Milchdrüsenkrebs beim Hund

    • (1) 10.04.16 - 02:24

      Unsere Hündin (Beagle/Mix) ist nun etwa 5 Jahre alt und wir haben sie seit einem Jahr. Schon als wir sie zu uns holten, sie ist unser erster Hund, hatte sie einen deutlichen Knubbel an ein, zwei Milchdrüsen. Ich las im Internet, dass es wahrscheinlich gutartig ist, wenn es sich leicht verschieben lässt, habe aber etwas später eine OP Versicherung abgeschlossen. Zwischenzeitig wuchs das Geschwür sehr stark, sodass es aussah wie ein Beutel und es spannte schon sehr. Im Februar diesen Jahres haben wir die komplette Milchleiste entfernen lassen, auch die Lymphknoten waren auf der Seite betroffen und wurden entfernt, es war ein komplett bösartiger Tumor. Auch die rechte Seite ist betroffen, wobei durch die erste OP die Tumore unter der Haut in die Mitte gerutscht sind, auch wurde bei der ersten OP sehr viel Haut weggenommen, sodass ich mich jetzt frage, ob es überhaupt ratsam ist, die rechte Seite, bzw. Mitte noch operieren zu lassen, da ich befürchte, dass die Haut (sie ist straff wie nach einem Lifting) nicht mehr genug hergibt und ihr hinterher alles reißt.
      Unsere Hündin ist fit wie eh und je, sie zieht mein Fahrrad noch minutenlang, spielt, schmust gern, frisst gern und macht alles für ein Leckerchen. Montag fahren wir zur Untersuchung und die Ärzte meinten schon nach der ersten OP, dass sie nach 6 bis 8 Wochen nochmal operiert werden muss. Hat jemand Erfahrung, wenn auch die zweite Milchleiste entfernt wurde, speziell Wundheilung oder gar Reißen der Naht. Ich bin so unschlüssig, was ich tun soll, es geht ihr ja noch so gut, sie macht keinerlei Anschein, dass sie irgendwie leidet, ist nur noch verschmuster und guckt mich manchmal so tief und entschlossen an, als wüsste sie um ihre Krankheit.

      PS: Ich behandle sie mit einigen verschiedenen Kräutern und Wurzeln aus dem Reformhaus zur Entgiftung von Leber und Niere und zur Stärkung des Immunsystems.

      Hat jemand von Euch auch Erfahrung mit der Mastektomie auf beiden Seiten ?

      • keine schöne Sache, das tut mir leid für dich und deinen Hund

        jedoch denke ich, dass deine Frage bzgl. ob die Haut "reicht" etc. dir nur der behandelnde Tierarzt geben kann.

        Du sagst, dass die entfernten Tumore bösartig waren und auf der anderen Seite sind auch noch Tumore?....was empfiehlt denn der Tierarzt?

        Sieht er denn eine 100% ige Heilung nach beiden OP's bzgl. Metastasen oder so?

        schwierig

        Ja habe ich. es ist sicher nicht angenehm, aber das sind OPs nie. wenn es chance auf heilung gibt, dann im meinen augen absolut die sache wert. voher sollt natürlich abgeklärt sein (und in diesem fall sehr ausführlich!) dass noch nichts gestreut hat! 8 Wochen abstand hält man in der regel mindestens ein, aber das kann dir dein TA am besten beantworten.

        "hatte sie einen deutlichen Knubbel an ein, zwei Milchdrüsen. Ich las im Internet, dass es wahrscheinlich gutartig ist, wenn es sich leicht verschieben lässt" ich muss mich so beherschen: ist das dein ernst?!?! sie hatte die knoten schon vor einem jahr und du hast im internet gelesen, dass es wahrscheinlich gutartig ist...?!? und es dan gelassen?!? lieber eine ganze mastektomie ein jahr später als eine frühe kleine OP? ich kann solche leute nicht verstehen. 50% der Mammatumor die anfangs gutartig waren, werden bei der hündin im laufe der zeit bösartig. um so früher man operiert ums höher die chance auf heilung und kleiner die OP. wie kann man sich da nur nicht bei fachleuten informieren...

        "Ich behandle sie mit einigen verschiedenen Kräutern und Wurzeln aus dem Reformhaus zur Entgiftung von Leber und Niere und zur Stärkung des Immunsystems." na dann

        http://www.tierklinik-hofheim.de/die-klinik/fachbereiche/onkologie/haeufige-tumorerkrankungen.html

        Ich habe lange beim Tierarzt gearbeitet und habe oft solche Sachen mitoperiert. Bezüglich der Haut musst du dir keine Sorgen machen, die ist am Anfang sehr straff, leiert aber mit der Zeit aus, das wird kein Problem sein. Da wird nichts Reißen.
        Wichtig ist, das wurde hier auch schon erwähnt, dass man vor der Operation Röntgenaufnahmen der Lunge und des Herzens machen lässt um zu schauen ob der Tumor schon gestreut hat. Wenn keine Metastasen vorliegen, habe ich die Heilungschancen als gut erlebt. Das ist eine Riesenoperation und natürlich mit Schmerzen verbunden, aber auch das Spannungsgefühl wird nachlassen. Alles Gute für deinen Hund

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