Hündin und junghund

    • (1) 12.02.16 - 09:07

      Hallo :-)

      Ich habe einen, inzwischen 18 Wochen alten, junghund. Er ist allem gegenüber aufgeschlossen und zu Hund und mensch überaus freundlich.

      Meine Schwester hat eine 2,5 Jahre alte aussie-mix-Hündin. Smila (hündin) ist super erzogen und hört aufs Wort. Allerdings neigt sie dazu, nervige rüden wegzubeissen. Sie zeigt es aber vorher an, doch die meisten rüden juckt das nicht. Dann schnappt sie nach ihnen. Ausgeglichene Hündinnen stören sie nicht, ihrer labbi-Freundin sagt sie zu beginn immer einmal wer die Hosen an hat und dann gibt es den Rest des zusammen seins eigentlich nur Harmonie. Dem rüden meiner Mutter sagt sie schon mal Bescheid wenn er zu wild um uns rum springt, er ist ein border collie-schäferhund-mix und das doppelte von ihr. Ich glaube smila neigt dazu dem hüten nachzukommen. Gerade bei unruhigen Hunden. Dem labbi und auch dem Hund meiner Mama, macht das nichts aus. Nur mein eddy, ist ja noch ne ecke kleiner. Bisher sind wir nur mit beiden spazieren gegangen, sie lose und er an der Leine. Sie kommt immer mal schnuppern, geht aber ihres Weges wenn er toben will. Deshalb ist er auch an der Leine, sie soll sich nicht genervt fühlen von ihm und sehen, aha der lässt mich in ruhe und ich kann trotz seiner Gegenwart mein ding machen.

      Neulich war eddy im garten und smila stand am Zaun, eddy tobte wild umher und sie bellte und jauelte. Ich glaube es hat ihr nicht gepasst, dass er so unruhig war. Nehme mal an sie hätte ihm ordentlich einen erzählt , hätte sie gekonnt. Dass sie spielen wollte vermute ich eher nicht.

      Jetzt meine Frage, wie würdet ihr weiter vor gehen? Es weiter mit spazieren laufen lassen?

      Liebe grüße

      • Vielleicht hat sie so reagiert, weil sie den Garten als ihr Territorium ansieht und der Meinung war, dass Eddy dort nichts verloren hat?

        Auch wenn Smila sehr gut hört, wie du schreibst, scheint sie nicht gut sozialisiert zu sein, wenn sie andere Hunde wegbeisst und "Bescheid sagt". Zumindest ist sie sehr dominant. Ehrlich gesagt würde ich mit ihr eine Hundeschule besuchen und dort um Rat fragen bzw. das Sozialverhalten trainieren.

            uh, grad bemerkt, wir sind bei einem ganz heißen Eisen. Sexuelle Belästigung.
            Weibliche Menschen dürfen sich wehren, wenn weibliche Hunde sich wehren, sollen sie schlecht sozialisiert sein.

            Versteh einer, was in manchen Hundehalters Köpfen so vor sich geht

            Ihr zwei seid ja goldig :-D

            Smila ist wirklich nicht schlecht sozialisiert. Sie kennt andere Hunde von klein auf. Sagt nur recht schnell wenn ihr was nicht passt. Sie beißt ja nie richtig zu und sagt vorher deutlich: lass mich mal. Und bisher hat es keinen rüden so sehr gestört dass er einfach gegangen ist.

            Sie macht klare Unterschiede bei Hunden die ihr ruhig Guten tag sagen. Ich glaube sie spürt ganz genau welcher Hund unruhig ist oder wo herrchen und Frauchen nicht eingreifen wenn die nerven. Es ist bis jetzt drei mal gewesen. Mit einem der rüden tobt sie inzwischen immer mal ein bisschen. Der wohnt in der Nachbarschaft. Es ist wirklich nicht so, dass sie sofort auf Angriff geht. Das wäre ja schlimm.

            Wenn sie dem rüden meiner Mama zu sehr anmacht, zum Beispiel ihm immer wieder das Spielzeug klaut und ihn anrempelt, dann lässt sie sich von ihm auch was sagen ohne zurück zu murren. Sie ist nicht auf Streit aus. Hält sich einfach diese unausgeglichenen Nervensägen vom Pelz.

            • dieser Beschreibung nach würde ich sagen, sie ist sogar sehr gut sozialisiert!

              Die Hündin klingt für mich auch ganz normal. Jede Rasse und auch jeder Hund hat seine Eigenheiten. Hab selber mehrere Hütehunde und das klingt nach dem üblichen Gedöns um lästige Rüden abzuwehren.

              Ich würde die beiden einfach mal mit einander laufen lassen auf neutralen Grund. Evtl mit Schleppleine. Wir haben selber vor ein paar Wochen einen Junghund bekommen, den bring ich mit und fertig. Anfangs bleib ich immer dabei und greif ein. Wenn sich die Lage entspannt hat stecken die schon selber ihre Grenzen ab. Anfangs würde ich das Treffen aber so gestalten dass man eingreifen kann. Junghunde reagieren nicht immer logisch und übersehen schon gern mal Warnsignale. Entscheiden muss das deine Schwester, die kennt ihre Hündin.
              Gartenzaun ist immer ein blödes Pflaster. Genauso wie treffen genau vor dem Kofferraum. Wenn ich mich mit Leuten zum Gassi gehen treffe gehen wir meistens erst paar Meter an der Leine oder im Fuß und lassen dann laufen.

              Meine Hunde kennen übrigens alle ein Kommando für hinter mich stellen. Manche Situationen will lieber ich klären. Vielleicht wäre das eine Idee für deine Schwester.

              Viel Spaß noch mit deinem Kleinen.

        Die sind zwar lästig, aber dennoch sollte ein Hund erst warnen, bevor er beißt.

    Smila war als welpe recht ängstlich bei anderen Hunden. Das hat sich in der welpenschule aber gelegt. Dann wurde sie eher frech, sie ist nicht aggressiv gegenüber anderen Hunden. Sie brauch dieses getobe einfach nicht. Spielt fast nur mit dem labbi so richtig. Sie guckt sich den hund erstmal an, geht dann gerne ihren Weg. Doch wenn rüden ihr ständig am Hintern hängen Word sie kiebig. Ich denke sie ist unsicher, und daher ihr Verhalten. Dreht sich ein Hund weg, ist sie schon interessiert.

    Da es unser Garten ist, ist es das Revier meines Hundes. Aber sie war ja auch oft bei uns und meint bestimmt, es sei der ihre.

    Ich denke beide mal im Freilauf zu haben ist noch ein langer Weg.

    • Ich denke auch, dass sie den Garten für ihr Revier hält.

      Bevor ich meinen Hund letztes Jahr - damals auch ein Junghund - bekommen habe, hatte ich regelmäßig die Hündin meiner Tochter hier. Die war auch der Ansicht, dass das hier "ihr Revier" sei. Anfangs war sie dann ziemlich dominant gegenüber meiner Kleinen und hat sie angeknurrt, wenn ihr etwas nicht gepasst hat. Die Kleine hat sich dann immer schnell unterworfen, indem sie sich auf den Rücken gelegt hat. Und schon war wieder Ruhe. Es gehört ganz einfach zur Erziehung dazu, dass ein älterer Hund dem jüngeren zeigt, welches Verhalten erwünscht ist und welches nicht.

      Problematisch ist es nur, wenn der ältere Hund ohne Vorwarnung zubeißt. Ich hatte deine Beschreibung so verstanden, dass Smila richtig zubeißt, und zwar ohne Vorwarnung, wenn ihr ein anderer Hund lästig ist. Das wäre für den Junghund natürlich fatal.

      Falls sie doch vorwarnt durch Körpersprache bzw. durch Knurren, Schnappen etc. wird der Kleine sich schon anpassen. Allerdings wäre ich anfangs immer ganz nahe dabei, am besten mit deiner Schwester zusammen.

Was ist für dich ein gut sozialisierter Hund?

Was hast du für eine Rasse?

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