Katzen gewöhnen sich einfach nicht aneinander

    • (1) 28.07.16 - 16:27

      Hallo ihr Lieben.

      Wir haben ein Problem.
      Unsere Marley, 6 Jahre, wohnt seit März bei uns. Wir haben sie aus einer ganz blöden Wohnsituation "gerettet", denn sie wurde von ihrem Halbstarken Sohn regelrecht verprügelt und lebte auch noch mit einem übermütigen Labrador zusammen, der sie nicht in Ruhe ließ. Ab dem ersten Tag, den sie bei uns war, war sie anschmiegsam, zutraulich, fröhlich, hat es so richtig genossen.

      Da wir dachten, wir tun ihr etwas Gutes, wollten wir eine zweite Katze, und so bot es sich an, Gizzi zu holen, die auch Probleme mit ihrem Halbstarken Freund hatte, ebenfalls 6 ist und sehr lieb erschien (haben sie von meiner Schwester, kannten sie also schon).

      So weit, so gut, wir haben beide langsam aneinander rangelassen, Gizzi langsam an die Wohnung gewöhnt, ihr Lieblingsfutter gekauft, Marleys natürlich dann auch. Es hat auch erst ganz gut entwickelt. Marley hat nach zirka zwei Tagen mit Fauchen aufgehört und Gizzi akzeptiert. Nur Gizzi... Die faucht immer noch. Sobald die beiden in der Nähe zueinander sind, faucht und knurrt Gizzi penetrant. Erst hat Marley das ignoriert, mittlerweile greift sie Gizzi aber oft auch an (kann ich aber auch verstehen, hätte auch keine Lust ständig provoziert zu werden).

      Wir haben nun gemerkt, dass Marley sich immer mehr zurückzieht. Sie ist auch uns gegenüber nicht mehr so zutraulich, ist nur noch für sich allein, ist schreckhaft und dauerhaft angespannt.
      Auch Gizzi ist sehr angespannt und schreckhaft geworden, hört aber auch nicht auf mit dem Fauchen.
      Das geht nun seit sechs Wochen so.
      Wir haben nun überlegt, ob wir Gizzi schweren Herzens weggeben, es tut uns so weh, dass beide Katzen offensichtlich leiden, gerade Marleys Veränderung ist so doll und natürlich wollen wir das nicht.

      Vielleicht könnt ihr einen Rat geben.. Ist es zu früh, Gizzi wegzugeben, wenn doch beide zu leiden?

      Viele Grüße

      • Hallo!

        Bei zwei 6jährigen katzen, die sich erst sechs Wochen kennen muss das noch gar nicht viel heißen. Da kann die Zusammenführung ach sechs Monate dauern - einfach weil beide nicht mehr jung sind. Tendenziell sogar noch länger, weil beide vorher sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.

        die Frage ist eher, ob ihr ein halbes Jahr Gefauche wirklich durch stehen wollt dafür, dass beide sich am ende dann gerade mal Akzeptieren, aber wahrscheinlich keine besten Freunde werden.

        Versteh mich nicht falsch, ich denke schon, dass sie gut miteinander auskommen würden in einigen Monaten. Aber nicht so, dass sie jetzt kuschelnd beeinander liegen oder sich gegenseitig putzen, sondern eher so, dass sie eben höflich aneinander vorbei leben.

        (3) 28.07.16 - 18:14

        Ich muss hasipferdi aus eigener Erfahrung zustimmen, wir hatten dasselbe mit unseren beiden letzten Katzen. Die haben auch ca. 1/2 bis 1 Jahr gebraucht, um die Hierarchien klarzustellen (das hieß bei uns: Er war der Boss und sie wurde von ihm geduldet), sind aber nie Freunde geworden. Wenn er gut drauf war und ihre Nähe zuließ (sie haben nie gekuschelt, so weit hat er sie nie an sich rangelassen), dann durfte sie im gleichen Raum schlafen wie er oder zur gleichen Zeit fressen, aber wenn es ihm nicht passte, dann hat er sie halt weggejagt und sie mied dann den Ort, solange er da war. Wenn ihm langweilig war, jagte er sie durch die Bude, er tat ihr zwar nie wirklich böse was an in Sachen "Verletzungen", aber man merkte schon, dass das Spiel nur für ihn lustig war und sie nervte.

        Jetzt war sie aber auch eine sehr gutmütige Katze mit dickem Fell auch im übertragenen Sinne, die das aushalten konnte - wenn du sagst, Eure Marley scheint drunter zu leiden und hat sich seitdem verändert, klingt das für mich nicht so, als ob sie mit so einer Konstellation zurecht käme. Und gerade weil beide Katzen schlechte Erfahrungen mit anderen Katzen schon gemacht haben, habe ich ehrlich gesagt Zweifel, und frage mich, ob es für BEIDE Katzen nicht besser wäre wegen der Vorgeschichte, wenn sie als Einzelkatzen gehalten würden?!

        Bei uns wendete sich das Blatt übrigens eines Tages, da platzte der Katze der Kragen und sie hat den Kater so verprügelt, dass wir mit ihm zum Tierarzt mussten. #zitter Danach war dann eine gemeinsame Haltung gar nicht mehr möglich, sie reagierte auf ihn wie auf ein rotes Tuch und ließ den ganzen angestauten Frust der vergangenen Jahre an ihm aus, wir mussten dann auch eine Katze abgeben, er war am Ende total traumatisiert und traute sich gar nicht mehr unter dem Bett hervor. Sobald sie ihn sah, stürzte sie sich wieder mit Krallen und Zähnen auf ihn. #augen

        • (4) 29.07.16 - 09:28

          Hm, das bestätigt ja unsere Meinung, dass ihr Gizzi weggeben sollten.
          Es fällt ins echt schwer, Gizzi kommt schließlich von meiner Schwester und wir haben sie, weil mein kleiner Neffe eine Allergie entwickelt hat.

          Aber vielleicht sind sie ja wirklich glücklicher alleine. Also Marley war es auf jeden Fall, bevor Gizzi kam.

Top Diskussionen anzeigen