Suche Rat - Hund

    • (1) 01.02.16 - 11:35

      Hallo Ihr Liebem,

      ich muss euch sicher nicht sagen, dass seit diesem Vorfall nichts mehr bei uns wie es mal war.

      http://www.urbia.de/forum/34-mein-tier-und-ich/4708863-unser-kleiner-norfolk-terrier-ist-nicht-mehr-da

      Das Haus ist still, jeder geht seine Wege, gemeinsames Familienessen kommt mir sehr gezwungen vor, von zusammen sparzieren gehen etc. brauchen wir erst garnicht reden.

      Besonders meine Tochter ( 16 ) die das mit machen musste, zieht sich entweder zuhause sehr zurück, oder sie geht nun nur noch auf Tour. Sie sitz tgl. am Grab unseres Hundes und lässt niemanden an sich ran. Ich merke an den Aussagen " hätte ich sie doch nur hochgenommen, Mama Cleo hat so geschrien, ich konnte Sie nicht beschützen etc., dass Sie sehr von Schuldgefühlen geplagt ist. Sie lehnt aber jede Hilfe auch von außen ab. Es kommt einfach keiner an Sie ran.

      Meine Kleine (12) ist seit diesem Vorfall dauerkrank, erkältet, Bauchweh, Bindehautentzündung etc. Mein Mann versucht zuhause den Clown zu spielen, was ihm aber nur phasenweise gelingt. Im Moment habe ich das Gefühl ,die Familie ist auseinander gebrochen.....hört sich vielleicht echt blöd an, weil viele sagen es war doch nur ein " Hund" .........

      Habt ihr Tierbesitzter eventl. einen Rat für mich, was ich tun kann, damit wir mit der Trauer besser klar kommen und vorallem meine Tochter das Erlebte richtig verarbeiten kann. Vielleicht hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht.....ich sags wie es ist, im moment kommen wir nicht wirklich klar....

      Ich danke euch.
      LG

      • (2) 01.02.16 - 12:05

        Hallo,

        ein Verlust eines Haustieres ist schon schlimm genug, bei eurer Cleo kommt der schreckliche Vorfall, WIE es dazu kam, dazu.

        Lasst euch Zeit. Und nehmt euch Zeit füreinander. Ich hoffe, dass Deine große Tochter darüber spricht und bald einsieht, dass sie keinerlei Schuld daran trägt.
        Sag ihr das. Immer wieder.

        Fühl Dich gedrückt.

        LG
        Karin

        ach, das tut mir soo leid! Ich hatte Deinen Beitrag damals gelesen, und kann mir nicht annähernd vorstellen, wie schlimm das für Euch sein muss.

        Du schreibst, Deine Große will keine Hilfe annehmen..Hast Du schon mal eine Therapie vorgeschlagen? Mache ihr klar, wie wichtig das ist, sie ist schließlich traumatisiert. Unter Umständen sind auch nur ein paar Stunden notwendig, aber sie muss über ihre Schuldgefühle sprechen können.

        Ansonsten hilft es, sehr viel darüber zu sprechen. Aber ich weiß natürlich nicht, ob Deine beiden da dicht machen. Dein Mann sollte versuchen, nicht mehr den Clown zu spielen, auch wenn er es wirklich nur gut meint.

        Ich würde dazu tendieren, einen neuen Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz (Ausland) zu holen, um den sie sich kümmern müssen. Dann wiederum ist ja die Frage, ob sie überhaupt dazu in der Lage ist, mit diesem Hund rauszugehen. Aber manchmal ist es gut, wenn man sich über seine Ängste hinwegsetzt. Wenn man z.B. einen Autounfall hatte, sollte man sich schnellstmöglich wieder ins Auto setzen. Aber klar, erzähle das man einer sechzehnjährigen. Deiner Kleinen würde ein neuer Hund bestimmt guttun.

        Ach mensch, eigentlich weiß ich gar nicht, was ich Euch raten soll.

        Fühl Dich gedrückt...#liebdrueck

        So etwas Schlimmes verarbeitet man nicht so schnell - da braucht die Trauer ihre Zeit.

        In unserer Familie sind schon einige Hunde gestorben - aber immer nur durch Krankheit oder Altersschwäche. Meine Kinder waren zwar traurig, haben aber schnell wieder in den Alltag gefunden.

        Dann hatte meine Tochter einen Zwerghamster der ihr unendlich viel bedeutet hat. Nach zwei schönen Hamsterjahren kam die Zeit des Abschiedes und eines Abends war es dann soweit. Der Hamster war todkrank und wir entschieden uns, ihn einschläfern zu lassen, damit er nicht mehr leiden musste.

        Meine Tochter war damals 11 Jahre alt und hat geschlagene zwei Jahre um dieses Tier getrauert. Es war manchmal sehr schwer, das zu verstehen und damit umzugehen, weil es keiner so richtig verstanden hat.

        Helfen kannst eigentlich nur durch zuhören, reden und Zeit lassen. Irgendwann hilft die Zeit, dass Deine Tochter das Ganze vergessen kann.

      • Hallo!
        Tut mir sehr leid, was Euch passiert ist!
        Habt keinen "Hass" auf die Besitzer des freilaufenden Scheißhundes?
        Ich spreche so heftig, weil ich auch schon paarmal von fremden Hunden gebissen worden bin und mein Hund auch. Und es macht einen auch unfaßbar wütend, dass andere so asozial sind, ihre asozialen Tiere frei laufen zu lassen.

        Eigentlich würde ich sowas nicht gleich raten, aber vielleicht würde Euch, besonders Deiner Tochter ein neuer Hund gut tun?

        Das hilft nicht gegen den Verlust und auch nicht gegen Schuldgefühle, aber gegen die Leere. Mit den Schuldgefühlen kannst Du ihr von mir sagen, dass sie gegen einen richtig aggresiven Hund null Chance gehabt hat, auch auf dem Arm nicht. Da wäre sie nur auch mit verletzt worden. Weiß ich leider aus Erfahrung.

        Ich habe jetzt eigentlich immer Pfefferspray mit (zumindest beim joggen im Wald). Das ist das einzige, wo ich mich schon paarmal erfolgreich mit wehren konnte.

        Lg Sportskanone

        Oh wie schrecklich. Mein herzlichstes Beileid. Ich kann nachempfinden, wie es Euch geht. Als ich 9 Jahre alt war wurde unsere 1 jährige Shih Tzu Hündin von einem Schäferhund getötet. Die ganze Familie hat schrecklich gelitten. Nach 2 Wochen haben wir beschlossen, dass ein neuer Hund ins Haus muss und schon am nächsten Tag fuhren wir los und holten unser Röschen nach Hause. Zwar konnte sie den anderen Hund nicht ersetzen, hat uns aber von unserer Trauer abgelenkt.
        Seither haben wir es so gehandhabt, dass relativ schnell der nächste Hund zu uns kam, wenn einer verstorben ist. Für uns ist das der beste Weg. Ob er für Euch passend ist, müsst Ihr entscheiden.
        Übrigens ist der Besitzer des Hundes, der Euren getötet hat unverantwortlich und der Hund muss weg von ihm. Vor vielen jahren hatten wir selbst einen Schäferhund aus dem Tierheim, der jeden anderen Vierbeiner umbringen wollte. Dieses Tier kam nicht ohne Leine aus dem Haus.

        Ich wünsche Euch auf jeden Fall ganz viel Kraft. Und Deine Tochter hätte nicht viel tun können. Selbst wenn sie den kleinen auf den Arm genommen hätte, hätte sie vermutlich keine Chance gehabt.
        Übrigens haben wir mittlerweile nur noch große Hunde...........da ist die Angst vor einem Angriff nicht so groß, weil sie sich natürlich besser verteidigen können.

      • Hallo,

        bei uns würde nur ein neuer, anderer Hund helfen.

        Gottseidank mussten wir so etwas noch nicht miterleben was Ihr erleben musstet. Aber wir haben auch schon etliche Tiere gehen lassen müssen.

        Wir haben kein Tier "ersetzt" aber wir haben immer tolle, würdige Nachfolger gefunden!

        Alles andere funktioniert bei uns gar nicht - nicht mal bei meinem Mann ;-). Binnen kürzester Zeit haben wir immer wieder nachgelegt.

        LG
        Caro

        • Ich danke euch für eure Anteilnahme und Antworten.

          Das mit dem neuen Hund habe ich mit meinem Mann auch schon besprochen,
          wir haben nur Angst, dass dieser Schuss gewaltig nach hinten los gehen könnte.

          Bei meiner Tochter habe ich vorsichtig nachgefragt und Sie ging komplett auf
          die Abwehrhaltung, " wir können uns ja einen neuen anschaffen, aber Sie wird sich
          weder um ihn kümmern noch ihn anschauen".....es ist auch ein schwieriges Alter
          im Moment. Sie hat das Tierheim nicht betreten um Cleos Rest Futter Leckerlies etc.
          mit abzugeben. Die Kleine hätte am liebsten gleich wieder einen Freund mit nachhause genommen....alles sehr schwierig im Moment.

          Wenn kommt für uns auch nur wieder ein kleiner Hund in Frage, weil er mich ins Büro begleitet vormittags, Mein Chef hat nichts dagegen solange er nicht so groß ist.

          Aber die Angst vor einem neuen Unglück legt man natürlich nicht ab, ich glaube wir würden auch sehr verhalten mit dem Hund raus gehen.....ach ich weiss auch nicht, alles Mist gerade.

          Danke euch!
          LG Tina

          • Liebe Tina,

            die Abwehrhaltung Deiner Tochter ist verständlich, vor allem weil sie mitten in der Pubertät ist. Aber glaub mir, sie wird diese Haltung ablegen, sobald der kleine neue Freund da ist...Vielleicht dauert es noch ein paar Wochen, aber dann wird sie ihn ins Herz geschlossen haben.

            Und zwischen großem Hund und ganz kleinem Hund gibt es ja noch gaaanz viel. Beagle zum Beispiel ist ja so schön mittendrin, bzw. ein Mischlung aus dem Tierheim, der nicht ganz winzig und somit angreifbar ist... Kannst ja Deinen Chef bei der Suche mit einbeziehen (ihm Bilder zeigen), scheint ja ein toller Vorgesetzter zu sein!

            Und ja, der Besitzer des Hundes, der Eure Cleo angegriffen hat, anzeigen, so dass der Hund entweder weg kommt oder Maulkorb- und Leinenzwang bekommt. Zum Glück sind solche Hunde ja die Ausnahmen.

            Ich wünsche Euch alles Gute.

            • (10) 02.02.16 - 11:13

              Hallo Kaaskop,

              Anzeige habe ich bereits erstattet und es läuft alles über einen Anwalt.
              Da der Hund schon mehrmals auffällig geworden ist, wurde schon ein Maulkorb-
              und Leinenzwang ausgesprochen.

              Da er im selben Ort wohnt ist er uns gestern erst über den Weg gelaufen, ich warte
              ja drauf das er den Mauklkorb nicht an hat....weil dann ist er weg.

              LG
              Tina

              • (11) 02.02.16 - 11:51

                Liebe Tina,

                wie furchtbar, wenn man auch noch regelmäßig dem Hund und dem Herrchen/Frauchen über den Weg läuft..ich könnte dann wohl kaum mehr an mich halten und bin nomalerweise seehr verträglich.

                Ich hoffe, Ihr könnt dem irgendwie ausweichen und sollte es irgendwann einen neuen Hund geben, eine andere Strecke wählen. Diese Möglichkeit habe ich zum Glück, da wir sehr ländlich wohnen.

                Was eine Misere!

                LG
                Kaaskop

                • (12) 02.02.16 - 12:37

                  wir wohnen auch sehr ländlich, wir waren aber im Dorf zum einkaufen unterwegs,
                  als er uns beim tegut entgegen gelaufen ist.

                  Die Kinder sind natürlich erstarrt im ersten Moment. Da das Verfahren ja noch läuft, hab ich mich ziemlich beherrscht.

                  Also ich muss auch sagen, erspart wird uns in diesem Fall wirklich nichts.

                  Aber was hilft es, alles nicht mehr rückgängig zu machen, es schmerzt sehr was meiner Tochter und unserem lieben Hund wiederfahren ist, aber wir müssen nach vorne schauen.
                  Sie kommt nicht mehr wieder........

          Hallo!

          Ich habe auch mit Entsetzen gelesen, was euch passiert ist - was für ein Horror #schmoll
          So kurz danach euren geliebten Hund zu "ersetzen" ist für deine Tochter jetzt eben ein No-Go. Verständlich.
          Ich denke, sie hat einfach Angst, wieder in diese Situation zu kommen. Auch verständlich.

          Meine 1. Hündin mussten wir vor inzwischen 8 Jahren von heute auf morgen mit fast 12 Jahren einschläfern lassen. Geplatzter unerkannter Tumor im Bauchraum.
          Sie starb in meinen Armen. Ich habe das äußerlich gut weggesteckt, aber ich trauere heute noch. Wie das nach eurer Erfahrung hätte sein müssen, kann und möchte ich mir gar nicht vorstellen.

          Ich glaube schon, dass ein Hund den anderen vielleicht nicht ersetzen kann (soll er ja nicht), aber trösten und helfen das Erlebte besser zu verarbeiten, kann er auf jeden Fall. Aber vielleicht noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

          Alles Gute und viel Kraft!

          LG
          sonntagskind

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