Miauende Katze

    • (1) 07.09.16 - 10:52

      Hallo, ich gehe etwa 2 bis 3 Mal pro Woche eine bestimmte strecke mit meinem Hund. In einer Gegend ist IMMER eine Katze, egal ob früh oder spät Sonnenschein oder Regen Gestern bin ich wieder dort entlang gegangen Mein Hund ist zum Schnüffeln stehen geblieben, da habe ich es auf einmal maunzen gehört .Auf einmal kommt diese Katze unter einem Baum vor, und geht langsam und vorsichtig auf uns zu. Der Hund schien sie überhaupt nicht zu stören Ich wollte dann weitergehen, denn auch wenn mein HUnd Katzen nicht jagt sieht er sie doch meistens als Spielkammeraden was den betreffenden Kätzchen meisten nicht gefällt .Da kam sie mir immer noch laut Miauend hinter her und hat uns ewig hinterhergeschaut Es klang wirklich extrem erbärmlich. Ich habe mich schon lange gefragt wo diese Katze wohnt. Ich bin davon ausgegangen, dass sie versorgt wird, sie sieht nicht ungepflegt aus und ich kann nicht sagen ob sie nicht doch irgendwann am Tag in die Wohnung gelassen wird. Ich mag Katzen ehrlich gesagt im Normalfall überhaupt nicht, keine Ahnung warum. Aber gerade DIESE Katze hat es mir angetan Ich hab erst kürzlich gesagt, wenn wir eine finden, die so aussieht dann nehmen wir sie. Ich kann nicht sagen, was an ihr besonders ist, ist eine stinknormale Hauskatze, hat aber einen Fleck an der Nase der wirklich niedlich aussieht#verliebt#verliebt So nun frage ich mich, ob diese Katze vielleicht in irgendeiner Form in Not ist. Gestern dachte ich, dass sie vielleicht draussen gehalten wird und die Familie einfach in den Urlaub gefahren ist. Futter müsste sie sich aber doch selbst fangen können, wenn sie eh immer draussen ist Vielleicht ist sie verletzt. Oder interpretiere ich zu viel in die Situation hinein, weil ich dieses Tier einfach niedlich finde und sofort mitnehmen würde.

      Ich weiss das geht nicht, vielleicht hat sie jemanden der sie schmerzlich vermissen würde. Aber generell ist das doch keine Art eine Katze zu halten. Wenn es in Strömen regnet sitzt sie unter einem Auto, würde da ein Tier mit zu Hause nicht einfach heimgehen?
      Mein Mann meint, wir hätten sie irgendwie erschreckt, ihr Verhalten am mir aber weder ängstlich noch aggressiv vor
      So ich da irgenwie eingreifen und wenn ja wie Ich habe mir gedacht, wenn das noch mal vorkommt nehme ich sie mal mit und stelle sie dem Tierarzt vor....

      Was würdet ihr tun bzw würdet ihr überhaupt etwas tun?

      lg lucl

      • Hallo, also einfach mitnehmen solltest Du die Katze auf gar keinen Fall!!!

        Meine ist z.B. auch immer draußen, egal, ob es in Strömen regnet, heiß ist oder stürmt. Sie hat ihre festen "Drin-Zeiten", z.B. liegt sie den kompletten Vormittag auf dem Bett meines Sohnes und schläft, den Rest des Tages sowie in der Nacht treibt sie sich draußen rum, mal schläft sie auf dem Balkon, mal im Gebüsch im Garten, mal stromert sie durch die Nachbarschaft. Wenn sie dann z.B. nach einem Unwetter tropfend nass nach Hause kommt, denke ich auch immer "Jesses, warum machst Du das? Du kannst doch rein." Aber so sind sie, die Kätzchen :-)

        Mein früherer Kater hat sich z.B. durch das komplette Wohngebiet geschnorrt, wenn ich abends mit ihm spazieren war (er ist immer mit mir mitgelaufen, wie ein Hund) und mir Leute begegnet sind, haben sie ihn mit irgendeinem Namen angesprochen und waren irritiert, dass er einen festen Wohnsitz hat und natürlich auch täglich ausreichend Futter, der hat so eine Show hingelegt, dass alle dachten, der sei ausgesetzt und halb am Verhungern :-D Genau dieser Kater ist nach unserem Umzug auch zurück in sein altes Gebiet gelaufen, eine Woche hat er gebraucht, dann kam der Anruf meiner Nachmieterin :-(

        Lange Rede, kurzer Sinn. Katzen sind sehr eigen und ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar. Ich würde an Deiner Stelle mal in der Gegend der Katze rumfragen, ob sie jemandem gehört oder beim nächsten Zusammentreffen ein Foto von ihr machen und einen netten Steckbrief verfassen, den Du in der Gegend verteilst. Frag einfach nach, ob jemand weiß, wer der Besitzer ist, meldet sich niemand, kannst Du mal schauen, ob sie sich anfassen lässt und ob sie evtl. eine Tätowierung im Ohr hat. Dann ließe sich zumindest eingrenzen, wohin sie gehört.

        Ich kann Dich übrigens sehr gut verstehen. Im Urlaub gab es auf dem Hof auch eine Katze, die unser Herz erobert hat. Die wird dort versorgt, aber offensichtlich nicht gestreichelt, die konnte damit am Anfang gar nicht umgehen, ist regelrecht ausgeflippt vor Freude, wenn man sie angefasst hat, nach ein paar Tagen ist sie uns nicht mehr von der Seite gewichen und hat nur noch an uns gekuschelt auf dem Sofa gelegen #verliebt Der Abschied war furchtbar, wir hätten sie sofort adoptiert, aber sie gehört auf den Bauernhof, dort hat sie ihr Leben und ihre Freiheit, das kann man ihr nicht nehmen.

        LG Dani

        Hallo lucl,

        zunächst einmal finde ich es sehr aufmerksam und lieb von dir, dass du dir Gedanken um die Katze machst.

        Ich bin selbst Katzenbesitzerin von 4 Katzen und einem Dauerfressgast, alles Freigänger.
        Meine Katzen sind sehr unterschiedlich im Umgang mit anderen Menschen. Zwei lassen sich gar nicht von anderen anfassen. Meine Puschel ist sehr freundlich und lässt sich gern streicheln von Bekannten und Fremden. Meine Knolli bettelt grundsätzlich jeden und alle um Futter an, sehr lautstark, gefühlt kurz vor dem Hungertod. Das kann wie bei der Katze, die du beschreibst, auf andere so wirken, als ob sie wirklich herrenlos ist und seit Tagen nichts gefressen hat.
        Wenn wir nicht zu Hause sind und sie ist draußen, kann es vorkommen, dass sie auch mal im Regen sitzt, bevor sie sich ein trockenes Plätzchen sucht. Es kann auch sein, dass sie sich ein Auto als "sicheres Plätzchen" sucht.

        Ich würde an deiner Stelle in der Nachbarschaft herumfragen, ob jemand die Katze kennt bzw. diese jemandem gehört. Vielleicht kannst du das Tier auch einmal über einen längeren Zeitraum beobachten und so rauskriegen, wohin sie geht.

        LG

        Nici

        (4) 07.09.16 - 15:24

        Ich würde in der Nachbarschaft rumfragen, ob jemand weiß wem die Katze gehört.
        Wenn du nahe genug rankommst siehst du ob das Ohr tätowiert ist, Chips können nur Tierärzte oder Tierschutzorgas auslesen.

        Streunerkatzen können auch sehr gepflegt und ohne Ungeziefer sein, vorallem jetzt wo sie relativ gut im Futter stehen.

        Auch Katzen mit Zuhause sind bei schlechtem Wetter draußen. Sie machen was sie wollen.
        Selbst 24 Std 7 Tage die Woche Zugang zu Futter oder einem warmen trockenen Schlafplatz verhindern nicht streunen bei schlechtem Wetter oder betteln nach Futter.

      • Hallo!

        Katzen, die wirklich nicht versorgt werden, sind in aller Regel klapperdürr, struppig und haben nicht selten laufende Nasen und eitrige Augen, weil sie auch oft nicht geimpft sind und an Katzenschnupfen leiden. Augenscheinlich gesunde Katzen die wohlgenährt sind, werden mindestens regelmäßig gefüttert, oft auch tierärztlich versorgt und haben deswegen auch keine Flöhe oder Würmer. Sie sind auch kastriert.

        Folge dieser Sache ist: echte Straßenkatzen will kaum jemand haben, weil sie absolut nicht süß aussehen, sondern total abgerissen, und oft sind sie auch vom Verhalten her eher scheu. Die Beutetiere in normalen Wohngebieten reichen leider kaum aus, eine Katze müsste normal ca. 12-15 Mäuse und andere Kleintiere am Tag erbeuten um halbwegs satt zu werden, das ist eine ganze Menge. So viel Nahrung finden die Beutetiere eben auch nicht, um sich gar so erfolgreich zu vermehren, wenn man eine so große Mäusepopulation im Einfamilienhaus hat, dann tanzen die einem schon auf dem Tisch rum.

        Du kannst also davon ausgehen, dass die wohlgenährte Katze jemanden hat, der sie versorgt, wahrscheinlich auch drinnen sein könnte, aber eben deine Gassi-Geh-Zeit auch ihre "Draußen-Zeit" ist, die sie sich auch von Dreckwetter nicht vermiesen lässt.

        Vielleicht war an dem Tag Frauchen auch nur mit dem Abendessen spät dran, oder es gab die falsche Marke (Katzen wechseln auch mal ihre Vorlieben, und wenn drei Monate das mit Fisch ganz hoch im Kurs stand, kommt es öfter vor, dass das dann doch plötzlich völlig indiskutabel ist und die katzen es einfach stehen lassen und lieber die Nachbarn anbetteln). Auch bei Streicheleinheiten sind sie eigenwilllig, manche lassen sich von jedem Streicheln, andere von gar niemandem, und wieder andere zicken rum, wenn Herrchen streicheln will, nur um dann Frauchen stundenlang zu belagern, sobald sie heim kommt.

        Miauen klingt meistens echt schlimm, ist aber nicht so tragisch wie es klingt. Eine von meinen klingt, als ob sie schwer verletzt wäre, nur weil sie gerade ein Häufchen in ihr Klo gemacht hat. Das soll nicht heißen, dass ihr was weh tut, sondern eher "hopp, mach mein Klo wieder sauber, zack-zack". freut mich besonders morgens um 5 Uhr ;-)

          • Es gibt natürlich auch Katzen, die "nur" gefüttert werden. Aber schon da gibt es ja immerhin Menschen, die eben wenigstens überhaupt füttern. Und ohne Impfungen und Kastration halten die dann auch nicht lange durch. weil das dann doch zu sehr auszehrt. Natürlich gibt es ab und zu Aktionen von Tierschutzvereinen, alle verwahrlosten Katzen einzusammeln und kastriert und geimpft nach ein paar Tagen wieder frei zu lassen, aber eben auch da gibt es ein Minimum an "kümmern".

            Eine Katze die wirklich nur von Beutetieren lebt, ohne nette Nachbarn die wenigstens mal ne Schale Trockenfutter raus stellen, die hat es wirklich schwer, eben weil der Bedarf an Beutetieren sehr hoch ist. Das klappt höchstens in größeren Bauernhöfen wo die Mäuse sich übers Hühnerfutter her machen können und deswegen sehr erfolgreich vermehren. Und auch da darf dann die Katze nicht zu viele Artgenossen haben, die ihr wieder die Beute weg fressen. Also müsste da ja auch wieder kastriert worden sein, und viele Bauern füttern eben doch ein bisschen was und geben die ersten paar Spritzer Milch vom Anmelken den Katzen. oder die Eier die beschädigt sind.

            • Ich habe schon öfter Tierschutztiere gehabt und bei Aktionen mitgemacht. Ab und an gibt es im Sommer gut genährte und gepflegte Katzen. Im Winter sehen die auch abgerissen aus.
              Das sie nicht alt werden ust ein anderes Thema.
              Frau Klemm war so scheu und der nächste Futternapf währe Kilometer weit weg gewesen die durfte sich alleine durchschlagen. Sonst hätte sie bei -20 grad auch nicht im Windfang Schutz gesucht. Garagen währen wärmer.

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