Fragen zu Barf

    • (1) 30.05.16 - 07:28

      Hallo!

      Aufgrund der gesundheitlichen Situation unserer jungen Hündin wurde mir seit langem das Thema Barf nahegelegt.
      Bisher bin ich darauf nicht eingegangen, weil ich es ehrlichgesagt eklig und kompliziert finde.

      Wie fange ich am besten an?
      Wo bestelle ich?
      Was mache ich unterwegs bzw. im Urlaub?
      Wie beuge ich Mangelerscheinungen vor?

      Ich bin so hin und hergerissen, ich möchte ja das beste für sie, aber dennoch möchte ich es "einfach" #schein

      Kann mir jemand Tipps geben?

      Danke und LG
      sonntagskind

      • Hallo,

        wenn du es einfach magst, ist es ja gut, dass du einen Hund und keine Katze hast ;-)

        Wieso ist es eklig? Ehrlich gesagt ist es sehr viel weniger eklig, als die Pampe, die als Hundefutter verkauft wird mit zig Zusätzen. Da sind Sachen drin, bäh, also wirklich widerlich....
        Ich kann dir ja mal den "Plan" für unseren Hund (alter kleiner Terriermix) aufschreiben, dann siehst du, dass es genauso kompliziert ist wie die Zubereitung für menschliche Nahrung...

        Er bekommt jeden Tag 55g Fleisch, zusätzlich dazu:
        - 3x pro Woche 50g Pansen
        - 3x pro Woche knapp 50g Gemüse
        - 3x pro Woche 16g Obst
        - 2x pro Woche 60g Innereien
        - 2x pro Woche 60g rohe Fleischknochen.

        Obst und Gemüse wiege ich frisch ab, der Rest ist TK und portioniere ich bei Lieferung.

        Oft bekommt er auch einfach von unserem Essen, allerdings lege ich ihm vor dem Würzen etwas weg. Da wir uns auch artgerecht ernähren, kann er das auch alles ohne Einschränkungen fressen. Zu dem Fleisch bekommt er auch immer mal wieder etwas Öl oder Fett, Sonntags bekommt er noch ein Eigelb mit zerstoßener Schale dazu.

        Nur der Anfang erscheint etwas schwer, aber wenn man es einmal gemacht hat, hat man den Dreh raus ;-)
        Im Internet gibt es auch Tabellen um den Bedarf deines Hundes zu ermitteln.

        LG und gutes Gelingen
        Py #winke

        • >> wenn du es einfach magst, ist es ja gut, dass du einen Hund und keine Katze hast <<

          ja das stimmt wohl #rofl
          Unser 1. Hund hat einfach nur Trockenfutter und mal hier und da frisches Fleisch bekommen - das war eben einfach, aber sie hatte auch keinerlei gesundheitliche Probleme, war immer kerngesund.

          >> Ehrlich gesagt ist es sehr viel weniger eklig, als die Pampe, die als Hundefutter verkauft wird mit zig Zusätzen. Da sind Sachen drin, bäh, also wirklich widerlich....<<

          Das sieht man aber dem Futter nicht an, ich finde sogar, dass das Nassfutter, das sie momentan bekommt (und auch das davor) recht appetitlich aussieht und riecht #schein

          >> Nur der Anfang erscheint etwas schwer, aber wenn man es einmal gemacht hat, hat man den Dreh raus <<

          Na dann mache ich mich mal ans Werk, werde mir erst mal diese Broschüre besorgen.

          Danke #winke

      Ups, da hab ich doch vergessen auf deine andere Fragen einzugehen #sorry

      Am besten fängst du an, in dem du den Bedarf deines Hundes ermittelst und einen Plan erstellst. Lasse ihn mal zwei Tage liegen und prüfe dann nochmal alles.

      Im Internet findest du unzählige Barf-Shops, ansonsten kannst du mal in deiner Nähe schauen, ob es Schlachthöfe oder Fleischereien/Metzgereien gibt, die selber schlachten. Manche kaufen das Fleisch auch im Supermarkt, oder im Bioladen, ganz nach der Dicke des Geldbeutels.

      Unterwegs oder im Urlaub nimmst du es einfach mit. Wenn du länger keine Kühlmöglichkeit hast, dann koche das Futter ein. Beachte bitte, dass Fleisch anders eingekocht werden muss als Gemüse oder Obst. Dann ist das Futter zwar nicht mehr roh, aber immernoch qualitativ um Welten besser, als das aus der Futtermittelindustrie. Gemüse und Obst kannst du sicher überall frisch kaufen, rohe Fleischknochen lieber zu Hause lassen, die bitte nicht gar geben, dann splittern sie und es wird gefährlich.

      Mangelerscheinungen beugst du vor, in dem du dich vorher eingehend mit dem Thema auseinandersetzt und herausfindest, was dein Hund braucht und dementsprechend fütterst.
      Du kannst auch nach der Futterumstellung mal ein Blutbild machen lassen, kostet aber recht viel. Musst du eben schauen, wie es bei euch passt....

      LG Py #winke

        • Hallo,

          ich stelle das Futter für meinen Hund nach der Barfbroschüre von Swanie Simon zusammen, habe jetzt aber mal ein Fertigbarf von Barfers Wellfood bestellt und finde diese Mischung von allen mir bekannten Mischungen am besten geeignet, da ist alles drin, was der Hund braucht und so in etwa wird auch nach Swanie Simon zusammengestellt:
          https://www.barfers-wellfood.de/rind/spezial-mix-rind-gewolft

          Alles gut berechnet und ausgewogen!

          Du gibst lediglich etwas Obst und Gemüse (morgens bekommt mein Hund einen Mix aus püriertem Obst, Gemüse, Hirse, etwas Kefir, Barföl und ab und zu Kräuter und Algen) und etwas Öl (Fisch - oder Barföl) dazu.

          Als Menge nimmst du anfangs 2% vom Hundegewicht.
          Wiegt dein Hund also 15 kg, dann bekommt er täglich 300 Gramm Futter, das sind dann 200 - 250 Gramm Fleischmix und 50 - 100 Gramm pflanzlicher Mix.

          Falls dein Hund sehr dünn ist, solltest du etwas Fett, Butter oder fetten körnigen Frischkäse dazu tun, ist er dick, dann sollte das Futter mit 10% Fett passend sein - wenn nicht, fütterst du etwas weniger.

          LG Pechawa

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