Malinios als Familienhund tauglich?

    • (1) 07.03.16 - 10:23

      Hallo,

      ich bräuchte mal ein paar Meinungen bezüglich dieser Rasse.

      Wir liebäugeln schon eine Weile mit dieser Rasse, aber sind uns etwas unsicher, wie familientauglich diese Rasse nun wirklich ist?

      Meine Schwester züchtet Malinois und mein Schwager führt sie im Schutzdienst. Sie hat keine kleinen Kinder und ihre Hunde werden getrennt, wenn wir zu Besuch sind.

      Ich habe zwei Kinder, eine Tochter unter einem Jahr und die große wird 8 Jahre. Einen kleinen Hund besitzen wir seit 4 Jahren.

      Wir wissen, wie anspruchsvoll diese Rasse ist und was mit Ihnen getan werden muss, damit sie ausgelastet sind. Mein Freund ist Soldat und möchte auch mit "unserem Hund" eine Schutzdienstausbildung ausüben, vielleicht auch an Turnieren teilnehmen. Das Training wäre 4 mal die Woche im Verein.

      Vielleicht könnt ihr ja etwas aus eurem Leben mit einem Mali erzählen?

      Liebe Grüße

      Steffi

      • Hallo,

        mein Bruder hat einen jungen Mali zur Ausbildung als angehenden Diensthund. Er braucht 24/7 (Schlafzeit ausgenommen) Beschäftigung. Sonst fiept er ununterbrochen.
        Ich würde das nicht packen.

        LG
        Karin

        Puh, ich würde mir keinen Mali in Haus holen. Schon gar keinen aus einer Arbeitslinie, die für den Schutzdienst ausgebildet werden.

        Hier im Nachbarort ist eine Polizeischule, die Malis ausbildet. Wenn im Wurf Welpen "dienstuntauglich" aussortiert werden, werden sie öffentlich zum Verkauf freigegeben. Das sind dann immer noch definitiv keine Anfängerhunde und auch gar nicht zu Vergleichen mit Hunden, denen man das überdurchschnittliche Auslastungsprogramm bietet.

        So ein Hund benötigt viel mehr geistigen und körperlichen Input, als OttoNormalHund. Ich würde mir das nicht zutrauen und auch nicht leisten können.

        Ich finde Malis dank ihrer Hyperaktivität nicht wirklich tauglich für kleine Kinder. Es spricht ja auch nicht gerade für die Zucht deiner Schwester, wenn der Kontakt zwischen Kind und Hund verhindert wird. Wenn ein Hund als Familienhund taugen soll, dann muss er in den ersten Monaten all das kennenlernen, was eine Familie prägt: Lärm, Gerenne, Unruhe, tapsige Hände, umherfliegendes Spielzeug... Die meisten Zuchten von zukünftigen Schutzdiensthunden beachten dies kaum. Viele Malis werden dann wegen mangelnder Wesensfestigkeit weitergereicht. Ich würde wohl noch warten, bis die kleinste im Schulalter ist oder eine andere Hunderasse, die gerne arbeitet aber auch Ruhe ausstrahlt suchen.

      • Hallo Steffi,

        ich würde auch abraten.

        Ich habe ein paar Malis im Tierheim kennen gelernt, in dem ich 4x die Woche ehrenamtlich aushelfe.
        Wobei ich auch sagen muss, dass drei Malis (sind alle gemeinsam abgegeben worden) ruhigere Gesellen waren. Die waren aber auch relativ klein gewachsen, bei denen könnte ich sehen, dass sie in einer Familie gut leben könnten.

        Dann haben wir einen Fall, ein großer Mali, mit Power ohne Ende - der Besitzer meinte, er müsse eine Polizeihundausbildung anfangen und hat dann abgebrochen. Mitten in der Ausbildung und jetzt sitzt das arme Tier im Tierheim.

        Ohne Maulkorb geht mit dem niemand raus, der hat so viel Power und wenn es ihm zu viel wird, schnappt er zu, egal, wer oder was da gerade steht. Er tut allen leid, aber der Mensch hat das verbockt.

        Es gibt doch auch andere Rassen, die zur Ausbildung gut geeignet sind, als Rettungs-, Assistenz - oder Suchhund. Eben eine Rasse, die auch das Zusammenleben in der Familie schätzt.

        Übrigens, wenn hier jemand ist, der sich so einen Mali (wie von mir oben beschrieben) zutraut, bitte PN, der Hund sucht dringend ein Zuhause, bei Mali- erfahrenen Besitzern, die mit ihm gut umgehen können. :)

        Ich würde es sein lassen - es gibt auch andere arbeitsfreudige Rassen, die insgesamt familienkompatibler sind und wenn es denn ein Malinois sein soll, würde ich keinen aus dem Zwinger Deiner Schwester nehmen. SO wachsen zukünftige Familienhunde definitiv nicht auf!

        LG

        • Hallo,

          danke für deine Antwort. Das wurde falsch verstanden.

          Meine Schwester hat keine eigenen kleinen Kinder mehr. Meine Nichte ist schon 18 Jahre.

          Meine Schwester spricht sich total dafür aus, dass es Familienhunde sind. Wenn sie Welpen hat, werden die kleinen natürlich mit Kindern in Kontakt gebracht und bestens sozialisiert abgegeben... Noch nie wurde ein Hund wegen Schwierigkeiten zurückgegeben.

          Nur ihre großen Hunde sind eben nicht mit kleinen Kindern aufgewachsen und damit es dann doch nicht zu Spannungen kommt, trennt sie die Tiere die Zeit über.

          Unsere ausgewählte Zucht ist von einer Polizistin.

          Meine Schwester bekommt jetzt ein Wurf, dort sind aber schon alle Welpen reserviert.
          Wir haben schon ein Hund, aber eine kleine Sportskanone. :)

          Lg Steffi

          • Ich kann mich den Ansichten Deiner Schwester überhaupt nicht anschließen.

            Erstmal sind Malinois eben keine typischen idealen Familienhunde, sondern sehr triebstarke und temperamentvolle Gebrauchshunde, die auch entsprechend gefordert werden sollten und in passende Hände gehören.
            Dann kann ich auch nicht nachvollziehen, dass ihre Hunde weggesperrt werden, wenn Kinder zu Besuch kommen. Das macht doch kein Mensch mit einem ganz normalen gut erzogenen und charakterlich einwandfreiem Hund nur deshalb, weil er nicht mit kleinen Kindern aufgewachsen ist. Wir hatten schon viele Hunde unterschiedlicher Rassen, die bei weitem nicht alle mit kleinen Kindern aufgewachsen sind aber grundsätzlich wegsperren mußten wir keinen davon.

            Wenn ich ehrlich bin, kann ich aber auch Eure Beweggründe, ausgerechnet so eine "extreme" Rasse anzuschaffen als Zweit- und Familienhund und ich kann grundsätzlich dem Schutzhundesport überhaupt nichts abgewinnen, das ist für mich ein ähnliches Hobby wie die Jagd...

            Warum genügt Euch denn keine Rasse wie ein Deutscher Schäferhund, ein Schnauzer oder ähnliche Rassen, die gern arbeiten?

            LG

      Hallo!
      Ich habe eine Bekannte, die malinois züchtet. Sie ist recht bekannt in der Szene, auch hier Hunde werden im Schutzdienst ausgebildet und gehen teilweise zur Polizei.

      Diese Züchterin hat selbst Kinder, die Hunde wachsen also in der Familie auf. Dort klappt das sehr gut.
      Es ist zwar eine Arbeitslinie, trotzdem sind die Hunde nicht so hibbelig wie manch anderer Mali, die ich so kenne.

      Generell würde ich von einem Mali als Familienhund eher abraten, vor allem wenn eines der Kinder noch so klein ist und die Hunde deiner Schwester nicht mit Kindern aufwachsen beziehungsweise keine Kinder kennen.

      • Hallo,

        ich hatte mich falsch ausgedrückt. Meine Schwester ist ebenfalls sehr erfolgreich beim züchten, so werden die Welpen später auch polizeilich geführt. Ihre sind auch nicht so hippelig. Meine Schwester hat eine Tochter, allerdings schon 18 Jahre. Daher meinte ich, die großen Hunde sind eben nicht mit kleinen Kindern aufgewachsen und werden deshalb doch getrennt, wenn Besuch da ist, um Spannungen aus dem Weg zu gehen. Ihre vermittelten Welpen haben vorher natürlich Kontakt zu Kindern und werden bestens sozialisiert abgegeben. Sie bekommt nun ein Wurf und alle Welpen sind reserviert.

        Mich interessiert, wie das Zusammenleben mit kleinen Kindern funktioniert.

        Lg Steffi

    Hallo!
    Wenn deine Verwandschaft die Rasse züchtet, müßte diese sich dann nicht super auskennen und ehrlich sagen können, inwieweit so ein Hund in euer Lebdebn passt??

    Lg Sportskanone

    • Hallo,

      danke für die Antwort. Ich hatte schon geschrieben, dass meine Schwester sagt, tolle Familienhunde. Sie steht stetig mit den Käufern in Kontakt und die meisten haben Kinder, nie was zu klagen, geschweige einen Hund zurückgebracht.

      Ich habe aber noch eine Schwester, die einen Labrador hat und der festen Meinung ist, alle Malis haben einen an der Waffel und wenn meine Tochter anfängt zu laufen, stürzt der Hund auf sie und beißt zu. Im Internet liest man ja auch nur Schauergeschichten.

      Lg Steffi

      • Na ja, es gibt soviele Hunde (samt Besitzer) die einen an der Waffel haben, da würde ich nicht unbedingt nur nach der Rasse gehen.
        ICh kenne hier in unserer Gegend viele echt beschissene Hunde, die kläffen und beißen ohne Ende (man weiß warum, wenn man sieht wie die dazugehörigen Menschen mit denen Umgehen). Da ist von Terrier, über Labrador, Dogge, MIschling alles dabe.

        Solange Hunde vernünftig aufgewachsen, sozialisiert und ausgelastet sind und das von klein auf, denke ich kann aus jedem HUnd ein FAmilienhund werden. Umgekehrt leider auch aus jedem "Engel" ein Teufel werden.

        Hallo Steffi,

        bei mir gehen bei Mali auch die Alarmglocken los. Die können ganz ganz toll sein aber auch ganz übel.

        Ich finde die Aussage falsch dass sie tolle Familienhunde sind. Klar können Malis auch mit der Familie gut klar kommen als Familienhund würde ich ihn nicht bezeichnen. Ich selber habe Border Collies die hier ganz toll mit meinen Kindern zurecht kommen, deshalb sind sie noch lange keine tollen Familienhunde. Dieses hibbelige Wesen ist mit mehreren Kindern anstrengend. Es sind tolle Arbeitshunde die man mit Sachverstand auch gut in der Familie halten kann. Aber hätte ich einen Familienhund haben wollen hätte ich definitiv einen anderen Hund gewählt.

        Durchleuchte mal gut wie es wirklich in den Familien aussieht in denen es gut läuft. Sind die Hunde da wirklich immer dabei, wie alt sind die Kinder, wie viele sind es.

        Und schaut euch den Verein für Schutzdienst sehr gut an. Ich kenne leider auch noch zu viele schwarze Schafe. Was ich rein fütter in den Hund bekomme ich raus.

        4 mal die Woche Hundeplatz und das die nächsten Jahre, das wollt ihr? Geht das mit den Hobbys der Kinder, deren Sport und Wettkämpfen? Und wo bleibst du?

        Und passt der Mali charakterlich und vom Wesen zu eurem anderen Hund? Das Rudel sollte harmonisch sein.

        Viel Glück bei der Entscheidung

        Farina

        In erster Linie sind das Gebrauchs- und Arbeitshunde mit enormem Trieb, der - fehlgelenkt - böse ausgehen kann.

        Ich halte gar nichts davon, Hunde allein aufgrund der Rasse in irgendwelche Schubladen zu stecken aber die Wahrscheinlichkeit des o. g. Szenarios ist m. E. bei einem Mali entschieden höher als bei z. B. einem Labrador.
        I

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