Gemeinschaftsgarten und mein Hund

    • (1) 06.06.16 - 20:27

      Wir sind 11 Parteien im Haus. Davon wohnen hier 6 Eigentümer. 2 Eigentümer und ich haben kleine Hunde und lassen diese gerne, besonders wenns Wetter schlecht ist, kurz in unseren Garten. Den Kot entfernen wir sofort.
      Dort ist auch ein Sandkasten der abgedeckt ist und eine Eigentümerin mit Kind sagt es stört sie weil ihr Kind da ja auch spielt und durchs Gras rennt/krabbelt. Sie stört es auch wenn die Hunde nach 20 Uhr bellen weil der Garten unter dem Fenster vom Kinderzimmer ist wo ihr Baby schläft.
      Wir können uns gar nicht mehr normal darüber unterhalten. Sie meint sie hat eine Rechtsschutz und geht zum Anwalt. Wisst ihr wie die Rechtslage ist?

      • Also ganz ehrlich ich hab auch nen Hund und bin so fair und mach fast immer die Kacke weg. Von daher finde ich es gut das ihr es auch tut. Dennoch bleibt immer ein Restchen zurück und von daher kann ich auch die Mutter verstehen wenn ihr Kind dort spielt und es eben möglich ist das noch was zurück bleibt und das nicht lecker ist! In Sachen Bellen ist die Frage wieso die Hunde bellen? Spielen sie miteinander? Bellen sie etwas an? Denn klar ein Hund bellt das weiß ich ja selbst nur wenn natürlich das kleine Kind gerade einschlafen soll oder so ist das auch nicht der Hit. Es kommt sicherlich auch drauf an wie lange die Tiere bellen. Läßt sich hier nicht eine Lösung finden? Allerdings finde ich das mit dem Rechtschutz jetzt auch heftig. DAs wird hier wohl kaum was bringen!

        Ela

        • Wir hatten das Thema letztes Jahr schon und wir haben uns relativ ruhig verhalten und damals hat ihr Kind noch nicht dort gespielt. Jetzt ist es älter und der eine Nachbar hat sich noch den dritten Hund geholt. Jetzt kam es halt wahrscheinlich wieder auf weil der neue Hund noch etwas unausgeglichen ist. Oft sieht einer, dass der Nachbar mit Hund draußen ist und geht dann dazu oder wir klingeln und gehen hier eine Runde die eben im Garten endet. Die Hunde spielen dann zusammen und bellen eben.

          • Das kann ich aber wirklich verstehen. Ich habe 4 Hunde und abends und früh lasse ich diese auch nur zum piseln in den Garten und unterbinde wildes spielen mit bellen weil ich Rücksicht auf meine Nachbarn nehme. Obwohl noch nie jemand was gesagt hat. Lasst die Hunde doch beim Gassi gehen spielen und steht da noch bisschen zusammen. Nach 20 Uhr sind kleine Kinder nun mal im Bett. Da würde ich der Dame entgegen kommen dass abends und zur Mittagsruhe eben keine wilde Spielzeit ist. Das muss man doch verstehen dass das für eine Mutter belastend ist.
            Ansonsten sollte der Garten halt kein Hundeklo für faule Hundehalter sein. Wenn mal ein Haufen passiert und der weg gemacht wird kann sie sicher nichts machen.

          • Also ich bin auch der Meinung wenn sie Abends spielen dann muss das mit Bellen nicht mehr direkt im Garten sein. Gut unser Hund bellt wenig aber im Überschwang mit anderen eben schonmal. DAs geht Tagsüber gut aber Abends muss auch mal Ruhe einkehren. Vielleicht kann man hier eine lösung finden.

            Ela

      (6) 06.06.16 - 21:01

      Hallo,

      Erstmal- sogar wenn ihr eure Hunde nie in den Garten lassen würdet, befänden sich dort im Gras zu 100% Dinge, die ich nicht mit meinem Kleinkind in Berührung bringen wollte. Katzenkot, Marderkot, Nacktschnecken, Vogelkot, Igelkot, ne tote Maus, Bienen die stechen, Zecken etc. Je nachdem, was da so kreucht und fleucht. Das ist normal, draussen ist halt draussen und nicht steril.

      Da sich die Dame auch sonst über die Hunde beschwert würde ich eher auf eine Hundefeindin tippen. Und Kind ist halt für solche Leute immer ein "Totschlagargument".

      Meines Wissens nach- wenn Hundehaltung im Haus ausdrücklich erlaubt ist, und der Garten ebenso zur Allgemeinnutzung bestimmt ist- kann sie nicht viel machen. Allerdings könnte ich mir vorstellen das ggf. die nächste Eigentümerversammlung darüber abstimmt ob Hunde im Garten generell verboten werden......wenn einer so Stunk macht.

      • (7) 08.06.16 - 16:57

        Hi,

        man ist doch nicht gleich "Hundefeindin", weil man nicht möchte, dass nach 20:00 Uhr, vermutlich mehrmals die Woche eine Hundemeute im Garten tobt und bellt. Sie schreibt, einer der Nachbarn hat 3 Hunde. Wenn der also draußen ist, und nur noch ein weiterer Nachbar dazu kommt mit einem Hund, sind gleichzeitig 4 bellende Hunde im Garten am Toben und Bellen.

        Das wäre mir auch zu viel, und ich bin wahrlich keine "Hundefeindin". Seit mein kleiner Mischling nun schon länger nicht mehr lebt, habe ich keinen weiteren Hund mehr gehalten, weil ich nach seinem Tod unendlich traurig war. Dieser Hund hat mich seit meiner späten Kindheit, über die Pubertät hinaus ins Erwachsenalter begleitet und war immer bei mir. Sorry, da habe ich glatt wieder Pipi in den Augen.

        Lange Rede kurzer Sinn: nicht jeder ist gleich ein Hundefeind. Und mindestens 4 bellende Hunde im Garten unter meinem Fenster wären mir auch zu viel.

        LG,
        Sue

    Hallo, ich kann die Nachbarin total verstehen. Es bleiben immer Reste vom Hundekot, das ist mit einem Krabbelkind ekelhaft. Nach 20 h darf mein Hund auch nicht mehr raus, damit er eben nicht bellt und die Kleinkinder der Nachbarschaft und auch mein Kind nicht weckt. LG

    • (9) 06.06.16 - 23:07

      Sorry, aber warum ist denn der Anspruch einer Person, ihr Kind im Gemeinschaftsgarten (!!) überall krabbeln zu lassen höher zu bewerten als der von mehreren Personen die seit Jahren dort ihre Hunde laufen lassen und auch hinter denen aufräumen? Kann man da keinen Kompromis finden? Z. B. abgezäunter Bereich der fürs Kind ist, und Hunde ab 20 Uhr nicht mehr raus?

      Wir haben einen grosse. Hund, und ab demnächst auch ein Baby. Unser Garten gehört uns allein und ist eingezäunt. Und unsere Nachbarskatze nutzt ihn als Klo, zumindest an der einen bestimmten Stelle. Unser Hund pinkelt noch nichtmal auf den Rasen, trotzdem werde ich unsern Sohn dort nicht frei krabbeln lassen können. So what? Ich fang trotzdem mit meinen Nachbarn deshalb keinen Streit an.

      • Ein Kind ist halt nunmal ein Mensch und kein Hund. Hast du Kinder?

        • (11) 07.06.16 - 11:43

          Ab Oktober, ja. Und ich bin trotzdem der Meinung, das ein Kind (oder eher die Vorstellung der Mutter...) nicht automatisch bedeutet das man als Hundebesitzer sofort und umfassend klein beigibt. Da ist mit Sicherheit ein Kompromiss möglich. Schließlich ist es ein Gemeinschaftsgarten, zur Gemeinschaft gehören die Hunde.

          Mein Hund ist mein erstes Kind. Im Oktober kommt das zweite. Mein Hund hat nach wie vor die selben Rechte, der Garten gehört ihr genauso wie dem Baby. Die Couch übrigens auch. :-)

          Und die Katze vom Nachbarn wird von mir immer freundlich begrüßt und gekrault- obwohl sie ihre Spuren auf unserem Rasen hinterlässt. Alles eine Frage der Grundeinstellung.

          • Also noch nicht. Warte es ab, du wirst es nächstes Jahr im Sommer verstehen. LG

            • (13) 07.06.16 - 11:56

              Ich bin bereit eine beträchtliche Summe darauf zu verwetten das ich meine Meinung diesbezüglich nicht ändern werde. Aber muss ich ja zum Glück auch nicht- mein Hund, mein Garten. Bin froh das mir da niemand reinquatschen kann, das war ein Hauptgrund für die Entscheidung zum Haus (und nicht zur Wohnung).

              • Das war bei mir auch so :-). Habe auch einen eigenen Garten. Im Fall der TE wären es aber fremde Hunde.

                (15) 07.06.16 - 12:08

                Dann wohnst du aber sehr abgeschieden. Wir haben auch Haus und sogar recht großes Grundstück. Aber wenn ich meine Hunde zur Schlafenszeit der Kinder meiner Nachbarn stundenlang bellen lassen würde hätte ich auch Ärger. Aber ich finde es normal Rücksicht zu nehmen. Meine Kinder dürfen übrigens auch die Hunde nicht einfach wecken und stören. Ich bin der Meinung jeder sollte Rücksicht nehmen lernen.

                Meine Hunde machen auch mal in den Garten, Gott sei Dank meistens in die Ecke mit den Nadelbäumen. Aber standing fände ich auch nicht schön, dafür geh ich Gassi. Denke da haben Menschen ein unterschiedliches Hygieneempfinden. Meine Kinder durften aber auch nur als sie ganz klein waren und sauber wurden in den Garten piseln. Die müssen auch rein und auf die Toilette.

          Dein Hund ist nicht dein erstes Kind, du hast es nicht geboren und es ist nicht die Hälfte von dir. Es wird ein Riesenunterschied sein. Wenn du dann, wie ich die erste Nacht in der Klinik mit so einem kleinen Kind wegen Durchfall verbracht hast und in einer Nacht 30 Mal die Bettwäsche wechselst, wird es dir nicht egal sein, ob dein Kind durch Hundekotreste krabbelt.

          So Fälle von Kind im Laufstall und Hund frei kenne ich aber auch, wäre nicht meins. Mein Sohn ist mein Kind und mein Hund hat eine andere Mutter.

          • (17) 07.06.16 - 12:28

            Ohne meinen Hund gäbe es mich heute nicht mehr, da bin ich mir sicher. Es gab eine Phase in meinem Leben, da hat mich nur der Hund (die Vorgängerin von der heutigen Maus) am und im Leben gehalten. Das ist so, und ich glaube das versteht nur jemand der einmal eine solche Phase hatte. Traumatische Trennung, Krebstod meiner Mutter mit entsprechendem Leidensweg, daraus resultierend zwei von mir abhängige Großeltern mit entsprechender Anspruchshaltung (Heimplatz besorgen, Finanzierung sichern, Oma dement etc), zwischendurch Arbeitslosigkeit und Aufgabe meines Zieles Promotion- das alles alleine, und daraus resultierende Depression. Ich würde die Hälfte meiner (Ursprungs-) Familie hergeben, wenn ich dafür den Hund behalten könnte. Zum Glück musste ich die Wahl nie treffen. Der Hund nimmt einen Platz ein, den selbst mein (liebender und fürsorglicher) Partner nicht ausfüllen kann.

            Nein, ich habe sie nicht geboren. Aber sie ist doch mein Kind. Oder mein "Seelenhund"- wie man es ausdrücken will. Und ich würde immer beide Hände über sie halten, egal was passiert.

        Du wirst dein KInd nicht mal frei im Garten laufen lassen, wenn da fremde Hunde laufen!!!

        • (19) 07.06.16 - 14:30

          Natürlich nicht. Habe ich auch nie behauptet. Ich würde aber auch nicht fordern das die Hunde Gartenverbot bekommen damit ich mein Kind da laufen lassen kann. Leben und leben lassen.

          Was spricht gegen getrennte Bereiche für beide Parteien? Gemeinschaftsgarten heißt für mich nicht das eine Partei allein bestimmen darf, dafür muss ich mir dann eben einen eigenen Garten zulegen.

          • (20) 07.06.16 - 14:33

            Dann bellen die Hunde in abgesperrten Bereich nach 20 Uhr? Super Idee.

            • (21) 07.06.16 - 14:39

              Sorry, das wird jetzt sehr unübersichtlich hier. Mein vollständiger Vorschlag (nachzulesen an anderer Stelle hier im Thread) war eine räumliche Trennung, und generell Ruhe nach 20 Uhr. D.h. keine Hunde im Garten, wenn sie dann bellen würden. Common sense. Hätten wir einen "Kläffer" -ich würde es genauso machen, und wir haben keine Kinder im Haus/ neben uns.

              • (22) 07.06.16 - 14:44

                Aber genau darum ging es im Ausgangspost. Es wurde sich beschwert dass die Hunde nach 20 Uhr bellen und dass der Garten als generelles Hundeklo benutzt wird. Es ging nicht um generell keine Hunde im Garten. Du hast dann gleich gemutmaßt dass das bestimmt ein Hundehasser ist. Die Hundehalter haben nach 20 Uhr ihre Hunde spielen und bellen lassen und jetzt ist der Mutter der Kragen geplatzt.

                • (23) 07.06.16 - 14:52

                  Mmh. Ich denke da macht der Ton die Musik. Ich denke, wenn die Dame vorgeschlagen hätte sich zu einigen anstatt gleich mit Rechtsschutz und Anwalt zu drohen....hätte die TE hier nicht gepostet.

                  Oder meinst du das die Hundehalter bewusst einen Kompromiss ablehnen und provokativ handeln? Was haben sie davon, außer Ärger? Nun gut, man sollte nicht von sich auf andere schließen. Das ist nämlich eine Handlungsweise die ich weder nachvollziehen noch befürworten könnte.

                  Aber man sieht, man kann sich trefflich streiten. Sogar über eine solche Lappalie, die einfach zu beheben wäre. Ohne Anwalt. Halt nur, wenn beide Seiten das wollen.

                  • (24) 07.06.16 - 16:47

                    Sie hat doch geschrieben es gab letztes Jahr schon ein Gespräch. Und ganz ehrlich, wenn ich weiß da schläft ein Kind, wie viele Gespräche braucht es da um meine Hunde nicht mehr zu später Stunde bellen zu lassen? Und warum muss ich noch in einem Forum fragen statt einfach abends Gassi zu gehen.

                    Für mich hört sich das so an dass sich das eingebürgert hat dass die Hunde immer im Garten spielen und toben und bellen konnten wie sie wollten. Jetzt wohnt da eben ein Kleinkind und die Hundehalter müssten sich ein bisschen einschränken und haben hierzu keine Lust. Letztes jahr mit Baby war es sicher noch einfacher und nicht so akut.

                    Und du weißt wirklich einfach noch nicht wie anstrengend es mit Baby sein kann und wie viel anstrengender noch mit Kleinkind. Gerade wenn man vielleicht noch arbeitet. Kein Lärm nach 20 Uhr ist sicher nicht zu viel verlangt. Ich will weder bellende Hunde, noch schreiende Kinder, noch trompetende Musiker unter dem Schlafzimmer haben. Gegen mal sagt sicher keiner was aber gegen regelmäßig eben schon.

          Na, dann frag doch die Hausverwaltung, ob du dir für deinen Hund was abzäunen kannst!

          Trotzdem sollte ein Hund nur zusätzlich zum richtigen Laufen im Garten sein und nicht hauptsächlich. Dann macht er auch sein Geschäft nicht dort. Mann weiß als Hundebesitzer doch die Zeiten, wann er muß!

          Wir haben einen 2000 Qm Grundstück und trotzdem laufe ich mehrere große Runden und lasse ihn nicht nur in den Garten.

Top Diskussionen anzeigen