Markieren beim Rüden

    • (1) 09.09.16 - 09:01

      Hallo,

      eigentlich kein wichtiges Thema aber ich wollte mal kurz eure Meinung hören:

      Wir haben hier einen jungen Rüden, knapp 1 Jahr alt, sehr lieb und sehr sensibel. Allerdings hatten wir die letzten paar Wochen ein bisschen Probleme mit markieren. Hat sich wieder gelegt. Bis auf eine Sache: Er markiert nach dem Essen den Napf unserer Hündin. Der Napf und um den Napf herum ist es deutlich gelb. Hab ihn auch schon dabei gesehen, er rennt, hält kurz an, pinkelt, rennt weiter.

      Warum macht er das???

      Liebe Grüße Farina

      • Hallo,

        ich habe hier mal einen Bericht aus dem Internet kopiert, in dem einer seine Erfahrung damit beschreibt und Tips gibt. Vielleicht hilft dir das ja.

        ich kann Dir von beiden Sorten berichten, mein rüde ist unkastriert und sein gleichaltriger kumpel war vor der Kastration sein absoluter Feind, jetzt sind sie dicke kumpels und der kastrierte Rüde darf meinen dominaten Rüden besteigen. Das makierender Wohnung ist ein erziehungsfehler Eurereseits und ist mit der kastration nicht zu beseitigen. der Rüde steht über Euch...und steckt sein revier ab... das ist Euer fehler...nicht das problem des Hundes. so etwas wird strikt vom Rudelchef in der ersten Sekunde untersagt...sofort und ohne Ausnahme!!!!!!

        Mein Hund würde seines lebens nicht mehr froh, wenn er sich das wagen würde...niemals... auch makieren außerhalb der Wohnung muß von so einem rüden als Rudelchef eineordnet werden. mein Rüde hält beim Makieren kontakt zu mir und er weiß durch handzeichen ob es"verboten" ist. Da habt ihr Nachholbedarf... dringend...zu mal es in einer Ferienwohnung echt egelig ist...nehm ihn beim betreten der Wohnung an der Leine und so wie er das bein heben will ertönt ein dreifach donnerdes Donnerwetter, das darf wie ein Donnerhall ausfallen, der Hund braucht ein mal ein deutliches Signal, danach kann man den Ton zurück nehmen, aber immer noch ein deutliches "Pui"...sehr deutliches bitte... das muß für den Hund wie eine ganz schlimme Bestrafung klingen...
        Die Stellen wo makiert wurde mit Enzymreiniger reinigen und mit eigenen duftmarken versehen..altes Parfüm aus Mutters Mottenkiste ist herrlich ... ;-))) der Hund bleibt in der Fereinwohnung so lange angeleint, bis er das verinnerlicht hat, jedes mal beim neu reinkommen...anleinen...erst wenn es sicher gestellt ist, darf diese kontrolle gelockert werden...nicht früher...das als Rat aus 26 Jahren Rüdenhaltung

        Das Beinchenheben hört als Kastrat nicht af, das bleibt ein leben lang, nur andere Rüden sehen diesen hund nicht mehr als Rüden an und behandeln ihn eher "weibisch" bis hin zur Unterwerfung, das ist etwas unterschiedlich und auch Typabhängig...mein Rüde(Labi unkastriert) steht auf Kastraten.
        Meine Mixhündin wurde als Hündin sozialverträglicher, sie war vorher eine Angstbeißerin und biß alles was ihr nicht passte...das war durch die Kastration wie weggeblasen...aber auch sie hat nach wie vor ihre stellung im rudel makiert...es waren 3 Hunde im Rudel, sie war die Chefin.

        • Öhm hast du auf den richtigen Beitrag geantwortet. Unser Rüde markiert nicht in der Wohnung. Kastriert werden soll er natürlich auch nicht.

          Er pinkelt in die Schüssel einer unserer Hündinnen. Immer nur bei einer. Die Schüsseln stehen auf der Terrasse. War nur neugierig ob jemand weiß was dahinter steckt.

            • Ich füttere draußen da meine Hunde gerne die großen Fleischbrocken und Knochen neben den Napf legen. Das mag ich jetzt persönlich nicht im Haus. Das konntest du natürlich nicht wissen. Nur finde ich eben keine Antwort auf meine Frage in deinem Text. Ich habe gefragt warum der Fressnapf einer Hündin markiert wird. Ich wollte nichts über markieren im Allgemeinen wissen oder wie man es abgewöhnt. Irgendwie konnte ich aus deinem Text nicht genau rauslesen warum gerade der Fressnapf markiert wird. Wenn ich das überlesen habe tut es mir leid.

              Dir noch einen schönen Tag!

      Eine richtige Erklärung habe ich auch nicht. Ziemlich sicher scheint aber zu sein, dass Markieren immer etwas mit Dominanz und Rangordnung zu tun hat. Markieren ist ja auch ein ganzer Prozesses, in dem das Pinkeln nur der letzte Akt ist.

      Meine Hündin markiert auch. Seit sie kastriert ist, uriniert sie wie ein Rüde. Sie hebt das Bein und markiert bei der Gassirunde jeden Grashalm.

      Wir haben hier einen großen Waldfriedhof auf dem ich oft spazieren gehe. Da es ein großes Waldgelände ist, stehen an den Wegen oder Gebüschen oft alte Tongefäße mit Wasser für die Wildtiere. Die Besucher füllen die Schalen immer mit Wasser, damit die Tiere auch bei trockenem Wetter eine Wasserquelle haben.

      Und meine Hündin markiert auf jeden dieser Schalen. Hinlaufen, kurz schnuppern, Bein hoch und einen Mirkotropfen Urin ins Wasser quetschen. Ich schütte dann immer die versechte Wasserquelle aus und fülle neues ein. Und übe jetzt fleißig, ihr das abzugewöhnen.

      Aber warum sie das genau macht? Keine Ahnung. Ich tippe auf Revierverhalten (da wir da sehr oft spazieren gehen) und Dominanzabklärung.

      Vielleicht hat jemand anders eine schlaue Erklärung.

      • Vielen Dank für deine Antwort.

        Ja vielleicht sind solche Futterschüsseln/Wasserschüsseln da besonders interessant. Auf diese Hündin ist er am stärksten fixiert und sie zickt ihn aber meistens an. Vielleicht liegt es daran. Die Schüsseln der anderen beiden Hunde lässt er in Ruhe.

        Meine Hündin hebt übrigens auch das Bein #augen. Eine echte Rüdin.

    Hallo Farina,

    eine wirkliche Erklärung habe ich nicht, ich glaube, wirklich weiterhelfen wird Dir meine Antwort auch nicht...

    Aber da hier bisher nur von Dominanz und Rangordnung in Verbindung mit markieren gesprochen wurde, wollte ich noch einwerfen, dass scheinbares Markieren, "überpinkeln", auch Zusammengehörigkeit ausdrücken kann. Das muss halt immer im Kontext gesehen werden.

    Bei unseren Hunden z.B. bin ich mir absolut sicher, dass unsere Hündin über die Urinmarkierungen unseres Rüden pinkelt, eben aus diesem Zusammengehörigkeitsgefühls hinaus - andersrum würde ich das jetzt nicht unbedingt sagen...#schein

    Ob das aber auch beim Anpinkeln von Futternäpfen eine Rolle spielen könnte, weiß ich nicht - dazu habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen. Evtl. dafür sprechen könnte, wie Du ihr Verhältnis zueinander beschreibst - zumindest er scheint sie ja ganz toll zu finden...;-)

    Den Bericht hier habe ich auf die schnelle zum Markieren gefunden, gibt bestimmt bessere, aber da kann man evtl. schon ganz gut rauslesen, warum ich persönlich ehrlich gesagt gar nicht mal unbedingt an Dominanzverhalten denke, aufgrund Deiner Beschreibungen:

    http://www.bestehunde.de/hunde-markieren.html

    Liebe Grüße, Alex

    • Hallo,

      ich noch mal - aber nur ganz kurz, da von unterwegs, aber mir ist gerade noch eine Idee gekommen... ;-)

      Sagt Dir der Begriff "submissive Urination" etwas (oh Gott, hoffentlich richtig geschrieben...)? Da geht es eigentlich eher darum, dass (und warum) Hunde andere Hunde und Menschen anpinkeln. Das hat nämlich entgegen der allgemeinen Meinung nichts mit Dominanz, sondern mit Unterordnung zu tun.

      Gut, jetzt geht es bei Euch um den Futternapf, aber der hat im Hundeleben ja nun auch eine sehr wichtige Rolle. Evtl. könnte es also doch in diese Richtung gehen?!

      Ich weiß es wirklich nicht - ist vielleicht sogar totaler Blödsinn. Aber vielleicht ist es doch zumindest ein Ansatz?!

      So, doch nicht so kurz geworden wie gedacht... ;-)

      LG, Alex

      Hallo Alexa #winke

      Vielen Dank für den Bericht. Das gibt mir wirklich zu denken.

      Er ist auch wirklich ein lieber Kerl. Draußen beim Gassi gehen hat bei allem ein Nein gelangt und er hat nicht mehr daran markiert. Sämtliche Häuserecken und Gartenzäune sind mittlerweile sicher.

      Aber was die Hündin angeht auch etwas frech. Deshalb bin ich hier noch etwas unsicher an was es wirklich liegt. Er neigt auch zu Übersprungshandlungen und ist sehr triebstark. Ich hab so ein bisschen das Gefühl dass das alles zusammen hängt. Er markiert da auch nicht wie draußen mit vorher groß schnüffeln sondern spritzt da halb im Rennen hin. Deshalb hab ich ihn auch noch nicht inflagranti geschimpft, seh das nur durch die Terrassentür. Und da er es nur sehr vereinzelt macht vergess ich es immer wieder.

      Liebe Grüße Farina

      • ich hab mir die Diskussion jetzt mal durch gelesen und antworte aus dem Bauch raus. Ich denke, der junge Hüpfer beansprucht den Thron, das pinkeln auf den Fressnapf des anderen Hundes zeigt, ich will hier der Chef sein. Zack, im vor rüber gehen schnell mal die eigene Duftmarke auf den Napf gesetzt, reicht. Der andere Hund merkt, ich war da bzw. ich bin da!
        Unterwürfigkeits/Angstpinkeln geht anders

        • Hallo,

          lies Dir mal die Erklärungen zu "submissive Urination" im Internet durch - das hat nichts mit dem zu tun, was man allgemein unter dem typischen Angstpinkeln versteht. Es sind meist Rüden um ein Jahr rum, die tatsächlich ihr Bein heben, als würden sie an einen Baum pinkeln.

          VG, Alex

          • du, ich denke, ich hab das schon verstanden.
            Die sog. submissive Urination hat was mit Unterwürfigkeit zu tun od es zeigt, dass man sich an passen will, dazu fähig ist.
            Der junge Rüde der TE macht aber vom Lesen her nicht den Eindruck. Wie schon geschrieben, meine Antwort kam aus dem Bauch raus

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