Katzenzusammenführung nach OP sehr schwierig, bitte um Rat

    • (1) 10.01.16 - 12:43

      Liebe Urbia-Gemeinde,

      wir brauchen dringend Rat von Katzenkennern, ich versuche mich kurz zu fassen und nichts wichtiges zu vergessen.

      Aktuelle Situation:
      Unsere 11jährige Katze wurde vor 5 Tagen operiert, drei große Tumore und Brustgewebe entfernt, große Operation, war kurz vor knapp.
      Mittlerweile geht es ihr langsam besser, nur ist sie äußerst aggressiv gegen unsere andere Katze (5 Jahre), in einem Ausmaß, dass man die beiden trennen muss, um die nicht-operierte Katze (die sich nicht wehrt, sich verkriecht, seit Tagen nichts mehr isst) vor der operierten Katze (die noch mitten im Heilungsprozess ist, Antibiotika bekommt und kaum etwas isst) zu schützen.
      Wir haben den Flur durch ein Katzennetz getrennt, aber die nicht-operierte Katze verkriecht sich nur im Zimmer, sobald sie ans Netz geht, kommt die operierte Katze angerast, wirft sich ins Netz und geht auf sie los (wir haben ein stärkeres Netz bestellt, kommt erst in 2 Tagen).

      Hintergrundinfos:
      Wir haben zwei Katzen, beide weiblich und kastriert, 11 und 5 Jahre alt, beide Wohnungskatzen.
      Die mittlerweile 11jährige Katze hat mein Mann als kleines Kätzchen in Griechenland gefunden und gerettet, sie war schon mehr tot als lebendig. Sie ist extrem schreckhaft, generell sehr auf meinen Mann fixiert und lässt sich eigentlich nur von ihm anfassen (hin und wieder mal auch von mir).
      Seit vier Jahren ist unsere zweite (mittlerweile 5jährige) Katze bei uns - vorherige Zusammenführungen mit anderen Katzen waren gescheitert, die hatten auch einen problematischen Hintergrund und haben unsere Katze angegriffen, nur mit alten Katzen, die sehr ruhig waren, hat das Zusammenleben funktioniert.
      Die Zusammenführung mit unserer jetzigen Katze war auch problematisch, da die ältere Katze mit einer Vehemenz auf die neue losgegangen ist, dass wir sie kaum mehr trennen konnten, hat sie blutig gebissen/gekratzt. Haben sie dann getrennt durch Katzennetz im Flur und Feliway-verdampfer daneben, sie haben sich ca 3 Tage angefaucht und angeknurrt, dann haben wir sie unter Aufsicht wieder zusammen gelassen und es wurde immer besser und sie haben die letzten vier Jahre harmonisch zusammengelebt.
      Unsere jüngere Katze ist generell sehr verspielt aber nicht dominant oder aggressiv, ich habe nie mitbekommen, dass sie angegriffen hätte.
      Beide Katzen sind etwa gleich groß, wobei die operierte Katze derzeit ca 1 Kilo leichter ist.

      Das war jetzt viel Text, aber ich glaube Ihr braucht all die Infos, um unsere Situation einschätzen zu können.
      Die jetzige Situation ist nicht lange tragbar, sie belastet unser gesamtes Familienleben. Ich habe in 7 Wochen Entbindungstermin unseres zweiten Kindes und wünsche mir, dass sich die Situation bis dahin beruhigt hat und berechenbar geworden ist.
      Kann uns jemand von Euch etwas raten, habt Ihr eine Idee, wie lange sich so etwas noch hinziehen kann, was können wir noch tun? Das Katzennetz kann nicht wochenlang im Flur bleiben, es erschwert unseren Alltag massiv.

      Vielen Dank fürs Lesen!

      Liebe Grüße, c

      • Hallo!

        Ich würde es erst mal beim Katzennetz belassen, bis die operierte Katze wieder ganz gesund und schmerzfrei ist. Das wird ne Weile dauern, aber es bringt nichts, wenn ihr euch alle jetzt unter Druck setzt.

        Vor allem wenn dann noch ein Baby kommt ist das ja gleich nochmal aufregung und veränderung, daher bestell mal ruhig die Vorratspackung Feliway.

        • Danke für Deine Antwort.
          Ja Feliway dampft hier vor sich hin, das wird auch noch die nächsten Wochen/Monate so bleiben.
          Und Du hast recht, unter Druck setzen bringt gar nichts - wir müssen und mit der Katzennetztrennung einfach praktikabler einrichten.

          Eine Frage habe ich noch: Sollen wir die "Zimmeraufteilung" immer gleich belassen oder können wir zwischendurch tauschen? Hintergrund: Der eine Bereich (da ist die nicht-operierte Katze derzeit drin)- ist eher Isolationshaft, da nur ein Zimmer mit Vorraum (eigentlich das Kinderzimmer für unser älteres Kind, das derzeit noch bei uns schläft und das mitten in Renovation ist, wir habens natürlich jetzt möglichst katzenfreundlich eingerichtet). Darum wäre immer wieder mal tauschen schön, damit beide Katzen immer wieder mal bei uns im Wohnzimmer/Küche sind, wo wir uns meist aufhalten.
          Andere Abtrennung ist nicht möglich.

          Und ist es möglich, dass sich die Persönlichkeit unserer Katze durch das Operationstrauma so sehr verändert hat, sie so aggressiv bleibt? Sie ist ja mittlerweile auch schon 11 Jahre alt und vielleicht auch psychisch nicht mehr so flexibel.

          Liebe Grüße, c

          • Hallo!

            Ich würde ruhig tauschen, du siehst ja wie es ankommt, aber erst mal noch ein paar Wochen die operierte im ruhigen Bereich lassen.

            Ich nehme nicht an, dass das ihre Persönlichkeit geändert hat, sondern dass sie einfach noch schmerzen hat und das nicht zuordnen kann, WARUM es jetzt so weh tut. Vielleicht gibt sie einfach irgendwem die Schuld an den Schmerzen, als ob es "der böse Blick" wäre, oder sie hat einfach nur weil sie Scherzen hat ultra schlechte Laune.

            Jetzt aber viele Schmerzmittel rein pumpen ist genauso keine Lösung, weil sie dann nicht mekrt, wo ihre Grenzen sind und sich viel zu sehr belastet, da könnte die Naht aufgehen, wenn sie zu viel rumspringt.

            Hab einfach geduld, hilft ja nix...

            • Danke.
              Nein Schmerzmittel bekommt sie nicht mehr, das mit dem reinpumpen wäre auch schwierig, da sie kaum frisst und sich oft übergibt.
              Will halt auch vermeiden dass sie sich überanstrengt, weil sie dermaßen krass auf die andere Katze losgeht und auch nicht von ihr ablässt, wenn die sich verkriecht.
              Geduld hab ich gerne, wenn nur die Hoffnung besteht, dass irgendwann wieder Ruhe einkehrt.
              Danke Dir und alles Gute, c

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