Muss man ein Tier einschläfern wenn man merkt das die Zeit gekommen ist?

    • (1) 25.04.16 - 18:35

      Hallo,

      ich frage aus folgendem Grund.
      Mein Oma Schweinchen starb dieses Jahr, sie hat auf einmal merkwürdig geatmet und wir waren beim Tierarzt.
      Es wurde ein Tumor im Ultraschall festgestellt. Da sie noch gefuttert hat und sonst munter war, durften wir sie noch mit nach Hause nehmen. Irgendwie hatten wir alle das Gefühl dass sie sehr wohl merkt dass sie gehen muss, aber ihre Sippe daheim sollte sie noch verabschieden können (klingt bescheuert, ich weiß. aber ich hatte eine tolle Schweinchengruppe und wollte einfach nicht ohne sie nach Hause kommen)
      So haben wir ihr noch einen schönen Nachmittag gemacht, ihr Lieblingsfutter gegeben und ihre Familie war echt noch sehr lieb mit ihr.

      Am Morgen hat ihre Freundin sie richtig abgeschleckt und gekuschelt und Feli lief noch munter durch den Stall.
      Ich habe sie dann in den Transporter gesetzt wie sonst auch und bin ins Auto. Auf dem Weg zum Tierarzt hat sie sich dann in meine Richtung gelegt, einmal tief geschnauft und ist eingeschlafen. Einfach so, keine Zuckungen und es sah auch nicht aus als hätte sie sich gequält. Sie ist dem Tierarzt einfach zuvor gekommen.
      Ich kam dann verheult mit totem Schweinchen in der Praxis an und mir wurde das Schweinchen aus dem Arm genommen und echt noch abgehört....

      Jetzt ist ihr Sohnemann gestorben. Ich kann nicht sagen warum, aber an diesem Tag war es irgendwie so ein Gefühl....er lag friedlich auf seinem Lieblingsplatz unter der Heuraufe.
      Er wurde 7 Jahre alt!
      Ich frage mich ob ich hätte sofort zum Tierarzt fahren müssen als ich dieses Gefühl hatte, es war nicht sichtbar das er sterben würde, nur ein klein wenig anderes Verhalten an dem Tag.

      Jedenfalls frage ich mich ob man ein Tier zum einschläfern bringen muss wenn der Tod absehbar ist, oder ob so ein Tier auch in vertrauter Umgebung sterben darf, innerhalb seiner Gruppe halt.
      Klar dass die Frage sich nicht stellt wenn ein Tier leidet, verletzt ist oder krank.

      Die Tiere welche ich begleitet habe auf dem letzten Weg, hatten Angst beim Arzt. Waren bisher immer Meerschweinchen die ich habe einschläfern lassen, hatte sie immer auf dem Arm oder wenigstens in den Händen gehalten.....
      Die Spritze brennt und tut weh und der Moment von der Spritze bis zum Tod ist irgendwie immer sehr stressig. Habe sogar schon auf eine Narkose vor der Todesspritze gebeten, das war dann schon besser aber noch immer waren die Tiere ängstlich.

      Ich habe das Gefühl dass sie daheim friedlich gehen können, auch wenn der Moment des Todes sicher kein Spaziergang sein wird.

      Was meint ihr dazu?

      Achso, es geht mir dabei nicht um gespartes Geld ! Rein um das Tier!

      Mona

      • Ein Tier einschläfern würde ich nur, wenn es sicher ist, dass es nicht mehr gesund wird und wenn man ihm so ein längeres Leiden erspart. Wenn es noch Freude am Leben hat, würde ich es weiter leben lassen.

        Generell hast du da sicher recht. Es wünscht sich wahrscheinlich jeder Besitzer eines alten Tieres, dass er eines Morgens sein Tier friedlich eingeschlafen vorfindet, ohne langes Leiden, ohne die berühmte Entscheidung treffen zu müssen...
        Leider wird das nur selten Realität.
        Und wenn du merkst, dass es dem Tier sehr schlecht geht, weißt du ja nicht, ob das Tier innerhalb einer ertragbaren Zeit friedlich einschläft oder sich noch tagelang erbärmlich quält.

        Eine Lösung ist vielleicht den Tierarzt ins Haus kommen zu lassen.

        Ein natürlicher Tod muss weder mit Angst noch mit Schmerzen vebunden sein, schwerer Atmen bedeutet nicht zwangsläufig Schmerz oder Angst , kein Appetit oder Durst mehr zu haben ist nicht qualvoll, sondern gehört zum Sterbeprozess dazu wenn die Organe ihre Funktion verlieren, sowohl beim Tier als auch beim Mensch.
        Es lohnt sich auf Verkrampfungen, Verspannungen und grosse Unruhe zu achten, das können Zeichen von Schmerz und Angst sein.

        • Ich stimme dir voll zu.

          Ich entscheide von Meerschwein zu Meerschwein, weil ich da Erfahrung habe.

          Manchmal ist es meiner Meinung nach schlimmer, dass Schweinchen aus seiner Umgebung zu reißen, Spritzen zu verpassen usw, als es hoffentlich friedlich einschlafen zu lassen.
          Allerding kann man das nur einschätzen, wenn man Erfahrung gesammelt hat.
          Ich hatte einmal falsch entschieden: Ich dachte die "alte" Dame (fast 10) schafft den Gang über die Regenbogenbrücke allein, sie hat noch gefressen, ist rumgelaufen, wurde aber schlapper. Ein paar Tage ging das so, dann vielen alle Haare aus und es ging nix mehr.
          Also, doch noch zum Tierarzt: Diagnose: alle Organe haben versagt, Stoffwechsel verabschiedete sich (daher der Haarausfall). Nur das Herz schlug und schlug. Ich habe sie dann einschläfern lassen.

          Lg Sportskanone

      Hallo!

      Ich warte normalerweise einige Stunden, ob ein krankes Tier den Weg von alleine findet. Wenn nicht, dann lasse ich es einschläfern, damit es sich nicht quälen muss. Manchmal dauert der eigentliche Sterbevorgang sonst mehrere Tage, das muss auch nicht sein.

      Mir ist es auch am liebsten wenn gerade die Schweinchen sich im Kreise ihrer Lieben verabschieden können, aber manche haben einfach ein Problem mit dem Loslassen, da geht kein Weg am Einschläfern vorbei, bevor sie Tagelang im Todeskampf vor sich hin dämmern.

      Vor der eigentlichen Spritze uins Herz zum einschläfern sollte IMMER eine Narkose gegeben werden, damit es sicher keine Schmerzen gibt. Oft reicht bei einem stark angeschlagenen Tier dann auch schon die Narkose, die dosiert man dann natürlich auch nicht so vorsichtig, das reicht dann in den meisten Fällen schon.

    • Wir hatten auch schon viel Meerschweinchen zu unseren Glück/Pech musste nur eins eingeschläfert werden werden weil sie nicht mehr laufen konnte.Nicht nur wegen den laufen sie hatte Krebs und der Hintere Teil war gelähmt.

      Leider sagen /zeigen Tiere nicht wenn Sie schmerzen haben oder Krank sind, erst wenn Sie nicht mehr fressen und nur noch daliegen dann dauert es nicht mehr lang.
      Wenn wir bei unseren Meerschweinchen so etwas bemerkt haben dann haben wir sie gelassen und nach spätestens 2 Tagen sind sie gestorben.

      Wir hatten unsere Tiere Videoüberwacht weil sie in der Garage gewohnt haben, dort hat man bei kranken Tieren gut gesehen waren sei allein waren sie schwerfällig kam ein anders Tier oder einer von uns hoppelten sie durch den Stall. Ich hatte auch das Gefühl sie hatten eine Bezugsperson die das gemerkt hat, dieses Schweinchen waren öfters zum kuscheln da und auch meistens beim Sterben dabei dabei.

      Wir lassen das Tier dann noch ca 30 Min bis eine Stunde im Stall liegen bis wir merken es interessiert sich keiner mehr dafür.

      Unsere Tierärztin rät zum zu Hause sterben aber ohne Qual.Solange wie es ihnen scheinbar gut geht sollen sie bleiben,quälen sie sich sichtlich dann schnellstmöglich zum Tierarzt.
      Wie du schon schreibst jeder gang zum Tierarzt und nicht nur das , jedes entfernen aus der Gruppe oder hochnehmen ist mit Stress und Angst beim Tier verbunden.

      Hi,

      es tut mir leid, dass Du so schnell hintereinander zwei Schweinchen verloren hast.

      Und zu Deiner Frage:

      Ich weiß nicht, was pauschal der richtige Weg ist. Vermutlich gibt es auch gar nicht "den" richtige Weg.

      Eins meiner Zwergkaninchen (Rudi) starb mit 7 Jahren bei einem Unfall, da hatte ich keinen Einfluß darauf. Mein zweites (Baby) habe ich mit 4 einschläfern lassen. Sie hatte sich beim dritten (Leo) mit Kaninchenschnupfen angesteckt und trotz Behandlung wurde es nicht besser. Als sie anfing, beim Atmen den Kopf nur noch hoch zu recken und trotzdem keine ausreichende Luft bekam, habe ich sie einschläfern lassen. Ich hatte ihr nochmal ihre Medis gegeben und sie etwa eine Stunde beobachtet, aber es wurde einfach nicht besser. Naja, und Leo, der schon ewig krank war und chronischen Schnupfen hatte, wurde mit fast 12 Jahren erst eingeschläfert, als seine Medikamente niht mehr anschlugen und die Schübe fast im Wochenrhythmus kamen. Man merkte ihm einfach an, dass sein kleiner Körper nicht mehr kann und ich wollte nicht, dass er wirklich um Luft ringen muss und dadurch Angst hat.

      Eins meiner Meeries lag - genau wie ein meiner "neuen" Kaninchen einfach eines Morgens tot im Stall/ Auslauf. Natürlich nicht beide gleichzeitg, aber bei beiden war am Abend vorher alles noch in Ordnung und keine Auffälligkeit vorhanden. Das zweite Meerie war irgendwann abends sehr apathisch, wollte nicht fressen, fühlte sich "kalt" an. Am Nachmittag flitzte es noch im Auslauf herum. Ich fuhr abends um 21 Uhr in die "Notaufnahme" der Tierklinik, weil ich den Eindruck hatte, dass Chap sterben würde - und ich wollte ihm die Chacne geben, doch noch gesund zu werden oder eben mit Hilfe einzuschlafen. Leider geriet ich an eine besch... TÄ. Ich hatte ihr gesagt, wenn die Chacne schlecht steht, dass Chap sich erholt, dass sie ihn dann bitte einschläfern soll. Ich würde ihn nicht aus Eigenutz unnötig am Leben halten wollen. Chap hatte massive Untertemepratur, aber damals wusste ich nicht, dass das schon so "kalt2 war, dass er gar keine Chance mehr hatte :-(. Ich bekam ihn nach div. Spritzen wieder mit nach Hause. Keine 40 min später schlief er für immer in meiner Hand ein. Ob er gelitten hat? Ich glaube nicht, er atmete irgendwann tief ein und dann war es vorbei. Allerdings mache ich mir Vorwürfe, dass ich auf die TÄ und nicht auf meinen Bauch gehört habe. Diese knappe Stunde sterben wäre nicht mehr nötig gewesen.

      Meine Vögel (Kanaries & Nymphensittiche) schliefen alle im Käfig ein und waren einfach am nächsten Morgen tot. Nur den Nymphensittich meines Vaters habe ich beim TA einschläfern lassen. Er konnte weder fliegen noch sich auf den Beinen halten. Er musste sich immer mit dem Schnabel an der Käfigschale oder dem Futternapf festhalten, um einigermaßen stehen/sitzen zu können. Meinen Vater hat sich das viel zu lange angeschaut...

      Heute würde ich, wenn ich denke, dass ich einem Tier - egal, ob Hund, Katze oder Kleintier beim Übertritt auf die andere Seite helfen muss, den TA bitten zu mir zu kommen. Das Geld, was es extra kostet, ist mir diese entspannte Situation definitiv wert (bei den Hunden waren das 15€ extra). Allerdings ist es bei vielen Tieren auch kein Problem, wenn sie einfach sterben. Bei uns war weder bei den Ninchen noch bei den Meeries irgendwie Radau im Auslauf. Also gehe ich davon aus, dass alles entspannt und ohne Leiden / Todeskampf abgelaufen ist. Gehört hätte ich sie nämlich, weil der auslauf im Zimmer neben unserem Schalfzimmer war und die Verbindungstür immer offen.

      Gruß
      Kim

      Hallo,

      ich würde mir auch wünschen, dass unsere Tiere einfach friedlich einschlafen und nicht mehr aufwachen. Leider ist das aber nicht immer der Fall und hier greifen wir - schweren Herzens - zu der Einschläferung.

      Bisher hatten wir ein Mal das Glück, dass unsere Katze hier bei uns im Wohnzimmer einfach umgefallen ist. Sie hat noch gefressen, Wasser getrunken und war bei mir. Ein paar Minuten später gehe ich die Treppe rauf und sie lag da. #zitter Ich hatte Stress, war darauf nicht vorbereitet und hab natürlich auch geschaut, was sie hat #schwitz. Es war kein Lebenszeichen mehr da.... Außer abdecken konnte ich nichts tun. Wegpacken ging gleich gar nicht, also musste ich auf meinen Mann warten - unangenehm.

      Timmy, Hütehund, damals war 15 Jahre alt, ihm ging es ebenfalls gut. An einem Tag kam er allerdings nicht mehr hoch und pullerte auch im Liegen einfach los. Er fraß nichts mehr, wollte kein Wasser kein nichts. Nein. Hier schauen wir nicht zu. Die Kinder haben sich noch lange von ihm verabschiedet, ihn gestreichelt und geknutscht. Wir rollten ihn auf seine Decke und schleppten ihn dann ins Auto. Den Rest kann man erahnen.

      Bei Leo - 75 Kilo Hund - war es nicht schön. Er war genau 5 Jahre alt und es war abends, als er vom Schlafzimmer nicht mehr hoch wollte. Wir haben alles versucht, nichts, er konnte sich nicht mehr bewegen. Auch hier blieb nichts anderes übrig als ihn in Decken zu wickeln und mit Hilfe vom Nachbarn die Treppe runter uns ins Auto zu zerren. Beim Tierarzt wurde noch alles gemacht, Röntgen, Blut, Ultraschall. Beidseitiges akutes Nierenversagen.

      Es hätte einen Weg gegeben, alle zwei Tage mit einer Dialyse in München, ihn durchzubringen bzw. die Lebenserwartung um ein paar Monate zu verlängern. Wir haben uns dagegen entschieden. Für Leo wäre es eine Qual geworden, wenn wir ihn wieder so mitgenommen hätten in diesem Zustand und auf den natürlichen Tod gewartet hätten.

      Auch hier kam die Euthanasie zum Tragen. Gelitten hat er nicht. Er hatte vorher schon eine Beruhigungsspritze und es ging sehr, sehr schnell. Es war für uns ganz ganz schlimm. Selbst im Wartezimmer von der Tierklinik trat betretene Stille ein, als ich verheult, fix und fertig meine Rechnung mit dem Halsband in der Hand bezahlt habe, hat ja jeder mitbekommen, wenn so ein riesen Tier auf ner Trage reinrollt.... und auch noch als Notfall gleich drankommt.

      Leider kann man sich den Tod nicht so wünschen. Es kommt wie es kommt. Der Vorteil bei Tieren zum Menschen ist einfach immer noch die Euthanasie und das finde ich gut so wie es ist.

      LG
      Caro

      Hallo,

      ich finde, das Bauchgefühl ist in so einer Situation sehr wichtig!
      Vor 2 Jahren ging es einem meiner Kaninchen nicht gut. Ich schob es noch bis zum Nachmittag hin, dann nahm ich sie aus ihrem Gehege mit ins Haus. Dort setzte ich mich mit ihr in eine ruhige Ecke, umfasste ihr Köpfchen und sagte, dass es ok ist, dass sie gehen muss und wenn sie es alleine nicht schafft, dann fahre ich sie gleich zum Tierarzt. Sie war 9 Jahre alt.
      Da entspannte sie plötzlich und nahm den letzten Atemzug.

      Ihrer Partnerin ging es 1 Jahr ähnlich, da fackelte ich nicht lange, fuhr sie zum Tierarzt - war einfach ein Bauchgefühl, so zu handeln.
      Sie hatte einen Augentumor und wurde sofort eingeschläfert.

      Ebenfalls fuhr ich mit meiner Katze vor einigen Jahren in einer Nacht und Nebelaktion in die Tierklinik. Es wurde eine Aortenstenose diagnostiziert und die Möglichkeit, sie sofort einschläfern zu können war mir ein Segen, denn die Katze litt unglaubliche Schmerzen, ihre Schreie werde ich nie vergessen!

      Ich bin der Überzeugung, Tiere sterben anders als Menschen, der Tod ist für sie eine Selbstverständlichkeit und Teil ihres Daseins - aber wir Menschen können schlecht aushalten!
      Immerhin stirbt der größte Teil der Tierwelt ohne einschläfern - in einem Schlachthof, oder in der Natur!

      LG Pechawa

      Soweit Meerschweinchen an Altersschwäche sterben, sollte man sie nicht einschläfern. Der Tod kommt meistens sehr schnell und dann sollte es auch zu Hause sterben. So habe ich es kennen gelernt.

      Meine letzte Geschichte: Nach einer kleinen OP ging es meiner ältesten Dame nicht sehr gut. Sie war damals nicht mal 4 und der Tierarzt sprach schon von Einschläfern (O-Ton: Meerschweinchen werden ja nicht so alt). Sie kämpfte sich ins Leben zurück und lebte noch weitere 2,5 Jahre. Sie wurde zwar auch nicht sehr alt, hatte nach dieser kleinen OP immer wieder Probleme, kam nie wieder auf ein ordentliches Gewicht, sodass 6,5 - meistens gesunde - Jahre für sie wirklich gut waren. Sie ist dann auch recht schnell eingeschlafen, hat aber bis zuletzt gekämpft. Nachdem sie häufig genug beim Tierarzt war, wollte ich ihr eine Einschläferung nicht antun. Als ich früh aus dem Haus ging, wusste ich, dass sie nachmittags tot ist. Ich habe ihr eine kleine Klappkiste ausstaffiert und sie mit einem Handtuch zugedeckt. Die Kiste blieb im Gehege stehen, sodass die anderen noch um sie rum waren. Sie konnte friedlich einschlafen.

      Wenn ein Tier nicht leidet sondern einfach so aufhört zu atmen, einschläft und nicht mehr wach wird.....warum soll man dann mit ihm zum Tierarzt.

      Ich habe bei unserem alten Katertier immer gehofft ihn morgens einfach eingerollt auf seinem Kissen zu finden, aber er hat mir den Gefallen nicht getan. Die Entscheidung zu treffen das heute, jetzt der Moment gekommen ist.......ganz, ganz scheiße.

      Wir wussten lange das er Nierenkrank war und die Tierärzte hatten uns auch gesagt das er mit Medikamenten zwar noch gut einige Jahre hat aber das die Nieren irgendwann versagen werden, das konnte man nicht abwenden. 5 Jahre hat er mit Medikament noch gelebt und das Leben auch genossen. Aber als die Nieren dann versagten ging es ihm elend, er hatte Wasser im Bauch und in der Lunge was das Atmen schwer machte, er hatte richtig Atemnot und litt. Also konnte ich nicht sagen "Warte mal noch einen Tag", dann wäre er qualvoll erstickt. Das wollte ich ihm ganz sicher nicht an tun.

      Also um deine Frage zu beantworten:

      NEIN MUSS MAN NICHT ABER SOLLTE MAN!
      Denn ganz ehrlich wenn man weiß man kann dem Tier nicht mehr helfen, es quält sich und leidet dann würde ich den Schritt gehen!

      Ela

      • Mmmh...ich bin mir halt nicht mehr sicher. Als ich gesehen habe wie leicht mein eines Tier in den Tod glitt und dann z Vergleich daran denke wie viel Angst ein anderes hatte beim Tierarzt als es die Spritze bekam, denke ich dass einschläfern nur Sinn mache wenn ein Tier sich quält. Ob das natürliche sterben in der Gruppe echt schlimmer ist?

        • Sterben hat was mit "loslassen" zu tun. Es gibt Tiere, die kein Problem damit haben, ihre Zeit ist da, und sie lassen einfach das Leben los und gleiten in den Tod. Kein problem, es geht schnell, und alles gut.

          Aber es gibt auch Tiere, die sich mit der allerletzten kraft weiter an den Funken leben klammern, der in ihnen steckt, und das kann sich dann über Tage hin ziehen. Tage in denen sie nur röchelnd Luft holen können, weil sich flüssigkeit in der Lunge sammelt, in denen sie schlimme Bauchschmerzen haben, weil sie das Fressen eingestellt haben, Tage voller Verzweiflung, in denen sie sich trotzdem am Leben fest klammern.

          Es gibt auch Menschen denen es so geht, die längst ein Pflegefall sind, und trotzdem einen Schlaganfall und zwei herzinfarkte überleben, weil sie es einfach nicht schaffen, los zu lassen. Auch da würde ich mir durchaus wünschen, dass Sterbehilfe erlaubt wäre.

          Ja, es ist nicht schön, das einschläfern, vor allem die Fahrt zum Tierarzt, die Zeit im Wartezimmer, das raus gehen mit der leeren Box. Vielleicht findest Du aber auch einen Tierarzt, der gegen entsprechenden Zuschlag zu Dir kommen würde, das ist wesentlich stressfreier, und das Tier kann dann in sein Gehege gelegt werden um einzuschlafen, und bekommt dann nach der Narkose erst dann die tödliche Spritze, wenn es schon ganz tief schläft und nichts mehr merkt.

          Bei sehr stressempfindlichen Tieren lasse ich also den Tierarzt kommen, bei denen die bisherige Tierarztbesuche sowieso immer gut weg gesteckt haben oder die sich bereits in einem Dämmerzustand befinden und sowieso nicht mehr viel mitbekommen bringe ich zum einschläfern in die Praxis. Spätestens am nächsten morgen, wenn der natürliche Sterbevorgang nicht über nacht eingetreten ist, oder wenn ich sehe, dass es wirklich nur noch sinnlose Quälerei ist, bei einem Tier das nicht loslassen kann.

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