Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hündin

    • (1) 03.07.16 - 23:36

      Hallo,

      ich hatte hier schon einige Male von unserer Hündin (fast 15 Jahre) geschrieben.

      Unser letztes akutes Problem war ein immer wiederkehrendes Erbrechen oder Durchfall. Nachdem ich so ziemlich alles untersuchen ließ, hat man anhand der Blutergebnisse eine heftige Bauchspeicheldrüsenentzündung gefunden. Die Entzündungswerte waren extrem erhöht, ein spezieller Pankreas-Test war auch auffällig. Sie bekam dann erstmal Antibiotika über mehrere Tage. Das ist jetzt ca 3 Wochen her, seitdem ist sie stabil. Sie frisst normal, hat normal geformten Kot und spuckt nicht mehr. Immerhin.

      Ich bin mir jetzt ein bisschen unsicher - soll ich nochmals Blut abnehmen lassen? Oder generell nochmal zum Tierarzt gehen? Nicht dass sie doch noch irgendwo eine Entzündung hat? Oder "wartet" man jetzt einfach ab? Futter musste ich (noch?) nicht umstellen, da ihr aktuelles Futter schon sehr fettarm ist.

      Hat jemand von Euch vielleicht schon Erfahrung mit dieser Krankheit? Wie lief das bei Euch? Sie hat im Moment einen recht großen Appetit, ich würde ihr zu gerne etwas mehr Futter geben. Sie ist auch mittlerweile sehr dünn geworden, liegt aber wohl an der Krankheit :-(

      Gruß
      kikma

      • (2) 04.07.16 - 00:00

        Armer Hund! Meine verstorbene Maus hatte kurz vor ihrem Tod mit 10 Jahren so eine fiese Entzündung. Das ist extrem schmerzhaft, sie hat damals Futter und Wasser komplett verweigert und ist nicht einmal mehr gelaufen vor Schmerz. Sie hat krampflösende Mittel und Schmerzmittel bekommen- und lag am Tropf, sie war auch völlig dehydriert. Danach ging es ihr besser, wir durften allerdings lange nur ganz schonende Kost geben. Hüttenkäse, Reis, Hühnchen. Da sie auf die Futterumstellung mit massiven Verdauungsstörungen reagierte, bin ich nochmal zum Doc. Und der meinte nach Untersuchung und Ultraschall der Bauchspeicheldrüse, laaangsam wieder umstellen auf anderes Futter. Das hat gut geklappt.

        Ich würde zumindest noch einmal beim Arzt anrufen, und fragen ob ihr mehr oder anderes Futter geben dürft. Nach drei Wochen sollte da alles abgeheilt sein, wenn es wirklich "nur" der Pankreas war. Allerdings würde ich bei einem so alten Hund lieber auf Nummer sicher gehen, und nochmal Blut abnehmen. Bei meinem Hund offenbarte der Ultraschall leider undefinierbare Knoten neben der Bauchspeicheldrüse. Stellte sich raus es waren wohl Metastasen eines Primärtumors der Wirbelsäule. Aber das haben wir erst Wochen später erfahren.

        • (3) 04.07.16 - 18:41

          Hallo,

          ich habe jetzt morgen doch einen Termin beim Arzt ausgemacht. Werde nochmal alle relevanten Blutwerte überprüfen lassen, es steht evtl noch Diabetis im Raum :-(

          Bei unserer Hündin war die Sache mit der Bauchspeicheldrüse immer nur schubweise, für 2-3 Tage ging es ihr schlecht. Ich wusste das ja mit der Bauchspeicheldrüse noch nicht und habe aber automatisch dann immer Schonkost gegeben. Komischerweise machte sie sonst immer einen guten Eindruck. Hattet Ihr ein spezielles Futter?

          Es tut mir leid, dass Ihr so Euren Hund verloren habt :-( Darf ich fragen, wieso habt Ihr das mit den Tumoren erst später erfahren?

          Gruß
          kikma

          • (4) 04.07.16 - 19:31

            Nein, spezielles Futter hatten wir nicht. Halt hochwertiges, fettarmes Trofu. Sie hat auch viel nebenher bekommen, Möhren oder Quark z.B.

            Beim Ultraschall des Pankreas zeigte mir der Tierarzt mehrere Knoten, die er sich nicht erklären konnte. Er meinte, es könnten vergrösserte Lymphknoten sein wegen der Entzündung. Aber eigentlich wäre die Position für Lymphknoten nicht passend. Ich sollte nach 6 Wochen nochmal kommen, zur Kontrolle.

            Diese sechs Wochen haben wir leider nicht mehr geschafft. Sie war völlig normal, hat keinerlei Schmerzen etc gezeigt. Und plötzlich, von Freitag abend auf Samstag morgen, waren die Vorderläufe gelähmt. Im MRT hat man den Tumor in der Wirbelsäule gefunden. Dann war auch klar- die kleinen Knoten waren mit grösser Wahrscheinlichkeit Metastasen.

            Ich denke nicht, das es bei euch auch sowas ernstes ist. Aber eine Abklärung über Blutwerte schadet ja nichts.

            • (5) 05.07.16 - 23:32

              Oh je, das tut mir echt leid mit Eurer Hündin :-( "Immerhin" musste sie dann nicht lange leiden...

              Ultraschall haben wir noch gar nicht machen lassen, da eben die Blutwerte so eindeutig waren. Bekomme am Freitag die neuen Ergebnisse, mal sehen ob sich wirklich was getan hat.

      Hallo Kikma,

      Habe jetzt zwar keine Erfahrung beim Hund, aber hatte meinen Kater jetzt eine Woche in der Tierklinik wegen Bauchspeicheldrüse. Liest sich wie bei Dir, schrecklicher Durchfall und Erbrechen. Hatte im Mai schon angefangen, hatten dann erst mal ebenfalls Antibiotika Therapie. Vor zwei Wochen hat er dann immer mehr gespuckt und bis zu 8 Mal binnen 24 Stunden Durchfall gehabt. Habe ihn dann in die Tierklinik gebracht. 4 Tage hat er Infusionen bekommen, es wurde Blutbild gemacht (erneut), die Werte waren sehr gut bis eben auf die Bauchspeicheldrüse. Dann anderes Antibiotika, und letzten Donnerstag durfte ich ihn wieder abholen. Jetzt bekommt er Spezialfutter und wir werden sehen, aber sieht schon viel besser aus.

      Ich würde es bei Deiner Hündin beobachten, werde ich bei meinem Kater auch machen, und wenn wieder ein Anzeichen kommt, dann sofort neues Blutbild. Wichtig ist, dass man rechtzeitig mit den Infusionen reagiert, die trocknen sehr schnell aus.

      Alles Gute!
      NonnaMaria

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