Welches (Klein-) Tier? Erfahrungen, Anfänger

    • (1) 25.08.16 - 15:51

      Hallo!
      Wir würden uns gerne ein Haustier anschaffen sind aber noch unsicher in verschiedenen Sachen bzw. welches Tier.
      Hund, Katze, Vogel, Fische scheiden schon aus :-)
      Eigentlich wollten wir uns zwischen Meerschweinchen und Zwergkaninchen entschieden. Unsere Kinder bzw. eine davon wünschen sich Haustiere und ich würde Ihnen den Wunsch gerne erfüllen weil ich es wichtig finde.
      Also die Kinder sollen was mit dem Tier anfangen können.
      Jetzt hab ich schon einiges gelesen und wollte die erfahrenen Kleintierhalter fragen:
      - Wie viel Zeit verbringt ihr wirklich mit euren Tieren? Für die verschiedenen Aufgaben und zur bespaßung (lasst ihr eure Tiere jeden Tag vier Stunden raus und spielt mit Ihnen? Kann mir kaum vorstellen dass der normale Meerschweinchenbesitzer das macht) Wie lange dauert das ausmisten und wie oft macht man es dass es nicht so riecht.
      - Wie viel Geld kostet ein normaler Tierarztbesuch? Wie oft geht ihr zum Tierarzt?
      - Gebt ihr euren Tieren so viel Obst/Gemüse oder eher Zweige, Gras, Pflanzen, Kräuter (wird doch geschrieben dass es besser ist)
      - Was kostet so ein Einkauf (mit allem außer Erstausstattung) im Tiergeschäft im Monat oder Woche.
      Sind Zwergkaninchen krankheitsanfälliger wie Meerschweinchen?
      Wer ist widerstandsfähiger (Kälte/Hitze)?
      Und: Wie macht ihr es wenn ihr in Urlaub fahrt?

      Bei uns kommt nur Außenhaltung in Frage.

      Also eigentlich würde ich gerne Alltagsberichte von einer ganz normalen Familie (2 Kinder, jeder arbeitet) lesen mit 2-3 Kleintieren.

      DANKE fürs lesen und den Rest :-)

      LG

      • Hallo!

        Wenn nur Außenhaltung geht, dann fallen Meerschweinchen schon mal weg. Meerschweinchen sind empfindlicher Kälte und feuchter Witterung gegenüber, da muss man das Gehege schon sehr gewissenhaft bauen und vor allem mindestens 4-6 Stück zusammen halten, und es braucht ein wenig Erfahrung - und in jedem Fall immer noch ein Quartier im haus, falls sie doch krank werden.

        Kaninchen sind bei Schlechtwetter robuster, aber auch da wird das Gehege nicht billig. Es muss mindestens 6m² groß werden mit einem frostfreien, gut isolierten Stall. Bitte vergess diese entsetzlichen Holzkästen aus dem Zooladen, Kaninchen brauchen viel Platz zum hoppeln. Der muss dann auch nach oben und unten gesichert werden, damit die Kaninchen sich nicht raus buddeln und auch vor Raubvögeln und Mardern geschützt sind.

        also so an die 500-1000 Euro alleine für ein gehege muss man einrechnen, und das ist dann selbst gebaut - es würde übrigens auch zeitlich knapp werden, weil die Kaninchen nur über Sommer einziehen können. Im Herbst ist es dann schnell zu kalt und sie haben keine Zeit mehr, ein Winterfell auszubilden. Außerdem gehen Jungtiere nur im Frühjahr.

        Kaninchen sind keine billigen Haustiere, Du musst schon mit 50 Euro Kosten für Gemüse, Heu, Einstreu etc. pro Monat rechnen, dazu kommen noch Impfungen. Mit gesunden Kaninchen muss man nur zum Impfen zum Tierarzt, aber wenn eines mal ernsthaft krank wird kommen schnell einige hundert Euro zusammen.

        Insbesondere im Winter fällt schon relativ viel Arbeit an, der Stall muss jeden Tag gesäubert und trocken eingestreut werden. Das dauert dann schon eine halbe Stunde. Und mehrmals am Tag frisches Gemüse, das friert draußen ja schnell ein, und sie müssen es fressen können, bevor es tiefgefroren ist. Also immer wieder frisches raus bringen, auch frisches Wasser. Im Sommer muss man den Kampf mit Fliegenmaden in nasser Einstreu aufnehmen. Also Arbeit macht es schon.

        ich habe Meerschweinchen in der Wohnung und brauche ca. 2 Stunden pro Woche für Misten und Füttern. Sie bewohnen ein Viertel meines Wohnzimmers und brauchen daher keinen Zusätzlichen Auslauf.

        • (3) 26.08.16 - 07:40

          Bei Kosten und Zeitaufwand geben sich beide Arten meiner Erfahrung nach nicht viel. Eine Bekannte hatte Meerschweinchen, ich Kaninchen, beide hatten wir die Tiere in Aussenhaltung und ich konnte im Aufwand absolut keinen Unterschied erkennen.

          Erstausstattung: Mit dem Preis für die beiden Tiere würde ich sagen sidn 300€ machbar. Mehr geht natürlich immer. Ställe sollten so groß wie möglich sein - ein gesicherter Freilauf auf Wiese (rundum eingezäunt und sicher an den Stall angeschlossen) erspart euch viel kontrollierten Freilauf, bei dem ihr anwesend sein müsst. Stall und Auslauf sollten so gross wie möglich sein und mit vielen Gimmicks wie Höhlen etc. versehen sein. Das kann man alles sehr aufwändig kaufen, man kann aber auch gebraucht schöne Ställe bekommen, man kann den Aneboda Kleiderschrank von Ikea http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/90121762/ recht preisgünstig zum Stall umbauen (dafür gibt es tolle Anleitungen im Netz) oder eben selbst was bauen mit Zeug aus dem Baumarkt - da gibt es ebenfalls tolle Anleitungen und die Kinder können super mit machen.

          Röhren können natürlich aus dem Zoofachmarkt sein - oder es sind einfache Fallrohre aus dem Baumarkt mit abgeschliffenen Kanten - um nur mal ein Beispiel zu nennen - es gibt super viele Bastelideen im Netz für Nager... da kannst Du als Mama zusammen mit Deinen Kids richtig kreativ werden, auch für Futterbeschäftigungen, sprich: Gerätschaften, bei denen die Tiere aktiv und kreativ werden müssen, um an ihr Essen zu kommen.

          Beim TA waren wir eigentlich nur zum Impfen, das waren 50-80€ jeweils - Impfzyklen müsstest Du mal googeln, hab ich nicht mehr im Kopf. Entwurmt hab ich mit Paste für ein paar Euro, andere Parasiten hatten wir nie. Biss- oder andere Verletzungen und Erkrankungen können kommen, sind in der Regel nicht planbar und auch nicht absolut kalkulierbar... aber mehr als 100-300€ hab ich für KEINES meiner Kleintiere über die komplette Lebenszeit an Zusatzkosten beim Doc gelassen.

          Futter und Einstreu... vielleicht 10€ im Monat? Wir haben nur Heu gekauft, alles andere gab es von unserem Essen... Salat, Gemüse und Obst hatten wir ja reichlich zuhause, ich hab unterwegs Wildkräuter und Löwenzahn gepflückt - Trockenfutter ist eigentlich überflüssig. Im Winter habe ich Stroh von einem Bekannten bekommen, kostet aber echt auch nicht die Welt. Jungtiere sollten natürlich nicht im tiefsten Winter raus kommen - Herbst oder Frühjahr ist am besten, um sich an die Jahreszeiten zu gewöhnen.

          Minimaler Zeitaufwand pro Woche... 3h vielleicht? Mit Misten, Futter zuschneiden, mal streicheln... kann aber relativ frei skaliert werden auf bis zu 2h am Tag.

          Sorry, aber 500-1000 für ein gehege muss man mit Sicherheit nicht ausgeben!! ... Aber man kann natürlich! Notwendig keinesfalls.

      (5) 25.08.16 - 20:15

      Hallo.

      ich möchte anmerken, dass man weder Meerschweinchen noch Kaninchen einzel halten sollte. Da sind sehr soziale Tiere.

      LG

      • (6) 25.08.16 - 21:19

        Das wissen wir und wollten mindestens 2 holen. Man nimmt meistens ein kastriertes Männchen und ein Weibchen oder 2 kastrierte Männchen!?

        • Zwei kastrierte rammler gehen auch problemlos.. Man sollte beide aber sehr früh kastrieren lassen!!

          Weibchen können manchmal recht zickig sein.

          Von was ich abraten kann sind Teddyzwerge. Die sind zwar putzig aber machen durch ihr Fell viel, viel Arbeit, sind hoffnungslos überzüchtetet, verfilzen sehr schnell und sind auch kälteempfindlicher. Wir hatten u. A. Einen NHD Widder. Ein absolutes Goldstück.

    Kleiner Tipp am Rande:
    Katzenhaltung ist wesentlich "einfacher" und weniger zeitaufwendig als Kaninchenhaltung und insbesondere Kinder haben deutlich mehr von Katzen als von einem Nagetier, egal von welchem.

    • Das glaube ich auch. Katzen scheiden aber aus weil ich auf die Haare reagiere.
      Außerdem sind wir wohl eher der "Hundetyp". Der scheidet wiederum aus weil die Verantwortung und natürlich Zeitaufwand noch größer ist...

      • Ja ein Hund ist für eine Familie viel besser als kaninchen! Verantwortung hat man für alle Tiere. Zeitaufwand ist relativ. Wir haben uns bewusst für einen kleinen nichthaarenden sehr gemütlichen hund entschieden. Der läuft als Familienmitglied einfach so mit ohne groß extra Aufwand. Ich nehm ihn mit auf arbeit. Man muss es immer Abwegen.

        • Was habt ihr denn für einen kleinen nichthaarenden gemütlichen Hund? :-)

          • Ist ein Shih tzu. Klein, dick, träge.

            Hihi, nein. Die rasse ist schon recht gemächlich.

            Wir hatten früher einen Yorki Terrier, das war schon ne ganz andere Sorte hund, aufgeweckt, wild, konnte stundenlang spazieren.

            Wenn ich mit unseren jetzt über ne halbe stunde spazieren fängt er langsam an zu schauen von wegen "wie weit müssen wir noch latschen"

(13) 26.08.16 - 07:42

Bei Kosten und Zeitaufwand geben sich beide Arten meiner Erfahrung nach nicht viel. Eine Bekannte hatte Meerschweinchen, ich Kaninchen, beide hatten wir die Tiere in Aussenhaltung und ich konnte im Aufwand absolut keinen Unterschied erkennen.

Erstausstattung: Mit dem Preis für die beiden Tiere würde ich sagen sidn 300€ machbar. Mehr geht natürlich immer. Ställe sollten so groß wie möglich sein - ein gesicherter Freilauf auf Wiese (rundum eingezäunt und sicher an den Stall angeschlossen) erspart euch viel kontrollierten Freilauf, bei dem ihr anwesend sein müsst. Stall und Auslauf sollten so gross wie möglich sein und mit vielen Gimmicks wie Höhlen etc. versehen sein. Das kann man alles sehr aufwändig kaufen, man kann aber auch gebraucht schöne Ställe bekommen, man kann den Aneboda Kleiderschrank von Ikea http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/90121762/ recht preisgünstig zum Stall umbauen (dafür gibt es tolle Anleitungen im Netz) oder eben selbst was bauen mit Zeug aus dem Baumarkt - da gibt es ebenfalls tolle Anleitungen und die Kinder können super mit machen.

Röhren können natürlich aus dem Zoofachmarkt sein - oder es sind einfache Fallrohre aus dem Baumarkt mit abgeschliffenen Kanten - um nur mal ein Beispiel zu nennen - es gibt super viele Bastelideen im Netz für Nager... da kannst Du als Mama zusammen mit Deinen Kids richtig kreativ werden, auch für Futterbeschäftigungen, sprich: Gerätschaften, bei denen die Tiere aktiv und kreativ werden müssen, um an ihr Essen zu kommen.

Beim TA waren wir eigentlich nur zum Impfen, das waren 50-80€ jeweils - Impfzyklen müsstest Du mal googeln, hab ich nicht mehr im Kopf. Entwurmt hab ich mit Paste für ein paar Euro, andere Parasiten hatten wir nie. Biss- oder andere Verletzungen und Erkrankungen können kommen, sind in der Regel nicht planbar und auch nicht absolut kalkulierbar... aber mehr als 100-300€ hab ich für KEINES meiner Kleintiere über die komplette Lebenszeit an Zusatzkosten beim Doc gelassen.

Futter und Einstreu... vielleicht 10€ im Monat? Wir haben nur Heu gekauft, alles andere gab es von unserem Essen... Salat, Gemüse und Obst hatten wir ja reichlich zuhause, ich hab unterwegs Wildkräuter und Löwenzahn gepflückt - Trockenfutter ist eigentlich überflüssig. Im Winter habe ich Stroh von einem Bekannten bekommen, kostet aber echt auch nicht die Welt. Jungtiere sollten natürlich nicht im tiefsten Winter raus kommen - Herbst oder Frühjahr ist am besten, um sich an die Jahreszeiten zu gewöhnen.

Minimaler Zeitaufwand pro Woche... 3h vielleicht? Mit Misten, Futter zuschneiden, mal streicheln... kann aber relativ frei skaliert werden auf bis zu 2h am Tag.

Der sollte so für sich stehen und nicht unter dem Beitrag von Hasipferdi landen^^

Hallo!

Wie Hasipferdi schon schrieb, eigenen sich für die Außenhaltung Kaninchen besser.
Allerdings teile ich die Meinung nicht, dass ein Gehege 500 € aufwärts kostet.

Wenn man mit etwas handwerklichem Geschick etwas selbst bauen kann (vielleicht kann auch jemand helfen, Anleitungen gibt es im Internet!), dann kommt man mit Volierendraht, Holz, Schrauben usw. vielleicht auf 300 €. Soviel haben wir zumindest für unser 15 qm großes Gehege bezahlt.

Tierarztkosten beliefen sich bei uns für unsere beiden Zwergwidder im Jahr auf vielleicht 60 € (Impfungen), die beiden waren aber auch nie krank!

Das Futter hab ich größtenteils von Frühling bis Herbst selbst gesammelt (Wiese), dazu kamen dann noch Heu und Gemüse (Reste wie z.B. Kohlrabi- oder Blumenkohlblätter bekommt man kostenlos im Supermarkt) für vielleicht 25 € im Monat.

Allerdings ist es so, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, sie mögen es nicht sonderlich, auf den Schoß genommen zu werden. Man sollte eher beobachten und sie zu einem kommen lassen (hab mich oft ins Gehege gesetzt und dann sind sie von allein auf meine Beine gesprungen, ich hab sie aber nie festgehalten).

Meiner Tochter war das schon zu langweilig, deshalb war ich dann diejenige, die sich allein gekümmert hat. Das solltet ihr also auch bedenken.

Im Tierheim gibt es auch oft schon Pärchen, die ein schönes Zuhause suchen. Vielleicht wäre das ja was für euch. Wäre zumindest schön :-)

Alles Gute!

LG
sonntagskind

Hallo,

ich halte 3 Kaninchen in Außenhaltung (2 kastrierte Böcke (Russenkaninchen, heller Großsilber) und ein Löwenköpfchen-Mädchen. Wir haben einen großen Stall aus Stein und ein Außengehege, wo die Langohren tagsüber jederzeit hinkönnen.

Ausmisten tue ich "feuchte Ecken" nach Bedarf. Zzt. sammle ich das Frisch-Futter auf der Wiese. Wir wohnen sehr ländlich, das verbinde ich mit der täglichen großen Hunderunde. Heu und Stroh bekomme ich vom örtlichen Bauern. Außerdem habe ich Möhren und Kohlrabi im Garten, sowie Kräuter, die ich ebenso füttere. Im Winter muss ich natürlich Gemüse/Obst zukaufen, ehrlich gesagt möchte ich gar nicht ausrechnen, was da so für draufgeht. Wir habe noch einen Hund, der leider Spezialfutter braucht, und 4 Katzen. Seit Juni haben wir neuerdings 2 Ziegensittiche ", sozusagen "geerbt", für die mein Mann mit Hochdruck die Voliere baut.

Ich denke, dass du für einen ordentlichen Außenstall durchaus mit 300 - 500 € rechnen musst, wenn ihr den Rest selbst macht. Über handelsübliche Hasenställe für die Außenhaltung kann ich nur müde lächeln, weil die in keiner Weise den Bewegungsdrang der Langohren befriedigen. Außerdem scheint mir das Preis-/Leistungsverhältnis deutlich nachteilig zur gelieferten Qualität (einmal scharf angucken und die fallen auseinander;-)).
Im Gehege sollte viele Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein, damit die Langohren keine Langeweile haben. Da mein Mann handwerklich begabt ist, bauen wir fast jeden Monat aus unbehandelten Holzresten ein neues Teil für das Gehege (dafür nehmen wir ggf. natürlich etwas anderes heraus). Futter müssen sich meine teilweise "erarbeiten", das heißt, es wird erhöht angebracht und Möhren, Kohlrabi Obststückchen in eine Vorrichtung gesteckt, aus der sie herausgezogen werden müssen.

Ganz wichtig: Kaninchen sind KEINE Kuscheltiere. Die Tiere haben u. U. Todesangst, wenn sie auf dem Arm "durchgekuschelt" werden. Außerdem können diese furchtbar kratzen, wenn sie vor Angst anfangen zu strampeln. Ich würde das an deiner Stelle deinen Kindern unbedingt vor der Anschaffung klarmachen. Die "Beschäftigung" mit den Tieren besteht also hauptsächlich darin, diese zu füttern, auszumisten und zu beobachten. Ok, kurz streicheln sollte nach einer gewissen Zeit kein Problem mehr sein.
Tierarztkosten fallen pro Kaninchen für die jährliche Impfung 20 € an, dazu kommt ein nicht abschätzbarer Betrag, wenn eines krank werden sollte.
Mit meiner Kaninchendame, die leider im April verstorben ist, war ich drei Tage lang jeden Tage beim TA, weil wir dachten, dass wir sie retten können. Hat leider nicht geklappt.

Hast du vielleicht schon auf den Internet-Seiten: www.diebrain.de , www.kaninchenwiese.de oder www.sweetrabbits.de geschaut. Hier steht alles, was der Erstbesitzer wissen sollte.

Alles Gute

Nici

(17) 26.08.16 - 09:03

Wir haben zwei Hasen, freilaufend im Garten. Das bedeutet, sie haben haben tagsüber tatsächlich den ganzen Garten als Auslauf, nachts sperren wir sie in den Stall, ein umgebautes Kinderhaus.

So ist das eigentlich eine sehr entspannte Hasenhaltung. Man muss eigentlich nichts tun, außer morgens Stall auf, abends Stall zu, Heu füttern, Wasser wechseln, Kinder zum Wiese pflücken schicken;-), hin und wieder den Stall ausmisten(was schnell geht, meine Hasen sind stubenrein und nur ein paar Stunden nachts im Stall), mal ein paar gelbe Rüben o.ä. kaufen.
Alle paar Woche fällt ein gründliches Stall-sauber-machen an, das dauert etwas.

Also genrell hält sich der Aufwand in Grenzen.

Wenn wir im Urlaub sind, brauchen wir allerdings immer jemanden, der zweimal täglich kommt und die Hasen raus bzw rein lässt. Zum Glück haben wir so jemanden:-D

Was uns die Hasen kosten? Die laufenden Kosten (ohne Tierarzt, den kann man ja schlecht kalkulieren) sind recht gering, Heu nehme ich bei den Pferden mit, Einstreu (ich nehme Holzpellets) sind vielleicht 3€ im Monat, da meine Hasen ja stubenrein sind. Dann kommt noch Gemüse dazu, im Sommer ist das auch nicht mehr als ein zusätzliches Leckerli, weil sie Hasen ja den ganzen Tag auf dem Gras sind und wir zusätzlich wiese pflücken, im Winter (da gibts v.a. viel Kohl) ist es schon etwas mehr, vielleicht 10-15€ zusätzlich.

Meine Hasen sind das ganze Jahr draußen. Das geht, weil es robuste, kräftige, normale Kaninchen sind. Wenn es sehr kalt wird (unter -5°) gebe ich ihnen zusätzlich etwas Haferflocken o.ä.. dann muss ich auch zusehen, dass Wasser und Gemüse nicht einfrieren. Unser Stall ist solide, aber nicht extra isoliert, ihr Schlafhäuschen wird im Winter extra kuschlig mit Stroh ausgestopft, das reicht ihnen dann so.
Hitze mögen sie nicht so, aber, weil sie ja den ganzen Garten zur Verfügung haben, finden sie natürlich immer irgendwo ein schattiges kühles Plätzchen. Gerne graben sie sich auch kleine Kuhlen, in die sie sich dann reinlegen.

Ansonsten graben meine Hasen zum Glück nicht.

Die Frage ist immer, inwieweit Kinder etwas mit Kaninchen anfangen können. Tja, es sind keine Kuscheltiere, mehr etwas zum Beobachen. Meine Tochter (10) beschäftigt sich viel mit ihnen, füttert sie aus der Hand, krault sie und, ja, versucht sie zu dressieren. Sie weiß aber ganz genau, was welches Kaninchen mag bzw nicht mag, lässt sie in Ruhe, wenn sie das wollen, trägt sie nicht herum. Die Hasen lieben sie und kommen immer gleich angehoppelt, wenn sie in den Garten kommt. Aber das richtige Verhalten muss man Kindern erst beibringen und anfangs überwachen.

Und zu guter letzt, meine Kaninchen sind bislang sehr robust. Ich vermute, das liegt zum einen an der vielen Bewegung im Garten, zum anderen daran, dass es wirklich stink normale Zwergkaninchen sind, keine besondern Züchtungen. Außerdem hatten wir wahrscheinlich bislang auch viel Glück:-D.

(18) 26.08.16 - 10:56

Spannend wie unterschiedlich die Erfahrungen sind, grade was Futterkosten und Kuscheln angeht.

Bei uns landet seit jeher eben viel "Müll" im Tier. Das ist überhaupt nicht böse gemeint, aber bei den Möhren ist es z.B. so, dass wir die waschen, schälen und dann ist früher die Schale im Hasen gelandet, heute landet sie im Hund. Beim Salat gab es früher immer 3 Haufen - einen mit fauligen Blättern für den Müll, einen nicht ganz so schönen mit den Außenblättern oder den knusprigen Strunken aus der Mitte für die Hasen und der Rest dann für uns.

Natürlich waren die Abschnitte etwas großzügiger als nötig - aber insgesamt haben wir die halt wirklich mit durch gefüttert. Ohne #hasi hat man halt 1kg Möhren gekocht und sich dann etwas überessen weil unbedingt der Rest Möhren noch weg musste und mit #hasi hat man die ein-zwei Möhren die über waren, eben nicht gekocht und irgendwie noch gegessen (weils ja auch für eine eigene Mahlzeit nicht mehr gereicht hätte) sondern den Hasen gegeben. Insgesamt haben wir zu der Zeit auch alle immer VIEL Obst und Gemüse gegessen, weil es für den Hasen ja im Haus sein musste ;)

Bzgl. kuschen - 2 von 3 Hasen haben super gerne mit mir gekuschelt. Der eine hat sich jeden Abend mit Freuden von mir hoch heben lassen, dann saß er auf meinem Schoss und wir haben gemeinsam Obst gefuttert und fern gesehen... hab ich das kraulen vergessen, gabs aufmunternde Bisse in den Bauch ;-)

Falls für Dich übrigens auch Tiere in der Wohnung in Frage kommen würde ich für Kinder mongolische Rennmäuse empfehlen. Werden mühelos Handzahm, ein Gehege von 120x60x80cm ist ausreichend, also platzsparend, und misten muss man nur alle 2-3 Monate. Nachdem die vor allem Körnerfutter fressen, und da auch nur 1-2 Teelöffel pro Nase, sind die Kosten wirklich gering, dazu gibt es mal ein Blatt Salat oder eine Scheibe Gurke.

Für kaninchen braucht man halt schon 15% ihres Körpergewichts in Form von Frischfutter pro Tag, das sind bei etwas größeren Tieren mal eben 300g. wenn man keine Wiese zum sammeln hat und nicht gerade jeden Tag einen Riesentopf Gemüsesuppe zubereitet heißt das schon, dass man was zu kaufen muss. Die paar Karottenschalen sind da zu wenig.

(20) 26.08.16 - 19:01

Wir haben 3 Meerschweinchen. Auch das sind keine Kuscheltiere. Mit Geduld bekommt man viele dazu, sich auch mal kraulen zu lassen, aber das die Tiere still halten, wenn man sie auf dem Arm 'rumschleppt, ist eher Angststarre zu Wohlgefühl.

Und ja, Meerschweinchen draussen halten, ist eher was für Fortgeschrittene. Vor allem dürfen sie nicht 'rein, wenn sie sich an die Temperaturen in der Aussenhütte gewöhnt haben - plötzliche Temperaturunterschiede vertragen Meeris gar nicht gut.

Unsere Meeris leben in einem 4qm Gehege drinnen und bekommen keinen zusätzlichen Auslauf. Da Meeris nicht stubenrein werden, habe ich keine Lust jeden Tag ganze Zimmer nach Kötteln und Pipiecken abzusuchen.

Beschäftigen: Es ist lustig ihnen zuzugucken und die Kinder bauen manchmal Labyrinthe für die Meeris, in denen sie Leckerlis suchen können. Aber zum Spielen eignen sich Katzen oder Hunde eher.

Saubermachen: Jeden zweiten Tag Pipiecken und einmal die Woche Grossputz. Zeitaufwand pro Woche: Etwa 1,5 Stunden

Futter: Wir füttern nur Frischfutter und Heu. So 25€ / Woche (inklusive Einstreu) kommen da schon zusammen.

Tierarztkosten: Keine, solange sie nicht krank werden. Wenn man einmal die Woche wiegt, Zähne, Krallen und Fell kontrolliert, beim Saubermachen auf Durchfallspuren und beim Füttern auf Appetit achtet, erkennt man sehr schnell, ob alle fit sind. Impfungen brauchen Meeris normalerweise nicht.

Urlaub: Wir haben ein junges Mädchen, das dann einmal am Tag vorbeikommt und die Meeris versorgt und nach ihnen schaut. Dafür bekommt sie 15€ am Tag.

Alltagsleben: Es ist keineswegs so, das die Meeris jeden Tag bespaßt werden. Oft laufen sie einfach im Alltag mit und manchmal gibt es auch Gemotze, wenn einer der Jungs mit Saubermachen oder Füttern dran ist. Aber die Schweinchen werden heiss und innig geliebt.

Wir haben uns für Meerschweinchen entschieden, weil sie sich eher an ihre eigene Gruppe als an ihren Gurkenspender binden. Für eine Katze oder einen Hund haben wir, mit zwei Vollzeit arbeitenden Erwachsenen, einfach nicht genügend Zeit. Zwergkaninchen standen auch zur Auswahl, aber die Tierheimmitarbeiterin empfahl uns eher Meerschweinchen. Die seinen unkomplizierter zu halten und beissen auch nicht, wenn die Kinder mal ein bißchen ungestüm sind. Da ich noch nie Kaninchen hatte, weiss ich nicht ob sie Recht hat.

Aber egal, für welche Tierart ihr euch entscheidet: Bitte frage zuerst im Tierheim nach.

Grüsse
BiDi

(21) 27.08.16 - 09:32

Hallo
Jedes Kind wünscht sich mal ein Haustier, genauso wie es sich auch was anderes wünscht. Solltet ihr dem Wunsch nachgehen, dann müsst ihr es sein, die unbedingt so ein Tier haben wollt.

Ich finde nur ein Hund kann die Wünsche an ein Tier von einem Kind erfüllen. Kaninchen sind eine Weile interessant, dann werden sie kaum noch beachtet. Sind sie in Außenhaltung sind sie völlig aus dem Blickfeld. Wir hatten auch Kaninchen in Aussenhaltung, aber es waren 8, sie hatten einen Schuppen mit freier Haltung für sich und noch ein großes Aussengehege. Sie waren glücklich mit sich selber und da bist du es der regelmäßig sauber macht und sie füttert.

Ich würde daher dem Wunsch des Kindes dem zukünftigen Tier zuliebe nicht nachgeben.

LG

  • (22) 27.08.16 - 12:01

    Es gibt schon auch Kinder, die sich wirklich toll um ihre Tiere kümmern - aber da ist es echt von Vorteil, wenn die Tiere im unmittelbaren Wohnraum leben, und man sie so mehr im Blickfeld hat. Bei schlechtem Wetter oder wenn es Nachmittags im Winter schon früh dunkel wird extra in den Garten gehen, das ist manchmal ein wenig viel verlangt.

    Wobei ich aber auch kein Kinderzimmer als Standort empfehlen würde
    - weil es damit den Eltern zu schwer gemacht wird, die Tiere im Auge zu behalten, vor allem wenn aus Kindern Teenager werden, die auch ihre eigene Privatsphäre wollen und nicht dauernd die Eltern im Zimmer
    - wegen der Staubbelastung der Luft bei Tieren mit Einstreu, insbesondere Meerschweinchen und Kaninchen die ja sehr offen gehalten werden sind sehr staubig
    - weil Kinderzimmer sowieso schon oft recht klein sind und da dann 4m² für ein vernünftiges Gehege abzweigen wirklich schwierig wird

    Die Grundversorgung mit Futter, Wasser, Einkaufen von allem nötigen, misten liegt sowieso bei den Erwachsenen, die die Kinder zumindest dran erinnern und überwachen müssen. Und auch die Bereitschaft zum Tierarzt zu fahren und für ein hässliches Zahnproblem mal eben 200 Euro zu zahlen sollte bei den Eltern sowieso vorhanden sein, und auch das Taschengeld der Kinder sollte nicht für zwingend notwendiges Futter drauf gehen. Für leckerlies und Extras - ok, aber nicht für grundlegende Dinge.

    ich finde übrigens Katzen als ideale Tiere - wenige Pflichten, so fällt das eher lästige gassi gehen weg und auch büsten ist nur bei wenigen Katzen wirklich nötig, eigentlich muss man nur füttern, Futternäpfe reinigen und das Klo sauber halten. Und dafür hat man viele Stunden ein schnurrendes Sofakissen neben sich, das sich gerne kraulen lässt. Eine schnurrende Wärmflasche im Bett ist schon was tolles (außer es hat 30 Grad). Allerdings lösen Katzen halt auch richtig üble Allergien aus und man muss damit rechnen, dass einen der eine oder andere Mensch nicht mehr zu Hause besucht und ein Arbeitskollege drum bittet, dass man Sachen im Büro anzieht, auf denen keine Katze geschlafen hat.

Hallo,

ich stelle mal eine Gegenfrage. Was erwarten und erhoffen sich deine Kinder von den Tieren?

Schmusen und damit spielen? Dann scheiden Kaninchen und Meerschweinchen sofort aus.
Wirklich nur beobachten und versorgen? Dann kämen diese Tiere durchaus in Frage.

Erfahrungsgemäß wollen aber die meisten Kinder mit den Tieren schmusen. Ich sehe es hier bei Besuchskindern, dann erklären meine ihnen, dass es keine Kuscheltiere sind.

Außenhaltung kommt für beide Tierarten durchaus in Frage, ist aber sehr umfangreich.

Es gibt KEINEN käuflichen Stall und auch kein käufliches Gehege, was für Meerschweinchen oder auch Kaninchen ausreicht. Ihr MÜSST definitiv selbst bauen oder bauen lassen. Der Kostenfaktor bei Marke Eigenbau beläuft sich bei einem Gehege auf 500-1000 Euro. Es kann mit Glück auch günstiger gehen, ich sage nur, was meine Erfahrung hergegeben hat. Draht lag bei 80 Euro, unsere Gehege sind begehbar, also entsprechend hoch, wir haben dickeres Holz gewählt, das Gehege zu zwei oder auch zu drei Seiten mit Holz verkleidet, um vor Zugluft zu schützen, ein Fundament rundherum gegossen, in das die H-Pfostenträger [nicht diese Teile, die gerne für Sichtschutzwände genommen werden und nach einer Weile weggammeln) einbetoniert wurden, Boden gepflastert und teils ausgehoben und mit Draht versehen, Dach drauf,... Da kommen ordentlich Kosten zusammen. "Nur" die Schutzhütten lagen etwa bei 100 Euro.

Ein 1 Meter hohes Gehege mit dünneren Balken usw. wird vermutlich günstiger sein, das ist wohl klar. :-) Aber sowas wollte ich nicht. Ich kann mich lieber im Gehege frei bewegen, ohne irgendwas aufklappen zu müssen.

Wichtig ist, dass ihr punktverschweißten viereckigen Draht nehmt (Maschenweite bis 1,2 cm), nicht diesen anderen 6eckigen Volierendraht. Den könnten andere Tiere (Feinde) aufbeißen. Das Gehege muss rundum gesichert werden, also unter der Erde (oder Boden pflastern) und natürlich auch nach oben hin. Eine Schutzhütte muss zur Verfügung stehen, die im Winter die nötige Wärme und im Sommer die nötige Kälte bietet. Sie darf bei Meerschweinchen auch nicht zu groß und nicht zu klein sein, da Meerschweinchen kein Winterfell bekommen und nur mit der Körperenergie die Hütte aufwärmen müssen.

Aus dem Grunde bringt es auch nichts, einfach nur einen großen Stall oder ein Gartenhaus isoliert zu wählen. Ein Schutzbereich ist auch hier notwendig.

Die Luftzirkulation muss auch gewährleistet sein.

Regelmäßiges ausmisten ist im SOmmer wie Winter zwingend notwendig. Unsere Meerschweinchen leben ganzjährig draußen und wir sind maximal alle 2 Tage am misten, teils auch täglich. Da kommt ordentlich was zusammen, hier auch die Mistentsorgung einplanen!

Bei Meerschweinchen ist die Anzahl der Tiere zusätzlich wichtig. In Außenhaltung mindestens 4, besser 6 Schweinchen halten. Wie schon erwähnt brauchen sie ihre Körperenergie, um die Hütte warm zu halten. Zu zweit ist das ein gewaltiger Kampf. Davon abgesehen sind Meerschweinchen Rudeltiere und ein Rudel beginnt ab 3 Tieren, zu zweit wären sie nur ein Paar.

Außerdem ist es wichtig, dass man sich dann nicht 4 Babys kauft. Mindestens ein Schweinchen muss erwachsen (1 Jahr aufwärts) sein und sehr gut sozialisiert sein, um den Kleinen nötiges Sozialverhalten beizubringen, was für ihr ganzes Leben sehr wichtig ist. Für Anfänger empfehle ich bei Meerschweinchen einen Kastraten und dazu mehrere Weibchen. Achtung, der Kastrat muss mindestens 6 Wochen kastriert sein, ehe er zu Weibchen darf, außer es ist ein Frühkastrat. Gilt für beide Tierarten.

Ein Plan B muss parat sein. Angenommen ihr habt 4 Tiere und eines wird im November so krank, dass es ins Haus muss. Alleine geht nicht, also müssen alle vier rein, weil ja sonst nur noch zwei draußen wären. Könnt ihr diese TIere bis etwa Mai im Haus unterbringen? Sie dürfen dann erst wieder raus, wenn die Temperaturen steigen und nachts kein Bodenfrost mehr zu erwarten ist.

Um auch noch Maße ins Spiel zu bringen: pro Kaninchen sagt man 2-3 m² dauerhaft (!), pro Meerschweinchen 0,5-1 m² (dauerhaft!). Dazu gilt bei Meerschweinchen die Faustformel 2 m² für die ersten vier, mindestens 2 Meter Länge und mindestens 80 cm Tiefe, damit sie sich ausweichen können. In Außenhaltung verteilt sich das dann natürlich anders, die Schutzhütte muss ja Platz finden und und und. Es reicht nicht, die Tiere jeden Tag 2, 3 oder 4 Stunden laufen zu lassen und die restliche ZEit in einen kleinen Stall zu setzen. Die genannte Fläche muss dauerhaft zur Verfügung stehen, zusätzlicher Auslauf ist natürlich schön.

Weiter zu deinen Fragen. Der Mensch ist für das Tier hauptsächlich der Futtersklave und die Reinigungskraft. Sie beschäftigen sich so, man muss nicht mit ihnen "spielen". Wie schon gesagt sind es reine Beobachtungstiere. Deine Kinder sollten also Freude am still sitzen und beobachten haben. Es gibt auch mal Ausnahmen, die sich anfassen lassen. Das sollten die Tiere aber von sich aus wollen.

Ausmisten kommt auf die Maße der Schutzhütte und die Anzahl der Tiere an. Bei uns pauschal alle 1-2 Tage. In Innenhaltung maximal alle 3 Tage. Auch die Dauer ist nicht pauschal zu beantworten. Wenn wir alles machen, sind wir gute 4 Stunden dabei. Machen wir nur die zwei Schutzhütten im größeren Außengehege, sind es etwa 30 Minuten.

Auch der Tierarzt ist unterschiedlich. Manche Meerschweinchen müssen nie hin. Andere sind Dauergast. Du kannst also Glück haben und mal nur 10 Euro da lassen oder auch 300 Euro (oder mehr). Kommt drauf an, was das Tier hat, was gemacht werden muss, wie teuer der Tierarzt ist, wie lange die Nachbehandlungszeit ist,...

Obst sollte wegen dem Zuckergehalt nur ein Leckerbissen sein, Gemüse / Frischfutter ist ein tägliches Muss.

Dieses bunte getreidehaltige Trockenfutter sollte ganz gemieden werden, ich füttere wegen Außenhaltung und Zucht jedoch etwas getreidefreies Futter. Das Hauptnahrungsmittel sollte jedoch Frischfutter sein.

Bitte keine Knabberstangen, Salzlecksteine & Co. aus dem Handel anbieten!

Im Tiergeschäft lasse ich im Monat gar nichts. Trockenfutter hole ich woanders, Heu hole ich vom Landwirten. Diese ganzen Leckerlies & Co. werden selbstverständlich nicht gekauft.

Ich denke aber, dass 50-100 Euro im Monat realistisch sind für ein kleines Rudel Meerschweinchen. Es kommt auf die Jahreszeit an und was man so füttert. Wir zahlen im Sommer weniger wie im Winter, da mehr Wiese wird. Ich kann dir hier nur keine Zahlen nennen, da hier doch ein "paar" mehr als nur 4-6 Schweinchen rumlaufen (ich denke das bleibt bei einer kleinen Zucht nicht aus). ;-)

Widerstandsfähiger können beide sein. Kaninchen bekommen Winterfell, Meerschweinchen nicht. Zahnprobleme können alle haben. Vor Hitze müssen sie natürlich geschützt werden, das Gehege darf keinesfalls in praller Sonne stehen. Ich habe mit Meerschweinchen bessere Erfahrungen.

ABER die Vergesellschaftung von Kaninchen kann sehr schwierig sein, Meerschweinchen sind hier pflegeleichter (ich rede von einer Anfängergruppe: ein Kastrat und mehrere Weibchen).

Urlaub ist kein Problem, da wir nicht verreisen. Andernfalls kann man sich aber nach erfahrenen Personen umschauen, die Urlaubsbetreuung anbietet (pauschal nehmen diese 2-3 Euro pro Tier und Tag).

2-3 Tiere scheiden ja bei euch wegen Außenhaltung aus. ;-) Zumindest bei Meerschweinchen.

Voll arbeiten, 2 Kinder, 6 Meerschweinchen: alle 3 Tage ausmisten, Kostenpunkt 50-100 Euro im Monat (ohne Tierarzt), Zeitaufwand ca. 1 Stunde pro ausmisten (Innenhaltung - in Außenhaltung ging es irgendwie schneller). So in etwa sah es vor 5 Jahre aus. :-)

Was ich dir ans Herz legen würde: besuche die Seite www.diebrain.de
Lese dir alles (!) zum Thema Kaninchen und Meerschweinchen durch und schaue, was für euch zu passen scheint. Könnt ihr die Ansprüche erfüllen, wollt ihr es und ist es das, was ihr euch wünscht?

Schaut auch in Foren, ob es vielleicht in der Umgebung Züchter oder Notstationen gibt, vielleicht könnt ihr dort mal vorbei kommen und euch die Haltung usw. vor Ort anschauen und etwas beraten lassen (bitte nicht die Tierhandlung dafür wählen). Wenn ihr merkt, dass jemand sagt "100 x 50 cm reicht für zwei Meerschweinchen", dann könnt ihr direkt gehen.

#winke

LG erdbeerchen

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