Hund...ja/nein, wenn...welcher?

    • (1) 13.01.16 - 08:34

      Hallo,

      wir überlegen derzeit verstärkt, ob wir uns einen Hund anschaffen sollen oder nicht.
      Wollen tun wir, aber passt das auch alles?
      Wir sind 2Erw & 1 Kind (9), haben ein Haus mit gr. Garten, wohnen direkt am Wald & Feld.
      Ich arbeite Teilzeit. Bin also mittags Zuhause.
      Wir sind sportlich und gerne Draußen.
      Kontakt mit Hunden hatten wir bisher nur über Freunde & meinen Bruder (Labrador, Kuwatsch).

      Wir haben uns schon über verschiedene Rassen (Züchter, Verbände) informiert.

      Ja, viele scheinen überzüchtet mit verschiedensten Krankheiten.
      In Frage kommen derzeit: Labrador, Berner Sennenhund (Wunsch des Kindes)
      Mein Mann und ich sind eher für den Labrador.

      Was müssen wir noch Bedenken? Die Einschränkungen (Zeit/Geld) haben wir berechnet und sind bereit dafür.

      Was haltet Ihr von den genannten Rassen für Anfänger?
      Habt Ihr noch einen anderen Vorschlag? Ein kleiner Hund kommt eher nicht in Frage.

      Woran müssen wir noch denken?
      Wie viel Platz braucht er im Haus?
      Habt Ihr die Entscheidung für einen Hund je bereut?
      Ist er eine Bereicherung für Euer (Familien-) Leben?

      Ach, helft mir doch mal. Ich möchte nicht unüberlegt eine Entscheidung treffen.
      Wünschen würde ich mir den Hund sehr...

      Danke und Gruß,
      Purzel....noch ohne #hund

      • Hallo,

        zu den von Dir gewählten Rassen kann ich nicht viel sagen weil ich beide noch nicht hatte. Was mir aber sofort ein viel: Labbis haaren wie sau ! und ein Berner wird um diese Jahreszeit nach jedem Spaziergang aussehen als hätte er ein Feld umgepflügt. Also jede Menge Dreck im Haus.

        Außerdem sind beide Rassen so groß das es noch eine ganze Weile dauern wird bis Du Eure Tochter mal allein mit dem Hund losschicken kannst. Das geht nicht zwangsläufig um s Gassi gehen sondern meine Große nimmt den Hund auch mit wen sie einfach mit Freunden "spielen" geht. Sprich die Kid s durch die Felder ziehen um Höhlen in Gräben zu bauen oder sowas. Ok die Große wird jetzt 13 das hat die letzten zwei Jahre schon abgenommen das sie sowas macht.

        Eine Bereicherung ist unser Hund ganz sicher aber seit August auch eine logistische Herausforderung.

        Seit dem Arbeite ich Vollzeit und da muss schon manchmal geplant und geschaut werden das der Hund nicht zu kurz kommt.

        Bleibst Du sicher bei Teilzeit ? Das ich voll Arbeite war so auch nicht geplant aber manchmal kommt das Leben eben andres.

        Außerdem müssen so Sachen wie wir gehen ins Freibad durchdacht werden. Wer geht wann wie mit dem Hund? Wäre es nicht einfacher an den Baggersee zu fahren wo er mit kann? Ne finden die Kinder doof weil im Freibad ihre Freunde sind und am Baggersee "nur" Kühe....

        Aber es klingt als hättet ihr das ganze gut durchdacht.

        LG dore

        • Hallo Dore,

          Danke für Deine Denkanstöße!
          Das mit dem Dreck habe ich nicht bedacht....aber ein wichtiger Gedanke.
          Der Berner Sennenhund ist auch eher der Traum meiner Tochter.

          Bei Teilzeit werde ich mind. die nächsten 6-7 Jahre bleiben.
          Wenn ich dann irgendwann wieder Vollzeit arbeite, könnte ich mittags immer nach Hause.
          Ich wohne 3 Gehminuten von der Arbeit entfernt und kann mir auch die Arbeitszeit einteilen, wie ich es möchte.
          Aber Recht hast Du natürlich!

          Schwimmbad ist 500m von uns entfernt und die Tochter will uns schon nicht mehr dabei haben #cool#augen
          Also auch kein Problem, aber sicher Dinge, an die man denken muss.

          Ach man, so viele Dinge, die man bedenken sollte!

          Danke!
          Wir denken weiter, damit wir auch ja nichts vergessen;-)

          Gruß,
          Purzel

      Hallo,

      ich kann dir nur ganz kurz antworten...hab nen Termin.

      Wir haben seit knapp 3 Monaten einen Labbi aus dem Tierschutz.

      Ich würde ihn nicht mehr hergeben.

      Wir wollten seit Jahren einen Hund, waren als geduldig ;-)

      Meine Kinder sind 7 und 3,5 Jahre. Mit dem großen Kind lass ich den Hund auch mal alleine in den Garten. Allerdings ist unsere Labbi Dame eine sehr bequeme...

      Hundeschule ein muss.

      Alleine losziehen würd ich aber kein Kind, auch nicht wenn der Hund kleine ist. Da hab ich mir früher auch keine Gedanken gemacht. Allerdings ist unser Hund leider "Leinenaggressiv", das Problem dabei ist nicht, dass ich mir um ihn Sorgen machen - er ist ja nicht so klein - sondern mir immer denke wie dumm die anderen Hundebesitzer mit ihren kleinen Wauzis sind. Ein "happs" und so ein kleiner ist weg. Daher sollte doch ein Erwachsener dabei sein, zumindest bis das Kind eine gewisse Größe und Reife hat.

      Zum Haaren. Es geht eingentlich. Eine Katze haart auch. Wir hatten zwar zwischendurch wirklich einen Fellberg hier, seitdem ich aber das Futter umstelle finde ich die Haare im Rahmen. Saugen muss ich sowieso jeden Tag.

      Hast du noch Fragen? Gerne auch PN. Ich muss leider los.

      LG

      • Hallo Voll-Mond,

        auch Dir Danke für Deine Infos!
        Was kostet Euch der Labrador im Monat circa?

        Hundeschule ist definitiv ein Muss und da hätten wir auch alle Lust zu!
        Einen Hundesport Verein haben wir sogar im Dorf.
        Hundeschule ist 10km entfernt,also alles machbar.

        Gruß,
        Purzel

        • Hallo,

          ich hab mir mal die Antworten etwas durchgelesen.

          Dazu kann ich sagen, nicht jeder Labbi ist so gemütlich wie unsere. Ich kenn da ganz andere Exemplare die draussen rennen und toben, auch wenn sie keine Welpen mehr sind.

          Unsere Labbi haart mittlerweile nicht mehr so, werden das Futter umstellen.

          Zu den Kosten, Ein großer Sack Futter (Trockenfutter) kostet bei uns € 55 - wir reichen damit gut 6 Wochen. Das wären dann in 3 Monaten ca. € 35 reine Trockenfutterkosten.
          Ist aber ein hochwertiges Futter.

          Dazu kommt was du geben willst ;-) Bei uns gibt's auch schon mal gekochte Kartoffeln und anderes Gemüse mit Dosenfutter vermischt - sozusagen Sonntagsbraten. Meist am gleichen Tag an dem sie einen kleinen Kalb- oder Lammknochen bekommt. Die Knochen gibt's sehr günstig beim Metzger - wobei nicht jeder frische Knochen füttert. Kauknochen oder Schweineohr kostet eins ca. € Euro - ein oder zweimal die Woche zum knabbern und für das Gebiss. Das wars eigentlich schon.....o.k. ich gebs zu....unsere Hündin trinkt Wasser mit laktosefreier Milch (einen Schuß), das liebt sie und bekommt so auch viel Flüssigkeit weil sie nicht viel trinkt.
          Allerdings haben wir ja noch wegen des starken Haarausfalles Biotin, Bierhefe und Futteröl besorgt. Kosten dafür einmalig € 25. Ich denke das reicht 3 Monate und Biotin gibt man ja nur im Ausnahmefall.

          Unser Labbi mag KEIN Wasser. Sie hüpft um jede Pfütze rum. Sie wälzt sich nicht im Kot, sie wälzt sich auch nicht in Pfützen.

          Sie ist absolut Kinderlieb, zu allen Menschen freundlich (was ich nicht gut finde), eine ausgeglichene ruhige Seele im Haus die gerne schmust. Es bringt sie kaum was aus der Ruhe. Bin ich allein einkaufen fehlt sie mir....und wir haben sie noch nicht mal 3 Monate.

          Sie bleibt mittlerweile problemlos 3 - 4 Stunden alleine. Was aber eher eine Seltenheit ist. Hätten wir was längeres vor, würde ich sie in eine Hundepension bringen.....zumindest wenn ich sie nicht mitnehmen kann. Leider hat sie eine Leinenaggression und daher ist es mit 2 Kindern oft nicht lustig wenn und viele kläffende Hunde beim spazieren gehen begegnen. Wobei es auf des Gegenüber ankommt. Sind die anderen Hunde ruhig, geht es mit ihr auch.

          Am Vormittag geh ich mit ihr ca. 1 Stunde am Stück raus, je nach Situation am Nachmittag noch einmal - und abends noch eine Runde. Zwischen durch gibt's immer was fürs Köpfchen, wobei sie wirklich nicht sehr anspruchsvoll ist. Macht man mal nichts mit ihr ist sie zufrieden wenn ihr jemand den Bauch krault.

          Im Haus braucht sie keinen Platz. Sie liegt tagsüber in ihrem Körbchen oder auf der Couch. Die Decken wasche ich ca. 2 mal im Monat. In der Nacht schläft sie bei uns im Schlafzimmer.

          Sie springt schon mal durch den Garten aber nicht viel. Spielt aber gerne mit Argenossen. Sie liebt Suchspiele, spielt mit den Kindern verstecken.

          Wir #verliebt sie...sie ist eine wahre Bereicherung.

          So weit zu unserem Hund. Du musst natürlich damit rechnen, dass ein anderer Hund vielleicht anfangs gar nicht alleine bleiben kann, Dinge zerbeisst, Angst vor manchen Dingen hat, in jeder Dreckpfütze wühlt, Durchfall vom Futter bekommt, andere Hunde nicht mag..............

          Alles ist möglich ;-)

          Wollt ihr denn einen Welpen? Der macht in jedem Fall viel Arbeit? War auch immer mein Gedanke, aber auch da kann einiges schief laufen. Ich habe es nicht bereut einen Erwachsenen Hund aufzunehmen.

          LG

    (7) 13.01.16 - 08:58

    Guten Morgen,

    wir haben schon eh und je Hunde und ich kann mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen. Wenn man sich gerne bewegt und das eben auch bei Wind und Wetter kann ich jedem nur dazu raten.

    Natürlich muss man sich im Klaren sein, dass ein Hund Zeit und Aufmerksamkeit benötigt. Ein unterforderter Hund (vor allem ein junger Hund) macht Unfug. Gerade in der Welpenzeit muss man seinen Alltag durchdenken und wenn möglich von Anfang an Hilfe an seiner Seite haben.

    Welche der beiden Rassen ist geschmackssache und beide Hunde müssen sorgfältig erzogen werden. Da ist es völlig egal welchen ihr nehmt. Ich persönlich bin immer ein Fan von kurzfelligen Rassen. Die kann man eben mal schnell abrubbeln und gut ist. Gerade bei heftigem Regen und viel Matsch kommst du sonst gar nicht mehr aus dem Saubermachen raus. Selbst wenn die Hunde abgespritzt sind, hast du gerne mal eine Sandwüste nach dem Trocknen im Wohnzimmer.

    Platz braucht (meiner Meinung nach) der Hund gar keinen, ausser fürs Körbchen. Bei uns ist das Haus kein Spielplatz. Ausser Schmusen und evtl. mal ein Zerrspiel läuft im Haus gar nichts. Bewegt und ausgepowert wird sich draussen. Unser Hund darf mir überall hin folgen, ausser ins Bad und in die Küche. Im Bad mag ich einfach keine Haare und beim Kochen mag ich nicht aufpassen müssen, dass ich niemand auf die Pfoten trete.

    Wir hatten immer eher grossrahmige Hunde. Mein Favorit ist der Rottweiler (meine erste eigene Hündin und die treueste Seele die mir je begegnet ist), in der Familie hatten wir immer Labrador. Dazu muss ich aber sagen, dass wir schon eh und je Tierschutzhunde hatten und dementsprechend häufig ältere Tiere dabei waren.

    Seit einem halben Jahr lebt jetzt eine Mischlingshündin bei uns (40cm und 10kg). Eigentlich völlig untypisch, aber bewusst gewählt wegen unserer Tochter.

    Sie ist jetzt sechs Jahre alt und wollte auch mit dem Hund raus gehen und eben auch arbeiten. Da unsere Tochter gerade mal 19 kg wiegt war das mit einem 30-40kg Hund natürlich nicht möglich. Auch bei der kleinen Hündin muss ich immer einen Blick drauf haben, aber es klappt schon sehr gut und unsere Tochter (sie ist es halt von klein auf gewohnt) nimmt die Erziehung sehr ernst.

    Liebe Grüsse

    Ornella

    Hallo!

    >> Woran müssen wir noch denken? <<
    Eigentlich habt ihr alles bedacht. Nur an der gewünschten Rasse würde ich noch arbeiten. Die 3 Labradore meiner Freundin (teilweise zeitgleich, jetzt lebt nur noch 1), sind vom alter her wie ich finde sehr früh alt. Unsere 12jährige Schäferhund-Mix-Hündin war ein Jungbrunnen gegen ihre 6 Jahre alte Rüden (alle durch die Bank). Haben alle früh Probleme beim Laufen bekommen. Auch haaren und riechen sie extrem. Wäre nix für mich.

    >> Wie viel Platz braucht er im Haus? <<
    Unsere kleinere Hündin hat im EG 2 Schlafplätze (Flur und Wohnzimmer), im OG einen.

    >> Habt Ihr die Entscheidung für einen Hund je bereut? <<
    Nein. Aber wer würde das zugeben? ;-)

    >> Ist er eine Bereicherung für Euer (Familien-) Leben? <<
    In gewisser Weise natürlich schon, aber er bedeutet selbstverständlich auch gravierende Einschränkungen (Zeit, Kosten). Wobei, wenn man das vorher ausgiebig bedenkt und plant, man das ja dann gerne macht.

    LG
    sonntagskind

    >> ... sind vom alter her wie ich finde sehr früh alt.<<

    So ein Quatsch, ich meinte, dass sie obwohl sie noch nicht alt sind, "alt" wirken, mir fehlt bei der Rasse irgendwie das Feuer, das Temperament.

    • Hihi, dann kennst Du aber mein Temperamentsbündel nicht!

      Klar, es gibt Labradore, die recht schnell schon etwas behäbig wirken, aber dies kann man nicht verallgemeinern. Eventuell bei denen, die etwas übergewichtig sind, denn sie sind ja viel- und allesfresser, die nie satt werden.

      Wenn man ein wenig auf das Gewicht achtet und auch beim Züchter schaut, dass man nicht den ruhigsten nimmt, muss es beileibe kein träger Hund sein!!

      Der Labi haart sehr viel, ja. Ist nicht immer angenehm, aber finde ich nicht sooo dramatisch. Muss man halt einmal öfter saugen. Sie bellen in der Regel nicht viel (unsere zum Beispiel schlägt nur kurz an, wenn es an der Tür klingelt).

      Diese Hunde lieben in der Regel Menschen groß und klein, sowie andere Hunde.

      Allerdings können meine Kinder auch nicht mit ihr spazieren gehen, da sie zu stark ist (und hat nur 24 Kilo!). Wenn sie eine Katze sieht, reißt sie sich los (bei mir nicht, aber man muss schon immer gut aufpassen).

      Auch wenn es so matschig ist wie im Moment, ist abrubbeln mit einem großen Handtuch ausreichend, bei einem Langhaarhund sieht das bestimmt anders aus.

      Ich habe für unsere Maus eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen, weil der Labrador recht anfällig ist für HD (Hüftdysplasie), die kostet im Monat zwar 42 EUR, ist aber das Rundum Sorglos Paket ;-)

      Kosten sind je nach Futterart. Das ist überschaubar.

      Das Leben mit einem Hund ist für uns die absolute Bereicherung. Der Hund ist pflegeleicht, aber die Welpenzeit ist nicht zu unterschätzen (sie hat schon einiges kaputt gemacht, und das obwohl ich den ganzen Tag mit ihr zuhause bin, da ich im Home Office arbeite). Aber den Wunsch nach einem Hund hatte ich schon mein Leben lang.

      Und natürlich muss man bei Wind und Wetter raus, auch längere Runden.

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