Alte Hündin einschläfern? - Achtung Lang

    • (1) 07.01.16 - 16:35

      Hallo,

      unsere 14-jährige Hündin macht mir seit längerem Sorgen.

      Sie hatte schon in jungen Jahren immer wieder ein Herznebengeräusch. Das hatten wir aber immer wieder mittels Herzultraschall abklären lassen. Tabletten etc hat sie aber nie gebraucht.

      Seit einem guten Jahr hustet sie aber immer wieder, hauptsächlich nachts bzw wenn sie liegt. Ich war dann genau vor einem Jahr deshalb wieder beim Tierarzt bzw auch in der Klinik. Wir hatten verschiedene Herz- und Entwässerungsmedikamente versucht, leider wurde das Husten nicht besser. Es stand schon damals im Raum, dass sie evtl irgendwo in den Atemwegen einen Tumor hat. Da die Medikament wie gesagt auch nicht angeschlagen hatten, haben wir sie wieder abgesetzt. Der Husten war gleichbleibend und eben nur ab und zu, sodass wir abwarten sollten.

      Vor drei Monaten dann hatte sie einen "Schlaganfall" - die Fachleute nennen das Vestibularsyndrom. Ist eigentlich kein Schlaganfall, sie aber so aus. Sie konnte ohne Vorwarnung von jetzt auf gleich nicht mehr laufen, hat sich immer gedreht, Kopf schief gehalten etc. Wir waren mit ihr damals sofort in der Tierklinik, dort bekam sie Infusionen etc. Nach ein paar Tagen durfte sie wieder heim. Diese Störung heilt innerhalb weniger Tage wieder aus, man kann aber nicht wirklich was dagegen tun. In der Tierklinik hatten sie uns aber auch gesagt, dass es auch ein Gehirntumor sein könnte, der auf das Gleichgewichtsorgan drückt. Sie hatte sich aber dann fast wieder erholt, wir haben uns natürlich riesig gefreut. Anfang Dezember kam dann wieder so ein Anfall. Wir hatten uns mittlerweile natürlich darüber informiert und wussten, was zu tun ist. Diesmal kein Stress in der Klinik sondern Ruhe zu Hause. Es wurde auch wieder etwas besser. Mittlerweile läuft sie wieder geradeaus, läuft sogar eine Treppe zum Haus wieder hoch. Sie fällt aber immer wieder beim spazieren gehen hin. Teilweise auf gerader Strecke, meistens aber auf unebenen Flächen (Wiese). Sie hat einfach keinen festen Stand, rutscht mit den Füßen einfach weg :-( Manchmal steht sie einfach da und man merkt, dass sie geistig nicht da ist. Sie sucht mit ihrem Blick, "sieht" mich aber nicht. An manchen Tagen geht es ihr gut, da fällt sie auch kaum hin. Und an manchen Tagen fällt sie regelrecht aus ihrem Bettchen (ist ein 10 cm hohes Kissen), kugelt sich und trottet dann wieder zurück. Ich kann das fast nicht mit ansehen #heul

      Fressen tut sie noch immer mit großer Begeisterung. Ansonsten liegt sie eben viel auf ihrem Plätzchen. Im Moment kommt es mir nicht vor, dass sie richtig leidet. Mir blutet nur jedesmal das Herz, wenn sie wieder hinfällt :-( Sie knallt dann teilweise mit dem Unterkiefer auf den Boden, das ist wirklich übel. Sie selber scheint das nicht zu "stören", sie steht wieder auf und gut ist.

      Ich habe im Moment einfach keine Ahnung wie es weitergehen soll. Manche Hunde erholen sich von dieser Krankheit. Was ist aber, wenn sie doch einen Tumor im Kopf oder in der Lunge etc hat? Ich will sie auf gar keinen Fall leiden lassen. Da sie ja im Moment aber noch gut frisst, könnte ich sie auch jetzt noch nicht einschläfern lassen. An manchen Tagen merkt man ihr fast nichts an und an manchen Tagen stolpert sie ständig und scheint es "nicht mehr zu blicken".

      Sorry, dass es jetzt so lange geworden ist. Ich bräuchte einfach mal ein bisschen Input von Euch. Merkt man das einem Hund wirklich an, wenn er leidet? Ich denke immer, wenn sie noch mit Begeisterung frisst, kann es doch nicht so schlimm sein? Ach menno... #heul

      Gruß

      • Hallo,

        solange du das Gefühl hast, sie leidet nicht wirst du einfach von Tag zu Tag leben müssen.
        Sie frisst noch gut, das finde ich auch wichtig.

        Im Grunde kann es aber jeden Tag so weit sein, dass eine Entscheidung getroffen werden muss.
        14 Jahre sind 14 Jahre und es ist absehbar

        Solange sie noch "gute" Tage hat würde ich ein Einschläfern vermutlich auch nicht übers Herz bringen. Wenn die schlechten Tage überwiegen, sollte man sie erlösen.

        #herzlich

      Hallo,

      nein, ich würde es nicht übers Herz bringen. Sie frisst doch noch gut. Und gelegentliches Stolpern und Hinfallen, ok, ist nicht schön anzusehen, aber eine Begleiterscheinung ihrer Erkrankung.

      Ich musste meinen 14-jährigen Hund Fritzi zwei Tage vor Weihnachten gehen lassen.
      Er hatte schon eine Zeit lang Niereninsuffizienz, was mit Medis behandelt wurde. Zum Schluss hat er gar nichts mehr gefressen, hatte Wasser im Bauch und die Blutwerte waren unterirdisch. Lt. TÄ haben die Nieren kaum noch gearbeitet. Stand kaum noch auf, ihm war so schlecht, dass er nicht mehr trinken wollte.

      Glaub mir, du merkst, wann es Zeit ist, deine Hündin gehen zu lassen.
      Solange sie noch frisst, ist noch Lebensenergie in ihr.
      Was meint denn dein TA?

      Alles Gute für deine Hündin

      Nici

      • Hallo,

        das tut mir sehr leid mit Eurem Fritzi #kerze

        Wir mussten auch schonmal eine Hündin wegen Leberinsuffizienz einschläfern. Die Wochen"Vorher" war so grausam, dass ich mir eines geschworen habe: keiner unserer Hunde muss das nochmal durchmachen.

        Der Tierarzt hat mich beim letzten Mal eben darauf hingewiesen, dass es wohl immer schlimmer werden wird. Ich soll mich gedanklich darauf einstellen soll, dass sie nicht mehr lange bei uns ist. Das hat mich doch sehr nachdenklich gemacht. :-(

        Ja, sie ist im Moment recht gut drauf, auch das Hinfallen steckt sie irgendwie weg. Ich hoffe, es bleibt noch lange so.

        LG

    Hallo,

    ja, es ist traurig, wenn man sieht das sich das geliebte Tier verändert und man fast hilflos danebensteht.

    Aber wie meine beiden Vorredner schon schrieben, denke ich auch, das Du noch warten solltest mit dem "Erlösen", da sie ja noch gut frisst.
    Und ihr eben die Ruhe gönnen, die sie jetzt braucht.

    Geht sie denn noch raus zum Gassi? Oder musst du schon Windeln benutzen?

    Ich denke, Du wirst es ihr sicher anmerken, wenn ihr alles zuviel wird und sie sich quälen muss.

    Ich wünsche Dir noch eine trotz allem schöne Zeit mit Deiner Maus und drücke Dir die Daumen dafür!
    Und auch viel Kraft für Dich, die kommende Wochen und Monate zu überstehen, das ist sicher nicht leicht, wenn man sich dann vom geliebten Vierbeiner verabschieden muss.

    LG zwergi 4711

    • Hallo,

      danke #herzlich

      Spazieren gehen klappt noch. Eben nicht mehr lange Strecken und eben nur noch auf geebneten Wegen. Windeln braucht sie bisher noch nicht, sie hat allerdings auch schon oft zuhause Urin verloren. Bisher war aber alles noch im Rahmen.

      Ja, ich hoffe ich merke es ihr an, wenn sie Schmerzen etc hat. Wir hatten mal eine Hündin, die ganz schwer leberkrank war, mehrere OP's hatte und dementsprechend Schmerzen und man hat ihr überhaupt nichts angemerkt. Das möchte ich eben vermeiden.

      LG

Hallo!
Ich habe keine Erfahrung mit Hunden-unsere ist noch keine 4, aber ich habe schon sehr viele Kleintiere gehabt, wo ich vor dieser Entscheidung stand.

Und ich bin immer gut damit "gefahren", ein Tier dann einschläfern zu lassen, wenn es nicht mehr frisst und oder apathisch ist, höchstwahrscheinlich Schmerzen hat.
Wenn ein Tier noch etwas mit Begeisterung macht, sei es fressen/spielen/laufen..., könnte ich es nicht.

Lg Sporskanone und alles Gute!

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