Verwilderte Katzen/Bauernhof

    • (1) 15.08.16 - 13:09

      Hi!

      Ich versuche mich mal kurz zu fassen:
      Ich lebe und arbeite auf einem Bauernhof. Offensichtlich ist uns eine verwilderte Katze "zugelaufen". Bevor wir richtig gemerkt haben, dass sie wohl doch fest hier wohnt und nicht eine der Dorfkatzen ist, hat sie versteckt im Schuppen Junge geworfen.

      Die Mutter habe ich jetzt bereits eingefangen und untersuchen, impfen, kastrieren, markieren lassen. Die Jungen, sie sind jetzt etwa 12 Wochen alt, werde ich diese Woche noch einfangen und frühkastrieren lassen. Dann kommen auch sie wieder auf den Hof zurück.

      Seit wir sie entdeckt haben, füttern wir relativ viel Frischfutter und seit etwa einer Woche zusätzlich Trockenfutter. Wir werden, sobald sie älter sind, ganz auf Trockenfutter umstellen.

      Dazu hätte ich folgende Fragen:

      - Wieviel Trockenfutter isst denn eine erwachsene Katze pro Tag in etwa? Zusätzlich zu Mäusen und anderer Jagdbeute.

      - Hat vielleicht jemand schon Erfahrungen mit "wilden" Katzen und Futterautomaten? Kann man sie daran gewöhnen? Oder würdet ihr vom Automaten eher abraten, weil da eventuell auch noch andere Tiere dran gehen? Ich würde ihn im Offenstall aufstellen, das wäre dort wo die Katzen jetzt leben, aber das ist eben auch zugänglich für andere Katzen, Füchse etc.

      Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen, ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure Antworten.

      Grüsse

      serdes

      • Warum laßt ihr sie nicht in der Natur Beute fangen?

        Trockenfuttr ist das schlimmste was Du einer Katze antun kannst. Dafür ist der Darmtrakt der Katze nicht gemacht und die Katze-als Wüstentier-trinkt viel zu wenig Wasser dafür.

        Finde ich toll, dass Du Dich der Miezen annimmst, aber bitte kein Trocknfutter.

        Du kannst das Futter auch erhöhnt stellen, Katzen können klettern, Füchse nicht ;-)

        • Danke für deine Antwort. Ich war in Kontakt mit drei Tierschutzorganisationen, vorrangig natürlich um die Einfang- Kastrations- und Impfsache zu besprechen und habe da auch immer gefragt, wie ich es mit Fütterung halten soll.

          Trockenfutter wurde mir von allen empfohlen, denn die Katzen sollen in der Natur Beute machen, das Trockenfutter ist nur eine Art "Überlebensangebot". Nassfutter geben wir jetzt wirklich nur, weil sie noch so jung sind und natürlich auch um sie hierzubehalten bis sie kastriert werden können.

          Da das Trockenfutter nur Ergänzung zur Naturbeute sein soll, frage ich mich ja auch ob so ein Futterautomat vernünftig ist.....wieviel braucht so eine Katze überhaupt und essen sie mit einem Automaten dann zuviel davon? (Und eben....lernen sie überhaupt mit dem Automaten umzugehen?)

          • Ich würde den Automaten nicht dauerhaft aufstellen.

            Wenn jemand auf dem Bauerhof ist, dann mal 1-2 Schälchen für alle Miezen hinstellen. Nicht dauerhaft, das wäre nicht gut.
            Klar ist Trockenfutter billig, aber ich würde auch bei Deiner Konstellation Nassfutter hinstellen. So 2-3 x in der Woche. Dann kennen sie die Notfallstelle.

      (5) 15.08.16 - 15:41

      Ich würde Näpfe benutzen und erhöht füttern. Trockenfutter ist schlecht für Katzen. Zu viel Pflanzliche Stoffe und zuwenig Feuchtigkeit.

      Übrigens Alte Regel von meinem Opa als alter Bauer "eine Hungrige Katze ist ein schlechter Mäusefänger, die suchen ihr Futter anders."

      Bin froh zu hören das es einen Bauernhof gibt der sich um Katzen kümmert. Wirklich sehr selten. Klasse das du dich kümmerst

      Der Futterbedarf ist unterschiedlich. Jungtiere brauchen mehr, im Herbst brauchen gerade Freigänger viel für den Winterspeck und es ist immer die Frage wie viel sie fangen

      (6) 15.08.16 - 16:52

      Ich danke euch beiden für eure Antwort.

      Ich hab jetzt mal in der Archivsuche bei Urbia "Trockenfutter"eingegeben....und ja, ich seh schon, die Haltung zu Trockenfutter ist hier ziemlich klar. Das versteh ich ja auch.

      Deshalb habe ich jetzt nochmals mit der Tierschutzorg (mit der ich die ganze Einfangerei und Kastriererei durchziehe) telefoniert und da nochmals ausdrücklich nachgefragt, wie das mit der Fütterung weitergehen soll.

      Nun ja, sie hat aufgeseufzt und gemeint, da könne man sich jetzt stundenlang drüber streiten, aber ihre Empfehlung gehe ganz klar zum täglichen Trockenfutter.

      -Weil es zum einen ein regelmässiges (also tägliches) Futterangebot sein muss, da die Katzen sich sonst ebenfalls nicht regelmässig blicken lassen oder einfach weiterziehen und ich dann keine Chance mehr habe zu sehen, ob eine krank oder verletzt ist und eventuell irgendwie wieder eingefangen werden muss.

      - Weil eine tägliche Nassfutterversorgung so ausreichend sein muss, dass wirklich alle vier Katzen zum Zug kommen und nicht eine einfach alles alleine frisst (oder eine der Dorfkatzen alles alleine frisst) und wenn es so ausreichend ist, dass sich wirklich alle täglich sättigen können, dann ist die Naturbeute höchstens noch Spielerei, das Nassfutter das Primärfutter, an welches sie sich gewöhnen und das sie gegen alle möglichen Fressfeinde verteidigen müssen.

      - Deshalb raten sie bei der Fütterung von Wildlingen dazu, eine Schale Trockenfutter hinzustellen, bei der sich die Katzen als Sekundärfutter bedienen können.

      -Desweiteren meinte sie: natürlich sei Trockenfutter nicht das Ideal in puncto Verdauung, aber Hand aufs Herz: Es seien verwilderte Katzen. Die Chance dieser Katzen an allen möglichen anderen Dingen zu erkranken, sich zu verletzen oder zu sterben, sei massiv höher als die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Trockenfutterergänzung einen Schaden erleiden.

      Wisst ihr....ich sehe ja euren Punkt, aber ich sehe auch die Argumente des Tierschutz. Das ist schon auch schlüssig. Mir geht es auch nicht darum, dass Trockenfutter billiger ist, ich möchte eine akzeptable Lösung für die Katzen und für mich finden.

      Nun.... ich werde auf jeden Fall mal schauen, dass ich erhöht füttern kann, die Idee mit dem Automaten lasse ich fallen, aber ich werde definitiv täglich Trockenfutter anbieten aber so 1-2x die Woche zusätzlich noch Nassfutter geben.

      Vielen Dank an euch.

      • (7) 15.08.16 - 21:32

        Neja wir empfehlen trotzdem Nassfutter. Trockenfutter ist besser als nichts.
        Ist auch der Grund warum manche im Tierschutz das empfehlen. Wir müssen auch Trockenfutter füttern. Gibt halt was gespendet wird. Privat bekommen meine Katzen keines.

        Wenn du Trockenfutter fütterst würde ich trotzdem feste Zeiten einführen
        Auch bei Trockenfutter kann sich einer vollfressen und einer geht leer aus, Streuner kannst du auch anlocken

        Stell das Trockenfutter so auf das keine Vögel rankommen die futtern das ganz gerne. Trockenfutter ist ehr Vogelfutter als Katzenfutter von der Zusammensetzung und wenn Elstern oder Stare in Scharen kommen, gehen die Katzen nicht mehr hin.

    Also in erster Linie Trockenfutter füttern ist überhaupt nicht gut. Ist halt billig und in Maßen mag es gehen ( ich mach es auch zwischendurch). ABer die Tiere trinken nie soviel, wie sie dann bräuchten für die Nieren. Außerdem quillt das Zeugs im Magen auf und reizt auch noch die Schleimhaut! Ehrlich laßt das lieber. Trotzdem finde ich es gut das du dir Gedanken machst. Ihr seid immer noch besser als der Depp von dem die Nachbarn ihre beiden Babykatzen haben. Das ist wirklich ein Depp, denn der fütterte die Babykatzen rein mit Nudeln, Kartoffelbrei und Kuhmilch. DA wundert sich noch einer wieso die KAtzen abmagern, ununterbrochen Durchfall haben, Milben und fast verrecken! Da krieg ich das Kotzen!!!!

    Sorry.

    GRuß Ela

    Hallo

    Unsere Hofkatzen, nicht extrem scheu aber auch nicht handzahm, bekommen auch Trockenfutter als Zusatz. Es steht an einer Stelle, an der wir auch oft vorbei gehen in einem Gebäude mit diversen Schlupflöchern. Sie haben es täglich zur Verfügung.

    Ich sehe auch ganz klar einen Unterschied zwischen halbwild und beobachtet auf dem Hof und dem heißgeliebten Stubentiger. Vielleicht ist durch das Hofleben mit Nutzvieh mein Blick auch einfach ein anderer? Tiergerecht ja, aber manches finde ich übertrieben und überlasse das den Menschen die sich so besser fühlen.

    Lg

    Hallo,

    Schön das du dich um die Tierchen kümmerst.
    Aus Erfahrung mit Hofkatzen kann ich dir (auch wenn es eigentlich nicht gut für Katzen ist) zum Trockenfutter raten.
    Das Nassfutter war bei unseren sehr beliebt , ergo hat die Stärkste den größtneteil für sich beansprucht. Die kleineren bekamen nichts oder sehr wenig. Beim Trockenfutter sah das ganze dann anders aus. Alle sind Jagen gegangen und bekamen das Trockenfutter nur, damit sie wieder kommen und mal was haben, falls sie mal was länger nichts erlegen und eben im Winter.
    Trotz des Trockenfutters sind die Katzen, wenn sie keine Erkrankung/Verletzungen hatten für Draussen-Katzen alle recht alt geworden. Alo kann es ja sooooo schlimm nicht gewesen sein ;-)
    Natürlich kann es passieren, dass noch andere Katzen oder Tiere kommen.

    Liebe Grüße,
    Kaddlchen

    Hallo,

    meine beiden Katzen bekommen sowohl Nass- als auch Trockenfutter. Und zwar immer was gerade im Angebot ist. Billiges oder auch mal was teureres.

    Sie sind beide ca. 13 Jahre alt und erfreuen sich bester Gesundheit.

    Ich sehe allerdings eine andere Gefahr, wenn du Futter "offen" hinstellst.

    Dort werden sich Mäuse, Ratten, Marder, Igel, evtl. sogar Elstern oder Krähen bedienen. Im schlimmsten Falle Füchse oder andere wilde Tiere

    Ich würde die Katzen 1x am Tag füttern, sie gewöhnen sich schnell an eine Tageszeit. Sie sollten dann alles auffressen, somit steht kein Futter rum.

    Trockenfutter besteht, jedenfalls bei den billigen, hauptsächlich aus Getreide.
    Das ist ganz großer Mist für Katzen. Eine Katze sollte nie mehr Getreide zu sich nehmen als der Magen der Beute fassen kann.

    Wenn du getreidrfreies Trockenfutter nimmst ist das OK.

    Ich bin erschüttert darüber dass eine Tierschutzorganisation überhaupt keine Ahnung von der ARTGERECHTEN Ernährung von Katzen hat.

    Mein Tipp.... Gewöhnen die Katzen an dein rufen und fütter dann in mehreren Schalen nassfutter.

    So siehst du auch immer ob alles OK mit den Tieren ist.

    Meine kommen sofort auf ein "Miezmiezmiiiiiez" angerannt.

    Jedenfalls Abend wenn wir ins Bett gehen rufe ich sie und dann gibt es was besonderes.

    Kannst auch ne Pfeife nehmen oder so.

    Also falls Trockenfutter bitte getreidrfreies.

    Mona

    (13) 15.08.16 - 21:14

    Hallo,

    ich fütter meine halbwilden Hofkatzen auch nur mit Trockenfutter zu.

    Einmal täglich stelle ich eine Schale raus, die Katzen wissen wann sie da sein müssen. Das ist für mich eine gute Gelegenheit zum "Durchzählen" und gucken, ob alle in Ordnung sind. Nach einer Weile nehme ich die Schale wieder weg, damit keine anderen Tiere angelockt werden.

    Ich habe mit der dir empfohlenen Methode bisher nur gute Erfahrungen gemacht und kann keine Nachteile beim Trockenfutter feststellen, außerdem ist es praktischer zu lagern. Das Hantieren mit Nassfutter und angebrochenen Dosen ist mir zu umständlich. Mit Futterautomaten habe ich keine Erfahrung, da ich täglich "vor Ort" sein kann.

    Viele Grüße
    kannix

    Hallo,

    vorweg, ich bin eigentlich auch nicht für Trockenfutter. Wir haben 4 (und einen Dauergast-Kater;-)) Katzendamen, die alle Freigänger sind und ins Haus dürfen, wann sie wollen. Wir wohnen sehr ländlich und sie haben hier auf den Wiesen und am Waldrand ausreichend Gelegenheit zu jagen und sich natürlich zu ernähren.

    Da wirklich alle unterschiedlich nach Hause kommen, unterschiedlich Hunger haben und natürlich unterschiedlichste Vorlieben beim Nassfutter haben, steht bei uns auch immer ein Schüsselchen Trockenfutter parat. Wenn wir zu Hause sind (arbeiten beide VZ) bekommt natürlich jede Katze Nassfutter oder Fleisch, je nach dem, ob ich etwas beim Fleischer bekomme. Das Trofu wird angenommen und ich denke dadurch, dass sich unsere Mietzen sonst sehr natürlich ernähren, richtet das keinen Dauerschaden an.

    Was bei uns gar nicht geht, ist Futter draußen auf dem Hof stehen zu lassen. Erstens haben wir unseren Hund, der dies Köstlichkeit in Nullkommanichts wegschlappern würde und zweitens bedienen sich sämtliche Katzen der Nachbarschaft daran. Außerdem habe ich auch Angst, anderes Getier damit anzulocken. Es sind bei uns im Ort nämlich schon Waschbären gesichtet worden.

    Ich denke, wenn das Trofu (getreidefrei!) nur als Beinahrung gegeben wird und sich eure Katzen hauptsächlich natürlich ernähren, kannst du das mit dem Futterautomaten probieren. Ich befürchte aber fast, dass du damit andere Katzen anlockst.

    LG

    Nici

    Ich würde keinen Automaten nehmen. Auch Ratten und co sind nicht doof und können lernen wie sie da was raus bekommen.

    Allerdings würde ich im Kuhstall auch definitiv KEIN Nassfutter aufstellen. Wie lange soll das dauern bis der Napf von Fliegen überrannt wird die dann auch gerne mal ihre Eier da drauf ablegen.....ich finde das eklig.
    Und Trockenfutter ist ja nicht gleich Trockenfutter. Auch da gibt es getreidefreie Sorten.

    Aber immer was da stehen haben, zu Hause draußen würde ich es nicht tun um mir nicht noch 10 fremde Katzen und diverse Ratten, Marder und co. an zu locken.
    Wenn du sagst "Die locke ich damit nicht, die sind eh hier auf dem Hof, im Heu und Stroh...." dann mach es. Sonst stell es immer zur selben Zeit hin und nimm den Rest zur selben Zeit weg (vor dem Melken hin stellen, danach wieder mit nehmen)

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