Frage wegen katzen allein Haltung

    • (1) 24.04.16 - 12:02

      Hallo,

      Zuerst einmal , wir haben uns entschieden doch keine Katze zu kaufen. Da hier alle der Meinung sind , dass man Katzen nie alleine halten sollte. Jetzt hat mich meine Freundin vor einpaar Tagen gefragt , was nun ist. Als ich ihr das dann erzählt habe, meinte sie das man das nicht verallgemeinern darf. Sie hat ne Weile im Tierheim gearbeitet und hat oft erlebt , dass Katzen u.a. noch kitten abgegeben wurden , weil die sich nicht miteinander verstanden haben. Und Katzen auch mit Menschen glücklich seien können, vorallem dann , wenn immer jemand zuhause ist.Hat da jemand ebenfalls solche Erfahrungen gemacht?

      • Nur weil sich eine Katze nicht mit ein paar anderen Katzen versteht, heißt es ja nicht gleich, dass sie andere Katzen überhaupt nicht mag. Ich mag auch nicht jeden Menschen und komme trotzdem gut mit Menschen klar.

        Ich hatte als Kind lange nur eine Katze, die aber Freigänger war und mit einem Hund aufwuchs. Es ist auch immer ein großer Unterschied, ob die Katze schon älter oder noch ein Kitten ist.

        Hallo

        Meine Tabby ( BKH) ist seit 11 Jahren eine Einzelkatze ( Hauskatze mit Garten im Sommer)

        Die würde jede andere Katze töten. In unseren Garten traut sich keine Katze aus der Nachbarschaft mehr.

        Wir sind aber auch fast den ganzen Tag Zuhause und der "dicke Tiger " ist unser Ein und Alles.

        Zum besseren Verständnis;
        Unsere Tabby ist vom Züchter. Allerdings hatten die viele Kinder und Tabby hat sich jahrelang nicht anfassen lassen, hat unseren Besuch sogar gebissen.
        Anfangs wollten wir noch ein Geschwistechen von ihr dazu nehmen, aber beide hatten eine Pilzinfektion, woran unsere ganze Familie sich angesteckt hat und eine angeborene Herzkrankheit.

        Ich denke, dass es viele Katzen gibt, die mit einer Einzelhaltung zufrieden, ja sogar glücklich sind.

        Eva

        Mit Erfahrung kann ich dir zwar nicht dienen, aber ich habe auf Tierheim-Seiten z.b. auch schon öfter von zu vermittelnden "Einzelgängern" gelesen.
        Als ich das letzte Mal im Tierheim war erinnere ich mich z.b. auch an einen Kater der nur alleine gehalten werden sollte.

        Geh doch einfach mal ins Tierheim und rede dort mit den Leuten.

      • Hallo!

        Es gibt Einzelgänger-Katzen, die wirklich mit Artgenossen nicht gut zurecht kommen. Das sind aber meistens keine süßen kleinen Kitten, sondern ausgewachsene Tiere mit Vorgeschichte.

        Wenn das für Dich auch ok ist, eine Katze vom Tierschutz, die eben schon ein paar Monate älter ist und nachweislich nicht mit Artgenossen klar kommt, dann ist das auch ok. und bitte da als Maßstab nicht das 10-Quadratmeter-Zimmerchen mit 15 anderen katzen im Tierheim nehmen, sondern bitte eine Wohnung in ruhiger Umgebung nach mehreren Wochen Geduld ob sie sich noch zusammen finden. Dass es in Massenhaltung mit vielen Artgenossen manchmal nicht klappt ist ja nun wirklich kein Wunder, und bei Zusammenführungen sind die meisten Katzen die ersten Wochen lang nicht so begeistert vom Eindringling.

        Was gar nicht geht, ist, eine normale, gesunde Jungkatze alleine zu halten, die gar keine Chance hatte, mit Artgenossen zusammen zu leben. Eben weil es sehr soziale Tiere sind, die sich in aller Regel sehr gut mit Artgenossen verstehen. Um so schlimmer, wenn sie keinen Freigang haben, weil da das Leben oft aus 23 Stunden am Tag alleine und unbeachtet herum liegen bestehen, und einer Stunde mit den Menschen die da mal wirklich Zeit haben. Und das dann 15 Jahre lang.

        Naja , alleine wäre die Katze sowieso eigentlich nie länger als 1 Std am Tag , da bei uns immer jemand da ist. Ich arbeite nicht , also hätte ich mich intensiv mit ihr beschäftigt und später am nachmittag dann die Kinder. Deshalb wollten wir auch anfangs nur 1 Katze. Hat sich aber jetzt erledigt.

        • Finde ich schade.
          Warum gebt ihr keiner Tierheimkatze eine Chance ?

          • Weil wir eine ragdoll haben wollten. Ich will auch ein etwas jüngeres Tier, muss ja kein kitten sein. Im Heim sind überwiegen recht alte Tiere und die Dame meinte , dass die meisten keine Kinder mögen.

            • Hallo!

              Die meisten Tierheimkatzen sind noch keine 5 Jahre alt, aber Ragdolls sind da natürlich schon eher selten.

              Kinder mögen - naja, Kinder die mit klebrigen Fingern und motorisch noch altersbedingt eher ungeschickt ins Fell greifen mag keine Katze, gar keine. Auch kein teures Kitten vom Züchter. Ebenso verschreckt es so ziemlich jede Katze, wenn da Kinder mit Indianergeheul durchs Haus rennen, oder ein Kleinkind weint. Das liegt einfach in der Natur der Katzen.

              Verständige Kinder die schon eher im Grundschulalter sind, nicht mehr so plötzlich losheulen und die Wissen, dass man das Indianergeheul besser da macht, wo gerade keine Katze ist, die vorsichtig streicheln und dabei drauf achten, ob es der Katze gefällt - die sind normalerweise kein Problem.

              Man muss bei Katzen immer hinschauen wenn man sie streichelt, weil es oft nur ganz geringe Zeichen sind, wenn es zu viel wird. Und da sollte man schon beim ersten Ohren zucken aufhören, bevor man spitze Krallen in der Hand hat. Kinder die das noch nicht sehen müssen eben damit leben, dass sie öfter gekratzt werden.

              • Aber mal dumm gefragt: wieso geht die Katze nicht einfach weg, wenn es ihr zuviel wird?
                Eine Freundin hat auch ein solches Exemplar. Erst kommt sie, will gestreichelt werden und dann kratzt und beisst sie plötzlich. Und ganz ehrlich: ich und auch andere Erwachsene sehen da keine Anzeichen.
                Mein Hund geht einfach weg, wenn ihm Kinderbesuch etc. zu viel wird....wäre das nicht auch bei Katzen das normale Verhalten?

                • Nein, weil es Katzen sind.

                  Katzen sind hochgradig soziale Tiere, haben aber einen sehr komplexen Kodex des Verhaltens. Eine ganz minimale Körpersrache, die nur schwer zu erkennen ist - es kann wirklich nur ein kurzes Zucken mit dem Ohr sein.

                  Eine andere Katze würde das sofort verstehen, und die Katze der dieser Platz gehört den Platz alleine überlassen. die richtigen Liegeplätze haben eine ganz enorme Bedeutung. Für einen Gast ist es sowieso schon eine Ehre, sich überhaupt auf einem begehrten Platz hinsetzen zu dürfen.

                  Die Katze der Freundin kommt vielleicht auch gar nicht, um gestreichelt zu werden, sondern um mitzuteilen, dass Du auf ihrem Platz sitzt. Das kapierst Du aber nicht, sondern streichelst. Das sieht sie vielleicht ne kleine Weile als Beschwistigungsgeste, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem sie die Faxen dicke hat - auch Streicheleinheiten ändern nichts an der Tatsache, dass Dir der Platz einfach nicht zusteht. Schließlich wohnt die Katze da, Du bist nur Besuch.

                  Ein Hund würde übrigens auch ziemlich doof gucken, wenn Du Dich in seinen Hundekorb rein setzt. Nur sind die viel zu treudoof, um Dich da raus zu werfen. Und die Besten Liegeplätze von Katzen sind eben nicht in einer versteckten Ecke, sondern eher mitten auf dem Sofa. Und eine Katze kann locker 20 Stammplätze in einer Wohnung haben, und muss einen Besucher auf keinem einzigen der Plätze dulden.

                  Versuch nächstes mal einfach, Dich woanders hin zu setzen, wenn sie kommt.

                  • Danke für die Erklärung.
                    Aber wenn die Katze wirklich zwanzig Plätze in der Wohnung hat und du dich auf keinen setzen darfst, wird das mit dem Besuch schwierig....
                    Ich weiss nicht,ob das bei dieser Katze so ist, kann sein, aber ich habe schon das Gefühl, dass sie das streicheln geniesst. Schnurrt, reibt sich am Bein.
                    Wahrscheinlich stimmt der Spruch: Hunde haben Herrchen, Katzen Bedienstete...

                    Um genau zu sein markiert sie Dich mit den Duftdrüsen an der Seite ihrs Kopfes.

                    Katzen sind einfach anders, und wahrscheinlich ist ihr Zeichen dass jetzt genug gestreichelt wurde so dezent, ass Du es gar nicht bemerken kannst.

                    Hunde sind halt echt ein bisschen doof, vor allem im Vergleich, während Katzen ganz klar einen eigenen kopf haben. Sie ordnen sich einfach nicht unter, sondern manipulieren die Menschen. Eine Katze ist meistens deutlich konsequenter als ihr mensch, weswegen Erziehung meistens anders rum klappt - der Mensch macht irgendwann, was seine Katze von ihm will, weil sie einfach besser darin ist, ihre Wünsche durchzusetzen.

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