robuste Hunderasse für draußen

    • (1) 26.12.15 - 17:37

      Hallo,

      vorab: bei meiner Frage handelt es sich um eine reine Beschaffung von Informationen die dann wohlüberlegt sortiert und dann nochmals näher überdacht werden. Es werden auf Grund der Tipps keine Entscheidungen getroffen da es hier um ein Lebewesen geht.

      Wir überlegen perspektivisch (innerhalb der nächsten Monate) uns einen tierischen Vierbeiner zuzulegen. Da ich daheim bin und Vollzeitmama kann ich mir den Tag mit den täglichen Gassirunden gut einteilen. Unser Nachwuchs ist inzwischen im Vorschulalter bzw. zum Übertritt auf die weiterführenden Schulen. Unser Grundstück ist groß genug dass das Tier sich frei bewegen kann und wir wohnen so dass ich ohne das ich ins Auto steigen muss entspannt drei Stunden mit dem Tier laufen kann. Mein Mann hat Arbeitszeiten die relativ überschaubar sind und somit ist auch die Abendliche Runde gesichert. Zudem ist er ein "Naturbursche" und liebt es draußen zu sein, dh. wenn er abends heim kommt ist er wenn nicht dauerhafte Minusgrade sind er weitestgehend draußen.

      Wichtig wäre dass das Tier den ganzen Tag draußen sein kann. Ich habe daheim drei Allergiker, die unterschiedlich auf die lieben Felle reagieren. Der einzige der bei uns rein darf ist ein schwarzer Kampfkater. Dem gefällt das abendliche Kino im Aquarium.

      Die andere Mäusefängerin ist netterweise eine Freigängerin, denn irgendwas ist in ihrem Fell (rotes Fell) was dafür sorgt dass meinem Mann die Luft wegbleibt. Die Allergie wurde erst nach der Anschaffung erkannt, da davor mein Mann keine Probleme mit Katzen hatte. Im beheizten Keller hat sie ein warmes Plätzchen gefunden wo sie ohne Probleme rein und raus kann. Sollte diese Dame irgendwann nicht mehr sein wird auch keine weitere Katze mehr angeschafft.

      Wir suchen also eine Hunderasse die robust und möglichst ohne irgendwelche Zwischenkreuzungen bzw. Überzüchtgungen ist. Er sollte nicht zu klein sein. Da wir in einem Bundesland wohnen wo es ein "Kampfhundegesetz/ - Verordnung" gibt bitte keine Rassen empfehlen die in die Rubrik fallen.
      Das liebe Tier sollte kindertauglich und Katzen nicht zum fressen lieben. Unsere Katzen sind gute Mäusefänger und sollen das auch bleiben.

      Bei uns in der Nachbarschaft zog vor zwei Jahren ein brauner Labrador ein in Draußenhaltung, jedoch meinte unsere Tierärztin dass hier inzwischen aufgepasst werden muss wegen der Fehlzüchtungen. Bekannte von uns haben auf ihrem Grundstück einen Riesenschnautzer. Mir gefällt die Rasse - mein Mann mag da nicht so ran.

      Unsere zwei Katzen stammen aus dem Tierheim. Ist das auch bei einem Hund eine Überlegung wert? Was ein Tier vom seriösen Züchter kostet wissen wir. Wir haben im Ort eine Züchterin für eine der Lieblings(Mode)rassen und wir haben vor Jahren einen Welpen abgelehnt da diese Rasse viel im Haus mit sein sollte und Probleme beim Alleinsein hat.

      Unsere fast direkten Nachbarn haben eine Hundedame (irgendein ein halbhoher Mix) älteren Jahrgangs. Zum Wohle für eine weitere entspannte Nachbarschaft ist es dann sinnvoll ein Weib oder einen Rüden in die Überlegung einzubeziehen?
      Die Überlegung sich ggf jetzt einen Hund zuzulegen hängt ua. auch damit zusammen dass der liebe Nachwuchs inzwischen deutlich älter ist und wir so wohnen dass ich es als ganz angenehm empfinde wenn da jemand "Hallo sagt" wenn sich jemand unerlaubt auf das Grundstück begibt. Irgendwie wird immer wieder vergessen die Klingel zu betätigen ;-)

      Danke für Eure Ideen

      Geli

      • Hallo!

        Ich finde es nicht gut, einen Hund ausschließlich draußen zu halten. Hunde sind Rudeltiere und akzeptieren ihre menschliche Familie als Ersatzrudel, schließen sich ihr an, aber das heißt auch, dass sie eben NIEMALS nachts vom Rudel getrennt schlafen wollen, erst recht nicht draußen. Auch wenn das Nachbarn machen, für die Tiere ist das wirklich schlimm.

        Vielleicht ginge es mit einem richtigen Rudel draußen, aber kein einzelner Hund, und ein Rudel hat innerhalb eine andere Dynamik da sollte man schon ein wenig Erfahrung haben. Oder bereit sein eng mit einem Hudnetrainer zusammen zu arbeiten erfahrung mit Rudeln hat.

        Haben Deine Leute überhaupt eine Hundehaarallergie? Das sind ja ganz andere Allergene als bei Katzen, wesentlich weniger aggressiv, und auch da sollte man es mit jedem einzelnen Hund testen.

        • Hallo,

          wir sind alle auf Hundehaare negativ getestet worden, aber die Allergie kann laut Aussage der Allergologin springen.

          Viele Grüße

          Geli

          • Wer auf irgendwas allergisch ist hat immer ein höheres Risiko weitere Allergien zu entwickeln. Dabei ist es aber egal ob Katzen, Birkenpollen oder Erdbeeren. Dieser Mensch hat eben eine Neigung zu Allergien ganz allgemein.

            Es gibt aber diverse Hunderassen, die seltener Probleme verursachen wie etwa Pudel (von klein bis groß in allen größenordnungen zu finden) oder andere Rassen die man Scheren muss (etwaTerrier oder Schnauzer). Da ist dann eher die Frage ob Familienmitglieder Heuschnupfen haben, ein Hund der durch eine Blühende Wiese tobt bringt auch reichlich Gräserpollen in die Wohnung.

            Katzenallergene sind wesentlich aggressiver als die von Hunden, es würde mich daher sehr wundern, wenn jemand ganz überraschend eine Hundeallergie entwickeln würde. Schlimmer als Katzen sind eigentlich nur noch Farbratten.

            Ich habe keine Ahnung warum Allergologen so eine Panik vor Haustieren verbreiten, es ist wirklich unsinnig. Haustiere haben ja auch positive Wirkungen auf die Gesundheit ihrer Halter.

            Für Hunde ist eben Kontakt zum Rudel ganz wesentlich. Sie alleine draußen halten hat eben Konsequenzen indem sie eben die Menschen dann auch nicht so wirklich als Rudel anerkennen, übermäßig das Haus bewachen oder extrem schwierig sind, gerade für eine Familie mit Kindern.

          • (5) 28.12.15 - 09:20

            Hallo,

            mein Mann ist positiv auf Hundehaare getestet worden. Trotzdem ist er mit Hund aufgewachsen und wir selber haben seit 12 Jahren Hunde. Er reagiert auf unsere Hunde überhaupt nicht allerdings auf alles was nur ein bisschen Retriever drin hat. Deshalb kommen für uns nur Rassehunde in Frage.

            Einen Hund alleine draußen halten würde ich wirklich nicht, im Rudel und bei guter Unterbringung wäre es zwar keine Tierquälerei aber die Bindung geht einfach verloren. Noch dazu wäre in eurem Fall ein Hund ideal der bei einem guten Züchter mit Kindern aufgewachsen ist. So ein Hund wird nicht in Zwingerhaltung abgegeben.

            Geht vielleicht noch mal zu einem anderen Allergologen. Ich glaube auch eurer redet euch die Sache Hund zu madig.

            Viel Glück!

            • (6) 28.12.15 - 09:46

              Hallo,

              die Meinung vom Allergologen ist klar. Da das bei uns der Pullmologe ist bringt ein Wechsel da nix. Mein Mann lässt sich auch nicht reinreden, wobei wir eindeutig einen Hund haben wollen der "anschlägt" und doch familientauglich ist.
              Für den Fall dass wir eine passende Rasse finden haben wir inzwischen auch eine Lösung gefunden, was aber einiges an Arbeit für meinen Mann bedeutet und wir noch nicht wissen wie hoch die Kosten sind. Dafür verzichte ich auf mein Nähzimmer, der Weihnachtsbaum kann dann groß genug sein und der Hund hätte ein eigenes Zimmer mit Ausgang in den Garten. Das wäre aber dann ein Projekt über Monate.

              Inzwischen bin ich bei den Rassen was Allergien betrifft schlauer geworden. Jedoch ist da kein Hund dabei der wirklich als Wachhund mit geeignet ist.

              Retriever kommen nicht in Frage, da haben wir zwei Kampfmaschinen in der näheren Umgebung.

              Ich habe jetzt einen Züchter angeschrieben von weißen Schäferhunden. Mal sehen was der zu dem Thema schreibt.

              VG Geli

              • (7) 28.12.15 - 10:33

                Wobei es gar nicht so um das draußen oder drinnen geht sondern mehr um den Anschluss an euch.

                Die meisten Rassen brauchen auch Auslastung damit sie nicht durchgeknallt werden. Habt ihr euch mal überlegt was euch da liegt? Nur Gassi gehen und Hof bewachen halte ich für ziemlich kritisch. Da werden die meisten Rassen irgendein Fehlverhalten entwickeln. Im schlimmsten Fall werden sie eben aggressiv.

      Hallo, ich selbst habe eine Labrador retriever dame (1 1/2 Jahre alt), sehr verspielt, verschmust und anhänglich. Auch sehr ausdauernd was Spaziergänge angeht.

      Draußen halten mag sicher möglich sein, jedoch ist ein hund egal welche Rasse ein rudeltier und hasst es alleine zu sein, vorallem wenns ums schlafen geht. Da unsere Dame nicht ins Schlafzimmer darf haben wir ihr zusätzlich zu ihrem Platz im Wohnzimmer vor unserem Schlafzimmer ein gemütliches Plätzchen eingerichtet, welches auch von Anfang an dankend angenommen wurde, der Versuch sie im Wohnzimmer zu lassen hat nicht funktioniert, da sie ständig unsere Nähe sucht, bzw die rudelwärme.

      Golden retriever sind da auch recht "pflegeleicht".

      Bevor ihr euch aber den Familienzuwachs ins Haus holt, würde ich empfehlen von genau diesem Hund der es werden soll eine haarprobe mitzunehmen und dann beim Facharzt testen lassen ob es keine hundehaarallergie auf diesen Hund gibt, wäre für beide Seiten nicht angenehm wenn ihr erst im Nachhinein darauf kommt...

      Und um der katzenwillen würde ich mich vorher beim Tierarzt informieren wie ihr es den Katzen so angenehm wie möglich machen könnt und so stressfrei wie möglich gestalten könnt :-) wir haben damals das feliway bekommen (weiß nicht ob es das in Deutschland auch gibt).

      Alles Gute und schon mal jetzt viel Spaß mit dem Zuwachs :-)

      LG Babsi mit Kater Rocky, katze Lana und Hund blacky

      • Hallo zurück,

        mit den schwarzen Kater klappt es perfekt. Wir hatten das Glück dass unsere Nachbarn einen schwarzen Kater haben wo wir über Jahre probieren konnten. Die Mietz auf die mein Mann reagiert hat ua. rote Haare. Davor gab es keinerlei Probleme mit irgendwelchen Katzen, die wir hatten.
        Das Problem bei einer Tierhaarallergie ist laut Allergologin dass die Allergie springen kann. Mein Mann wurde damals auf sämtliche Tiere getestet. Extrem positiv viel Katze auf und Hase. Die Hasen landen bei uns jährlich im Topf und sind somit draußen und können ohne Probleme von meinem Mann geknuddelt werden. Bei der Mietz auf die er reagiert klappt es im Freien super - auch im Keller wo sie schläft aber sobald sie länger in den Wohnräumen ist wo mein Mann sich aufhält gibt es Probleme.

        Golden Retriever lehnen wir ab, da sie laut einer Züchterin eher dazu geeignet sind mehr innen als draußen zu leben.

        LG Geli

    >>> Wichtig wäre dass das Tier den ganzen Tag draußen sein kann. <<<

    Abgesehen davon, dass der Hund bei seiner Familie sein möchte, frage ich mich, wie man überhaupt auf die Idee kommt, von vornherein den Hund nur draussen halten zu wollen.

    Das macht für mich überhaupt keinen Sinn. Mir fehlt gerade etwas das Verständnis für deine Frage....

    • Hallo

      Ich kenne wirklich viele die ihre Hunde ausschließlich draußen halten. Aber Fraktion Landwirte und Jäger ist bei urbia ja eh verschrien. Ich glaube das viele dieser Hunde artgerechter gehalten werden als viele Wohnungshunde mit zj wenig Bewegung.

      Unser Hund lebt mit Familienanschluss, muss aber (oh mein Gott, wir furchtbaren Tierquäler) alleine im EG schlafen, da wir kein Tier im Schlaf- und Badbereich haben wollen. Es ist trotz dieser Trennung ein guter Hund mit einwandfreiem Verhalten.

      LG

(12) 26.12.15 - 18:37

Hallo,

ich rate dir, nicht einen einzelnen Hund zur reinen Außenhaltung anzuschaffen!
Hunde sind Rudeltiere und brauche Gesellschaft - entweder menschliche, oder die eines Zweithundes!
Da Kinder in eurem Haus vorhanden sind, solltet ihr aufpassen: Hunde, die draußen oder in einem Zwinger gehalten werden, vereinsamen und suchen sich ihre Aufgaben selbst.
Dazu gehört dann, das Grundstück zu bewachen.
Ihr müsst euch auf einen bellfreudigen Hund einstellen und darauf, dass fremde Kinder nicht so einfach euer Grundstück betreten dürfen.....!
Bei 2 Hunden muss kein Hund vereinsamen - aber trotzdem bleibt bei Außenhaltung das Bellen und Bewachen!

LG Pechawa

Es ist euch sicher nicht bewusst, aber es grenzt an Tierquälerei, einen einzelnen Hund nur draussen halten zu wollen. Ein Hund ist ein Rudeltier. Was das bringen soll bei Allergien frage ich mich auch, denn ein Kontakt soll ja ab und zu stattfinden. Das erinnert mich an einen Wachhund.

Mein Hund ist auch kälteunempfindlich und sehr gerne im Garten. Aber er ist genauso oft im Haus und schläft im Schlafzimmer. Er ist Teil der Familie - das wäre unmöglich , wenn er nicht ins Haus dürfte.

(14) 27.12.15 - 00:43

Tut mir leid, aber ich halte euer Ansinnen für indiskutabel. Ein Hund gehört zum Rudel. Wenn ihr selber draussen leben würdet wäre eure Frage nach einer dafür geeigneten Rasse akzeptabel, euer Ansinnen im Haus zu leben und der Hund draussen geht aber echt gar nicht.
Sowas gabs früher mal (Kettenhunde/Zwingerhunde) und gibt es in manchen Kulturen immer noch. In unseren Breitegraden gilt dies jedoch klar als Tierquälerei. Zum Glück.
Etwas anderes wären allenfalls Hunderudel, wie zb bei Schlittenhunden, aber auch die dürfen normalerweise ins Haus, wenn nicht durchgehend so doch mindestens wenn sie zb krank oder alt sind.

(15) 27.12.15 - 07:38

Hallo,

Hunde sind, wie schon geschrieben, Rudeltiere. Sich dagegen zu widersetzen ist echte Tierquälerei! Probiert es lieber mit einem Hund, der allergenarm ist. Wenn man mit einem seriösen Züchter zusammenarbeitet, besteht dann immer noch die Möglichkeit, das Tier zurück zu geben.

Bitte seid nicht egoistisch und haltet das Tier einfach so nach euren Bedürfnissen, ohne auf artgerechte Haltung zu achten!

Als Wachtiere könntet ihr auch Gänse halten...

Gruß
Silke

(16) 27.12.15 - 13:34

Hallo,

bezahlt einen Security-Dienst für eure Bedürfnisse, aber missbraucht bitte keinen Hund dafür. Der Hund möchte MI T seiner Familie leben, dazu gehört auch, dass er ins Haus darf. Ein seriöser Züchter würde euch unter diesen Bedingungen niemals einen Hund geben - zum Glück!!!!!!

Gruß, Nicole

(19) 28.12.15 - 08:44

Solltet ihr über ausreichend Hunderfahrung verfügen, schaut Euch dochmal den Germanischen Bärenhund an. Wir haben ein Bärchen zu Hause. Sie trotzen selbst extremen Witterungen und halten sich gern draußen auf. Das Grundstück wird mehrmals am Tag abgelaufen und jegliche Veränderung in der Umgebung sofort gemeldet ohne in ein dauerhaftes Bellen zu verfallen.
Die Bärenhunde sind eine Rückzüchtung aus den 70er Jahren und die Entstehungsgeschichte sollte man eher mit einem Schmunzeln betrachten.
Da sie aber im prinzip keine reine Rasse sind und auch heute noch hin und wieder Bernhardiner eingekreuzt wird (sonst wäre die Rase bald wieder ausgestorben) sind sie sehr robust und nicht besonders krankheitsanfällig.
Alles, was sie als Welpen kennenlernen gehört für sie dazu. Die Katzen werden also Teil des Rudels sein. Gerade in der Familie haben sie eine hohe Reizschwelle. Noch dazu sind es keine Hunde, die beim Angriff sofort beißen. Sie schubsen die Gefahr erst einmal um.
Bärchen werden sehr groß. Unsere Hündin wiegt 70 Kg.
Ist das Bärchen erst einmal erwachsen, sind sie Fremden gegenüber eher misstrauisch, brauchen also einen starken Rudelführer.
Wie bei jedem Hund ist Familienanschluss aber sehr wichtig. Da es sich um Herdenschutzhunde handelt würden sie sich sonst komplett verselbständigen.
Eines ist Fakt: Mit einem Bärenhund begibt sich nie wieder jemand einfach auf das Grundstück ;-)

(20) 28.12.15 - 09:03

Hi,

einen Hund nur draußen haltne zu wollen, wiederstrebt wohl jedem Hundeliebhaber. Es sind Rudeltiere, wie schon mehrfach angesprochen und brauchen dieses Rudel (auch wenn es ein menschliches ist), um zufrieden zu sein und auch psychisch gesund. Kein hund käme auf die Idee, immer ganz alleine zu sein - ein Rudel oder zumindest ein Partner - gibt Sicherheit & Wärme, was sehr wichtig ist, um z.B. auch entspannt ruhen zu können.

Zudem: ihr habt schon Allergien bei drei Familienmitgliedern - auch wenn diese sich draußen in Grenzen halten - kein seriöser TSV oder auch Züchter wird euch unter diesen Bedingungen einen Hund vermitteln/verkaufen.

Und die einzige Hundegruppe, bei der ich mir sicher bin, dass sie draußen gehalten werden können - aber eben auch mindestens zu zweit - sind die Herdenschutzhunde. Dafür sollte man aber Hundeerfahrung haben, denn diese Rassen sind dazu gezüchtet, Herden zu schützen und zu verteidigen und selbstständig zu denken und zu handeln. Und selbst bei dieser Gruppe würde ich z.B. Owtscharkas und Kangals ausschließen, da diese ein höheres Agressionspotential haben und immer noch den ursprünglichen Haltungsbedingungen (wenig Menschen, viele Wölfe und Bären im Gebiet) angepasst sind. In die engere Wahl würde ich nur die Pyrenäen-Berghunde oder die Maremmen nehmen. Die Aufgaben dieser Hunde sind die gleichen, wie bei Kangal & Co, aber sie sind umgänglicher.

ABER: ich rate euch generell davon ab, denn ihr habt Kinder und ich gehe mal davon aus, dass diese auch regelmäßig Besuch mitbringen - DAS kann bei draußen lebenden HSH problematisch werden. Zumal die HSH-Züchter, die für euch in frage kommen, in aller Regel ARBEITSHUNDE züchten, die ihren Job an der Herde auch tun sollen.

Husky, Malamute, Grönlandhund, Laika - eben die nordischen Hunderassen - können alle auch im Rudel (!) draußen gehalten werden, aber da sollte man verständnisvolle Nachbarn haben und einen buddelsicheren Zaun. Diese Rassen bellen und heulen gerne.

Und der DSH wird ja immer noch gerne im Zwinger gehalten :-( ... er ist aber ein sehr dem Menschen zugetaner Hund und kommt für mich deshalb auf keinen Fall in Frage. Gleiches gilt für alle Jagdhunderessen -sie arbeiten (fast) alle eng mit dem Menschen zusammen und brauchen die menschliche Nähe.

Katzenverträglichkeit ist viel Erziehungssache... das wird aber schwer, wenn die Hunde nicht mit im Haus leben. Ich kenne viele Hunde, die die "Hauskatze" in Ruhe lassen, aber alle anderen jagen & ggfs. "fressen" würden.

Auch die Bedingungen für Außenhaltung von Hunden sind nicht ohne. Es MUSS eine isolierte und wettergeschützte Hütte zur Verfügung stehen, die nicht gerade günstig ist. Trockene und wttergeschütze Schlafmöglichkeit auch draußen (Sommerliche Temperaturen), etc.

Riesenschnauzer sind toll, aber viele haben gesundheitliche Probleme und auch Wesensprobleme.

Fazit: ich rate euch ab. Gerade auch, weil Allergien eben erst im Zusammenleben auftreten können und die Bindung zu euch nur mäßig ausgeprägt sein wird. Alle in Frage kommenden Rassen sind sehr selbständig, weniger auf den Menschen fixiert - und dadurch auch nicht leicht zu erziehen / auszubilden.

Gruß
Kim

  • (21) 28.12.15 - 09:53

    Hallo Kim,

    wir beäugen das Thema sehr skeptisch. Eher verzichten wir darauf ein Tier aufzunehmen als es zu quälen. Inzwischen habe ich einen Züchter von weißen Schäferhunden angeschrieben und um nähere Infos gebeten. Sollte jedoch so ein Tier einziehen dann wird es Umbaumaßnahmen geben. Ich verzichte dann auf mein Hobbyzimmer. Das Projekt dauert aber ein paar Monate und somit ist genügend Zeit sich weiter genügend zu dem Thema zu erkundigen.

    VG Geli

    • (22) 28.12.15 - 10:09

      Hi,

      bitte - weiße Schäferhunde sind sehr menschenbezogen und sollten nicht ausschließlich draußen gehalten werden bzw. auf keinen Fall alleine. Ein Rudeltier hält man nicht so "isoliert". Ich weiß, dass viele Schäferhundhalter das anders sehen, das macht es aber nicht besser oder richtiger.

      Natürlich sehe ich, dass ihr euch Gedanken macht - deshalb bitte, wenn ihr das wirklich in Erwägung zieht, dann nehmt wenigstens zwei Hunde!

      VG
      Kim

      <<<Ich verzichte dann auf mein Hobbyzimmer. >>>

      ...soll der Hund dann im Hobbyzimmer wohnen?

      Merkwürdig auch, dass du nur auf die Antworten antwortest, die dir anscheinend gefallen, bzw. die dir nicht direkt abraten einen Hund NUR draussen zu halten.

      Meine Befürchtung ist auch, dass ein Hund, der nur draussen ist, nicht so sozial (Menschen gegenüber), schmusig und auch zahm wird.

      Wenn er sich frei um euer eingezäuntes Haus/Gelände bewegt, hätte ich schon um meine Kinder Angst, wenn sie morgens zur Schule ans Gartentor gingen.

      Oder hätte der Hund bei euch nochmal ein eingezäuntes Territorium?

      Eingesperrte Hunde finde ich in der Regel angsteinflössend, wahrscheinlich auch zu Recht.

      Die Rassen, die bis jetzt aufgezählt wurden, die sich für draussen eignen, sind in der Regel GROSSE Hunde. Unsere Labbi Hündin mit ihren 9 Monaten hat gerade mal 25kg und die merkt man schon gewaltig.

      Warum nicht einen allergenarmen Hund im Haus halten, z.Bsp. einen Labradoodle....

      Ich glaube, niemand hier will dir was böses. Aber aus all den Antworten liest du doch heraus, dass die wenigsten Hundebesitzer sich eine reine Aussenahltung vorstellen können, warum auch, man will doch den Hund um sich haben.

      • Hallo,

        die Idee mit dem Labradoodle ist nicht schlecht. Ich hatte inzwischen ein wenig mehr Zeit über gewisse Rassen ua. dem von Dir vorgeschlagen Hund zu belesen. Wer sich intensiver mit der Zucht (wer mit wem und wie die Kreuzungen sind bis die Rasse zusammenkommt) beließt wird notgedrungen feststellen das das zwar gut klingt aber es besser ist eine "reine Rasse" zu nehmen. Für die Größe die wir uns vorstellen wäre das derzeit nur der Königspudel, wobei ich hier nicht den Aspekt habe das das liebe Tier anschlägt (kurz bellt) wenn das Haus / Grundstück betreten wird.

        Da das Thema erst am Anfang ist das alles eine Frage der Zeit ist und alles sein kann und nichts muss. Bisher sind es nur Überlegungen. Diese hatten wir vor Jahren schon einmal und wir haben uns gegen das Tier entschieden ua. wegen dem Alter der Kinder und dem Zeitfaktor.

        Das liebe Tier hätte ein wunderschönes Grundstück zum toben und da ich viel draußen bin wäre das Tier immer in meiner Nähe und nicht im Zwinger! Zusätzlich muss wenn ich meine liebe Nachbarschaft so anschaue mit dem Tier mind. 3x eine größere Runde gegangen werden.
        Das was wir überlegen und diese Frage muss vorab geklärt werden ist für das Tier einen Raum / Rückzugsort zu finden wo es einen Platz hat wenn ich zum einkaufen gehe oder Dinge zu erledigen habe wo das Tier nicht mitkann. Bei Nachbars ist das der Wintergarten am Wohnzimmer.

        Da rede ich nicht von Urlaub uä. denn da sind mein Mann der klaren Überzeugung dass entweder mit Tier oder gar nicht in den Urlaub gefahren wird.

        • (25) 28.12.15 - 16:27

          Hi,

          "Da rede ich nicht von Urlaub uä. denn da sind mein Mann der klaren Überzeugung dass entweder mit Tier oder gar nicht in den Urlaub gefahren wird."

          Dann eher gar nicht. Du kannst einen hund nicht mit in den Urlaub ins Haus / Hotel / Pension / Ferienwohnung nehmen und erwarten, dass er sich dort anders benimmt als Zuhause! Und Außenhaltung im Urlaub ist so gut wie nirgendwo angemessen möglich - ein hund, der Zwingerhaltung nicht gewohnt ist, kannst Du im Urlaub nicht einfach mal so im fremden Zwinger über Nacht einsperren oder tagsüber, wenn er mal nicht mitkommen kann.

          LG
          Kim

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