Hasenbabys Haltung

    • (1) 04.09.16 - 13:27

      Hallo zusammen,

      Ich entschuldige mich jetzt schon für die lange Frage, hoffe aber dennoch auf ein paar Anregungen Ideen Antworten und Vorschläge.

      Also ich habe nun seit 1,5 Jahren meinen geliebten Rammler, da dieser so zahm ist das er auch die ersten 2 Monate als er noch im Haus gewohnt hat mit uns auf dem Sofa geschlafen hat ohne Probleme frei im Garten läuft und auf Ruf kommt und sich immer anfassen lässt und sogar gerne hochgehoben wird, habe ich mich entschlossen, trotz abraten des Tierarztes (ja viele finden es unnötig aber auch meine Hasen müssen einmal im Jahr beim Tierarzt durchgecheckt werden, aber der Tierarzt ist im selben Ort) da mein Kaninchen einzeln aufgezogen wurde ( nicht von mir) eine Partnerin für ihn zu suchen.

      Der Stall ist auch groß genug, ich kann mich sogar komplett reinlegen ( bin 1,70 m groß).
      Breit ist er allerdings nur 1,20 m.
      Der Auslauf ist auch rießig es sind ca. 25 qm allerdings ohne Abdeckung von oben aber es stehen zwei Bäume mit im Gehege.

      Nun habe ich die Häsin aus einer alten Zucht geholt die aufgelöst wurde, weil ich wusste den Hasen geht es dort nicht gut, als ich Zuhause war lief auch alles super sie haben sich auf Anhieb verstanden und lieben sich total . Ich war nur erstaunt das es tatsächlich Kaninchen gibt die so wenig Muskeln haben das sie nicht richtig hoppeln können !! Sehr traurig sowas! Mittlerweile springt sie aber den ganzen Tag rum ganz ohne Probleme.

      So jetzt kommen wir dem Problem näher.
      Also mein Rammler hat sie auch gedeckt was geplant war weil ich unbedingt einen Wurf von ihm wollte.
      Soweit alles schön und gut nun hatte die Mutter nach einer Woche einen Parasiten und musste mit panacur behandelt werden, ich musste sie also 2 mal die Woche zum Arzt bringen, dadurch hätte sie eigentlich alle Babys verlieren sollen laut Tierarzt, hat sie aber nicht. Es war lange nicht klar ob sie es überhaupt selbst überleben wird. Ich habe den Rammler dann von ihr getrennt, da er eh jetzt kastriert werden sollte. Naja nach zwei Wochen sind dann zwei kleine Babys im Nest gelegen ich habe mich tierisch gefreut und die Mama war durch das Medikament und die Krankheit total geschwächt und trotzdem hat sie so gekämpft. Leider hat nur eins überlebt welches jetzt schon 6 Wochen alt ist und auch ein Rammler ist. Jetzt das Problem als das erste Baby 7 Tage alt war haben es die beiden Kaninchen geschafft die Trennung im Ausengehege zu umgehen, kein Mensch weiß allerdings wie weil kein Loch im Zaun war und der Zaun auch eigentlich hoch genug ist. Ist zuvor auch noch nie vorgekommen ! Jedenfalls dachte ich mir schon das sie wieder tragen ist, weil sich ihr Verhalten geändert hat ich hab jeden Tag alles kontrolliert hab ihr extra Kräuter gepflückt und zugefüttert damit sie die zweite Schwangerschaft gut übersteht da ich bedenken hatte weil die Krankheit erst vor ein paar Wochen abgeklungen war. Nun hat sie alles gut überstanden und 7 Jungtiere geboren die alle fit und gesund aussehen ( sind jetzt 3 Tage alt).

      Ich bin auch total glücklich darüber, aber ich hätte sie nicht nochmal mit Absicht zukommen lassen, das war einfach ein Unfall, die Ausengehege sind nun so platziert das sie nicht mehr zum Anderen rüber können, denn ich will keinen der Hasen weggeben, da ich nicht möchte das sie entweder im Tierheim oder in Einzelheft landen, ich habe mir extra einen Stall bauen lassen der noch größer ist als der erste.

      Nun meine Frage: ich werden die Rammler alle vor der 10ten Woche kastrieren lassen und würde sie dann gerne alle wieder zusammen in den Auslauf lassen ( ist von jedem Stall erreichbar). Das Problem ist nur das ich nicht weiß ob ich die Hasen nachts in 3 Ställe aufteilen kann ohne das es wenn ich sie frühs zusammen raus lasse zu Streit oder aggressivem Verhalten kommt?

      Hat da vielleicht jemand Erfahrung?

      Und kann iCh das jetzt 6 Wochen alte Baby im gleichen Stall bei der Mutter lassen obwohl sie erneut Junge bekommen hat ?

      Oder kann ich meinen alten Rammler mit dem jungen Rammler zusammen setzen bis die kleinen größer sind ?( er ist total verträglich hat noch nie einen anderem Kaninchen was getan)

      Danke schon mal im voraus !:)

      • Hallo!

        Besser wäre gleich ein SICHERES Gehege in dem sie Tag und Nacht bleiben können. Kaninchen sind ja Dämmerungsaktiv und wenn das Gehege nicht sicher ist muss man sie ja dann ausgerechnet zu ihrer Hauptaktivitätszeit viel zu klein einsperren, und dann gleich 10 Stück in kleinen Ställen, das gibt mit Sicherheit Stress. Und dieser Stress durch die Enge kann auf Dauer eben auch zu beißereien führen, das kann wirklich übel werden.

        Ich würde das Jungtier eher bei der Mama lassen, er ist ja selber noch ein halbes Baby, aber bitte verpass den Zeitpunkt zur Kastration nicht.

        • Danke erst mal für eure schnellen Antworten.

          Ja der Termin für den Rammler ist bereits Morgen.
          Das mit dem Gehege habe ich mir auch schon überlegt, das Problem ist nur das ich nicht weiß wie ich so eine große Fläche abdecken soll, sodass ich trotzdem noch zu meinen Kaninchen an die Ställe komme ohne alles ab zu bauen.
          Aber ich dachte mir schon das es ein Problem werden würde wenn ich sie Nachts einsperren muss, da muss ich mir wohl noch was überlegen, aber da auch die Mama mittlerweile sehr zutraulich ist und ich mich jeden Tag ca. Eine Stunde einfach ins Gehege setzte und die Kaninchen das auch sehr genießen gestreichelt zu werden und sich an einen anlenen wenn sie sich hinlegen, also zumindest vermute ich das es ihnen gefällt, möchte ich eigentlich nicht alles von oben hin abriegeln sonst kann ich nicht mehr ins Gehege rein.

          Ja genau das ist die Krankheit, ich wollte deswegen auch auf gar keinen Fall das sie nochmal Babys bekommt! Das war jetzt aber definitiv das letzte was sie stressen sollte. Aber sie ist so eine tolle Mama und ich habe eigentlich sogar das Gefühl das sie sich über ihren Nachwuchs freut, sie wirkt überhaupt nicht gestresst.

          Das mit dem Panacur ist eine sehr gute Idee, ich habe mich auch mal informiert und angeblich soll die Krankheit bei viel Stress wieder ausbrechen da hast du leider recht.

          Haben die Jungtiere die Krankheit dann auch automatisch?

          Das vergeselschaften ist kein Problem der kleine ist täglich mit meinem Rammler im Freilauf und geht auch mit in seinen Stall da der ja immer offen ist damit sie raus und rein können also der kleine ist den halben Tag mit seiner Mama und den anderen halben tag mit seinem Papa draußen, das klappt auch reibungslos sie schlafen auch aneinander gekuschelt, ich habe nur angst wenn ich sie zusammen einsperren müsste, aber da ihr ja eh gesagt habt das ich ihn bei der Mama lassen soll ist das kein Problem mehr. Danke schon mal dafür.

          Soll ich den Kaninchen wenn ich einen Teil abriegel für die Nacht und sie dann immer in den Auslauf können trotzdem beide Ställe anbieten?

          Dankeschön für die Antworten :)

          • Hallo!

            Das Gehege kann man entweder so hoch bauen, dass man drin stehen kann - das kostet eben mehr Material, wobei auch eine Pyramidenform nicht sooo viel Material kostet und ein guter Komprimiss ist. Punktverschweißter Volierendraht auf stabilen Kanthölzern, es gibt diverse Anleitungen im Netz zu finden.

            Oder Du baust ein niedriges Gehege mit abnehmbaren deckeln, das ist halt dauerhaft weniger bequem, die Deckel müssen jeweils mit Vorhängeschlssern gesichert werden damit kein Fuchs die nur zur Seite schieben kann, das sieht nicht schön aus und nervt jeden Tag.

            Ich würde wohl gleich ein größeres begehbares Gehege bevorzugen, soooo extrem teurer wird das auch nicht. Nebenbei sieht das oft viel schöner aus als so ein niedriger Verschlag.

            Damit haben sie doch wesentlich weniger Stress und gerade mit Ec im Bestand ist das sehr wichtig. Ja, die Kleinen haben sich gleich mit der Muttermilch infiziert, es muss aber nicht ausbrechen.

      Hallo,

      also ein 6 Wochen altes Jungtier würde ich keinesfalls mit einem erwachsenen Rammler (egal ob kastriert oder nicht) zusammensetzen. Auch wenn du ihm als sehr verträglich beschreibst, bei Kaninchen wird immer zuerst die Rangordnung geklärt. Bei einem Pärchen ist das in der Regel ziemlich undramatisch, aber bei einem fremden Jungtier kann es schon ganz anders aussehen. Der Kleine hätte dem wohl kaum etwas entgegenzusetzen und das kann auch schlecht für ihn ausgehen. Außerdem meine ich, mal gelesen zu haben, das die Jungtiere noch den Blinddarmkot der Mutter fressen und das wichtig ist für die Darmflora und das Immunsystem und man sie deswegen nie zu früh trennen sollte auch wenn sie nicht mehr gesäugt werden und selber fressen.
      Was ich tun würde:
      Als erstes würde ich den Rammler kastrieren lassen... erstens weil er sicher unter seinem nicht auslebbaren Trieb leidet und zweitens weil er nach der Kastra noch eine mindestens 6wöchige Frist absitzen muss, bis sich die Hormone abgebaut haben.

      Die jungen Rammler sollten, wie du schon schriebst, alle frühkastriert werden.

      In der Zwischenzeit würde ich zumindest einen Teil des Geheges (wenn es nicht im Gesamten möglich ist) so herrichten und absichern, das sie da auch nachts bleiben können. Dieses Gehege sollte dann natürlich einen dauerhaften und frei wählbaren Zugang zu den Ställen haben.

      Abends trennen und morgens zusammen in den Auslauf halte ich für keine so gute Idee. Erstens beginnt in der Dämmerung die aktive Zeit für die Tiere, (wär ja blöd genau da ins “Bett“ zu müssen) zweitens ist es, auch wenn es morgens keinen Zoff gibt, zumindest stressig für die Tiere...
      Ich spekuliere jetzt mal.... deine Häsin war schwer krank, hatte einen Parasiten und wurde mit Panacur behandelt... da fällt mir bei Kaninchen eigentlich nur EC ein. Falls dies zutrifft, solltest du im Interresse der Häsin für sie jeden unnötigen Stress vermeiden, da der das Immunsystem schwächt und die Krankheit auch wieder ausbrechen kann. Der Parasit kann nicht komplett beseitigt werden und ist latent immer vorhanden. Viele Kaninchen haben den, ohne jemals zu erkranken. Ich hatte auch schon so ein Kaninchen und hatte auf Anraten des Tierarztes immer eine kleine Dosis Panacur vorrätig, damit ich im Ernstfall sofort reagieren konnte. Das würde ich dir auch empfehlen, schon im Hinblick auf die ausstehende wiederholte VG. Manche Tierärzte empfehlen auch eine vorbeugende jährliche Kur über 2 Wochen.
      Die VG mit allen Tieren würde ich dann erst machen, wenn die jüngsten Hasis 3 Monate alt sind, denn dann können sie sich auch wehren...
      Das Ganze natürlich auf neutralem Terrain...

      LG und viel Spaß mit der Rassebande
      Cornichon

      Hallo =)

      bei uns haben sich leider Mutter und Tochter nicht mehr vertragen, nach dem sie beide gedeckt wurden und Jungtiere hatten, wir haben sie kurz vor dem errechneten ET getrennt und wollten sie nach der "Stillzeit" wieder zusammen in das Aussengehege setzen, wo sie sich dann leider gejagt haben und das nicht spielerisch :-(

      Zum Aussengehege kann ich Dir den Tipp geben (sofern ihr keine Mini-Kaninchenrasse habt) Armierungsgitter aus dem Baumarkt zu verwenden, die Maschen sind glaub ich 10x10 cm - da kann sich der Fuchs nicht rein und die Hasis nicht rausbuddeln. Unser Aussengehege besteht quasi auch Parzellen a´ 4m² und der Deckel jeder Parzelle (Holzrahmen mit Armierungsgitter) lässt sich komplett hochklappen (mit Schanieren)

      • >> ... die Maschen sind glaub ich 10x10 cm - da kann sich der Fuchs nicht rein und die Hasis nicht rausbuddeln. <<

        Aber ein Marder kommt da locker durch und Marder sind entgegen Füchsen überall #schock #schock #schock
        Ich würde da unbedingt Volierendraht mit Maschenweite von 1 cm empfehlen!!!

        • Da wächst aber kein Gras durch^^ dann sitzen die Hasis aufm Futter, riechen da und können das sehen und nicht "reinbeissen"

          Meinst Du Marder greifen Kaninchen an? Dachte die halten sich an ähnlich große Tiere bzw räubern bei Hühnern die Eier

          • ooooh du hast wohl noch nie Kaninchen gesehen, die Mardern zum Opfer fielen - oder das was übrig blieb #schmoll
            Google bloß nicht ...

            Marder sind die schlimmsten Feinde und die kommen durch das kleineste Loch! Und die klettern auch, also droht auch Gefahr von oben.

            Ich meinte eigentlich auch nicht, dass der Volierendraht auf den Boden soll (kann man ja eingraben) sondern an die Seitengitter und auch oben.

            Wir haben unser Gehege mit Gehwegplatten ausgelegt und die Seiten mit dicken Volierendraht geschlossen (da gibt es verschiedene Stärken, den dünnsten können Marder sogar durchbeißen!). Das Dach war mit Holzplatten dicht (auch gegen Regen).
            Da hätte nichts rein oder raus gekonnt.

            Ich hätte immer Angst um meine Kaninchen. Das Gehege meiner Freundin ist auch absolut ungeeignet, aber sie hört nicht. Ich hoffe ihre Kaninchen bleiben verschont.

    Bei uns teilen sich die Kaninchen seit Jahren Abends auf mehrer Ställe auf. Die Aufteilung haben sie sich selber ausgesucht und sie gehen Abends dann auch selbständig rein bevor wir zumachen. das ist bei uns kein Problem, Morgens wird sich begrüßt, die beiden die sich noch nie wirklich leiden konnten jagen sich zwar auch morgens mal, aber das machen sie auch während des Tages. Bei uns haben sie 400qm Auslauf, können sich also ohne Problem aus dem Weg gehen.
    Also zu deiner Frage ob man sie Abends aufteilen kann: bei uns klappt das.

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