alter Hund kackt in die Wohnung und

    • (1) 14.03.16 - 10:40

      Hallo,

      unser Hund (14 Jahre, Labrador) kann schon seit über einem Jahr nicht mehr seinen Stuhlgang kontrollieren und verliert im Liegen oder im Stehen Köttel und das bis zu 4 Mal am Tag.

      Der Arzt sagte, dagegen sei nichts zu machen, dies sei eine Folge der Arthrose und der HD und der damit verbundenen Nervschädigung.

      Anfangs war es ärgerlich, aber immerhin konnte man sie aufheben und entsorgen.
      Mit der Zeit ist es jedoch so, dass er während des Schlafs oder auch des Wachzustands diese Haufen beim Versuch aufzustehen oder sich zu drehen in den Boden, Decke und sein Fell reindrückt und dies geschieht nun vermehrt. Dann verteilt er diese Brocken, die in seinem Fell oder an den Pfoten sind in der ganzen Wohnung.

      Wir haben ihm schon Hundewindeln geholt, aber die rutschten immer ab, wenn sie voll waren und er damit aufgestanden ist und woanders hingelaufen ist.

      Heute hat er einen Haufen am Bücherregal hinterlassen, den er dort plattgedrückt hat, hinterlassen und es auch dabei auch noch geschafft Kotstücke auf seiner Decke unter den Vorderpfoten und seiner Schnauze zu verteilen, so dass es mit der Schnauze im Grund im Kot lag. Auch drumherum lagen kleine Kotbrocken.
      Ich empfinde die Situation für mich im Moment als unzumutbar, jedesmal in die ganze Wohnung und den Hund zu putzen, was immer öfter vorkommt. Aber auch für den Hund selber...obwohl ich mich manchmal frage, ob ihn das nicht mehr stört.

      Habt ihr eine Lösung oder eine Idee, was wir tun könnten, um das etwas einzudämmen?

      • Da gibt es nur entweder damit zu leben (was ich für ziemlich selbstverständlich erachte) oder den Hund einschläfern zu lassen.

        Ich hatte schon einige alte und inkontinente Hunde. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, den Hund wegen einer Inkontinenz einschläfern zu lassen. Bei Katzen sehe ich das anders, da die eine andere Fellpflege betreiben.

        Familienmitglieder werden auch im Alter versorgt.

        • Für Familienmitglieder gibt es im Alter aber auch Pflege oder Seniorenheime, die sich um sie kümmern. Nicht jeder kann und will das tun.

          Einschläfern kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Der Hund ist noch sehr lebensfroh und agil für sein Alter. Auch wenn mich seine Versuche alles einzukoten extrem nerven und ärgern, habe ich ihn doch sehr #herzlich und möchte ihn wegen so etwas nicht einschläfern.

          • Dann wirst Du wohl damit leben müssen. Ich kenne das Problem. Es wird nicht besser - eher schlimmer.

            Ich bin kein Fan von Windeln. Die stören das Tier viel mehr, als der Kot. Aber ich weiß auch, wie belastend so eine Situation ist.

            Daher kann ich Dir wirklich nur raten: Nimm es an, so wie es ist. Wegwischen und gut ist.

            • Natürlich, das Altern ist nun mal irreversibel, da geht es nur noch bergab. Das ist mir leider sehr bewusst.
              Alte Menschen kriegen aber auch Windeln, wenn sie inkontinent werden, da finde ich diese Lösung nicht so schlecht. Ich denke, für den Hund es aber auch angenehmer eine Windel zu tragen, anstatt das ganze Fell und die Pfoten in Hundekacke zu haben. #gruebel

              Auch wenn er ein Tier ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass er sich damit wohl fühlt.
              Aber danke auch für deine Hinweise :-D

              • Alte Menschen haben auch kein Fell!
                Das ist doch kein Zustand, im den Kot mit einer Windel ins Fell zu drücken!

                Ich würde ihn (und ich weiß, wovon ich rede) ohne Windel rumlaufen lassen und eben putzen.

                LG

      Hallo,

      habt ihr schon mal eine Unterhose über die Windel gezogen, damit sie etwas mehr halt hat?

      Viele Grüße,
      lilavogel

      • Nein, aber eine gute Idee! Danke schön! Am besten schaue ich in der Kinderabteilung danach, das wäre eine Alternative. Wobei ich fast die Befürchtung habe, dass ihm die auch abrutscht, wenn er sich immer wieder versucht aufzuraffen - der Halt an den Hinterläufen ist nicht mehr so gut und er braucht einige Anläufe um aufzustehen.

    Lässt er die Rute runter hängen oder warum rutschen die Windeln so fix ab? Das mit der Unterhose drüber,wollte ich auch raten und ein Loch rein damit es ordentlich an der Rute hängt und stoppt. Und dann hatte ich keine Hundewindeln benutzt,sondern die Windelhosen von Kleinkindern...Loch rein geschnitten,fertig... die haben gut gesessen. Bei ihr war eher das Problem das sie die Hose am Hintern nicht akzeptiert hatte.Ich kenne das nämlich von meiner damals 15 Jahre alten Hündin auch noch, sie machte ständig rein, kleines und großes Geschäft. Sie hatte allerdings Krebs und ich hatte sie dann erlöst.

    • (10) 14.03.16 - 12:33

      Das tut mir sehr leid zu hören. #schmoll

      Ja, die Rute ist immer unten jetzt. Haftet eine Babywindel besser als die für Hunde?
      Danke für den Tipp, das probieren wir mal aus. Ich hoffe, das hilft auch.

      • (11) 14.03.16 - 14:09

        Ich denke ja,der Gummizug war dächte besser. Und ich glaube die waren billiger als die Hundewindeln, zumindest hatte ich die billige Eigenmarke vom Kaufland. War völlig ausreichend und darüber halt eine kleine Schlüpfer von Kindern. Ich denke eine andere Lösung, als Windeln wird es für euch nicht geben. LG

(12) 14.03.16 - 13:07

Hi,

die Windel ist die einzige Lösung, die es geben wird. Evtl. hilft auch so ein "Überhöschen" für Hündinnen, damit sie besser hält? Alternativ, weil die Rute ja durch die Nervenschäden hängt, einen großen Body anziehen oder aus einem T-Shirt sowas nähen?

Gruß
Kim

(14) 15.03.16 - 10:31

Hallo,
HD führt nicht zu Kotinkontinenz. Die Nerven die da geschädigt wären befinden sich im Sakralbereich. Im Hüfgelenk wo sich die Arthrose der HD abspielt verläuft kein Nerv der mit Kontinenz was zu tun hat. Euer Hund muss in Kombination mit der HD auch Wirbelsäulen veränderungen haben. Da ist das gängigste und bekannteste das Cauda equina Symtom, wobei sich das auch weiter vorne absielt als die Nerven für die perianal Gegend abgehen.

Die Veränderungen an den Nervenabgängen kann man leider maximal operativ entfernen, aber auch nicht immer. Jedoch kann man die durch die Arthrose verursachte Weichteilschwellung mindern und somit die Nervenfunktion eventuell wieder verbessern. Das kann man mit einem NSAID machen.
Von dem was du schilderst, scheint die Arthose und die HD ja schon so weit bekannt zu sein und somit die damit verbundene Schmerzhaftigkeit, dass euer Hund wahrscheinlich schon ein NSAID bekommt. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann wäre es auf jedenfall ein Versuch wert die Situation zu verbessern!
Alles Gute

Leider fällt mir hierzu auch nichts ein. Er ist nunmal ein altes Lebewesen. Egal ob Mensch oder Tier, auch hier versagen im Alter manche körpereigenen Prozesse. Ich denke nicht, dass man hier viel machen kann, außer sich um sein Tier zu kümmern. Du kannst ja noch einen zweiten Tierarzt befragen.

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