Hund einschläfern.. Bin unsicher..

    • (1) 01.09.16 - 11:45

      In den letzten Monaten ging es mit meinem Hund immer mehr bergab. Die süße 12 Jährige Cavalier kIng Charles Spaniel Dame ist einfach nicht mehr sie selbst.

      Mitte letztes Jahr wurde Skoliose diagnostiziert welche schon bis zur Mitte des Rückens gewandert war und ihr einen verkrümmten Rücken und auswuchse gab die ihr später dann SchmErzen verursachten. Erst fingen wir mit Metacam an in kleinen Dosen und sie lief gut war zufrieden. Dann ab Januar Umtausch auf Previcox sowie Quaddeln für den steifen Rücken und Physiotherapie.

      Leider wurde es schlimmer. Das Quaddeln schlug nicht mehr an und Physio war nicht mehr möglich weil sie mittlerweile auch Probleme hatte den Hals richtig zu bewegen. Konnte nicht mer hoch schauen etc. Nachts wachte sie immer wieder unruhig auf also bekam sie für Schmerzspitzen noCh Novaminsulfon tropfen dazu.
      Es ging dann eine Weile. Klar sie fing an unruhig zu laufen. Konnte keine langen Spaziergängen mehr machen. Höchstens 20 minuten. Sie begann sich oft im Kreis zu drehen und umzufallen. Hat Probleme mit einem Loch in einem Trommelfell und somit auch Schwindel und fiel über die kleinsten Stufen.
      Ich hab sie Dann immer getragen . Hoch runter ins Bett. Hab ihren Wassereimer auf einen Stuhl direkt ans Bett gestellt.

      Aber es wird nicht besser. Sie hatte eh immer eine leichten Schlaf und wurde nachts unruihg stand auf , fiel dann um weil sie kein Gleichgewicht halten konnte , trank vermehrt. Und nun seit ein paar Wochen wacht sie Nachts auf und schreit. Heult einfach los ohne das ich sagen kann was los ist. Erst dachte ich sie müsste raus bin mit ihr in den garten. Aber da machte sie evtl. Piepie und kam dann von allein wieder rein um oben wieder zu schreien und orientierungslos rumzulaufen.
      Mittlerweile kommt sie morgens nicht mehr hoch. Schläft den ganzen Tag. Ist auch noch Inkontinent geworden und ich weiß nicht was ich machen soll.

      Manchesmal lebt sie noch richtig auf. Ein paar Minuten am Tag rennt sie lustig rum und freut sich. An manchen Tagen gar nichts. Das einzige worüber sie sich noch zu freuen scheint ist Futter. Sie war immer schon verfressen. Auch wenn sie stark Gewicht verloren hat über das Jahr.

      Und nun fing sie an nach mir zu jaulen wenn ich nur den Raum verlasse oder morgens zur Arbeit gehe. Hat sie sonst nie gemacht und ich weiß nicht ob sie mir was sagen möchte.

      Meine Familie und Freunde sagen sie hätte zu starke Schmerzen ich soll sie erlösen aber ich fühle mich so schlecht... Ich kann es nicht entscheiden

      • (2) 01.09.16 - 12:39

        Was sagt der Tierarzt?

        • Wir fahnen gleich hin. Bis jetzt war immer die Rede wir müssen sehen wie sie mit den Schmerzen zurecht kommt.
          Er hat die Entscheidung im Grunde uns Überlassen wann wir einschätzen es geht nicht mehr. Aber da hab ich eben so Probleme vllt. Auchweil ich sie einfach nicht gehen lassen will...

          • (4) 01.09.16 - 13:08

            Vielleicht kann ich dir bei deiner Entscheidung helfen:
            Ich war immer taff, was diese Entscheidung anging, denn eins wollte ich niemals, das mein(e) Tier(e) leidet(n). Es muß nicht leiden, wie ein Mensch. Es kann erlöst werden.
            Dann war mein Hund letztes Jahr an der Reihe, 15 Jahre. Er konnte auch nicht mehr, er konnte einfach nicht mehr. Also wir zum Tierarzt, er musste ins Auto getragen werden. Dort angekommen, mache ich die Kofferraumklappe auf und sie sprang schwanzwedelnd raus. Da kamen Zweifel auf. Meine Tierärztin sagte dann zu mir: "Hättest du das Tier hier rein tragen müssen, dann hätte sie viel zu lange gelitten." Ein Hund holt das letzte aus sich heraus um seinen Herren zu "gefallen", sprich um mit ihm mitzuhalten. Da war die Entscheidung überhaupt nicht mehr schwer....mein letzter "Liebesbeweis", mein "Danke für die schöne Zeit" an das Tier.

            Mal ehrlich, was soll denn noch kommen? Noch mehr, noch stärkere Schmerzmittel? Alles noch länger hinauszögern, weil du sie nicht gehen lassen kannst? Sei nicht so egoistisch. Sie wird nicht in einen Zaubertrank fallen und wieder gesund werden, die Zeit kannst du nicht zurückdrehen, der Hund ist 12 Jahre alt. Laß sie gehen, wenn der Tierarzt dazu rät.

            • Ich weiß ja es sollte jetzt wirklich sein. Aber wenn ich sie dann manchmal noch laufen sehe wedelnd voller Freude dann denk ich immer ich wäre zu voreilig.... Ich will nicht das sie leidet aber es ist eine furchtbar schwere Entscheidung. Ich wünsche mir jEden Tag sie könnte sprechen und mir sagen was ich tun soll. Wie es ihr geht...
              Mal sehen was der Tierarzt sagt...

      Hallo!

      Tiere mit Schmerzmitteln wirklich so einstellen, dass sie keine Schmerzen mehr haben ist so gut wie unmöglich, vor allem wenn es so schnell schlimmer wird. Die Tiere können ja nun mal nicht sagen, wie es ihnen geht, und oft versuchen sie auch, sich zusammen zu reißen und wirken dann eine Weile "normal".

      Dass Deine Hündin jetzt auch noch ohne erkennbaren Grund jault könnte heißen, dass auch noch eine Demenz dazu kommt und sie Angst hat vor dem alleine sein. Das macht auch das ertragen der Schmerzen noch schwerer für sie.

      So schwer es auch ist, aber ich denke, die nächsten Wochen werden nur immer schlimmer, die nächsten Monate dann die reinste Qual. Es wird nicht mehr besser.

    • (7) 02.09.16 - 08:43

      :-(

      So, wie du es schilderst, ist es für den Hund wirklich nicht mehr schön (bis auf wenige lichte Momente).

      Ich hatte selbst eine Hündin mit Skoliose, allerdings ab dem 1. Lebensjahr. Sie hatte diverse andere "Baustellen", war aber soweit fit. Erst im letzten Lebensjahr brauchten wir regelmäßig Schmerzmittel.

      Ich stimme Hasipferdi zu- es könnte (nach deiner Beschreibung) nun eine Demenz dazu kommen, das gibt es auch bei Hunden.

      Du schreibst, du könntest es nicht entscheiden. Fakt ist, das kann dir niemand abnehmen. Und ich sehe es als den letzten Liebesdienst für unsere Tiere an- sie nicht leiden zu lassen, bis zum bitteren Ende, wie es Menschen tun müssen. Die Frage ist doch, wieviel schlimmer soll/muss es noch werden? Denn besser wird wohl nichts mehr.

      Sprich mit dem Doc, frag ihn was er tun würde wenn es sein Hund wäre. Und dann nimm dir noch das WE zum Überlegen und (vielleicht) Abschied nehmen.

      Ich wünsche dir, das du für euch beide die richtige Entscheidung triffst. Es tut weh, das ist so. Ich vermisse meine Tiffy nach 3 Jahren und trotz anderem Hund daheim immer noch.

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