Unser Hund wird gleich eingeschläfert....

    • (1) 20.08.16 - 07:55

      Unser Hundeopa ist 15 Jahre alt. Ich weiß er ist schon sehr alt für einen Labrador, aber das spielt für den Hundebesitzer ja keine Rolle. Er kann nicht mehr lange laufen und stehen. Fällt ständig hin. Hat Schwierigkeit mit dem Aufstehen ohne Hilfe und ist auch schon länger stuhlonkontinent. Er ist sehr abgemagert, ist nur noch Haut und Knochen.

      Er hat sich an der Hüfte nun auch noch wundgeleckt, ein großes Loch durch die Haut 1,5-2 cm groß, man sieht schon das Fleisch und ein Teil ist etwas dunkel. Im gesamten Bereich hat er Schmerzen. Der TA meint, das sei eine Druckstelle und dass es keinen Sinn macht, dies zu behandeln. Es ist zu Ende, waren seine Worte. Er hat auch noch eine kleine Druckstelle im Schulterbereich, die wir gestern entdeckt haben.

      In etwa 1,5 Stunden wird er aufhören zu leben und ich komme damit überhaupt nicht zurecht. #schmoll#schmoll

      Er hat immer noch starken Appetit, ist sehr aufmerksam und das macht es mir so schwer.
      Mein Mann hat sich damit abgefunden und glaubt, der Hund leidet. Er hechelt seit einer Woche und jammert - nicht permanent am Stück, aber öfter.
      Ich bilde mir ein, das liegt an der Wunde, die zugenäht werden sollte. Das Sprühmedikament hat er ja immer abgeleckt und gereinigt wurde die Wunde auch nicht oder Haare dort herausgenommen.

      Will ich einfach nicht loslassen oder ist kein lebenswertes Leben mehr?

      • Oh nein das tut mir sooo leid, ich weiß ehrlich auch nicht was das richtige ist, meine Hündin wird wenn Gott will im September 16 und kann auch kaum noch allein laufen ist aber ansonsten noch gesund und stark sie war schon immer eine Kämpferin .
        Man hofft immer das die Tierchen friedlich einschlafen wenn ihre Zeit gekommen ist aber ich denke auch uns wird die Last auferlegt zu entscheiden wann wir sie gehn lassen und nur bei dem Gedanke daran muss ich weinen , man möchte eben ein gelibtes Wesen nicht gehn lassen weil man es so sehr liebt auch wenn es das beste für das Tierchen ist. Du hast mein vollstes Mitgefühl. Bleib bei ihm in seinen letzten Stunden bis er schläft.

        • Danke für dein Mitgefühl!

          Es war schlimm gestern, sehr schlimm. Ich drücke dir die Daumen für deinen Hund.

          • Danke.

            Wenn es bei uns soweit ist werden wir alle natürlich lange trauern aber ich werd auch immer daran denken was für ein schönes langes Hundeleben unsere Süße hatte und dass es ihr an nichts gefehlt hat und dass sie uns bestimmt dankbar ist dafür und wir ihr dankbar sind das sie unser Leben berreichert hat. Aber trotzdem

            hoffe ich dass sie uns noch nicht so schnell verlässt .

      Sei gedrückt, du Arme!

      Nach dem, was du beschreibst, wurden eurem Hund aber die Schmerzen und das Leid genommen und ihr habt sehr mutig und ganz richtig gehandelt. Für ihn war es besser so. wenn es nur noch Schmerzen, Krankheit und keine Aussicht auf Besserung gibt, ist der Tod eine Erlösung. Er scheint wirklich kein lebenswertes Leben mehr gehabt zu haben - und war auch schon 15.

      • Als du geschrieben hast, hat er sogar noch gelebt. Die letzten Minuten seines liebenswerten Lebens. Ich habe immer noch große Gewissensbisse und vermisse ihn fürchterlich. Ich hoffe, es war die richtige Entscheidung und dass es ihm, wo immer er ist, besser geht.

        • Es war ganz bestimmt für ihn die richtige Entscheidung. So liebevoll, wie du von ihm schreibst, hatte er sicher auch ein schönes und erfülltes Leben bei dir. Und als er unheilbar krank wurde, hast du auch zu ihm gestanden und das Richtige getan: ihm weiteres Leid erspart.

    Es tut mir sehr leid.

    ich glaube, ihn Einschläfern zu lassen ist der größte Liebesdienst, den du ihm noch tun kannst. Die nächsten paar Monate wären sicher nicht mehr schön, geprägt von Schmerzen und immer weiterem Abbau, an alleine Aufstehen wäre bald nicht mehr zu denken. Ganz ehrlich, die letzte Lebensphase ist auch bei Menschen oft nicht mehr schön. Und bei Tieren wird es ja noch schwieriger, sie mit Schmerzmitteln richtig einzustellen und es ihnen angenehm zu machen, oder eben auch so gut wie unmöglich.

    So weh es tut, der abschied muss leider sein. Fühl dich gedrückt!

    Also ich finde die Entscheidung euer Tier gehen zu lassen absolut richtig und euer Tier ist euch sicherlich auch dafür dankbar nun nicht mehr leiden zu müssen. Ich weiß aber auch wie schwer sowas ist! Es ist nie leicht ein Tier gehen lassen zu müssen das man liebt und das soviele Jahre seines Lebens mit einem geteil hat! Wir waren letztes Jahr auch an der Stelle an der unsere Hündin eingeschläfert werden musste. Ich weiß wie das ist!

    Ela

    • Danke für die aufbauenden Worte!

      Ich weiß nicht, ob er uns dankbar war. Ich habe das Gefühl, er wollte nicht gehen. Aber nun ist er fort und hier ist eine gähnende Leere.

      • Ja ich kann mir durchaus vorstellen das euer Tier auf einer Seite nicht oder nicht gerne gehen will. Denn er liebte seine Menschen und die verlässt man ungerne. Aber ich bin trotzdem sicher das er dankbar gewesen ist auf einer Seite. Und ich erinnere mich noch wie ich damals immer ins Auto in den Fußraum am Beifahrersitzt schaute weil da immer unsere Hündin saß. Sie gehörte da einfach hin und es war IHR PLATZ! Man schaut immer automatisch auf die Plätze wo Sie gewesen ist. Ich bin auch, als die neue Hündin als Welpe kam zu ihren Grab und hab sie ihr vorgestellt. Ich wollte das einfach so und es tat mir gut. Ich wollt ihr sagen das sie niemals ihren Platz einnehmen kann aber dennoch vielleicht eine würdige Nachfolgerin werden wird. Das ist sie inzwischen auch geworden weil sie jetzt IHREN EIGNEN Platz hier in der Familie hat und nicht einfach nur die Nachzüglerin war. Anfangs war die erste Hündin einfach immer noch überall da und man wußte wo sie fehlte. Nun ist sie wirklich hier angekommen. Und das dauerte aber auch seine Zeit.

        Gruß Ela

#liebdrueck

Es ist normal, dass du sie nicht gehen lassen willst. Aber ich glaube, ihr habt die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn sie so so schwer fällt.

Immerhin konntest du dich verabschieden.

Das blieb mir bei unserem Familienhund verwehrt. Sie war 13 Jahre bei uns, ich bin mit ihr groß geworden.
Als es dem Ende zuging, haben meine Eltern entschieden, mir erst nach der Einschläferung Bescheid zu sagen. Weil ich zu der Zeit Klausurenzeit an der Uni hatte.

Ich kam Freitags dann voller Sorge Zuhause an und...sie war nicht mehr da. :-(
Ich wäre gerne bis zum Schluss bei ihr geblieben.

....
Marie

(14) 20.08.16 - 20:41

Hallo,

ich musste am Montag meinen Rusty ziehen lassen, ich war bis zum Schluss bei ihm.
Tierliebe bedeutet auch ein leidendes Tier zu erlösen und genau das habe ich gemacht. Mein Hund hatte eine kaputte Leber, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse und war innerhalb von 3 Tagen total erblindet. Ich habe das ganze Wochenende mit mir gekämpft, die Entscheidung fiel mir schwer aber ich habe mich dazu durchgerungen ihn gleich am Montagmorgen zu erlösen. Am Montagnachmittag kam meine Tochter dann mit meinen Enkeln zu Besuch und hat, nur mal so Mama...., im Netz geschaut:
Seit Dienstag habe ich meinen "Jungen von St. Pauli" bei mir und er ist ein toller Hund und GsD total anders als mein alter Freund. Eigentlich wollte ich nicht so schnell wieder einen Hund haben aber jetzt bin ich total froh darüber dass ich ihn habe. Ich bin alleinstehend und bewohne ein Reihenhaus. Mit Hund fühle ich mich sicherer, aber meinen Rusty werde ich trotzdem nicht vergessen.

LG und fühl dich gedrückt

  • (15) 21.08.16 - 13:21

    Vielen Dank fürs Drücken.
    Das ist einfach nur so schwer ihn gehen zu lassen. Ich suche ihn in jeder Ecke und er ist nicht da.
    Die Narkosespritze beim Tierarzt hat ihm auch noch so weh getan, er hat ja keine Muskeln mehr. Ich vermisse ihn so sehr.

    Du hast es ganz richtig gemacht mit dem neuen Hund. Oft hilft ein neues Tier den Tod des anderen zu verarbeiten. Ich finde das nicht schlimm. Vergessen wird man sie nie.

    Ich mache mir nur jetzt wegen vielen anderen Dingen Vorwürfen. Ich wünschte ein Hundeleben wäre länger...

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