Trotzverhalten

    • (1) 20.02.16 - 22:11

      Unser hund meint seit 4 monaten mir in die wohnung pinkeln zu müssen wenn ihm was nicht passt. Es ist egal ob ich die wohnung für 5 min verlasse, meinem sohn z.b. was zu trinken oder essen gebe, ob der Hund unmittelbar zuvor draussen war oder sonstiges. Er pinkelt aber keine pfütze, sondern er stellt sich vor die füße, fängt an zu pinkeln u rennt so durch die ganze wohnung damit er ja alles erwischt u einsaut. Auslöser können sein, wenn ich z.b. meinem sohn einen joghurt aus dem kühlschrank geb. Letztens war der paketdienst bei uns, dem prompt auf die schuhe gepisst wurde. Wenn der hund meint, das reicht nicht, scheißt er rein, wälzt sich u verschmiert alles übern kompletten boden, die wände, körbchen usw. Sämtliche tipps wie ignorieren, bei Abwesenheit in ne transportbox (zuvor mit leckerli angewöhnt) setzen, einen "babybody" genäht u angezogen, auch mal schimpfen führt dazu, dass sich dieses verhalten noch steigert. Wir haben nen festen tagesablauf, wonach sich auch der hund richtet. Er ist an und für sich stubenrein (tagsüber 4 std, nachts 8 std) wofür er dann auch gelobt wird. Mal hat er wochen, da funktioniert alles bestens u dann passt ihm plötzlich was nicht u er pinkelt mir den ganzen tag in die wohnung sobald er kann, das kann auf 2 stunden 4 mal sein. Beim Tierarzt waren wir u mit dem hund ist alles ok. Weiß keinen rat mehr. Hat wer nen tipp, wie ich ihm dieses verhalten "austreibe"? Ich hab es satt, 4-6 mal am tag meinen boden wischen zu müssen. Sollte er bis in 8 wochen sein Verhalten in keinster weise verbessert haben, werden wir uns wohl oder übel von ihm trennen müssen

      • Wie alt ist der Hund? Wie lange bei euch? Kastriert? Woche Rasse?

        Falls er noch jung ist, viele Hunde piseln bei Aufregung. Besuch, Futter, wenn sie geschimpft werden. Gerade bei hoch triebigen Rassen. Unser junger Border Collie verliert immer ein paar Tropfen wenn es Futter gibt.

        An Trotz glaube ich bei euch nicht. Holt euch doch mal einen guten Trainer ins Haus der die Situation beurteilt.

        • Er ist 6 monate alt. Yorkie-biewer. Das ist unser 5. hund den wir von welpenalter an großziehen u eigentlich bis ans ende seiner Tage bleiben soll. Besuch ist der hund gewohnt. Weder unser yorkshire, noch unser riesenschnauzer noch einer der anderern hat derart sowas abgezogen. Das hat bei dem hund weder was mit freudepinkeln noch stress oder ähnliches zu tun. Lass ich ihn allein u sei es nur für 10 sek wird reingepinkelt u zwar über den kompletten boden, glaubt er er hat gerade in dem Moment nicht genug aufmerksamkeit pinkelt er dir vor oder auf die füße, hatten es aber auch schon dass er bei ignorieren unmittelbar nach dem ersten pinkeln auf die couch sprang u uns in den schoß pisste! besuch ist er ja von klein auf gewohnt u ich hatte eher das gefühl dass er dem boten auf die schuhe pinkelte, weil er nicht beachtet wurde. Dieses pinkeln u auch scheißen macht er unabhängig davon ob wir zuhause sind oder nicht. Wär es unsicherheit oder ähnliches, würde er halt einfach nur scheißen. Aber er wälzt sich sofort drin u zieht das mit voller absicht über alles was in seiner reichweite ist. Er springt dazu sogar auf die gaderobe, zieht jacken runter u saut die mit ein. Alltägliche sachen wie kochen, kind ins bett bringen, waschmaschine befüllen u einschalten, betten machen führt bei ihm zu dieser Reaktion. Praktisch immer dann, wenn ich was anderes mache als ihn zu beachten. Hatten schon 2 hundetrainer im haus u sind auch in ner hundeschule. Antwort war "sowas haben sie auch noch nie gesehen". Seine grundkommandos beherrscht er u macht er auch sofort, er bekommt seine belohnungen für gutes verhalten usw. Am schlimmsten wird das verhalten, wenn wir mit ihm am tag zuvor wo waren (oder jemand bei uns) der ihm besonders viel Aufmerksamkeit gegeben hat. Dann pinkelt er mir 3 tage lang alle 1/2 std rein. Mit ihm wird täglich mehrfach gespielt, wir sind täglich auf der hundewiese, wo er auch kontakt zu anderen hunden hat, er wird täglich gebürstet usw. Somit scheidet eine gefühlte ausgrenzung auch aus

          • Ich verstehe dass du mit den Nerven runter bist. Das klingt alles sehr anstrengend. Trotzdem glaube ich nicht an Trotz. Der Hund ist 6 Monate alt da kann er ja gar nicht seit 4 Monaten aus Trotz rein pinkeln weil er anfangs sicher nicht stubenrein war und es anscheinend noch nicht ist.

            Hast du die anderen 5 Hunde alle selbst von klein auf gehabt und alleine stubenrein bekommen oder waren das Hunde der Eltern? Darf ich fragen wie alt du bist?

            Kommt er von einem richtigen Züchter? Habt ihr den mal kontaktiert? Würde der ihn wieder nehmen?

            Was wurde beim Arzt untersucht? Urin? Blut? Alles unauffällig?

            Wie habt ihr das allein sein aufgebaut und wie lange hat es geklappt und wann hat das im Kot wälzen angefangen?

            Dass die Hunde Trainer gar keinen Ansatz hatten mit euch zu arbeiten finde ich komisch. Ich würde noch mal im Netz nach einem wirklich guten suchen der vor allem schwierige Fälle betreut. Vielleicht einen Hundepsychologen.

            Hast du schon mal beobachtet wie die Stimmung ist wenn er pieselt? Ist er da sehr aufgeregt? Wie seid ihr die Stunenreinheit angefangen? Sicher dass ihn nie jemand geschimpft hat? Wie steht dein Mann zu dem Dilemma?

            Wie ist er in fremder Umgebung? Eher unsicher oder mutig? Bei fremden Hunden?

            Wenn du kurz aus dem Haus gehst würde ich momentan den Hund in die Box schicken um den Stress mit dem Kot schmieren raus zu nehmen. Die muss aber wirklich gut und mit sehr viel Geduld aufgebaut sein damit er da nicht auch noch Stress bekommt.

      Hallo!

      Ich würde da unbedingt einen Profi empfehlen.

      An Trotz glaube ich auch nicht, weil dazu Hunde einfach von ihrer Intelligenz her gar nicht fähig sind. Das erfordert Planung über mehrere Schritte, ein Bewusstsein für Besitz, weiterreichende Konsequenzen. Das können Hunde nicht.

      Hunde sind dafür viel zu simpel, die können nur linear denken. Erst recht ein so junger Hund, für mich klingt es eher, als wäre er noch gar nicht 100% zuverlässig stubenrein gewesen.

      Was machst Du denn in solchen Situationen? Ganz ehrlich? Schaffst Du es, alles kommentarlos weg zu machen, jedes mal, oder ist Dir vielleicht mal ein lauter Ton, böser Blick oder ähnliches raus gerutscht? Gerade wenn er direkt vor Deine Füße gepinkelt hat, bist Du da mal einen Schritt hinterher gelaufen, was das Weglaufen erklären würde?

      Wie ist denn die Körperhaltung Deines Hundes dabei?

      Ich habe mal etwas länger gegoogelt, um herauszufinden, aus welchen Gründen Hunde so ein Verhalten zeigen, da ich auch mal gelesen habe, dass Hunde kein Trotzverhalten zeigen.

      Gefunden habe ich zwei Möglichkeiten : Er könnte entweder unsicher sein - weshalb er seinen Duft überall verteilt. Oder er ist hyperaktiv.

      In jedem Fall braucht er sicher einen sehr gut geregelten und möglichst gleichbleibenden Tagesablauf, der viel Auslauf mit Auspowern beinhalten sollte, sowie viel Zuwendung. Du brauchst Zeit.

      Hat der Tierarzt auch mal gesagt, was bei psychischen Ursachen getan werden kann - oder hat er nur körperliche Ursachen ausgeschlossen ? Noch eine Idee : es gibt Verhaltenstherapeuten für Hunde.

      • Das Verhalten des hundes ist unterschiedlich, je nachdem wegen was er pinkelt. Vor die Füße legt er meist die ohren an, pinkelt er in den Schoß ist er ganz normal also weder gestresst noch sonstiges. Zu der frage wie alt ich bin: 38, sorry, es ist ein tippfehler drin, der hund ist 7 monate. Die anderen hunde waren meine hunde, nicht die meiner eltern. Bisher hatte ich keine Probleme einen hund zu erziehen oder stubenrein zu bringen. Der tierarzt hat nur rein körperliche ursachen ausgeschlossen. Es wurde nichts verändert an der wohnung oder sonstiges. Ja, der hund wirkt hyperaktiv. Er ist total drüber gegenüber anderen hunden u auch gegen uns weswegen ich ihn hin und wieder abbitten muss, da mein sohn keine chance mehr hat sich zu wehren. Er würde ihm ins gesicht springen usw. Pause macht er soweit nur nachts, selbst da nicht immer, was ja eher ungewöhnlich für nen welpen ist. Auspowern ist unmöglich. Alle 4 std gassi u 1x am tag auf die hundewiese u zwischen 1-2 std rennen lassen haben gar keinen effekt. Jeden 2-3. tag sind wir bei meinen eltern (da stammt unser hund auch her). Sie haben die elterntiere u seine schwester, mit denen unser hund stundenlang tobt. Nach spätestens 3 std gehen ihm alle hunde aus dem weg, weil siekeine lust mehr haben

        • Was heißt du musst den Hund abbitten?

          Viel viel viel zu viel Action. Unbedingt runter fahren. Koordinationstraining, UO verstärkt mit ihm machen.

          Die Box trainieren.

          Habt ihr überhaupt runter fahren mit ihm trainiert? Der wirkt absolut hyperaktiv. Lasst auch mal ein großes Blutbild machen. Das kann zusätzlich was gesundheitliches sein.

          Du beschreibst den Hund jetzt als hyperaktiv - das würde ja genau passen zu einer der möglichen Ursachen.

          Jetzt musst du herausfinden, wie man mit einem hyperaktiven Hund umgeht - und, am Wichtigsten, was die Ursache für seine Hyperaktivität ist. Kennst Du die Ursache, kannst du sie bekämpfen. Dafür würde ich noch einmal zum Tierarzt gehen, der dir sicher gute Anhaltspunkte liefern kann und evtl. auch einen Tierpsychologen oder guten Verhaltenstrainer empfehlen kann.

          Vielleicht hilft Dir auch ein gutes Buch weiter? Hier eine kleine Auswahl:

          - "Der hyperaktive Hund" von Maria Hense

          - "Zappelhunde: Vom Leben mit überaktiven Hunden" von Inga Jung

          - "Entspannungstraining für Hunde: Stress, Ängste und Verhaltensprobleme reduzieren" von Karin Petra Freiling

    hallo,

    also so ganz versteh ich das nicht.

    Du schreibst doch, dass du schon mehrere Hunde hattest.

    Dann solltest du doch wissen, dass Hunde auch "Kopfmüde" gemacht werden sollten bevor du sie noch hibbeliger machst.

    Dein Hund braucht mehr geistige Forderung - ist meine Einschätzung...ich bin aber kein Profi ;-)

    Dann ist er ja auch "erst" 7 Monate. Eine meiner Freundinnen hatte das Problem mit einem 1 jährigen Hund. Sie hat ihn auch als Welpe bekommen.

    Besserung gab es erst als sie bewusst das Pinkeln draußen belohnte. Mit viel Streicheleinheiten und Leckerlies. Am Tag bekam er einen abgegrenzten Bereich im Haus. Nicht isoliert nur so "festgesteckt", dass er nicht auf Teppiche oder Couch pinkeln kann.

    Mittlerweile ist es deutlich besser geworden.

    Ich frag mich sowieso was bei euch los ist. Rennt der Hund auch immer mit zur Haustüre und kann mal so schnell die Schuhe des Paketboten bepinkeln? Also ganz ehrlich, ein Hund hat da doch gar nichts zu suchen. Der soll mal schön auf seinem Platz bleiben wenn es klingelt, oder zumindest abseits warten.
    Warum pinkelt er wenn du aufstehst um einen Joghurt zu holen? Es muss doch einen Auslöser dafür geben?

    Ich glaube, so einfach wird das gar nicht diesen Wirbelwind zu zähmen oder es ist nur ein einziger "Schnipp" und die Sache ist erledigt. Ich würde mir auch Hilfe holen.

    Viel Erfolg!

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