Kontaktabbruch wegen Hund!

    • (1) 28.07.16 - 17:59

      Hallo!

      Folgendes Problem: Eine Freundin von mir (oder viell. muss ich jetzt nur noch "Bekannte" sagen #augen ) hat seit einer Woche einen Welpen. Da ich selbst keine Tiere habe und ansonsten auch eher der Katzentyp bin, war ich eh schon etwas skeptisch, wie ich mich verhalten soll, wenn sie mich mit dem Hund besuchen will, denn ich möchte eigentlich keine Tierhaare etc. in der Wohnung haben. Für sie war schon vorher in Erzählungen selbstverständlich, dass sie den Hund überall hin mitnimmt, wo sie vorher auch ohne Hund hingegangen ist, so auch zu mir. Ich dachte mir aber, ich warte einfach ab, wie es mit Hund so ist, bevor ich was dazu sage.

      Nun hat sie den Hund und ist total im Stress. Der Hund nagt alles in ihrer Wohnung an, hat schon Kabel durchgebissen und Möbel angenagt, sodass die Spähne flogen. #zitter Als sie mir das erzählte, habe ich dann die Gelegenheit genutzt, ihr meine "Besuchsbedenken" zu verklickern und ihr gesagt, dass sie mich bitte aber erst mit dem Hund besuchen soll, wenn er das nicht mehr macht. Wenn sie einen Hund mitbringt und der liegt dann neben ihr am/unterm Tisch, wäre ja OK, aber ich möchte halt nicht, dass der bei mir in der Wohnung auf Wanderschaft geht und mir auch was annagt.

      Das war leider schon zuviel! Jetzt ist sie stinksauer, patzte mich nur an, sie käme mich dann besser GAR nicht mehr besuchen, denn es sei ein TIER und selbst wenn der Hund erzogen sei, könne sie für sein Verhalten nie garantieren. Ich habe ihr dann gesagt, sie soll doch jetzt nicht sauer sein, es wäre doch nicht ungewöhnlich, wenn jemand selbst keine Tiere hat, dass er jetzt nicht unbedingt scharf ist, dass Tiere zu ihm zu Besuch kommen, aber dass das doch jetzt kein Grund wäre, einzuschnappen, aber darauf hat sie nicht mehr reagiert und seitdem ist Funkstille. (Wir haben sonst täglich viel per Whatsapp geschrieben, seit dem Austausch kam aber von ihr nun nichts mehr.)

      Ich weiß jetzt gar nicht, was ich dazu sagen und wie ich mich verhalten soll. War das denn jetzt so daneben von mir? Ich habe ja nicht gesagt, dass sie GAR nicht mit dem Hund kommen darf, aber wenn mir jemand vorjammert, was er für einen Stress hat, weil der Hund alles anknabbert und sie ihm nur hinterherrennen muss, da kann man sich doch nicht ernsthaft wundern, wenn dann der Andere sagt, OK, solange das so ist, bring aber bitte nicht den Hund in MEINE Wohnung, oder?? Bin jetzt auch echt selber stinkig wegen ihres Verhaltens nun, ich meine, ich mag sie und ich mag auch den Hund, aber ich muss ihn doch nicht aus "Solidarität" zu ihr dann auch in meiner Wohnung mögen, oder?

      Weiß nicht, was ich dazu jetzt sagen soll... Weiß auch nicht, wie ich es anders hätte rüberbringen können, dass ich das eben nicht so gern möchte. #gruebel Wie sehen andere Hundebesitzer das - habt Ihr auch den Kontakt abgebrochen zu Leuten, die keine Hundefans sind?

      Grüße
      Ella

      • Hallo!

        Wenn Dir am Kontakt liegt, dann frag mal nach Hundeverträglichen unternehmungen - ein gemeinsamer Spaziergang oder besuch im Biergarten.

        Sonst ganz ehrlich - ich muss nicht jeden Menschen in meinem Leben haben. Ich will auch keinen Besuch mit Hund, der meine Katzen erschreckt und meine meerschweinchen anbellt. Entweder trifft man sich dann draußen oder eben gar nicht.

        • Danke für deine Antwort. Ja, sehe ich auch so. Ich hatte sie und den Hund direkt am 3. Tag besucht, ist echt nicht so, dass ich generell keine Hunde oder den Hund nicht mag, im Gegenteil, ich fand ihn zuckersüß und habe mit ihm gespielt und ihn gestreichelt, bis er auf meinem Schoß eingeschlafen ist, von daher gibts echt keinen Grund, dass sie jetzt das so auslegt, dass ich den Hund nicht mag und sie das deshalb persönlich nehmen muss.

          Ich warte jetzt erst Mal ab, bevor ich was vorschlage. Soll sie sich erst Mal wieder beruhigen. Ich möchte halt nicht, dass sie denkt, ich gebe jetzt klein bei, denn zu dem, was ich gesagt habe, stehe ich weiter.

      Hallo
      Ich muss sagen ich finde deine Reaktion etwas ungeschickt

      Ich persönlich hätte als Freundin einfach gesagt dass mir das leid tut dass sie so nen Stress hat und ich ihr die Daumen drücke dass sich alles bald eingespielt hat

      Ich hätte in diesem Moment NICHT noch zusätzlich, wenn sie eh schon leicht genervt ist, gesagt oh gott dann lass den bloß weg von mir #kratz

      Man hätte das auch nett sagen können wenn ein Treffen ansteht

      Zb vorschlagen: du, in der Wohnung mag ich den Hund lieber noch nicht, wollen wir eine runde spazieren gehen oder soll ich zu dir kommen?

      Aber wie gesagt, erst wenn ein Treffen besprochen wird und nicht in dem Moment, wo sie, wahrscheinlich gerade selber gereizt und ziemlich müde, dir von ihren sorgen mit dem Hund erzählt

      LG Silke

      • Hallo Silke,

        ja, da hast du Recht, das war von mir als Timing blöd gewählt, das kam dadurch, dass ich seit Wochen auf den passenden Moment wartete, ihr das zu verklickern und ihn in dem Moment gekommen sah.

        Ich glaube aber, sie wäre so oder so sauer gewesen, egal, WANN ich es ihr sage, denn sie hatte sich schon vorher abfällig über haustierlose Bekannte geäußert, von denen sie wusste, dass sie da nicht mehr mit Hund aufzukreuzen braucht, und sie dachte offensichtlich nicht, dass ich auch "so Eine" bin.

        Ich musste es ihr auch deshalb vorher sagen, weil sie mehrfach schon sagte, sie wolle auf ihren Gassirunden dann bei mir zukünftig regelmäßig auf einen Kaffee vorbeikommen, also musste ich jederzeit damit rechnen, dass sie irgendwann mit dem Hund auf der Matte steht unangekündigt, daher wollte ich das Thema VORHER auf den Tisch bringen, denn sie dann wieder heimschicken, wenn sie da steht, wäre ja noch viel blöder. Nur die Vorstellung, dass sie dann nach dem "Hundekacken" direkt bei mir reinkommt, war jetzt auch nix, was mich freudig an die Decke hüpfen lässt. :-o

    Solange mein Hund nicht sicher stubenrein war habe ich ihn nur da hin mit genommen wo ich wusste das es kein Ding ist (nämlich bei meinem Bruder, meiner Schwägerin und Schwiegereltern die selber Tiere haben und das eben kennen. Meine Mutter hätte die Kriese bekommen wenn mein Wuff ihr auf den Teppich gepinkelt oder gar gekackt hätte#schock). Und ich habe da auch Verabredungen umgelegt "Hör mal, der Hund ist noch nicht immer ganz dickt...komm du doch lieber zu uns statt wir zu dir, ist entspannter"
    Unserer hat nie groß was kaputt gemacht. Das war also kein Problem bei ihm. Aber wenn hätte ich ihn dann eben an der Leine gehalten, dann bekomme ich doch mit was er tut.

    Rede nochmal mit ihr, das du das nicht böse gemeint hast sondern einfach bedenken hast das er dann deine Sachen auch zerlegt. (es gibt so Hunde, der meiner Freundin hat ein komplettes Sofa auf dem Gewissen und die unterste Stufe der Holztreppe......da war er alleine, er hat wirklich fast die ganze Stufe weg genagt. Da war meiner mit 1 zerlegten Kissen vom Sofa, also so ein Zierkissen, echt entspannt.......bei komplettem Sofa wäre ich dezent ausgerastet und was ich bei weggefressener Stufe gemacht hätte weiß ich nicht, geheult wahrscheinlich)

    • Danke für deine Antwort. Das mit der Treppenstufe ist ja krass, Ihr seid aber sicher, dass der Hund kein Biber war? ???? ;-) Wir haben eine schöne alte geschwungene Holztreppe, da würde ich auch heulen, wenn mir die einer anknabbert.

      Ich werde noch mal mit ihr reden drüber bei nächster Gelegenheit, momentan schweigt sie sich weiter aus, ich weiß aber auch nicht, was ich jetzt noch sagen soll, denn relativieren oder zurücknehmen möchte ich das Gesagte ja nicht, nur das Timing war viell. nicht das Glücklichste.

Hallo,

vielleicht ist das hier ein Kompromiss für Dich und Deine Freundin

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Könnte sie auch bei anderen Besuch ei?setzen. Eine Freundin hatte das bei ihrem Welpen dabei, der positiv daran gewöhnt war. War für alle inkl. Hund eine entspannte Lösung.

Lg
Alexandra

  • würde mir jemand den Vorschlag machen, ich solle meine Hunde in eine Box ein sperren, würd ich den jenigen fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat

    • Sie kennt solche Boxen, ich glaube, wenn ich sage, der Hund soll bei mir in so eine Box, wenn sie kommt, wäre sie genau so sauer wie sie es jetzt eh ist. ;-)

      • wenn jemand keine Hunde im Haus haben möchte, dann ist das sein gutes Recht und jeder Hundebesitzer sollte das akzeptieren!
        Deshalb gleich den Kontakt ab zu brechen ist totaler Blödsinn.
        Dann findet man halt eine andere Lösung.

        Wenn aber jemand als Lösung eine Box zum Hunde rein sperren dem Hundebesitzer vor schlägt, dann kann ich jeden Hundebesitzer der Welt verstehen, der dann u. U. na ja, nicht grad aus rastet, aber ungehalten reagiert.

meiner Meinung nach hast du dich nicht falsch verhalten. Ok, du bist gleich mit der Tür ins Haus gefallen, statt auf die sanfte Art, ich persönlich finde so etwas aber besser als Rumgeeiere.
die Aussage
>>denn es sei ein TIER und selbst wenn der Hund erzogen sei, könne sie für sein Verhalten nie garantieren.<<
ist natürlich absolut richtig, trotz dem ist der Hundehalter für seinen Hund verantwortlich und muss ihn, gerade in fremden Wohnungen, im Auge haben.

Dazu scheint sie sich außer stande zu fühlen, deshalb wohl die heftige Reaktion von wegen, dass sie dann gleich gar nicht mehr zu dir zu Besuch kommt.

Wenn man an die eigene Unfähigkeit erinnert wird, du, ich glaub, das gefällt den wenigsten;-)

Lass ein wenig Zeit vergehen, dann melde dich noch mal bei ihr, frage, wie es ihr und dem Hund geht und ob man sich nicht mal auf neutralem Boden (oder bei ihr) treffen könnte.
Alles Gute

(13) 29.07.16 - 08:45

Hi,

es war vielleicht ein wenig ungeschickt bzw. der falsche Zeitpunkt, Deiner Freundin zu sagen, dass du den kleinen Zerstörer noch nicht in Deiner Wohnung haben willst, aber grundsätzlich bist Du im Recht. Und ich gehe fest davon aus, wenn ihr wirklich befreundet seid, dass ihr da nochmal in Ruhe drüber reden könnt - vielleicht bei einem Kaffee bei ihr.

Wir haben drei Hunde. Davon sind zwei -nett gesagt- katzenunverträglich und die dritte ist auch nicht mehr 100% katzentauglich (auch wenn sie sie eher nicht fressen würde, aber evtl jagen wenn wir nicht oaufpassen). Nun hat meine Schwiegermutter vor etwa 3 Jahren ein Katzenbaby gefunden (wurde vor einigen Wochen überfahren) und hat sich im Tierheim eine neue, ältere Katze zu ihrem Hund dazu geholt. Für uns heisst das, dass wir sie nicht mehr mit den Hunden besuchen können. Auch nicht, wenn wir nur im Garten sitzen. Finde ich persönlich sehr schade - vor allem für ihren Hund - aber das ist ja nun mein / unser Problem und nicht das meiner Schwiegermutter. Also bleiben die Hunde bei Besuchen Zuhause und meine Schwiegermutter kommt mit Hund eben zu uns.

Dazu kommt, dass auch zu uns nur einzelne Hunde zu Besuch kommen können, denn meine Sana duldet keine fremden/neuen Hunde, die nicht schon in den ersten Wochen ihres Einzugs bei uns waren, auf dem Grundstück/im Haus. Und immer wegsperren will ich Sana auch nicht. Es ihr ihr Zuhause. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn meine Freunde deshalb den Kontakt abbrechen würden.

Mit etwas Glück bekomme ich nächsten Sommer selbst noch einen Welpen dazu. Es wird auf allen Ebenen eine Herausforderung für mich, aber ich freue mich darauf. Und es ist selbstverständlich, dass ich 1. mein Hundebaby immer im Blick / bei mir habe und 2. erst dann andere Leute mit ihm besuche, wenn er sich zu benehmen weiß bzw. stubenrein ist.

Gruß
Kim

  • (14) 29.07.16 - 09:30

    Danke Euch allen für Eure Antworten. Ja, das Timing war wohl nicht das Beste, aber ich glaube ganz ehrlich, sie wäre eh sauer gewesen, egal wann und wie ich es sage, daher habe ich mich ja damit so schwer getan, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

    Sie hatte sich das vorher schon alles so toll ausgemalt, dass sie auf ihren täglichen Gassirunden dann regelmäßig hier vorbeikommt, einen Kaffee trinkt und dann weitergeht oder ich sie dann begleite bei der weiteren Runde, und ich wusste nicht, wie soll ich ihr nett sagen, dass ich gar nicht möchte, dass ein Hund, der gerade noch einen "abgeseilt" hat, direkt danach sich auf meinen hellen Teppich setzt? Sie hat inzwischen fünf Haustiere, dazu drei Kinder, dagegen ist meine Wohnung steril wie ein Labor, aber da sie in der Hinsicht Haare, Dreck etc. total schmerzfrei ist, hat sie kein Verständnis, dass Andere das nicht so locker sehen, mokiert sich über solche "Pingel" und hat dabei nicht den Gedanken bekommen, dass ich evtl. auch einer davon bin. :-/

    • sagen wir mal so. Sterile Wohnungen sind krank machender als Wohnungen mit Haustieren. Aber das entscheidet ja jeder für sich, wie und in welchem "Ambiente";-) er leben möchte.

      Du magst keinen Hund im Haus, sie ist deshalb sauer, da zeigt sich, was eine Freundschaft wirklich wert ist.

      Kein Grund sich deshalb zu grämen. Es ist wie es ist. Wenn man keinen Kompromiss findet, dann wars das halt mit der Freundschaft.

      Und ehrlich, selbst ich als Hundehalter würd mich bedanken, würde jemand regel mäßig und noch dazu unangemeldet bei seiner Gassirunde bei mir auf schlagen und ganz selbstverständlich einen Kaffee haben wollen

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