wenn er nachts mal pullern muss und dann wieder schlafen soll nuckelt er noch.

    Das mit der Futtertube finde ich interessant. Hab ich noch nie gehört klingt aber absolut logisch. Als Borderlein steht er sowieso schnell unter Strom und da haben wir momentan die üblichen Junghund Baustellen. Da probier ich das mal mit der Tube. Könnte ja dann gerade bei ihm gut wirken. Das ist echt ne super Info.

    Das mit dem zu früh von der Mutter weg kann ja eine individuelle Geschichte sein. Nach den Standards ist er sicher nicht zu früh weg aber vielleicht für ihn. Freunde von uns mussten den ganzen Wurf mit 3 Wochen mit der Flasche groß ziehen weil die Mutter Hündin krank geworden ist und da nuckelt keiner. Die Natur ist nicht immer logisch.

    • Hallo :-),

      ja, dass wir uns lange nicht mehr gelesen haben, dachte ich auch - und habe mich sehr gefreut, dann gleich so etwas Schönes von Dir zu lesen (also, dass Ihr ein neues Familienmitglied habt...;-)).

      Klar, jedes Tier hat sein eigenes Entwicklungstempo und was für den einen zu früh ist, ist für den anderen genau richtig oder sogar schon zu lang. Und ich finde es auch wichtig, alle Möglichkeiten im Kopf zu haben. Aber auch, wenn der Grund für´s Nuckeln am häufigsten die zu frühe Trennung ist, heißt das ja nicht zwangsläufig, dass es das definitiv ist. Manchmal gibt es eben auch ganz harmlose Erklärungen, die nicht gerade Grundstein für ein katastrophales Sozialverhalten in der Zukunft sind... Damit will ich absolut nicht kleinreden, dass ganz häufig Welpen zu früh von der Mutter weggenommen werden!

      Aufgrund Deiner Beschreibungen finde ich persönlich, dass es sich eher nach Stressbewältigung anhört.

      Unsere Hundetrainerin und ihre Kolleginnen arbeiten bei hohem Erregungsniveau gerne mit der Tube, dort habe ich es das erste Mal gehört. Und dann war es ebenfalls Thema, als ich bei einem Seminar von Dr. Ute Blaschke-Berthold zum Thema Impulskontrolle war (die übrigens selbst Hütehunde hat...;-)). Bei Jabari ist es allerdings so, dass ich einen Mittelweg brauche - die Belohnung mit der Tube beruhigt ihn definitiv, aber nur, wenn ich etwas mithelfe.:-p Muss er die Leberwurst komplett selbst rauslutschen, wird er schnell ungeduldig, wird wieder hibbelig und beißt in die Tube. Also muss ich immer ganz leicht mitdrücken und dann sitzt er ganz entspannt mit halbgeschlossenen Augen vor mir und genießt.#rofl

      Viel Spaß mit dem "Kleinen"!:-)

      Viele Grüße, Alex

(13) 22.12.15 - 09:01

Hallo,

wir haben unseren Hund in der 9. Woche bekommen. Er nuckelt/saugt manchmal im Schlaf und zuckt mit den Beinen, manchmal bellt er auch im Schlaf. Ich dachte immer, dass es ganz normales träumen ist. Er verarbeitet den Tag und die Muskeln machen dann manchmal zum Teil unwillkürlich mit. Wäre für mich jetzt nichts beunruhigendes.

  • Ich finde es auch nicht beunruhigend, es hat mich nur gewundert. Ich glaub aber du meinst was anderes. Unser Kleiner nimmt sich eine Decke oder ein Kissen und saugt daran und macht den Milchtritt um sich in den Schlaf zu nuckeln. Hab ich bei Hunden noch nie gehört.

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