Unglücklicher Kater

    • (1) 19.02.16 - 02:48

      Hallo.
      Vielleicht gibt es ja unter euch einen Katzenflüsterer.Es geht um meinen Kater,5 Jahre alt,kastriert und eigentlich Freigänger. Vorab: ich frage nicht warum er sich so verhält sondern wie ich es ihm leichter machen kann,dass er sich endlich wieder wohl fühlt und glücklich ist.
      In unserem Leben hat es in den letzten Wochen große Veränderungen gegeben.Ich bin Ende Dezember mit meinen Katzen und meinem Freund umgezogen und vor vier Wochen sind wir zusätzlich noch Eltern geworden. Wir sind von einer 80qm Wohnung in ein großes Haus gezogen, beides relativ ruhige Wohnlagen mit Garten. Der Kater hat den Umzug schon nicht gut vertragen und der Einzug des Babys hat ihm nun den Rest gegeben.Ich kann wirklich verstehen, dass es ihm nicht gut geht mit diesen großen Veränderungen und er tut mir total leid weil er sichtlich unglücklich ist. Seit dem Umzug pieselt er regelmäßig aber nicht täglich auf das neue Sofa (Inkontinenz Matten und Decken schützen das Polster, putzt und kratzt sich ununterbrochen, ist ängstlich, verkriecht sich,will kaum noch raus ( wenn nur nachts) und ist mir Gegenüber teilweise aggressiv (ich bin seine Hauptbezugsperson). Manchmal kommt er nachts zum Kuscheln aber wie es der Zufall will schreit dann das Baby und ich muss mich dann um sie kümmern.Wenn das Baby schläft versuche ich mich um ihn zu kümmern durch spielen oder kuscheln aber darauf lässt er sich nicht ein und zickt. Manchmal habe ich sogar das Gefühl er flüchtet vor mir.Ich habe einiges ausprobiert.Er bekommt ausschließlich sein Lieblingsfutter,viele Leckerlies,extra für ihn gemischte Bachblütentropfen, Feliwaystecker,zusätzliche Katzenklos....nix hilft dauerhaft. Nach ein paar Tagen pieselt er wieder auf das Sofa (Manchmal benutzt er auch die Badewanne). Wir haben alle Möbel mitgenommen aus der alten Wohnung, auch sein Kratzbaum und die Katzenhöhlen. Das Sofa,das er bepieselt ist neu,das alte steht im Gästezimmer als Schlafcouch. Ich bin fast verzweifeln mit ihm.Er wird niemals ausgeschlossen, darf das Baby beschnuppern und kann jederzeit raus und rein. Habt ihr Tipps wie Ich ihm helfen kann diese gravierenden Veränderungen besser zu akzeptieren? Hilft nur die Zeit und wir müssen da jetzt alle einfach durch oder ist er vielleicht dauerhaft geschädigt? Ich hoffe einfach, dass er sich irgendwann wieder wohl bei uns fühlt.Früher waren wir unzertrennlich #schmoll

      Hallo!

      Ich würde zu Geduld raten. Es ist ja alles noch sehr frisch und Katzen können auch mal 3-6 Monate brauchen, bis sie eine neue Situation wirklich annehmen, sie sind einfach nicht so schnell.

      Hallo!

      Unser Kater hatte auch extremst Probleme in der neuen Wohnung, das ging so weit, dass er sich gerupft hat und gar nichts mehr wollte.

      Unsere Tierärztin hat uns dagegen "FELIWAY" verschrieben. Das ist ein Stecker, der Katzenpheromone verströmt. Das hilft wirklich. In dem raum in die Steckdose, in der sich der Kater meist aufhält. Er ist seither wie ausgewechselt, eben wie vor dem Umzug. Vielleicht hilft euch das ja auch bei eurem Stubentiger.
      Viel Glück und dass der Kleine bald wieder der Alte wird!

      Liebe Grüße

    Die Pipi stelle mit Essigwasser gründlich reinigen und an allen Pipistellen füttern. Ansonsten lass ihn mal ein paar Tage komplett in Ruhe. Nur streicheln wenn er es einfordert.

    "Früher waren wir unzertrennlich #schmoll"

    Er ist eifersüchtig. Katzen kommen mit Veränderungen generell nicht so gut klar. Bislang stand er an erster Stelle (mehr oder weniger;-)), jetzt musst du dich ständig ums Kind kümmern. Das macht vorallem unerträglichen Lärm und nimmt deine Aufmerksamkeit in Anspruch. Dazu noch der Umzug...

    Ich würde ihm einfach Zeit geben. Als mein Sohn geboren wurde, hat meine Katze auch sehr gelitten. Teils war sie schrecklich beleidigt, teils wirklich unglücklich. Es hat Monate gedauert, bis sie wieder klar gekommen und wir sind nicht umgezogen.

    • Ja bisher hat er immer Aufmerksamkeit bekommen wenn er wollte,das kann ich ihm natürlich mit Baby nicht mehr bieten.
      Ich glaube aber dass der Umzug ihm mehr zu schaffen macht als der Familienzuwachs.Sein Verhalten hat sich mit dem Umzug verändert, ich denke das Baby hat es vielleicht noch etwas verschärft.Ich hoffe sooo sehr,dass er sich irgendwann dran gewöhnt. Ich habe seine Pipistelle jetzt mit Alufolie abgedeckt und hoffe dass er sich keine Alternative außer das Katzenklo sucht.

      • Gib ihm einfach Zeit, dann wird das schon:-D.

        Er ist halt einfach zutiefst verunsichert. Fremde Wohnug mit fremden Gerüchen und allem, dazu noch ein Baby, das auch nochmal verunsichert, Frauchen das weniger Aufmerksamkeit für ihn hat und die wenigen gelegenheiten wo er bereit ist Dich an sich ran zu lassen auch noch unterbricht, wenn das Baby weint.

        Da kommt so viel zusammen, was ihn immer nur noch unsicherer macht, und pinkeln ist eben da eine Ausdruchsweise.

        Noch dazu ein neues Sofa, das wahrscheinlich auch noch nach Appretur, Chemie und Möbelhaus riecht, nicht so vertraut wie das alte Sofa. Da bietet sich das "Feindbild" ja richtig an, wahrscheinlich riecht für ihn die halbe Wohnung nach dem neuen Sofa.

        Gäbe es denn eine Möglichkeit, wenigstens vorläufig wieder das alte Sofa ins Wohnzimmer zu holen und das neue in eine unwichtige Ecke zu stellen? Vielleicht würde ihm das schon mal geruchlich mehr Sicherheit geben. und sonst einfach viel viel Zeit und Geduld.

        • An den Sofatausch habe ich auch schon gedacht, hatte mich aber irgendwie doch davor gescheut, weil es ja wieder eine Veränderung wäre ( altes Sofa steht als Schlafcouch im Gästezimmer, einziger babyfreier Ort an den er sich zurück ziehen kann)

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