Hund eingesperrt....

    • (1) 06.05.16 - 07:22

      Hallo,

      meine Nachbarn, ein ziemlich labiles, junges Pärchen, hat sich vor ein paar Wochen einen Welpen geholt. Einen Pitbull-Schäferhund-Mix. Von Privatpersonen. Da die Eltern der jungen Frau gegen den Hund waren und das Paar bei den Eltern wohnt, wurde der Hund kurzerhand in den Schrebergarten (ca. 500 m vom Haus entfernt) verfrachtet. Der Hund ist dort nun den ganzen Tag in einem Geräteschuppen eingesperrt. Abends wird mal mit ihm Gassi gegangen. Mehr nicht. Der Besitzer des Hundes ist sehr aggressiv und ich kann mir gut vorstellen, dass der Hund das auch zu spüren bekommt.

      Das Gartengrundstück ist nicht umzäunt. Lediglich eine löchrige Hecke umgibt es. Der Schuppen sieht nicht vertrauenerweckend aus, dass er einem ausgewachsenen Hund später standhalten könnte. Was mich beunruhigt, der Garten liegt neben einem Kinderspielplatz.

      Mir tut zum einen der Hund total leid. Es ist Tierquälerei was sie machen. Zum anderen habe ich wirklich Bedenken, was passiert wenn der Hund größer ist. Es kümmert sich keiner um ihn, er kam mit 5 Wochen von der Mutter weg, genießt keine Erziehung, steckt den ganzen Tag im Schuppen fest und hat ein aggressives Herrchen. Was wenn der Hund ausrastet? Da hält dieser Schuppen nicht stand. Was wenn er auf die Kinder los geht? Wie kann ich diesem Hund helfen?

      Gemeldet ist er nicht als Pitbull-Mix, sondern als Schäferhund-Mix um Steuern zu sparen. Hat man nicht als Besitzer solcher Rassen bestimmte Auflagen zu erfüllen? Habt ihr einen Rat für mich? Ordnungsamt? Ich bin planlos.

      LG

      • Ins Gewissen geredet haben wir, auch ihre Eltern, Ihnen schon, als sie den Hund völlig planlos angeschafft haben. Aber alles reden bringt nix. Sie sind vollkommen beratungsresistent.

        Und bevor ihr euch aufregt, ich habe generell nichts gegen Pittbulls oder Listenhunde. Im Gegenteil. Gut geführt und behandelt sind das wunderbare Tiere. Ich würde mir die gleichen Gedanken machen, hätten sie einen Dackel eingesperrt ;).

        Bitte Wende Dich ansVeterinäramt und schildere die Zustände.

        Das ist ja weit weg von den Mindestvorschriften an "Zwingerhaltung" sondern eindeutig nicht mehr im erlaubten Rahmen, daher stehen die Chancen gut, dass der Hund weg genommen wird. Ich habe so meine Zweifel, dass die einen richtigen Zwinger für ein paar tausend Euro bauen wollen.

        • Ich glaube, die bauen keinen Zwinger. Dazu fehlt Geld und Interesse.

          Wie gesagt, der Hund wurde planlos angeschafft. Er wollte einen großen Hund. Der Schwiegervater sagte klar "Nein". Nun standen sie plötzlich mit dem Welpen vor der Tür. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die Eltern doch weich werden. Aber weit gefehlt. Die Eltern blieben bei der Aussage, dass kein Hund ins Haus kommt. Seit dem fristet er sein Dasein im Garten. Ich habe inzwischen auch meine Bedenken, dass der Hund überhaupt angemeldet ist. Denn für Tierarzt, Versicherung ect. fehlt einfach das Geld. Ihre Tochter wird von den Großeltern finanziert weil kein Geld da ist. Diese sagten aber klipp und klar, dass sie keinen Cent für den Hund ausgeben.

      Oh nein, das arme Würmchen, er ist doch noch so jung und schon so allein #heul #heul

      Bitte ruf ganz schnell beim Veterinäramt an - die müssen was tun, ich mag gar nicht dran denken, wie die Luft in dieser Hütte sein muss und es soll ja noch wärmer werden #schmoll

      Bei uns ist das Ordnungsamt für solche Fälle zuständig. Die leiten dann alle weitern Schritte ein. Man kann sich auch direkt an den örtlichen Tierschutzverein wenden, die kümmern sich ebenfalls.

      LG

    • Oh nein.....wie lange ist denn die kleine Maus da schon drin? Das ist ja schrecklich.

      Hast du schon jemanden erreicht bei Veterinär oder ordnungsamt?

      Hoffentlich müssen die nicht einfach ne Strafe zahlen sonder nehmen denen den hund sofort weg. Wer einen fünf Woche jungen welpen kauft und auch verkauft dem gehören die hände abgehackt.
      Notfälle ausgeschlossen.

      Berichte Bitte weiter von dem kleinen Kerl :-(

      Ich habe gestern auf dem Ordnungsamt angerufen und Bescheid gegeben. Sie sagten, dass sie sich drum kümmern. Wenn ich es richtig verstanden habe, wollten sie das Veterinäramt einschalten.

      Der Hund ist jetzt ca. 3 Wochen dort. Ich mach mir ja schon Vorwürfe nicht gleich gehandelt zu haben. Schon als ich hörte, dass der kleine Kerl mit 5 Wochen von der Mutter weg kam, und dass sie vorhaben, ihn in den Garten zu bringen, hätte ich was tun sollen. Ich hätte aber wirklich nicht gedacht, dass die das durchziehen. Denn bisher waren sie sehr tierlieb. Katze und Kaninchen werden artgerecht und sehr gut gehalten. Auch um die Tiere der Nachbarschaft wird sich liebevoll gekümmert, wenn die Besitzer im Urlaub sind. Aber das machen alles ihre Eltern und ich denke, dass sie Angst vorm Schwiegersohn haben und deshalb sich nicht getraut haben was zu sagen. Hoffen wir das Beste für den kleinen Racker. Ich melde mich wieder sobald ich was neues weiß.

      LG

      • Danke, dass Du aktiv geworden bist!

        Bitte bleib dran... gerade die Vet-Ämter arbeiten gerne so langsam, bis alles zu spät ist...
        Frag regelmäßig nach, ob jemand dort war, führe regelmäßig Protokoll - wenn das geth, etc.

        Lg
        Kim

        (10) 09.05.16 - 16:13

        Bitte bleib am Ball! Lass dich nicht mit der telefonischen Aussage abspeisen, dass sich gekümmert wird. Es gibt immer dringendere Fälle. Nicht, dass das kleine Kerlchen in Vergessenheit gerät. Ruf am besten alle 1-2 Tage an und erkundige dich, wann jemand kommt. Irgendwann haben sie die Nase voll von dir und schicken jemanden. Du hälst eine kleine Seele in deinen Händen.

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