Schreiben wegen Haftbarkeit Hundebiss

    • (1) 29.01.16 - 18:36

      Guten Abend,

      ich habe eine Frage und finde über google nicht wirklich eine Antwort. :-)

      Ein Schreiben von einem Hundehalter:

      wenn sich Eltern oder Kinder nicht an die vereinbarten "Hunderegeln" halten und aufgrund "schädlichen" Verhaltens ihrerseits dem Hund gegenüber gebissen werden, bin ich von jeglicher Haftung ausgeschlossen.

      Naja, so ähnlich war es zumindest geschrieben.

      Ist das erstmal rechtlich überhaupt so machbar?
      Kann man sich, indem man sich so einen Wisch unterschreiben lässt, von der Haftung befreien?

      • Hallo,

        soweit ich weiß, kann man sich nicht von der Haftung befreien. Als Halter habe ich dafür zu sorgen, dass mein Hund niemandem Schaden zufügen kann, unabhängig vom Verhalten anderer.
        Ich bin aber kein Rechtsexperte #hicks

        LG, mokli

      Habe aus Interesse noch mal gesucht und folgendes gefunden: www.hunderecht.eu/hundegesetz/deutsches-hunderecht/17-die-haftung-des-tierhalters
      Interessant ist der Paragraph 254BGB

      In welchem Zusammenhang war dieses Schreiben denn?

      Ich arbeite mit meiner Hündin tiergestützt in einer Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche, hätte ich den Eltern so etwas vorgelegt, hätte ich damit wohl kaum für vertrauen gesorgt.

      Nochmal liebe Grüße...

      • Danke für den Link.

        Ich bin mit meinem Sohn bei einer Kinderpsychologin die...nunja...sehr auf ihre Hunde "fixiert" ist. Beim letzten Mal haben wir die 5 ersten Sitzungen beendet gehabt, die Therapie ist nun genehmigt und heute war "Mutter-Termin" und ich habe noch einige Formulare zum unterschreiben bekommen.
        Unter Anderem eben diesen Wisch der mir doch ziemlich bitter aufstösst und ich stelle das Ganze nun tatsächlich deswegen etwas in Frage.

        Wie du schon sagst...es sorgt nicht gerade für Vertrauen...auch wenn sie sich hinsetzt und sagt : "Naja, da passiert eh nichts, aber man steckt ja nie drin in dem Hund...." usw.

    Hallo,

    falls das ein Schreiben von einem Hundehalter ist (so liest es sich), der Kinder betreut, so finde ich das unmöglich und würde dort kein Kind hinschicken!

    Als Hundehalter ist man immer haftbar für das, was der Hund anstellt oder beschädigt.
    Man schließt eine Haftpflichtversicherung ab und die deckt das - allerdings muss man sich informieren.
    Bin mir nicht sicher, ich glaube, man muss eine Extraversicherung abschließen, wenn der Hund auf der Arbeitsstätte dabei ist - und das wäre der Hund ja im Falle, wenn der Halter als Tagesmutter o.ä. arbeitet!

    Davon abgesehen, der Hundehalter hat darauf zu achten, dass Kinder nicht mit dem Hund alleine sind und muss dafür sorgen, dass Kinder die Regeln einhalten!
    Wie willst du das als Mutter überprüfen, dass der Hundehalter sich daran gehalten hat, im Falle dass ein Kind gebissen wird?

    LG

    • Hallo,

      ja so ist es. Das ist ein Schreiben von der Kinderpsychologin zu der ich mit meinem Sohn gehe.
      Nachdem die Therapie nun genehmigt und die ersten 5 Sitzungen abgeschlossen sind, habe ich heute noch ein paar Formulare zum unterschreiben bekommen und dieser Wisch war auch dabei.

      Sie hat zwei Hunde..einer ist wohl unkompliziert...der andere ist schon älter und wohl nicht ganz so "kinderlieb".
      Mein Sohn hat sich natürlich sehr gefreut denn er liebt alle Tiere und Hunde besonders.
      In einer Stunde die er hatte wurden auch komplett nur die Hunderegeln besprochen mit ihm.

      Aber das ist natürlich der Punkt:
      mein Kind ist in der Stunde mit ihr und den zwei Hunden in der Praxis und ich bin im Wartebereich. Wie sollte ich das also überprüfen wenn wirklich was ist...mit Sicherheit würde sie dann nicht sagen "ok, ihr Sohn hat sich an alle Regeln gehalten, ist aber trotzdem was passiert".

      Ich weiss nicht...so ein mieses Gefühl hatte ich noch nie bei Jemandem mit Hund mit dem mein Kind zu tun hatte.
      Z.b. ist ein bis zweimal pro Woche auch der Hund des Hortleiters mit im Hort und da hab ich wirklich null Bedenken.

      um das Ganze etwas zu ergänzen:

      Regeln sind z.b.:
      - die Hunde dürfen nicht beim Fressen gestört werden
      (versteht sich von selbst, sehe ich total ein)
      - die Hunde dürfen nicht gestört werden wenn sie in ihren Körbchen sind
      (sehe ich auch ein)
      dann durfte er ihnen mal eine Kaustange geben. Sie hat gesagt pass auf die Finger auf...der eine Hund ist stürmisch...ähm...stürmisch ist kaum ein Ausdruck....hätte er dem Hund das nicht auf der flachen Hand hingehalten wären die Finger wohl mit drin gewesen.

      der Hund kam zu ihr und legte sich vor ihre Füße..mein Sohn fragt ob er den Hund jetzt streicheln dürfe...sie bejahte und er beugte sich zu dem Hund runter um ihn zu streicheln.
      "aber nicht mit dem Kopf so nah ran, sonst fühlt er sich bedroht...".

      Das sind halt so Beispiele....ich denke sie wäre eine gute Therapeutin...aber das gefällt mir alles nicht so ganz.

      • Bist du dir sicher, dass die Hunde geeignet sind während Therapiestunden dabei zu sein?

        Müssten die nicht ein bisschen charakterfester sein als ein "Durchschnittshund"?

        • Tja...am Anfang hieß es "tiergestützte Therapie"...hört sich natürlich toll an und ich hab mich total gefreut dass sie zwei Hunde mit dabei hat.

          Aber nun....
          meiner Meinung nach sollten die Hunde einer Kinderpsychologin die mit Kindern und Hunden zusammenarbeiten will, oder die Hunde stets mit dabei hat....definitiv charakterfest sein.
          Für diese Frau sind ihre Hunde einfach "alles".
          Sie erzählte mir dann, dass sie sie ja aus Spanien von der Straße weggeholt hatte und dass die eine Hündin leichte Arthrose hat und deswegen nun so mürrisch wäre manchmal.

          Mag sein...ist mir aber im Endeffekt wurscht, da ich mein Kind sicher wissen will ^^

          • Ich misch mich hier noch mal ein ????

            Wenn das unter "tiergestützt Therapie" läuft, würde ich dir dringend empfehlen, dir die Ausbildungs- und Prüfungsnachweise zeigen zu lassen. Außerdem würde ich mich danach über die Ausbildungsstätte informieren, denn leider ist der Begriff nicht geschützt.

            Ich muss alle zwei Jahre mit meiner Hündin zur Nachprüfung, da ist immer der Wesenstest mit bei! Ein Hund der "mürrisch" reagiert, würde dort die Prüfung nicht bestehen.
            Für mich ist mein Hund auch mein ein und alles, aber in dem Moment, wo ich nicht für die Sicherheit meiner Klienten garantieren kann, ist der Hund raus.

            Tiergestützte Therapie ist definitiv toll, aber bei euch hört sich das eher nach Therapie und die Hunde sind mit dabei an ;-)

            LG, mokli

            • Naja, sie sagt ja auch: eine tiergestütze Therapie ist möglich....und nicht : wir machen jetzt eine tiergestützte Therapie.

              Ich finde aber auch bei einer "normalen" Verhaltenstherapie:
              wenn sie doch zwei Hunde mit in der Praxis hat und dort mit Hunden und Kind alleine drin ist...dann ist das doch alles sehr seltsam.

              Auch ohne tiergestützte Therapie sollte sie sich doch sicher sein dass die Hunde souverän genug sind oder?

              Ich hab grade mit meiner Mutter telefoniert, da ich von ihr eigentlich immer gute objektive Meinungen kriege (ich verrenne mich ab und an gerne mal ^^ ).
              Sie riet mir auf mein Gefühl zu hören, die Therapie abzubrechen und mit der Krankenkasse zu telefonieren.

              • >>Sie riet mir auf mein Gefühl zu hören, die Therapie abzubrechen und mit der Krankenkasse zu telefonieren.<<
                ein guter Rat!

                Ich finde, grundsätzlich sollte man seinen Hund/Hunde nur mit Kindern zusammen lassen, wenn man sicher ist, dass den Kindern nichts passiert. Das sehe ich auch im privaten Bereich so.

                Und ganz unabhängig davon, bei einer Therapie sollte das Vertrauensverhältnis stimmen. Wenn du ein komisches Bauchgefühl hast, ist es besser zu wechseln.

                Ich drücke dir die Daumen, dass du zügig einen neuen Therapeuten findest #pro

                Alles Gute!

                • Ja...ich bin ja selbst Hundehalter und sehe es genauso.
                  Manchmal reagiere ich halt auch etwas zu sensibel...und leichtfertig die Therapie abbrechen wollte ich auch nicht.

                  Aber wenn wirklich was passieren würde und mein Sohn gebissen werden würde....könnte ich mir das wohl nicht verzeihen.

                  Dankeschön :-)

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