Welpen stubenrein und ans Alleinsein gewöhnen in 3 Wochen möglich??

    • (1) 10.05.16 - 16:18

      Hallo zusammen,

      ich habe mal eine Frage an die erfahrenen Hundebesitzer hier. Und zwar hat sich eine Freundin von mir einen Beaglewelpen gekauft, den sie in drei Wochen vom Züchter abholen kann, dann ist er 9 Wochen alt. Sie und ihr Mann arbeiten beide Vollzeit, sie haben eine 12jährige Tochter, die noch zur Schule geht. Von 9 - 14 Uhr ist niemand Zuhause. Der Züchter hat ihr erzählt, es wäre kein Problem, den Hund in 14 Tagen stubenrein zu bekommen und dazu zu bringen, dass er die 5 Stunden täglich allein Zuhause bleibt.

      Ich habe mir selbst nie einen Hund geholt, weil wir alle arbeiten gehen bzw, zur Schule und ich eigentlich immer nur gehört habe, dass Hunde nur in Ausnahmefällen 5 Stunden und länger allein gelassen werden können, schon gar nicht als Welpen und nicht täglich. Das habe ich auch meiner Freundin gesagt, aber der Züchter hat sie so eingelullt, dass sie nun glaubt, wenn sie 3 Wochen Urlaub nimmt, um den Welpen einzugewöhnen, dann kann sie danach normal wieder arbeiten gehen.

      Ich wollte hier daher mal Erfahrungen und Meinungen dazu hören von Hundebesitzern. Sehe ich zu schwarz, wie sie mir vorwirft, oder was sind Eure Erfahrungen? Bin gespannt auf die Diskussion zum Thema. :-) Danke schon mal fürs Lesen und Antworten!

      • Nein und nochmals nein, in 3 Wochen geht das niemals

        Und dass dies ein seriöser "Züchter" ist glaube ich auch nicht. Das kann nur ein Vermehrer sein. Was soll der Hund denn kosten? Frag sie mal. Ein Beagle von einem gewissenhaften Züchter bekommt man nicht unter 1.000,- Euro.

        Das arme Würmchen, solange alleine lassen. Welpen müssen in den ersten Wochen mind. alle 2 Stunden und öfter Pippi machen, nach den Mahlzeiten und nach dem Spielen. Die einen werden schneller stubenrein, die anderen brauchen länger.

        Ans Alleine sein gewöhnt man den Hund langsam, wie soll das bei ihnen gehen? Dann ist er gerade mal 12 Wochen alt und wird mehr als 5 Stunden alleine gelassen, da sind Pfützen und Häufchen im Haus vorprogrammiert - boah, da krieg ich Halsschlagader.

        Für einen Hund muss man sich mehrere Stunden täglich Zeit nehmen über den Tag verteilt.

        Ich könnte hier jetzt noch so einiges schreiben, was dagegen spricht....das wird deine Freundin aber nicht abhalten.

        Vernatwortungsloses, egoistisches Pack - sorry :-[

        • du handelst verantwortungsvoll und sagst dir, dass du nicht genug Zeit für einen Hund hast, obwohl du dir auch sehnlichst einen wünschst

          so war es bei mir auch - über 20 Jahre lang hätte ich einen Hund haben können, obwohl ich am Schluss NUR noch 2 Nachmittage die Woche gearbeitet habe, sagte ich mir, dass ein Hund nicht geht

          Und jetzt bin ich ganz zuhause und siehe da, wir haben seit einem Jahr einen Labrador. Ihm fehlt es an nichts, er wird umsorgt, er ist nur ganz ganz selten mal für 1-2 Stunden alleine, wir sorgten vorab dafür, dass die Voraussetzungen zur Hundehaltung stimmten und haben nichts über dem Knie abgebrochen

          • Danke für deine Antwort. Das habe ich ihr auch alles schon gesagt, aber sie will davon nichts hören und meint nur, ich soll mich mal locker machen, sie kriegen das schon hin, und seit ich weiter Bedenken äußerte, will sie mit mir über das Thema nicht mehr sprechen.

            Ich halte es einfach für eine Schnapsidee und dass der Hund nur zur Befriedigung IHRER Bedürfnisse her muss, da sie schon immer einen wollte, und was der Hund braucht und will, ist egal, so kommt es mir vor. Ich hatte ihr auch schon gesagt, sie sollen sich doch erst Mal einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim holen als Einsteiger, nicht direkt einen Welpen, wenn Zeit und Erfahrung fehlen, aber jede Vernunft in der Hinsicht prallt an ihr ab.

            Ich mache mir echt jetzt schon Sorgen um den kleinen Wurm, hatte gehofft, vielleicht kann jemand diese Sorgen hier von mir nehmen, aber wenn ich deine Antwort lese, werden die Sorgen eher noch größer.

            Der Hund kostet 1350€ und ist von einem namenhaften Züchter, der gleichzeitig Hundetrainer ist und mit seinen Hunden schon viele Meistertitel eingeheimst hat. Ich habe aber den Verdacht, dass sie ihm gegenüber die Zeiten, die der Hund tatsächlich allein sein wird, etwas beschönigt hat, anders kann ich mir das nicht erklären, dass er da noch zuredet. Sie hört da wahrscheinlich eh nur, was sie hören will, wenn der sagt "manche lernen es in 2 Wochen und andere in 2 Jahren", dann hört sie nur "das geht in 3 Wochen"... würde zu ihr passen. #augen

            Und dann noch einen Beagle, so lauffreudige Tiere, und sie fährt auch für 500m mit dem Auto. Das soll sich jetzt angeblich alles ändern...#schock

        Was ist für dich ein seriöser Züchter und wie soll das ein Laie erkennen?

        • ich schieb mich mal rein und antworte. Ein Laie ist so lange ein Laie, so lange er keinen Hund hat und auch nicht mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund an zu schaffen. Spätestens dann sollte er aus dem Laien- in den Interessierten-Status wechseln. Und dazu gehört, dass man sich informiert. Teil dieser Informationen ist, dass man dann weiss, dass ein Welpe nicht schon mit 9 Wochen dem Muttertier weg genommen wird. Und dass ein wirklich guter Züchter das nie machen würde

          • Woher weiß er dass diese Wahrheit die einzige ist die gilt. Gibt es doch zig Fachleute die sagen nehm auf keinen Fall einen Hund älter als 9 Wochen. Z.B. im VdH. Mit Studium und Pipapo. Oder die Züchter bei denen du vorne in ein Hund idyll kommst die hinten versteckt Zwinger haben. Oder die die bewusst mit Hunden mit großen charakterlichen Manko weiter züchten. Oder oder oder.

            • hm.

              Dann spätestens bei der Aussage, dass ein Welpe inner halb 3 Wochen stuben rein wird und bedenken los mehrere Stunden ohne irgend welche negativen Auswirkungen alleine bleiben kann.
              Außerdem sollte jeder mit seinem eigenen, gesunden Menschenverstand aus gestattet sein der einem sagt, dass man ein Baby/Kleinkind nicht zu früh von der Mutter bzw. seiner Familie trennt und dann innerhalb kürzester Zeit lange allein lässt.

              • Du das finde ich auch. Aber ich finde die Aussagen immer quatsch dass so was ein Vermehrer sein muss und ein Hund vom gewissenhaften züchter über den 1.000 Euro kosten muss. Es gibt genug so genannte Vermehrer mit mehr gewissen als so mancher VdH züchter. Und das sind teilweise vom Sachverstand der Zucht her richtig richtig gute Züchter. Aber die verkaufen dir ohne mit der Wimper zu zucken den Border Collie für 2.000 Euro in ne 3 Zimmer Rentner WG.

                • ich hab ja irgend wie ein Problem mit Züchtern generell. Ich kanns nicht beschreiben, die Züchter selbst können ja nichts dafür, für die ganzen Richtlinien hin sichtlich Aussehen etc. Ich frag mich trotz dem, wie man dann so was über haupt macht
                  Gesund und lebens fähig soll ein Tier sein! Z. B. der Platz, der dem Hirn zur Verfügung steht oder die Schnauze/Nase muss aus reichend sein und nicht einem angeblichen Schönheitsideal geopfert werden.

                  Aber das gehört jetzt nicht hier her

                  Hallo!
                  Bei Beaglen wird nicht auf Aussehen gezüchtet, nur auf Charakter. Das ist ja das tolle an Beaglen;-)

                  Lg Sportskanone

                  • >>Bei Beaglen wird nicht auf Aussehen gezüchtet, <<

                    käme man nie drauf, wenn man sich den Rassestandard so durch liest
                    vor allem hin sichtlich der Farbe (die ist doch ein Teil vom Aussehen, oder?)
                    >>Farbe
                    Dreifarbig (schwarz, braun und wei?); (blau, wei? und braun); dachsfarbig gefleckt (Badger-pied); hasenfarbig gefleckt (Hare-pied); zitronengelb gefleckt (Lemon-pied); zitronengelb (lemon) und wei?; rot (red) und wei?; braun und wei?; schwarz und wei?; ganz wei?.
                    Mit Ausnahme von ganz wei? können alle oben genannten Farben auch ‚Mottles’ (getüpfelt) sein. Keine anderen Farben sind zulässig. Die Rutenspitze ist wei?.<<
                    http://www.beagleclub.de/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=38

                    • Einzig die Rutenspitze muß weiß sein. Rate mal, warum so viele "Schattierungen" erlaubt sind? Sie dürfen sogar nur 2 Farbig sein oder die Decke nicht geschlossen usw.

                      Irgendwelche Farben muß man wohl im Standart festlegen, da es aber alle sind, die vorkommen können, wenn man Rassetiere verpaart, ist es also fast wumpe.

                      Tatsächlich wird darauf nämlich sehr wenig wert gelegt.

                      • die Farbe Leber scheint aber trotz dem "verboten" zu sein

                        • Ja, ich meine dehalb, weil da dann irgendwann ein MIschling mit eingekreuzt wurde. Aber da bin ich nicht sicher.

                          Aber bei Beagle ist es hauptsächlich so gewesen, dass nicht besonders "schöne" Tiere zum züchten genommen wurden (sind ja zur Jagt als Meutehund gezüchtet worden), sondern es wurden rigeros alle Tiere aus der Meute aussortiert, die Aggressionen zeigtem Futterneid, nicht gut liefen usw. Dabei war die Fellfarbe total egal.

                          Die Schwanzspitze an der aufgerichteten Rute war wichtig, damit man die ja recht kleinen Hunde besser im Unterholz sah! Und auch nur, wenn sie das (vom Jäger erlegte) Tier gefunden hatten, durfte gebellt werden.
                          Da unsere Beagelin nicht Jagt und somit kein erlegtes Tier aufstöbert, bellt unsere gar nicht.
                          Beagle sind auch so verfressen, weil sie darauf gezüchtet wurden, tagelang neben Pferden zu laufen und zu essen, was sie eben im WAld und Unterwegs fanden. TRotzdem kann man problemlos 6 Beagle an einen Napf setztem-jeder gönnt jedem da Futter. Beim FRessen das Futter wieder wegnehmen, auch kein Problem.

                          Fellfarben des Beagle

                          Eine bestimmte Färbung des Beagles gibt es nicht.
                          Jede Fellfarbe ist ein Unikat; wie man so schön sagt.
                          Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Ein bunter Haufen!
                          Denn selbst Hunde die den gleichen Typ Fellfärbung mitbringen, sehen lange noch nicht gleich aus. Die Verteilung der Farbanteile ist bei jedem Tier unterschiedlich, und die Farben selbst können sehr verschieden ausfallen.

                          Und das ist beim züchten verschiedener Hunderassen nach Standart schon ungewöhnlich.

                          in der Tat!

              (20) 11.05.16 - 21:40

              Also 1000 Euro sind schon realistisch, wenn man mal die Kosten überschlägt.

              -Kosten der Elterntiere bzw. Decktaxe für Rasse-Rüden

              -Elterntiere vor dem Deckakt beim Tierarzt untersuchen lassen inkl. Röntgenbildern, Blutuntersuchung etc.

              - Futter Hündin in der Trächtigkeit, Tierarzt in der Trächtigkeit

              - ggf. künstl. Besamung und Kaiserschnitt, bei manchen Rassen geht es ja gar nicht mehr anders

              - Tierarzt für die Welpen, Entwurmungen, Impungen

              -Welpenfutter für 2-3 Monate

              - Ersatz von allem was die Welpen vernichten, Unmengen Unterlagen, Decken, Waschmaschinenladungen

              Also bei einem kleineren Wurf bleibt da sowieso schon nicht wirklich viel übrig. Klar, der Züchter hätte wahrscheinlich auch ohne Zucht Hunde - aber vielleicht keine 6 Stück, sondern nur zwei. Also ein Teil der Haltungskosten sollte schon durch die Zucht gedeckt sein, erst recht die Mehrkosten die im direkten Zusammenhang stehen. Wenn man jetzt Rassen mit 6 Welpen pro Wurf hat geht es ja noch, weil man die Kosten durch entsprechend viele Köpfe teilen kann, aber bei Rassen die nur 1-3 Welpen pro Wurf haben wird es eng. Und mehr als 3 Würfe pro Hündin macht man ja auch eher nicht, dann geht die in Rente. Viel Geld bleibt da schon nicht hängen.

              Reich wird man nur, wenn man eben nicht zum Tierarzt geht, sowohl Voruntersuchungen, Schwangerschaftsuntersuchungen und Behandlung der Welpen einspart und noch dazu das allerbilligste füttert.

              • (21) 12.05.16 - 05:13

                Ich zweifel doch nicht die 1000 Euro an sondern sage dass das allein keinen gewissenhaften züchter ausmacht. Ich habe selber Hunde von VdH Züchtern und bin durch den Sport mit vielen auch näher bekannt. Da gibt es viele tolle aber auch viele da rollt es einem die Fussnägel hoch. Und diese Vetternwirtschaft dort. Da könnt ich manchmal echt ko...

        Unser Beaglewelpe ist von einem Vdh Züchter, er war 11 oder 12 Wochen alt, als wir ihn abholten, da wir dann in den Urlaub gefahren sind, hätte er auch noch länger bei Mama und Oma bleiben dürfen. Wir wollten ihn aber mit in den Urlaub nehmen. Was auch super war.
        Niemals hätte ich einen jüngeren Welpen geholt.

        • Ja und ist das Standard bei den Züchtern?
          Meine Hunde kommen auch von VdH Züchtern und waren immer über 11 Wochen. Aber Standard ist es nicht und auch nicht vom VDH vorgeschrieben.

          Ich sage nicht alle VdH Züchter sind schlecht. Ich bin selbst im VdH und werde auch weiter meine Hunde nur über VdH züchter holen und meine ausstellen. Aber das Nonplusultra ist dieser Verband nicht.

          • WEiß ich nicht, ob das standart ist, aber als mündiger Bürger, kann ich da ja selbst entscheiden, wann und im welchem Alter ich mir meinen Hund abhole. Wenn ein Züchter sagt bitte 9. Woche holen, sage ich Nein.

            Es sind immer 2 im Spiel: Einer machts, der andere läßt es zu!
            Das problem sind so viele unwissende, schlecht informierte Käufer.

    (25) 12.05.16 - 10:37

    >>Teil dieser Informationen ist, dass man dann weiss, dass ein Welpe nicht schon mit 9 Wochen dem Muttertier weg genommen wird. Und dass ein wirklich guter Züchter das nie machen würde <<
    Die meisten Hunde dürfen mit Vollendung der 8. Lebenswoche abgegeben werden, einzelne Zuchtverbände weichen davon ab, insbesondere bei großen Rassen. Aber bei Beagles oder auch Labradoren und Dackeln ist eine Abgabe mit 8 Wochen normal und erwünscht.

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