Hund beißt Freund von Tochter!

    • (1) 28.08.16 - 20:35

      Hallo

      Heute waren eine gute Freundin von mir mit ihrem Sohn (4) da . Er ist ein Freund von meiner Tochter im gleichen Alter . Die zwei Minis spielen also in unserem Garten mit Familienhund Milka . Die kleine ist absolut lieb und Kinderfreundlich . Keiner unserer 3 kleinen wurde je gebissen o.ä.

      Die drei tollen also herum. Meine kleine geht zu unserem Australian Shepherd und streichelt ihn , unsere Kinder wissen dass man lieb zu Tieren sein muss und wissen ebenfalls dass sie Gefühle haben wie wir Menschen . Sie lässt also ihren Freund kurz "stehen" um Milka zu schmusen dann plötzlich tritt der Sohn meiner Freundin Milka mit voller Wucht in den Bauch , eben weil meine Tochter ihm scheinbar zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat?! Milka schnappt aus Reflex zu und beißt ihm ins Bein . Der kleine weint und seine Mutter springt sofort auf und fängt an den Hund wüst zu beschimpfen als "Blöde Töle" , "Drecksvieh" etc. Ich war natürlich auch geschockt aber kann die Reaktion unserer Hundedame absolut nachvollziehen ! Ohne Grund ein Tier arg zu verletzen ist das aller letze und das habe ich meiner Freundin auch gesagt doch sie erwiderte nur sie würde uns anzeigen und unser wortwörtlich Köter könnte sich schon auf einen Maulkorb freuen. Danach maschierte sie mit ihrem Sohn raus , der übrigens normal laufen konnte , weder geblutet hat oder noch sonst verletzt war. Was kann auf uns zukommen ? Muss Milka eventuell wirklich einen Maulkorb tragen?

      • (2) 28.08.16 - 20:45

        Also wenn sie eine "gute Freundin" ist, dann kann man es doch nochmal in Ruhe klären oder? Dumm gelaufen aber ich frag mich warum sie gleich abgezischt ist, passiert ist ja augenscheinlich nichts #gruebel.
        Verzwickte Situation, und als Hundehalter steht man in dem Fall oft schlechter da.
        Gut wäre es wenn ihr Zeugen habt, für den Fall es gibt wirklich eine Anzeige.
        Anwalt in dem Fall wäre dann natürlich nicht verkehrt.

      (4) 28.08.16 - 20:46

      Nein euer Hund muss gar nix. Ich würde dieses Kind einfach nicht mehr einladen. Euer Haus, eure Regeln!

      Man muss im Leben auch mal loslassen können!

      • (5) 28.08.16 - 20:50

        Ich denke es Ist vorallem darum besser weil unsere kleine natürlich auch total geschockt ist wie er mit ihrer geliebten Hündin umgeht. Nicht dass unsere Kinder und unser Hund noch weiter drunter leiden . Er weiß ja scheinbar nicht wie man mit Tieren vernünftig umgeht

    (6) 28.08.16 - 21:01

    Hallo,

    ob du mit Konsequenzen rechnen musst, kommt auf das Bundesland an, in dem du wohnst.
    Manche Bundesländer, z.B Niedersachsen, haben strengere Gesetze als andere, z.B. Rheinland Pfalz.

    Trotzdem kann man es nicht oft genug sagen: kleine Kinder nicht alleine mit Hunden spielen lassen - im Zimmer dabei sitzen reicht nicht, man sollte direkt dabei stehen!

    Zum Glück ist nicht viel passiert und ich drücke euch die Daumen, dass die Freundin nur in ihrer ersten Wut/Erschrockenheit so reagierte!

    LG

  • (7) 28.08.16 - 21:37

    #schock

    Na, das war ja mal ein toller Nachmittag für euch! Tut mir leid.

    Aber so schnell geht das nicht mit Maulkorbzwang- ein Hund muss je nach Bundesland ggf einen Wesenstest machen bzw wird von Experten begutachtet. Euer Hund ist ein gut sozialisierter, erzogener Familienhund (wie du sie beschreibst), gehört auch keiner Listenrasse an. Die Gefahr würde ich als sehr gering einschätzen.

    Ansonsten würde ich, sobald sich die Gemüter etwas abgekühlt haben, das Gespräch suchen- hat der Junge Verletzungen, oder ist sonst ein Schaden entstanden? Falls nein, würde ich mich entschuldigen (zähneknirschend) und dann alles weitere ruhig abwarten. Und diesen Jungen nie wieder in die Nähe meines Hundes lassen.....

    Meine Hunde wurden schon von fremden Kindern mit Stöcken verfolgt, aus Buggys heraus im Vorbeigehen getreten, und durch den Zaun auf dem eigenen Grundstück mit einem Plastikschwert attackiert.....Eltern standen jeweils daneben, und taten genau nix. Mich wundert nichts mehr.#klatsch

    • Sorry das man hier abwarten sollte OK aber wieso entschuldigen? Der Junge hat den Hund getreten!!!!

      Ela

      • (9) 29.08.16 - 07:47

        Ich stimme dir absolut zu, der Junge ist 100% selbst schuld und der Hund hat normal reagiert!

        Ich würde mich "pro forma" entschuldigen, um die Sache zu entschärfen. Da die Mutter anscheinend den Fehler nicht bei ihrem Kind sieht, wäre das ein Versuch die Situation zu beruhigen und ggf zu verhindern das sich die Fronten verhärten. Nach dem Motto- tut mir leid das es so eskaliert ist. Vielleicht sieht sie dann ja sogar von weiteren Schritten ab. Ich kann mir vorstellen das die (richtige!) Aussage, der Junge sei ja selbst schuld, ggf zu weiterem Zoff führt.

        Mir sagte mal eine Mutter, mein Hund gehöre nicht in Öffentlichkeit wenn er nicht klaglos tolerieren würde das ein Kind nach ihm tritt, ein gut erzogener Hund müsse das mitmachen. Da fiel mir nichts mehr ein.....

        • (10) 29.08.16 - 11:41

          Hallo

          nach DER Aussage von der DAME hätte ich ihr kräftig gegen das Schienbein getreten und sie gefragt ob sie auch gut erzogen sei und den Tritt von mir auch klaglos tolerieren würde?

          LG

          • (11) 29.08.16 - 11:51

            Ich meinte auch nur zu ihr, das sich der Hund wahrscheinlich nicht wehren würde- dafür aber ich! Und ob sie es gern mal probieren wolle?

            Die Situation war- wir saßen im Eiscafe (10 leere Tische, sie wollte partout an den hinter uns). Der Hund lag angeleint vor mir mit Blick zu mir, ihre Tochter traute sich trotzdem nicht vorbei und der Hund machte nicht schnell genug Platz. Darauf kam von Mama der Tip den Hund "wegzutreten". Ernsthaft. Meinen Gesichtsausdruck hätte ich gern mal gesehen. Solche Szenen hätte ich nie für möglich gehalten, vor meiner Zeit als Hundehalter.

            • (12) 29.08.16 - 11:54

              Tja, manchmal sind die Tiere bzw. die Hunde eben doch die besseren Menschen.

              Ich habe seit 14 Tagen auch eine neue Fellnase und der ist, bisher jedenfalls, ein superlieber Hund und er verträgt sich, anders als mit meinem alten Hund, toll mit meinen Enkeln. Aber alleine lassen würde ich ihn trotzdem nicht mit den Kleinen.

              LG

        (13) 05.09.16 - 07:14

        Der Mutter hätte ich wohl gesagt das sie mit ihrer Intoleranz auch nicht in die Öffentlichkeit gehöre wenn Leute lernen nach Tieren zu treten! Solche Leute kann ich eh nicht ab und ich bin sicher das ich meine Klappe nicht hätte halten können.

        Sicherlich muss man die Fronten nicht verhärten aber mich für was entschuldigen was ich nicht gemacht habe und das Kind kriegt keinerlei Konsequenzen und tut es vielleicht wieder? Ne das nehme ich sicherlich auch nicht hin. Und auch wenn er selbst schuld ist heißt das nicht das ich ihr nicht entgegen kommen würde. ABer Entschuldigen? Ne für was?

        Ela

(14) 29.08.16 - 01:03

Hallo,

ich würde mal einen Tag abwarten und dann anrufen und mich erkundigen wie es der Verletzung geht und um ein Gespräch bitten. Ich würde allgemein eher von einem Schnapper sprechen, bei Biss denkt jeder gleich an Blut und es klingt dramatischer. Wobei auch Schnapper übel sein können. Musst mal abwarten, im Normalfall ist aber nix. Unsere kleine ist schon geschnappt worden von einem unserer Hunde und da war gar nix. Bin allerdings schon von einem fremden Hund so übel gezwickt worden dass ich wochenlang Schmerzen und einen Bluterguss hatte.

Ich würde so junge Kinder nicht mit einem Hund spielen lassen wenn du nicht in Griffweite bist. Dein Hund hat recht normal reagiert. So was kann immer passieren. Kinder sind halt nicht berechenbar in dem Alter.

Ich drück dir die Daumen dass die Mutter sich wieder beruhigt und keinen Ärger macht.

Also ganz ehrlich auf diesen Bengel wäre ich nicht scharf. Denn klar die Mutter ärgert sich und unter normalen Umständen hätte ich auch so reagiert wenn ein Hund mein Kind beißt! Doch wenn mein Kind vorher dieses Tier aus Spaß oder sonstigen Gründen tritt ( der Junge ist wohl nicht sehr empathisch) muss es sich nicht wundern das was passiert. Hier sieht die Mutter wohl das TUn ihres Kindes gar nicht und dann soll sie doch fort bleiben!

Ela

Tja, der Kleine tritt so schnell keine Hund mehr :-p

Ich würde mich nur nach dem Wohlergehen des Kindes erkundigen, entschuldigen würde ich mich nicht.
Der Hund hat entsprechend reagiert und die Kinder waren nicht unbeaufsichtigt mit dem Hund zusammen.
Das war ein Unfall, wie er immer passieren kann.

Unschön, dass deine Freundin in so einer Situation so übertrieben reagiert. Ich glaube nicht, dass da noch was zu retten ist.

Hallo,

wenn der Sohn deiner Freundin keine erkennbare Verletzung hat, wird sie wohl mit ihm auch nicht beim Arzt gewesen sein.
Sozusagen gibt es keinen nachweisbaren Hundebiss.
Wenn sie dich wirklich anzeigen sollte, steht Aussage gegen Aussage.

Die Dame und ihr Kind könnten mir in Zukunft gepflegt fernbleiben.

Ich finde es übrigens sehr merkwürdig, dass ein 4-jähriges Kind einen Hund aus dem Nichts heraus mit voller Wucht in den Bauch tritt. Die Kinder, die ich in dem Alter kenne und kannte, hätten so ein abnormes Verhalten nicht gezeigt.

Ich frage mich, warum deine Freundin so extrem reagiert hat. Normal hätte man doch reden können, nachdem der Junge auf Verletzungen untersucht und festgestellt wurde, dass außer ein Schreck nichts passiert ist.

Was lernst du daraus: Hund in Zukunft wegsperren oder extrem hinterher sein, wenn sich ein fremdes Kind dem Hund nähert. Fremde kleine Kinder gehören für einen Hund nicht zum unmittelbaren Sozialverband und werden auf Grund ihres Verhaltens und ihrer Körpergröße auch nicht als Sozialpartner akzeptiert.

LG

Nici

(18) 29.08.16 - 08:53

Na, also das war dann wohl eher nur ein Schnappen und absolut verständlich in der Situation. Welche andere Möglichkeit hat denn ein Hund sich zur Wehr zu setzen?
Das war eine passende Lektion für den Bengel. Wer austeilt muss auch einstecken.

Wie es rechtlich aussieht ist fraglich. Wie sagte mal ein anderer Hundehalter zu mir: "Egal was passiert, der Hundehalter ist immer Schuld." Ich befürchte das trifft es ziemlich genau.

  • (19) 29.08.16 - 11:38

    "Wie es rechtlich aussieht ist fraglich. Wie sagte mal ein anderer Hundehalter zu mir: "Egal was passiert, der Hundehalter ist immer Schuld." Ich befürchte das trifft es ziemlich genau."

    Das unterschreibe ich sofort. Ist sehr unschön, ist aber so. Ein Hund darf sich nicht seiner Haut erwehren, egal was vorher war. Der Meinung sind leider viele. :-(

    Dabei hat der Junge noch viel Glück gehabt. Ein richtiger Biss wäre nicht ohne sichtbare Blessuren ausgegangen. Da hat der Hund ihn wirklich nur verwarnt.

    Ich würde wohl sogar mit dem Hund zum Doc gehen, zur Kontrolle. Ein Tritt in den weichen Bauch kann auch Folgen haben, sogar wenn der Treter erst 4 Jahre alt ist.

(20) 29.08.16 - 10:24

Je nach Bundesland und Ordnungsamt kann euch ein Maulkorbzwang auferlegt werden, ein Wesenstest, die erhöhte Steuer... und ja, teilweise muss es sich beim Wesenstest ein Hund auch gefallen lassen, wenn er körperlich angegangen und z.B. gekniffen wird... klingt scheisse, ist auch so.

Aussage gegen Aussage stimmt so leider auch nicht wirklich... also ja, stimmt schon aber das Ordnungsamt kann auch bei einer Aussage ohne Beweise erstmal eine Gefährlichkeit vermuten, Auflagen machen und die werden dann erst entkräftet mit besagtem Wesenstest - solange gibts dann auch schön Kampfhundesteuer. Als Hundehalter bist Du da echt immer der Gearschte und es ist weit entfernt von fair.

Ich würde hinstiefeln, fragen wie es dem Junior geht und dann schauen, ob Frau Mama sich beruhigt hat oder eben nicht - vielleicht war es bei ihr auch nur der Schreck. Tendentiell würde ich meinem Hund und meinem Portmonaie zuliebe schon so buckelig wie nötig daher kommen und wenn die Gefahr gebannt ist, den Kontakt von meiner Seite aus eher unterbinden als fördern.

  • Hallo,

    "Aussage gegen Aussage stimmt so leider auch nicht wirklich... also ja, stimmt schon aber das Ordnungsamt kann auch bei einer Aussage ohne Beweise erstmal eine Gefährlichkeit vermuten..."

    Ist das echt so? Herr Meyer behauptet, mein Hund wäre ihn angegangen auf der Straße und zeigt mich beim OA an ohne irgendwelche Beweise und Zeugen.
    Kann ich mir nicht vorstellen, ganz ehrlich.
    Damit könnte ja jeder, der einem Hundehalter eins auswischen will, fröhlich behaupten, der Hund wäre ihn angegangen und hätte geschnappt.

    LG

    Nici

    • (22) 29.08.16 - 14:51

      Gut erkannt.

      Dir steht es ja dann als Hundebesitzer frei, den Menschen wegen Verleumdung anzuzeigen und zu versuchen, auf zivilem Wege die Kosten für einen evtl. Wesenstest, Hundetrainer vorab etc. pp. wieder zu bekommen.

      Ganz aktueller Vorfall: Ein Hund hat einen Menschen angesprungen, nachdem der ihm fast mit dem Bike in die Haxen gefahren ist... passiert ist nichts - es gab eine Sabberspur an der Hose. Zur Anzeige gebracht wurde schwere Körperverletzung und selbstverständlich war der Mann auch beim Arzt. Der Arzt hat NICHTS gefunden, das Verfahren wurde sofort eingestellt. Aber das Ordnungsamt hat einfach mal munter eine Gefährlichkeit vermutet und nun hat der Besitzer Auflagen und muss zum Wesenstest.

      In manchen Bundesländern kann das Anspringen schon ausreichen, damit Gefährlichkeit vermutet werden kann.

      Es hängt eben viel von den Behörden vor Ort ab, hast Du da einen mit Sachverstand, dann passiert nichts, sitzt da genauso ein Depp wie der, der Anzeige stellt bist Du der Gearschte. Unschuldsvermutung ist auch nur was für die Märchenwelt - leider.

Hallo, der Hund der TE hat ja nicht gebissen, sondern nur leicht geschnappt, ohne dass es blutet, da hätte ich keine Angst beim Wesenstest :-). LG

(25) 29.08.16 - 11:59

Hallo!

Aus Sicht von jemandem, der sich ein wenig mit Hunden auskennt: man darf ruhig hervor heben, dass der Hund nur gezwickt und nicht gebissen hat.

Gerade die dünne Haut von kleinen Kindern ist ja wirklich schnell durch, also hat Dein Hund seine Zähne sehr bewusst und sehr sehr vorsichtig eingesetzt hat, eben um das Kind nicht zu verletzen, sondern nur zu verwarnen und deutlich zu machen, dass es so nicht geht. Das hätte ja wirklich nicht viel mehr Druck gebraucht und die Haut wäre durch gewesen oder es hätte sich wenigstens ein fieses Hämatom gebildet. Wenn nicht mal ein blauer Fleck entstanden ist kann man das echt nur würdigen.

Leider sehen aber viele Ordnungsämter die Sache ganz anders, da ist nämlich IMMER der Hund schuld. Daher würde ich ernsthaft überlegen einen Anwalt zu nehmen, wenn da wirklich was kommen sollte. Und ggf. auch wirklich mich entschuldigen, dass die Freundin eine unerzogene Bratze als Sprössling hat. Manche Ordnungsämter werden da echt unangenehm und vor allem: ein Hund der schon mal aufgefallen ist kann bei einem zweiten Vorfall in ernste Gefahr geraten.

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