deutsche Dogge-Hunderziehung

    • (1) 03.09.16 - 18:35

      Hallo,

      in unserer Nachbarschaft gibt es jetzt eine neue ausgewachsene deutsche Dogge. Eigentlich mag ich Doggen wirklich gern und kenne sie als freundliche Hunde mit sehr hoher Reizschwelle.

      Diese Dogge flippt aber bei jedem Hund, den sie auf 300 m sieht/hört/riecht regelrecht aus. Bei Fahrradfahrern auch. Also sie bellt wie bescheuert und versucht, hinzulaufen/anzuspringen.

      Und die Besitzerin kann den Hund auch nicht richtig halten. Das sieht immer eher so aus als geht der Hund mit Frauchen spazieren, nicht umgekehrt. Der Hund springt an PKWs,... Frauchen stemmt sich mit in den Boden gestemmten Hacken dagegen.

      Dauergebell inklusive. Hund hat wie gesagt eine Reizschwelle von unter null.

      Für mich sieht das so als, wäre was gewaltig schief gelaufen. Ich mache um das Gespann jedesmal einen möglichst großen Bogen.

      Meint ihr, die Dame kriegt das noch in den Griff?

      Wir haben hier eine Spielstraße, mein Kind fährt hier Fahrrad und ich habe mittlerweile Kopfkino. Wie gesagt, die Halterin hat ds tier noch nicht mal an der Leine im Griff. #zitter

      • Hallo!

        Ich habe leider auch keine Tips, aber bei uns in der Nachbarschaft haben wir auch mehrere solcher Hunde (auch eine Dogge!) und ich sterbe immer 1000 Tode, manchmal lassen der ein oder andere so ein Exemplar im Naturschutzgebiet frei laufen. Mein nichtbellender Beagle ist schon mehrmsal gebissen worden (zum Glück nur oberflächlich, aber trotzdem) Ich habe auch schon eine tiefere Bißwunde von einem solchen HUnd (sind dann urplötzlich unbekannt verzogen, bevor ich Schmerzensgeld bekommen konnte)

        Bisher hat weder Meldung bei Ordnungsamt, akuter Anruf bei der POlizei (keine ZEit) nichts hat geholfen.

        Es ist ein Scheißgefühl.

        Lg Sportskanone

        • Ach du scheiße! #schwitz

          Ich habe mitlerweile auch so viele wirklich gefährliche Situationen erlebt, immer nur, weil der Hund entweder nicht gehört hat oder die Halterin den Hund trotz Leine nicht halten konnte. Gottseidank ging es bei uns immer gerade noch gut.

          Und dieses Freilaufen im Naturschutzgebiet bringt mich auch auf die Palme. Dann kommt immer dieses beknackte Argument "Mein Hund jagt nicht.." Abgesehen davon, dass ich mich immer frage, woher die Halter das wissen, wenn die Tiere minutenlang außer Sicht sind und auf Rufen nicht reagieren: Das Wild in der Sasse braucht auch Ruheplätze und darf nicht ständig aufgescheucht werden, bodenbrütende Vögel verlassen ihre Gelege,...Das ist wirklich Tierliebe... Zum Kotzen.

          Ich habe zwar selber keinen , fand Hunde aber immer sehr sympathisch. Aber mittlerweile, vor allem, seit ich ein Kind habe, werde ich echt zur Hundehalterhasserin (Mitlesende natürlich ausgenommen). Ich habe echt den Eindruck, dass die vernünftigen, verantwortungsbewussten Halter in der absoluten Minderheit sind und 3/4 einfach ... sind.

          Mittlerweile bin ich dafür, Intelligenz- und Wesenstest für die Halter einzuführen, nicht für die Hunde.#schein

          • Ja, es ist echt ätzend. War gerade üvber 1,5 Stunden mit unserer ganz stillen, nicht bellenden und sich mit allem verträglichen Beagelin joggen und hatte auch wieder 2 mal eine Begegnung mit 2 Menschen mit ihren 2 nicht angeleinten Hunden im Wald, wärend ich beim 1. mal sogar unseren Hund angeleint hatte und wirklich mit Abstand zu den knurrenden völlig austickendenden abgeleinten Kötern warten mußte, bis die sie angeleint bekamen (toll, wenn man joggen will!), haben sie es beim 2. mal nicht geschafft sie anzuleinen und nur durch Glück und Abstand, habe die Viecher uns nicht eingeholt.

            Nicht auszudenken, wenn ich meine Kinder mit gehabt hätte oder z.b. Wildtiere dort rumlaufen ODER mein Hund nicht so lieb wäre (er stellt sich tot, legt sich hin und warten bis die Attacke der anderen vorbei ist, wehrt sich also gar nicht. Diese Tatsache hat ihr wohl schon paar mal das Leben gerettet, weil die anderen Hunde das Interesse verloren ohne Gegenwehr.

            Ich finds zum heulen, dass man nicht mal in Ruhe im Wald laufen kann, auf den Straßen bei uns ist es nicht besser#heul#heul

            Lg Sportskanone

      Die arme Dogge.
      Wir haben auch eine. Aber unsere Maus ist tiefenentspannt mit Nerven aus Stahl. Die lässt alles mit sich machen und bellt äußerst selten. Allerdings war sie auch ein Dickkopf was Leinenführigkeit angeht.

      Nach privaten Trainerstunden mit Halti und Konsequenz und viel üben, ist das mittlerweile auch ohne Haiti kein Problem mehr. Aber eine Zeitlang ging es nicht ohne Halti, denn wenn die Maus irgendwo einen Schmetterling gesehen hat, musste sie hinterher - völlig egal ob Frauchen an der Leine hängt, und dann halt mal eine 60 kg schwere Dogge, die einer Feder oder sonst was freudig hinterher hüpft. ;-)
      Das wichtigste bei uns war: Konsequent sein. Immer. Auch wenn es genervt hat, auch wenn unsere Maus mal wieder die Grenzen ausgetestet hat. Es hat sich rentiert.

      Mit viel Zeit, Geduld und klaren Regeln sollte es klappen, nur weiss man ja nicht, wo der Hund her kommt, welche Erfahrungen er gemacht hat....

Top Diskussionen anzeigen