Häsin verhält sich merkwürdig

    • (1) 11.05.16 - 15:47

      Hallo!

      Seit 2 Tagen verhält sich unsere Zwerghäsin ganz merkwürdig.
      Sie ist 3 Monate alt und eine ganz liebe.
      Sie lebt zusammen mit einem kastrierten Rammler (02.04.16 wurde er kastriert).

      Bis jetzt lief alles wunderbar und die Beiden haben sich prächtig verstanden.
      Seit 2 Tagen ist bei uns im Käfig die Hölle los. Er ist schon ganz eingeschüchtert.
      Sie läuft mit Stroh im Maul umher, läßt es teilweise gar nicht fallen und jagt ihn bzw. will ihn berammeln und beißt auch dann mal zu.
      Ich habe schon im Netz nachgeschlagen und etwas von einer Scheinschwangerschaft gelesen.

      Aber mir tut unser Rammler so leid. Er wirkt teilweise eingeschüchtert und ängstlich, dabei ist er auch ein ganz lieber.
      Auslauf haben die Beiden reichlich und der Käfig ist ein selbstgebauter mit 180cm Länge. Teilweise fliegt der Inhalt beim Hin und Herwetzen der Beiden nur so aus dem Käfig heraus und man kann noch eine Staubwolke sehen.
      Wie soll ich mich verhalten bzw. kann ich helfen?
      LG

      Hallo,

      wir haben 3 Kaninchen (2x weibl. 1x männl). Die eine war vor kurzem Scheinschwanger. Da war sie durchaus zickig und hat sich mit beiden nicht so gut verstanden und war aggresiv. Nest hat sie auch gebaut (das sollte nicht entfernt werden). Wenn wir sie im kleinen Auslauf auf dem Rasen hatten (ca 3qm), gab es sehr oft Zoff und gegenseitiges jagen. Im "Stall" war es wesentlich ruhiger - weil sie sich aus dem Weg gehen konnten. Das war deutlich zu merken. Für alle entspannter. Unser Freigehege hat 14 qm - welches immer zu verfügung steht. Ich denke auch das zwei Sachen da mitspielen. Zickige (hoffentlich) Scheinschwangere und zu wenig Platz zum "aus dem Weg gehen". Bei uns hat es sich ca 3 Wochen nach dem Nestbau wieder beruhigt.

      Lg Alex

      (6) 12.05.16 - 19:18

      Kann wirklich sein, das die Häsin tragend ist. Aber das werdet ihr bald wissen, machen kann man da sowieso nichts mehr.

      Allerdings, nach meiner Erfahrung sind die Weiber eh zickig. Leider. Ich hatte ein Paar (Bruder und Schwester, er kastriert) die sich mit einem knappen Jahr so verkracht haben das wir sie trennen mussten. Sie hat ihn tyrannisiert. Und er wehrte sich irgendwann so heftig, das er ihr buchstäblich das Fell abgezogen hat. Unfassbar. Sie war nach einer Not-OP wieder fit, und lebte noch 9 Jahre bei uns. Nur eben nicht mit ihm. Ihn mussten wir weiter vermitteln. Es gibt leider Paare die nicht harmonieren, Kaninchen sind da leider heikel.

      Auch meine Häsinnen danach waren meist Furien. Allerdings haben es die jeweiligen Herren immer mit Fassung getragen und sind ihnen zur Not ausgewichen. Wenn es zu arg war, habe ich die Mädels auch kastriert. Einen Käfig wie euren finde ich nicht zu klein für zwei Tiere....hat er die Möglichkeit zum Rückzug? Z.B. Eine zweite Ebene im Käfig, oder ein zweites Haus? Wenn es nicht besser wird, könnt ihr versuchen die beiden zu trennen damit er mal zur Ruhe kommt. Am besten mit Gitter quer durch den Käfig, damit sie sich immer sehen/ riechen. Haben sie Auslauf?

    • Lieben Dank für Eure Antworten.

      Gestern Abend hae ich bei unserem Tierarzt nachgefragt und dort meinten sie, daß wir es beobachten sollten und as die Häsin in der Pubertät sei.
      Wenn die Häsin zu oft scheinschwanger sei, dann erst sollte man über eine Kastration nachdenken da es ein schwierigier Eingriff sei.

      Das möchte ich ihr deswegen auch erst mal ersparen.
      Letzte Nacht war es wieder sehr schlimm und heute Vormittag auch. Zum Glück haben wir noch einen zweiten Käfig, wo sie jetzt getrennt voneinander sind. Das ist aber auch keine Lösung.
      Sobald sie zusammen sind, geht sie auf ihn los. Will ihn rammeln, jagt ihn und beißt ihm ins Fell. Ganz schlimm, wie dann die Fetzen fliegen. So schlimm hatten wir es noch nie gehabt. Da ist überhaupt keine Harmonie mehr oder so.

      LG

      • (8) 15.05.16 - 11:08

        Oje, das hört sich gar nicht gut an. Vielleicht ist es wirklich so, das die beiden als Paar auf Dauer nicht harmonieren. Sie zu zickig, und er zu lieb und wehrt sich nicht. Ich würde es wirklich erst einmal mit einer Kastration der Häsin probieren. Wir hatten da nie Probleme, allerdings war ich auch immer in Praxen die auf Kleintiere spezilisiert werden bzw. In der Klinik. Das Problem ist, das Kaninchen nicht intubiert werden können und eine Inhalationsnarkose brauchen, wurde mir erklärt. Das können nicht alle Praxen. Wenn sie noch sehr klein ist, ist ausserdem die Narkose eh schwierig.

        Ja ja, die Hasendamen. Habe oft welche aus Einzelhaltung gerettet, die "aggressiv" waren. Die Herren haben alleine immer still gelitten.

        • Lieben Dank für Deine Antwort.
          Wir haben es mittlerweile schon desöfteren mehrmals täglich mit den Beiden probiert, aber nach kurzer Zeit fliegen sofort die Fetzen.
          In unserem Bekanntenkreis könnte die Kleine unterkommen, bevor es dramatisch werden würde.
          Aber dann wäre unser Rammler wieder alleine. Echt eine schwierige Situation, was man da am besten macht. Aber auf Dauer ist der jetzige Zustand keine Lösung und es wird wahrscheinlich daraufhin hinauslaufen, daß sie leider umziehen wird. Aber was machen wir dann. Alleine soll unsrer nicht bleiben. Er ist ein so lieber.
          LG

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