Was mache ich nur mit meinen Katzen?

    • (1) 27.12.15 - 20:08

      Hallo ihr lieben!

      Urbia hat mir schon viel geholfen, deswegen versuche ich es jetzt mal in dem Haustier-Forum.

      Ich habe zwei Kater. Sie sind Brüder und 3,5 Jahre alt. Vor einem Jahr wurde einer der beiden von einem Auto angefahren. Das hat mich viele Nerven und gut 3.000€ gekostet. Aber der kleine hat's geschafft. Wir wohnen halt an einer Hauptstraße, die Nachbarn haben auch Katzen und meinten es sei kein Problem. Sei ja noch nie was passiert.
      Gut, uns hat es dann getroffen. Und seit dem habe ich Angst und lasse sie nicht mehr raus.
      Das schränkt uns natürlich enorm ein, da wir niemals eine Tür oder ein Fenster auf lassen können. Und die zwei müssen natürlich wohin mit ihrer Energie. Da geht auch mal was zu Bruch. Die Möbel und selbst der Boden leidet.
      Jetzt kommt im April unser Baby. Und nachdem mich einer der beiden letzte Woche gebissen hat (was sicher meine Schuld war, aber ein Kind weiß ja noch weniger wie man mit einer Katze umzugehen hat), mache ich mir immer mehr Gedanken darüber wie es weiter gehen soll.
      Ich fühle mich egoistisch und schuldig dass sie bei mir nicht raus können und ich Ihnen kein Zuhause suche wo das möglich ist.

      Und natürlich kostet es einen Haufen Nerven, dass Dinge kaputt gehen, sie an die Möbel gehen und man auch als Mensch dadurch so eingeschränkt ist.
      Ich überlege immer häufiger Ihnen ein schönes Zuhause zu suchen wo sie sich draußen austoben können.

      Aber ich bringe es noch nicht übers Herz.
      Kann mir irgendjemand irgendwie weiter helfen? Ich weiß gar nicht was ich mir erhoffe aber so ist es kein optimalzustand.

      Sorry dass der Text so lange geworden und vielleicht auch etwas wirr ist :(

      Und danke schon mal für eure Antworten!
      Liebe Grüße Becca

      • Hallo!

        Was machst Du denn, um sie ohne Schäden in der Wohnung auszupowern? Jeden Tag 2x20 Minuten mit der Katzenangel oder dem laserpointer helfen da wirklich Wunder.

        Außerdem feste Fliegengitter mit richtigem Metallgeflecht in Fenster und Türen einbauen (lassen)= das kostet zwar einmal eine Stange Geld, aber hält dann auch Jahrelang - die nervigen Insekten bleiben draußen und die Katzen drinnen.

        Deine Beiden haben sich ja dran gewöhnt jetzt drinnen zu leben, und sie hängen auch an ihren Menschen. Sie einfach weg zu geben nur weil sie jetzt Arbeit machen, und zwar mehr Arbeit als Freigänger, das wäre wirklich schade.

        • Das wäre vielleicht wirklich ein Anfang.
          Um die Arbeit geht's auch nicht. Die beiden waren für mich da als ich alleine gewohnt habe und es mir sehr schlecht ging. Ich will einfach dass es ihnen gut geht und wir schön und stressfrei miteinander leben können.

          Aber ich versuche das mit der Angel. Und an die fliegengitter habe ich auch schon gedacht. Müsste man mal testen. Mein einer macht halt jede Tür auf. Haben schon alle Türklinken umgestellt (wie bei Kleinkindern ;)). Der findet für vieles Mittel und Wege aber versuchen kann man es.

          Vielen Dank!!!

      Ich kann mich meiner vorrednerin nur anschließen. Haben selbst 2 Katzen 3 1/2 Jahre und 9 Monate. Beide waren jedoch immer wohnungskatzen. Wir haben zum Glück den Platz das wir Ihnen 3 kratzbaume anbieten können, welche auch sehr gerne angenommen werden, weiters powern sie sich gegenseitig auch aus und zusätzlich gibt es tgl stürmisches spielen mit herrchen od Frauchen sei es Ball spielen, Angel etc.

      Wir können die Fenster getrost offen lassen, haben an allen Fenster besagte fliegengitter und die sind echt spitze. Wenn wir nicht zu hause sind, sind die Fenster jedoch zu und auch nicht gekippt wg der Verletzungsgefahr/quetschgefahr. Selbst unser Weihnachtsbäume steht immer noch und wird weitestgehend ignoriert... Klar es hängt kein Lametta dran...

      Natürlich müsst ihr entscheiden ob ihr es handeln könnt wenn das Baby da ist... Aber deinem Kind kannst du trotzdem von Anfang an beibringen wie man mit Katzen umzugehen hat und das man ihnen nichts wegnimmt wenn sie was essbares vom Tisch geklaut haben ;-)

      Eine andere Möglichkeit wäre noch, das du eine tierkrankenversicherung abschließt, das haben wir auch, kostet pro katze 20€ im Monat, gibt es von helvetia. Damit sind auch zb Unfälle etc abgedeckt...

      Alles Gute und lg

      Babsi mit Krümelinchen im Bauch 29+4

      Ps ich hoffe deiner Hand geht es schon besser und Antibiotika hast du hoffentlich unbeschadet überstanden ;-)

      • Hehe du erinnerst dich ;)
        Ja, man sieht kaum noch was. Die Meisen stellen sind abgeheilt. Ist war noch taub an der Fingerkuppe aber das ist mein kleinstes Problem. Antibiotikum hab ich gut vertragen. Ich hoffe einfach die kleine auch. Aber da mache ich mir jetzt keine Sorgen. Und aus Fehlern lernt man ja ;)

        Kratzbäume haben sie auch an verschiedenen Stellen im Haus. Die werden auch angenommen. Ansonsten fahre ich morgen zum Fressnapf und schaue nach der Angel und nem Laserpointer.

        Wir hatten bisher immer freigänger (mein Elternhaus liegt sehr ländlich). Da haben sich solche Problematiken nie ergeben.

        Und die Fliegengitter werden wir bei Zeit anschaffen.

        Vielen Dank für deine Antwort ;)

        • Probier vlt auch so eine Art cat activity, das sind denkspiele für katzen um an Futter zu kommen ;-)

          Vlt hilft es auch wenn sie für Ihr Futter arbeiten müssen wie sie es vom freigang gewohnt waren.

          Katzenminze ist auch sehr gut um ihr Interesse auf etwas zu lenken und ich hab noch keine katze erlebt die es nicht haben wollte ;-)

          Du wirst dich nicht wahrscheinlich durchprobieren müssen was für Spielzeug deine 2 gern haben und was so überhaupt nicht geht... Unser Kater liebt Bälle, aber die Angel ist ihm völlig wurscht...

          Ihr werdet das schon machen :-)

    Ich verstehe Deine Ängste durchaus, halte es aber für nicht richtig, die Katze deswegen einzusperren. Ja, Freigänger leben gefährlich, aber wenn man selbst oder die eigenen Kinder mal einen schweren Unfall im Straßenverkehr hatte, bleibt man doch auch nicht nur noch im Haus, sondern muss lernen, mit seinen Ängsten umzugehen.

    (8) 27.12.15 - 22:57

    Du hast Recht, das ist kein Optimalzustand. Und aus meiner Sicht hast du (im Sinne der Tiere) nur zwei Möglichkeiten: Entweder du bekommst deine Angst in den Griff und machst ihnen die Tür auf oder du suchst ihnen ein neues Heim.
    Ich persönlich könnte niemals einen Freigänger in eine Wohnung einsperren. Ja, die Konsequenz aus deiner Angst ist sehr egoistisch. Es kann ihnen unterwegs alles mögliche passieren, für mich gehört das zur artgerechten Katzenhaltung dazu.

    Deine Tiere haben Streß, gib dir einen Ruck und laß sie wieder raus. Dann kannst du dich auch ganz entspannt auf die Zeit mit Baby und Katzen zu gehen, bzw gewinnt ihr alle wieder mehr Lebensqualität.
    Warte noch bis nach Silvester, dann mach einfach die Tür auf....gib ihnen das, was sie so sehr brauchen zurück: Freiheit.

    Hallo Becca,

    ich habe selbst zwei Freigänger und auch wir haben bereits einen durch die Straßenkrankheit verloren. Das war der Grund wo mein Mann mir den Suchauftrag gegeben hat eine Katze von der "Straße / Landwirtschaft" zu suchen. Bis jetzt hatten wir Glück, aber passieren kann immer was.

    Es gibt Tiere die haben einen Instinkt und packen es mit der Straße, andere nicht. Zudem gibt es ruhigere Tiere und welche die bis ins hohe Alter die Gardine von der Stange holen.

    Tipps hast Du schon bekommen, aber wenn Du sehr aktive Katzen hast dann wird der Zeitpunkt kommen wo eine Euch entwischt und zwar dann wenn Eurer Kind im besten Alter ist und alle Türen auf macht. Ich selbst habe das erlebt als wir den neuen Kater in der Eingewöhnung hatten. Das ist von Kindern kein böser Wille - es passiert einfach.
    Ich würde Sie raus lassen, auch wenn mir dabei das Herz dabei schwer wäre. Ich bin jedes Mal froh wenn meine zwei Mäusefänger früh wieder auftauchen.

    Meine Nachbarin arbeitet übrigens an einer vierspurigen Bundesstraße. Die Nachbarn haben seit 15 Jahren eine Katze und die schafft es bisher immer auch beim größten Verkehr auf der anderen Seite wieder anzukommen.

    VG Geli

    Ich finde Katzen abgeben tierfreundlicher als sie ein Leben lang einzusperren.

    Freigänger lassen sich selten zu zufriedenen, augeglichenen Hauskatzen umfunktionieren und es ist auch nicht wirklich artgerecht. Natürlich kannst du versuchen ihnen regelmäßig Bewegung und Unterhaltung zu verschaffen, aber selbst eine halbe Stunde Mäuschenspielen ersetzt die große Freiheit nur sehr unzureichend. Und ob ihr es schafft langfristig diese Zeit zu investieren? Jetzt wo ihr ein Kind bekommt?
    Sucht ihnen in Ruhe einen passenden, liebevollen Platz, an dem sie einigermaßen sicher raus können. Vielleicht beteiligt ihr euch etwas an Tierarzt- und Futterkosten, so reißt der Kontakt nicht komplett ab und ihr wisst sicher, dass es den beiden gut geht.

    Und vielleicht legt ihr euch irgendwann wieder ein Katzenpärchen zu. Es gibt nämlich Katzen, die auch in der Wohnung ganz zufrieden sind, weil sie nie draußen waren und vielleicht auch durch ihren Charakter einfach ruhiger sind. Und es gibt Katzen, die nicht raus können, weil sie zB verletzt oder behindert sind.

    Wo lest ihr hier eigentlich, dass die Katzen die jetzt schon seit einiger Zeit nur noch im Haus leben deutlich leiden oder protestieren würden?`offenbar sind sie nur einfach nicht genug ausgepowert, aber das kann man doch schon mit spielen ändern.

    Ja, in aller Regel kann man aus Freigängern keine Wohnungskatzen mehr machen, aber die wären dann schon nach 2 Wochen die Wände hoch gegangen. Es klappt aber jetzt schon Monatelang durchaus ganz gut. Also scheint es für diese beiden katzen ok zu sein mit Innenhaltung.

    Noch ein wenig auspowern, und es sollte wenig Probleme geben.

    • Naja, so wie s die TE beschreibt, hört es sich ja nicht so an als wäre es für die Katzen in Ordnung. Sie wollen raus, toben, zerstören Einrichtung, beißen jetzt sogar... ja was brauchts denn noch?

      Und du hast sicher recht, wenn man sich jeden Tag lange aktiv mit ihnen beschäftigt, kann man das ein bisschen ausgleichen. Aber ist es realistisch, dass eine junge Familie wirklich täglich 1-2 Stunden mit den Katzen spielt? Die Zeit muss man ja auch erst mal haben...

      • Wenn man Tiere hat weiß man doch, dass die auch zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Auch Freigänger freuen sich durchaus, wenn man mit ihnen spielt.

        Dass beim wilden Toben mal was runter fällt - ja mein Gott. Dann muss man eben auf unzerbrechlichen Nippes umsteigen in Sachen Dekoration.

        Für mich klingt es nur nach jungen Katzen in Wiohnungshaltung die damit völlig klar kommen. Natürlich toben die rum, und sie haben halt nur die Wohnung dafür zur Verfügung, da fällt halt um Himmels Willen auch was runter, das kennt aber jeder Halter von Wohnungskatzen nicht anders.

        Und dann wird mal gebissen, nicht ständig, was soll jetzt daran dramatisch sein?

        Ich bin mir sicher, wenn man da mal anfängt konsequent und täglich zu spielen, Fummelbretter anzubieten etc. bessert es sich sehr schnell.

Moin,

Um Kater auszulasten braucht es zum Glück nicht viel:

Fressen sie Trockenfutter? Als Leckerli? Ich hab immer ihr Lieblingstrofu als Wurfgeschosse, sie müssten hinterherjagen und lieben es.

Dann einen Karton mit zusammengeknüllter Zeitung füllen und darin Leckerli verstecken,
In einen Karton senkrecht Klorollen stellen und darein die Leckerli zum Fummeln

Katzen leben in 3 Dimensionen, Man kann mit billigen REgalen eine "2. Etage" oder gar 3. Etage schaffen indem man in einem oder mehreren Räumen unter der Decke oder in verschiedenen Höhen Regale anbringt auf denen sie patroulieren können.

Mit der Katzenangel unter einer Decke lassen sie sich auch gut zum Spielen animieren.

Es gibt einige gute Ratgeber, schau mal im Buchladen von wegen Spiele für Wohnungskatzen oder so.

mit Baby gibt es bei unseren 2 Katern keine Probleme, sie weichen nur aus und selbst wenn sie ihre dollen 5 Minuten haben machen sie einen Bogen. Obwohl sie absolute Deckenfetischisten sind ist die Babydecke tabu für sie gewesen ohne dass wir jemals eingegriffen haben.

Alles gute,
Pikku

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