Wie würdet Ihr entscheiden?

    • (1) 26.07.16 - 15:04

      Hallo,

      wie würdet Ihr entscheiden?

      Ich habe folgendes Problem:

      Meine Mischlingshündin ist 12 1/2 Jahre alt. Letztes Jahr wurde beginnender Grauer Star festgestellt. Dann hat sich an dem einen Auge ein Glaubkom gebildet, der Augendruck lies sich nicht mehr senken. Deshalb wurde das Auge entfernt. Die Tierärzte meinten, dass in der Regel innerhalb eines Jahres das zweite Auge auch betroffen ist.

      Sie hat die ganze Zeit Tropfen bekommen. Vor ca. 6 Wochen mussten wir notfallmäßig zum Tierarzt. Sie reagiert allergisch auf das Medikament. Jetzt tropfen wir 2 verschiedene Medikamente 3x täglich, einer davon ist ein Beta-Blocker.

      Trotzdem ist der Druck mal super, dann mal schlecht. Wir gehen jede Woche zum Arzt. Gestern war der Druck wieder viel zu hoch und die Herzfrequenz viel zu niedrig.

      Im Grunde haben wir 3 Optionen, was machen machen können:

      1. den Hund einschläfern lassen (für mich keine Option, der Hund ist sonst gesund und lebensfroh.
      2. Auge lasern lassen (die Wasserbildenden Zellen werden zerstört), diese OP kostet mit Nachsorge ca. 1000 € und das ganze ist ohne Garantie. Das Ganze kann 1 Jahr oder länger halten oder aber auch nur 4 Monate. Danach käme dann sowieso
      3. das Auge entfernen lassen und der Hund ist blind.

      Bevor jetzt irgendwelche Schimpfkanonen los gehen: Der Hund ist 12 1/2. Wenn wir jetzt die Laser-OP machen, hat der Hund so seine Problemchen mit der Narkose und Schmerzen. Das Ganze geht schief und in 4 Monaten nochmals Narkose und Schmerzen. Das wollen wir dem Hund eigentlich nicht antun.
      Ach, ich bin hin und her gerissen. Das einzige, was absolut nicht in Frage kommt, ist Option 1.

      Wie würdet Ihr entscheiden????#hund

      • Also ich würde alles probieren damit es dem Hund besser geht also Lasern.. Ggf müsste man den Hund einschläfern lassen wenn er nur noch Schmerzen hat.. Nur weil du damit nicht klar kommen würdest muss der Hund leiden?!

        • Aber unter einer Blindheit leiden Hunde doch nicht gleich, oder habe ich dich jetzt falsch verstanden.
          Der Rüde meiner Schwester ist auch Blind und ist ein sehr aufgeweckter und lebensfroher Hund.

          Womit soll ich denn nicht zurecht kommen?

          Mir geht es darum, soll ich dem Hund 2x Narkose und Schmerzen zumuten?

          Natürlich wollen wir, dass es dem Hund gut geht, aber leiden soll er nicht. Sie hat letztes Jahr schon lange gebraucht, um die Narkose zu verarbeiten. Sie wird ja nicht jünger.

          Außerdem habe ich ja nicht angegeben, zu welcher Option ich tendiere, außer dass Option 1 nicht in Frage kommt.

        • Sie hat doch geschrieben, dass der Hund ansonsten lebensfroh und munter ist. Also lässt sie den Hund definitiv nicht leiden, nur weil sie ihn nicht einschläfern lassen will. #kratz

      hmm schwierig,aber wegen einem "defekten Auge" einen sonst gesunden fitten Hund einzuschläfern, würde ich nicht machen.
      meine Option wäre, den hund an das Blind sein heranzuführen in dem man testet, wie es ist ihm das Auge mal zuzuhalten (mit Augenklappe oder ähnlichem). ich würde dann mit Glöckchen/ Klicker etc arbeiten.nicht mehr gross umstellen in der Wohnung und nur noch ein und denselbsen weg Gassi gehen.oder eben auf seiner gewohnten wiese.

      Viele Hunde sind Blind und kommen damit klar auch im Alter, der Hund meiner Schwester hat zwar beide Augen noch, hat aber Makuladegeneration und kann nur noch Hell dunkel unterscheiden wahrscheinlich, ansonsten orientiert er sich nach Gehör, Geruch u "gewohnheit"
      habt ihr noch ein Zweithund, dann ist es an sich auch nochmal einfacher weil er sich dann nach dem "Gesunden" Rudelführer orientiert. Meine Bella hat auch die Makuladegeneration links udn ist nach und nach auf diesem Auge am erblinden.

      Lasern wo keine Garantie dabei ist, das es klappt, würde ich nicht mehr.

      Lg Mine

    (8) 26.07.16 - 15:19

    #winke

    Keine leichte Entscheidung, die ihr da vor euch habt. #liebdrueck

    Ich würde vermutlich das Auge entfernen lassen. Auch wenn es für uns als Menschen kaum vorstellbar ist, ist es für einen Hund kein Beinbruch, blind zu sein. Das setzt natürlich einiges an Unterstützung eurerseits voraus. Gute Tipps für den Umgang gibt es zB hier http://www.blinde-hunde.de/tipps/index.html

    Hallo!

    Hmmm kam die Option 1 vom Tierarzt, oder ist der Gedanke eher bei Dir aufgekommen, aufgrund des Alters und den Begleitumständen?

    LG netty

    • (10) 26.07.16 - 15:29

      Option 1 kam so nach ins Gespräch, wer es genau zur Rede gebracht, weiß ich nicht mehr.

      Kommt für mich auch nicht in Frage.

      Ich denke eigentlich auch, dass der Hund blind zurecht kommt, und ja, wir haben einen Zweithund. Ich denke auch, das hilft.

      Wie ich sehe, ist kaum jemand für das lasern.

      Trotz all dem blutet mir das Herz, wenn ich daran denke, dass der Hund, der so froh über die Wiese springt, das bald nicht mehr kann

      • warum denn das nicht. der Hund meiner Schwester ist wie gesagt auch blind und der tollt nach wie vor wie wild auf der wiese rum...mach deinem zweiten hund ein Glöckchen dran wenn ihr tollen geht und er wird sich immer in der Nähe aufhalten.klar muss er das erst lernen und damit zurecht kommen,aber das wird schon...das denke ich schon

        (12) 26.07.16 - 16:04

        Wichtig wäre jetzt wirklich zu wissen, ob es vom TA kam... die stecken halt oft in der brenzlichen Lage, zu wissen, dem Hund geht es wirklich schlecht und um weiteres Leid zu ersparen, macht Abschied nehmen Sinn, an der Stelle. Zudem dem Besitzer gegenüber, der an dem Tier hängt jetzt den richtigen Ton zu finden für eine Empfehlung und diese ehrlich mitzuteilen und dem in Watte packen. Das ist nicht einfach.

        Ich hoffe Du weißt was ich meine.

        Als Besitzer ist man natürlich bedacht so lange Zeit wie möglich mit dem Tier zu haben und es fällt schwer einen klaren Gedanken zu fassen und dann auch noch eine Entscheidung zu treffen. Kam die Empfehlung also vom TA würde ich wirklich über Punkt 1 nachdenken, ABER dann auch nur begründet vom TA wie sieht das Herz wirklich aus, wie sind die gesamten Blutwerte!

        Ist das Herz okay und auch das Blut würde ich Option 3 nehmen, einfach weil unser erster Hund blind war und das perfekt mit seinen anderen Sinnen ausgeglichen hat, man hat ihm das wirklich nicht angemerkt!

        Ein Hund kann gut ohne Augen leben, viel wichtiger ist die Nase für ihn.

        Und die Frage ist ja auch wieviel kann er jetzt wirklich noch sehen, oder geht das auch schon in Richtung hell/ dunkel?

        Nach einer Anpassungsphase kann er wieder auf der Wiese springen, das ist wirklich kein Problem.

        LG

(13) 26.07.16 - 15:21

hallo,

ich kann Dich sehr gut verstehen. wir selbst haben 2 und es sind meine Kinder #verliebt

Hat Dein Hund Schmerzen? Wenn er Schmerzen hätte, würde ich es wahrscheinlich erst mit Option 2 veruschen- jedoch ist er schon älter, + Narkose + nochmal Schmerzen…hattest Du ja schon geschrieben.,…hm. Schwierige Entscheidung.
Dann danach Option 3.
Zu was tendiert der Arzt? Zur Op? Wenn Du ihm vertraust, dann muss es ja nicht gleich heissen, dass er nur Geld verdienen will….
Würde sich ein Hund zurecht finden, bei "plötzlich blind"? Vielleicht könntest Du das in Erfahrung bringen.

Option 1 käme für mich nicht in Frage, es sei denn er wird vom Auto angefahren und alles in ihm ist fast hinüber. Meine Meinung.
Ich drücke Dir die Daumen.#liebdrueck#hund#hund

Hallo!
Ich habe schon blinde HUnde kennengelernt. Nie habe ich es sofort gemerkt, erst als es mir gesagt wurde, "sah" ich es.

Ich würde Varaiante 3 wählen, da der HUnd schon 12,5 ist, weil es am wahrscheinlichsten ist, dass er danach am beschwerdefreisten ist.

Alles gute,

Sportskanone

Hallo!

Die Augen Lasern ist nicht schmerzhaft. Beim Menschen macht man das sogar ganz ohne Narkose, allerdings dürfte es schwierig sein, einem Hund zu sagen, dass er nicht weg gucken darf. Es reicht also eine ganz leichte und kurze Narkose, die gerade mal die augen ruhig stellt und den Hund beruhigt mit den Geräten und allem.

Danach geht es ihm sofort wieder gut, maximal tränt das Auge ein paar Tage.

Ich kann Dir auch nicht sagen, ob es sich "lohnt" aber wie gesagt, das lasern an sich ist echt nicht wild.

  • Hallo an alle,

    ich danke Euch für Eure Meinung.

    Lasern ist doch etwas schwerwiegender als beim Menschen. Da wird ja nicht die Netzhaut "abgeschliffen", sondern die Wasserproduzierenden Zellen werden zerstört.

    Ich war heute nochmals beim Arzt, jetzt war der Wert wieder ok. Am Freitag muss ich nochmals hin.
    Die Sache ist wieder aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

    Das ist dem Einschläfern kam, glaube ich, nicht von TA, sondern mein Mann hatte das angesprochen. Er hat das aber nicht gesagt, weil er sich vor der Verantwortung drücken will. Er liebt die Kleine abgöttisch, er hat Angst, dass sie leidet. Da blutet ihm das Herz.

    Ich denke, wir werden die richtige Lösung finden, der Hund ist ja noch fit.

    LG

    chiliwautz#hund

(17) 27.07.16 - 11:59

Mmmh, da habt ihr nur die Wahl zwischen Pest und Cholera....und es ist schwierig euch was zu raten. Ist sie denn sonst noch fit? Oder hat sie weitere Erkrankungen?

Grundsätzlich kommen Hunde zwar auch mit Blindheit gut klar, allerdings hätte ich Zweifel ob ein so alter Hund sich noch gut dran gewöhnt auf einmal blind zu sein. Das ware (für mich) die allerletzte Option.

Ich denke, ich würde den Laser versuchen. Mit Bauchschmerzen zwar, aber so hat sie wenigstens die Chance das ihr das Auge erhalten bleibt.

  • >> ob ein so alter Hund sich noch gut dran gewöhnt auf einmal blind zu sein<<

    es gibt etliche Hunde, die mit dem Älter werden erblinden. Die gewöhnen sich auch dran.

    Hunde haben nicht so gute Augen wie (die meisten) Menschen. Ein Hund nimmt seine Umwelt anders war, er hat ein fantastisches Gehör und der Geruchssinn ist aus gezeichnet!

    • (19) 28.07.16 - 11:21

      Es stimmt schon, das Hunde nicht so stark auf die Augen angewiesen sind als z.B. auf den Geruchssinn und das Gehör.

      Trotzdem ware für mich eine Erblindung das allerletzte Mittel. Ein so alter Hund hat oft auch Probleme mit dem Gehör, Gleichgewicht etc. Zwar würde ich erwarten, das er sich nach einer Umstellungsphase in gewohnter Umgebung auch blind recht gut zurecht findet,- aber erst würde ich alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen.

Was wären die Konsequenzen einer 4. Option? Wenn Du gar nichts machst? Hat der Hund dann Schmerzen? Was wäre zu befürchten?

  • ja, leider hätte der Hund Schmerzen. Sonst wäre ganz klar Option 4 der Favorit.

    Der Augeninnendruck steigt ja. Ist da ähnlich wie beim Menschen. Der Wert bis ca. 20 ist ok, ab da kann es weh tun.

    Bei Meica's anderem Auge war der Wert bei 60 und er ging nicht runter. Deshalb musste das Auge dann raus.

(22) 03.08.16 - 12:20

Hallo,

wir haben vor ein paar Jahren in einen unserer Wellis 500 Euro gesteckt für Arztkosten, Röntgenaufnahmen und, und, und... und er hatte, mit Medikamenten, noch ein halbes Jahr "gut" gelebt. Ich würde es wieder machen ;-)

LG

Ich würde aus den von dir genannten Gründen Option 3 wählen. Es besser, den Hund in diesem Alter nicht mit 2 weiteren OPs zu belasten, sondern nur noch mit der einen. Viele Hunde kommen mit dem Blindsein erstaunlich gut zurecht, wenn man sich und sein Leben darauf einrichtet.

Top Diskussionen anzeigen