Leinenagression die 2.

    • (1) 23.03.16 - 20:36

      Hallo,

      ich hatte vor einiger Zeit mal wegen Leinenaggression gepostet.

      Kurze Zusammenfassung:

      3 oder 4 Jahre alte Hündin aus dem Ausland, erst Strasse, dann Zwinger.

      Sehr souverän mit Kindern und allen Alltagsgeräuschen.

      Reagiert von weitem auf Kinder, Menschen mit Taschen, allem was ca. Kniehöhe hat.
      Erkennt sie, dass es kein Hund ist, ist das o.k.

      Ist es ein Hund, macht sie sich groß, Rute hoch, Nackenhaare aufgestellt. Lasse ich sie bellt sie, kommt ein Fremder auf sie zugerannt (Hund) knurrt sie auch.

      Anfangs knurrte sie grundsätzlich, bellte wie wild und wollte sich losreissen.

      Mittlerweile ist es meistens möglich, dass ich entweder einigermaßen ruhig (sie hechelt wie wild) auf der anderen Strassenseite vorbeigehe - sie zieht dann extrem nach vorne wenn der andere Hund schon weg ist (also hinter uns) aber mit Leckerli wendet sie sich mir wieder zu und beruhigt sich.

      Die Leckerlie Methode wurde mir von unserer Hundeschule angeraten. Begesitert war ich nicht davon, versuche es aber weiter so. Es ist wirklich schon viel besser geworden.

      Nun ist sie noch nicht so auf mich fixiert draussen (wir haben sie nun 4 Monate) aber mittlerweile mehr oder weniger abrufbar wenn ein anderer Hund zu sehen ist - nicht immer. Warum sie auf den einen oder andern Hund mehr oder weniger reagiert habe ich noch nicht ganz herausgefunden. Ruhige Hunde stressen sie aber grunsätzlich weniger.

      Nun meine eigentliche Frage: Mache ich es schlimmer wenn ich sie "packe" und einfach weiter ziehe. Also Bsp. Auf der anderen Seite kommt ein Hund, sie fängt zu hecheln an. Ich hab jetzt die Möglichkeit sie sofort anzusprechen und den anderen "schön" zu füttern, klappt mittlerweile - oder: Ich nehme sie neben mich, was nicht immer reibungslos ist und gehe einfach weiter. Wenn sie dann rumspringt kann es schon sein, dass das Halsband zuzieht (ich nehme kein anderes weil sie mir schon mehrmals rausgeschlüpft ist). Ich lasse die Leine sozusagen locker aber wenn sie zu ziehen beginnt zieht es sich automatisch zu. Wird die Aggresssion dann tatsächlich schlimmer?

      Ein Hundetrainer sagte mir, ich solle Übungen zu Bindung mit ihr machen, was hat er mir nicht verraten nur einen sehr hohen Betrag für seine Schule genannt....

      Habt ihr noch Tipps?

      Danke!

      • mein erster Tipp wäre ein ordentliches Geschirr. Damit kannst du den Hund ganz eng und fest an deiner Seite halten, beruhigend auf ihn ein reden und weiter gehen. Und es zieht sich nichts am Hundehals zu

        • "beruhigend auf ihn ein reden"

          Ist das für den Hund nicht eher loben?

          @TE: ich seh das auch so: Geschirr. Und ich bin für die Leckerliemethode. Die muss aber richtig angewendet werden. Der Hund schaut zu dir - Leckerlie, geht ohne murren vorbei - Leckerlie. Aber im richtigen Moment!

          Aber ich bin gespannt auf weitere Antworten....

          • zwischen loben und beruhigend auf einen Hund einreden/wirken ist ein Unterschied.

            wenn einer unserer Hunde sich wegen eines anderen Hundes auf regt (kommt auch heute noch ab und an vor, find ich auch nicht weiter tragisch) dann hat sichs mit Leckerlie. Dann kann kein Leckerlie der Welt sie vom anderen Hund ab lenken. Diese Erfahrung hab ich gemacht.

            Da hilft nur ganz ruhig mit dem Hund zu reden, ihn zu sich zu rufen und zeit gleich dabei die Leine kurz nehmen, wenn der Hund neben einem steht kommt das loben (in unserem Fall ohne Leckerlie) und dann weiter gehen, komm mit, wenn er es macht, fein, so ist gut etc. und schön weiter gehen. Doof auf zu schreiben
            Unsere Hunde sind aber relativ klein, da geht das gut zu wuppen.

      Danke schon mal für eure Antworten.

      Ja, wir haben auch ein Geschirr. Am Halsband geht sie in der Stadt oder an einer viel befahrenen Strasse. Mir wurde gelernt, Halsband ist absolute Leinenführigkeit, Geschirr - da darf der Hund schnüffeln usw. Was nicht bedeutet, dass sie nicht neben mir geht, auch wenn die Schleppleine 5 m lang ist. Fordere ich das, klappt es auch.

      Meine Frage ist z.B. ob ich was verschlimmere wenn ich sie mit einem "nein" davon abhalte oder wenn ich sie mal "scharf" zu mir rannehme wenn sie meint zu "spinnen".

      Gestern nacht z.B. hatte sie einen Schreckmoment und hat weder geknurrt noch gebellt (anderer Hund hintern Zaun den man nachts nicht sieht), auf mein rufen kam sie zu mir und ich hab sie gelobt "feine Maus, brav gemacht" und wir sind weiter.

      Ich war überrascht warum sie - vor allem nachts - nicht ausflippt.

      Es sind aber auch bestimmte Hundetypen die sie nicht abkann. Hunde die "planlos" an der Leine laufen und kläffende Hunde, vor allem frei laufende Hunde. Hunde die sie kennt mag sie sogar und wedelt freudig mit der Rute. Im Grunde genommen ist sie nicht aggressiv auf andere Hunde, in der Hundeschule ist sie ein Traum!

      • Hallo,

        ihr seid doch auf dem besten Weg #pro
        Mein Tipp: leg dir eine Leine mit 2 Karabinerhaken zu - einer am Anfang, einer am Ende und zieh dem Hund Halsband und Geschirr an, so hast du ihn doppelt gesichert.

        Wenn dein Hund zieht, hältst du sie an dem Leinenstück, welches am Geschirr befestigt ist, geführt wird dein Hund über das Halsband ohne Druck.
        Ich bin der Meinung, wenn sich das Halsband durch ihr Ziehen zusammenzieht, wenn ihr anderen Hunden begegnet, dann verstärkt sich noch ihre Aggression, dein Hund könnte die Schmerzen mit dem fremden Hund verknüpfen!
        Man sollte immer mit lockerer Leine an fremden Hunden vorbei - wenn nötig im großen Radius.

      >>Halsband ist absolute Leinenführigkeit, Geschirr - da darf der Hund schnüffeln usw.<<
      echt, da solls einen Unterschied geben? Sachen gibts.

      Unsere haben nur Geschirre und der Hund hört, wenn er hören soll

      >> Hunde die "planlos" an der Leine laufen<<
      äh, was ist daran schlimm? Gerade jetzt im Wald gehts von links nach rechts auf dem Weg, es wird geschnüffelt, pipi gemacht und noch mehr geschnüffelt.

      >> auf mein rufen kam sie zu mir und ich hab sie gelobt "feine Maus, brav gemacht" und wir sind weiter.<<

      super!

      >>Meine Frage ist z.B. ob ich was verschlimmere wenn ich sie mit einem "nein" davon abhalte oder wenn ich sie mal "scharf" zu mir rannehme wenn sie meint zu "spinnen".<<

      wenn du konsequent bist, dann lernt dein Hund

      • Ja, sie hört auch wenn sie am Geschirr ist. Am Halsband ist es halt für die komplette Dauer, dass sie neben mir gehen muss. Am Geschirr dann ja nach Situation, das sind dann einfach nur Spaziergänge ?. Ich finde die Idee gut und hab sie gleich von Beginn umgesetzt.

    schau mal, ein Hund, der unbedingt zu den Hasen will. Ist ein Ausschnitt aus der Sendung "Herrchen gesucht", die es früher mal im Fernsehen gab.
    Die Moderatorin stellt einen Hund vor, der ein neues Herrchen sucht
    https://www.youtube.com/watch?v=zJw1oYtN0t8
    :-)

    • Das ist ja lustig....aber nicht mit uns zu vergleichen...????.

      Nein, sie zieht mich nicht durch die Gegend...das wäre ja noch schöner. Aber sie fixiert den anderen Hund, ich muss ihr meist einen kurzen Leinenruck geben....wenn sie am Geschirr läuft....da darf sie ja mal nach vorne, und dann kommt sie mittlerweile auch zu mir. Dann gibts halt ein Leckerli.

      Das wars. Mal mehr mal weniger. Je nach Hund....wie beschrieben... sie kann wohl "planlose" oder frei laufende Hunde nicht "leiden"..... sie knurrt aber nicht mehr jeden Hund an und bleibt auch schon mal - ???? - am Geschirr neben mir....aber eben nicht immer.

Ich mache es bei unserem wie rotbackenpfeiffer.....
Auf Leckerchen reagiert er überhaupt nicht wenn ihm bestimmte Hunde entgegen kommen. Also Leine kurz, sag ihm er soll ruhig sein und weiter gehen (erstes klappt nicht immer aber es wird besser) und dafür lobe ich ihn dann wenn das klappt.

Aber es gibt eben Hunde, da weiß ich es klappt nicht. Da kann man dann ja abstand halten und muss nicht direkt dran vorbei gehen. Es gibt Hunde da klappt das wunderbar, und es gibt Hunde die er wenn er angeleint ist angiftet und unangeleint spielt er mit denen und wieder andere sind auch angeleint vollkommen ok und dürfen zu ihm bzw er geht zu denen, sie beschnuppern sich usw. Es gibt auch Hunde die angebellt werden wenn sie uns entgegen kommen, gehen wir aber mit denen spazieren ist es kein Problem.
Manchmal würde ich da gerne in seinen Kopf gucken können was da abläuft. Denn ich kann nichts ausmachen woran das liegt. Außer das ich weiß, dunkle Hunde die größer sind als er gehen gar nicht. Aber das liegt daran das er mal von einem Bouvier angegriffen wurde und das 2 irische Wolfshunde ihn mal gejagt haben, seit dem "Größer als ich, dunkel, bleib mir vom Laib!" und mit lieben Hunden langsam wieder dran gewöhnen ist auch schwer weil er eben an der Leine Randale macht und wenn ich ihn los mache geht er bei diesen Hunden auf Distanz.
Aber die anderen, da sind alle möglichen größen und Farben bei, Gut hörende Hunde und welche die kaum erzogen sind.....die in der Umgebung kenne ich ja mittlerweile und weiß wenn er frei läuft "Ach, da kommt XY, da kann er frei bleiben" "Oh, anleinen und abstand halten" (letzteres nur bei 3 Hunden eines Besitzers).

Oft sind ja eher die Besitzer das Problem. Meiner bellt auch um zum spielen auf zu fordern. Aber das klingt dann ganz anders und er hat dann ja auch eine ganz andere Körperhaltung als wenn er zeigt "Bleib wo du bist, komm mir nicht zu nahe" und hier gibt es viele die jedes Bellen gleich als Aggression auslegen "Oh, der ist aber frech" "Nein, der will spielen, guck doch mal der hüpft hier rum wie ein Känguruh" ( das sind aber Leute die sogar ihren Welpen nicht mit den gleichalten Welpen des Nachbarn spielen lassen "Der tut unserem weh"......Äh, nö, das ist Spielen, das sind Hunde)

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