Hundewunsch: Aber passt ein Hund überhaupt zu uns?

    • (1) 26.10.16 - 09:16

      Hallo zusammen,

      ich habe eine Frage an Hundeerfahrene unter Euch. Wir (vierköpfige Familie, 2 Kinder im Alter von 8 + 11) überlegen schon seit einiger Zeit, uns ein neues Haustier zuzulegen, nachdem unsere Katze letztes Jahr 17jährig verstorben ist. Da wir ein Haus mit Garten haben (580 m²) wäre eigentlich ein Hund ideal. Ich arbeite von Zuhause aus, sodass der Hund auch nicht viel allein wäre, höchstens mal stundenweise, wenn ich einkaufen muss oder zum Arzt.

      Jetzt ist es nur leider so, dass wir alle nicht die Bewegungsfreudigsten sind, und man mit einem Hund ja schon viel und regelmäßig raus muss. So sehr ich Hunde mag und mir das toll vorstelle, hier auch tagsüber nicht mehr allein im Haus zu sein, wenn alle in Schule und Arbeit sind, so sehr kenne ich mich doch gut genug zu wissen, dass ich wohl eher wenig motiviert bin, täglich mehrfach ausgiebige Spaziergänge zu machen. Da der Hund aber auch Wachhundfunktion haben sollte, möchten wir halt dann auch einen größeren Hund, keine "Fußhupe".

      Die Kinder scheiden bei einem größeren Hund als Gassigänger noch aus, da sie zu klein sind. Mein Mann geht 3x die Woche Joggen und würde zusätzlich die Abendrunde mit dem Hund übernehmen. Ich würde dann vormittags mit dem Hund eine größere Runde gehen, und/oder nachmittags mit den Kindern zusammen, ansonsten halt dann eher nur mal zwischendurch einmal um den Block.

      Meine Fragen nun: Sollten wir unter diesen Umständen lieber gar nicht erst "auf den Hund kommen"? Oder gibt es auch Hunderassen, die eher von der gemütlichen Sorte sind und die nicht jeden Tag kilometerweit rennen und toben wollen, sondern denen das reicht, sich nur alle 2-3 Tage mehr zu bewegen? Wir gehen am Wochenende viel in den Wald, spazieren, mein Mann wandert gern, aber dazu ist eben bei uns nur am Wochenende richtig Zeit (und Lust).

      Wir hätten also idealerweise gern einen familienfreundlichen häuslichen Hund, anfängertauglich, dem es nichts ausmacht, auch mal faul zu sein, der aber wenn man dann mit ihm am Wochenende rausgeht, auch nicht gleich nach 3 Metern schlapp macht. Der sich freut, meinen Mann beim Joggen zu begleiten, aber ebenso mir bei der Arbeit unterm Tisch stundenlang die Füße zu wärmen. ;-) Utopisch? Welche Rasse wäre empfehlenswert? Wir würden am Liebsten einen Hund dann nehmen, der die Flegeljahre hinter sich hat und schon ruhiger ist. Ich habe schon Tierheimseiten durchforstet, aber irgendwie findet man da eher nur Hunde, die nicht anfängertauglich sind oder wo eben steht "Powerpaket" o.ä.! So einen Hund kann ich nicht auslasten, das weiß ich jetzt schon.

      Vielleicht weiß ja jemand Rat. Oder sagt uns dann einfach, vergesst den Hund, das ist nichts für Euch. ;-)

      LG
      sie71

          • Ja, Du hast natürlich vollkommen Recht, ein "häußlicher Hund" wäre natürlich ideal #rofl

            • Selbstverständlich gibt es eher ruhigere Rassen und eher Energiebündel. Ihre Frage war doch ganz legitim und ein Hund sollte zur Familie passen. Wenn man eher vom Typ her ruhig und gemütlich ist dann kann man keinen wilden Terrier nehmen und wenn man eher der aktive sportliche Typ ist dann kann man wohl keinen ruhigen hund nehmen. Auch wenn das nicht in deiner Vorstellungskraft liegt, es gibt genügend ruhige Hunde im Tierheim. Einen Welpen würde ich mir auch nicht anschaffen, weil man nie weiß wie er so ist.

              Unserer war 2 Jahre alt und von anfang an ein gemütlicher Kamerad, der zwar gerne neben mir her trabt aber mit dem man nie joggen könnte und der gar keine Lust hat 5 mal am Tag raus zu gehen. Spätestens nach der 3. Runde steht er noch nichtmal mehr freiwillig aus seinem Körbchen auf. Auch solche Hunde gibt es ist meines Erachtens völlig vernünftig sich Gedanken zu machen welcher hund passt und welcher eher nicht. Die meissten kaufen irgend einen der ihnen optisch gefällt, ob man ihm gerecht wird oder nicht merken solche dann erst hinterher.

              • Du, ich glaube Dir das alles gerne und freue mich, daß es bei Euch so klappt. Aber die Argumente der TE gegen einen Hund sind nun mal überwiegender. Ob man am Ende wirklich so einen ruhigen Gesellen ab bekommt, weiß man doch im Vorfeld gar nicht.
                Meine Mutter hatte damals auch einfach so nen Hund angeschleppt und keiner hatte Bock auf ihn. Am Anfang war das alles schön und gut, aber am Ende musste immer jemand bei ihm zu Hause sein, er konnte nicht allein bleiben und fremde Menschen mochte er auch nicht. Hundeschule...ja, wäre eine Möglichkeit gewesen, aber darauf hatte weder jemand Lust noch Zeit. Wie gesagt, wenn sich alle einig sind, einschl. der Kinder, dann ja. Bei der TE klang es jetzt aber nicht so ;-)

      Ich würde noch mal in den Tierheimen schauen nach einem älteren Exemplar. Das fände ich ideal für euch und eine gute Sache. So ab 7 oder 8 Jahren werden viele Rassen schon bequemer.

      Ein junger Hund auf gar keinen Fall. Vor allem wenn ihr nicht die aktivsten seid. Zum zusätzlichen Aufwand mit Gassi gehen kommt nämlich auch noch das putzen hinzu. Das darfst du nicht unterschätzen. Ich saug und wische täglich.
      Wegen der Kinder, gehen die denn gerne spazieren und laufen. Also wir sind allgemein eine sportliche lauffreudige Familie. Meine Kinder gehe gerne Gassi. Aber ich weiß dass das eher die Ausnahme ist, viele erzählen dass ihre Kinder keinen Bock auf Gassi gehen haben. Also würde ich da auch bei einem kleinen Hund nicht auf die Kinder setzen. 2 Stunden am Tag solltet ihr Erwachsenen schon laufen wollen bei einem fitten jungen Hund. Bei einem älteren Exemplar aber auch mindestens eine Stunde. Meine älteste Hündin ist 13 und geht schon noch ein Stündchen mit am Tag.

      Schau doch auch mal auf verschiedenen in Not Seiten, Retriever in Not, Collies in Not......

      Bist du denn ganz Zuhause? Wie lange noch?

      Hallo.

      Sicherlich gibt es eher gemütlicher Rassen! Es gibt auch richtige powerpakete, wie jack Russell und co. So einen Hund würde ich mir niemals anschaffen.

      Wir haben einen kleinen Shih tzu (übrigens eine nichthaarende rasse) das sind im Grunde ziemlich gemütliche Hunde die kein gesteigertes Interesse daran haben ewig draussen rum zu rennen. Shih Tzus sehen auch nicht so dämlich aus wie auf den google Bildern.

      Wir haben unseren als 2 jährigen geholt. Ich weiß also nicht wie er als welpe war aber ich kann sagen das er wesentlich gemütlicher ist als unser Yorki Terrier den wir vorher hatten. Der Shih Tzu liebt seine Familie über alles und ist der glücklichste hund wenn jemand da ist oder er überall mit kommen kann. Wenn man mit ihm Gassi gehen will interessiert ihn das meisst wenig, man muss ihn quasi schon bitten überhaupt aufzustehen und eben draußen rum zu latschen. Er geht langsam spazieren und rennt nicht. Außer wenn er mit anderen Hunden spielt, dann dreht er auf. Sonst kann man ihm die pfoten besohlen. Bei Hitze geht er überhaupt nicht gern und bei Regen auch nicht. Er macht dann sein Geschäft und schaut mich an nach dem Motto "nu komm, nu aber endlich wieder nach hause" schöne waldspaziergänge macht er gerne mit und wenn Frauchen leckerlies einstecken hat dann ist er glücklich und äußerst gehörig. Ich denke so ein Hund würde gut zu euch passen.

      (10) 26.10.16 - 11:12

      Hallo,

      scheinbar habt ihr nicht so viel Erfahrung mit Hunden, aus diesem Grund empfehle ich euch einen ausgewachsenen, gut sozialisierten Hund aus dem Tierheim.

      Denn in der Hundeerziehung kann man verdammt viel verkehrt machen und dann ist ein Hund keine Bereicherung sondern eine enorme Belastung!

      Wir haben einen Golden Retriever als Welpen geholt. Wir hatten schon eine ziemlich gut Erfahrungen mit Hunden und auch deren Erziehung.

      Wir haben 2010 den Welpen geholt und unser Sohn wurde 2012 geboren, da haben wir noch in einer 63m² Wohnung gewohnt. Nun ist Baby Nummer 2 in Anmarsch und wir wohnen im Haus mit Garten.

      Unser Hund läuft nebenher.... Mein Mann arbeitet schichten, dadurch ist Hundi selten alleine, was aber auch kein Problem für ihn darstellt.

      Wir gehen nicht jeden Tag mit unseren Hund, das schaffen wir einfach nicht immer.... aber das muss man eben auch nicht. Wir beschäftigen unseren Hund mit Suchspielen, Training, Agility im Garten, Ball spielen und und und.... da gibt es viele Möglichkeiten. Es gibt auch Tage wo für den Hund mal keine Aktion statt findet.... Aber er ist immer beim Rudel mit im Haus oder Garten, er ist immer mit dabei. Für Aktion ist unser Hund auch absolut zu haben.

      Ich finde eure Voraussetzungen nicht schlecht, aber eben nicht für einen Welpen oder Junghund, die haben ziemlich Power und Dummheiten im Kopf. Bei einem ausgewachsenen Hund aus dem Tierheim kann man das wesen auch besser abschätzen.

      lg

      Hallo!

      Ich habe jetzt nicht so die Erfahrung mit Hunden, wir hatten zwar einen als ich ein Kind war, aber die Anschaffung und Pflege haben eher meine Eltern übernommen.

      Aber sie war und IST ein geliebtes Familienmitglied gewesen, an das wir uns alle gerne erinnern, auch wenn ihr Reise über die Regenbogenbrücke schon länger her ist. #kerze

      Aber ich finde es gut, dass ihr euch im Vorfeld intensive Gedanken macht und kann die ganzen spöttischen Antworten nicht nachvollziehen.

      Lieber jemand, der im Vorfeld genau abwägt und ehrlich mit den eigenen Bedürfnissen ist als jemand, der sich ein Tier beschafft (womöglich noch über ebay #augen), weil "es gerade gut passt" und sich dann herausstellt, dass der passende Moment schnell vorbei ist und das Tier darunter leidet!

      #pro

      LG, Marie #blume

    (13) 26.10.16 - 11:29

    Hi,

    ich finde es gut, dass ihr euch im Vorfeld Gedanken macht. Und ich weiß leider so gar nicht, was ich euch raten soll.

    Eigentlich passen eure Ansprüche an den Hund so gar nicht zusammen. Er soll einerseits eher ruhig sein, mit wenig Bewegung zufrieden, nicht klein und wachsam sein und andererseits soll er Spaß daran haben, mit joggen & wandern zu gehen, anfängertauglich und familienfreundlich...

    Äh... neee... alles zusammen wird schwierig.

    "Jetzt ist es nur leider so, dass wir alle nicht die Bewegungsfreudigsten sind, und man mit einem Hund ja schon viel und regelmäßig raus muss. So sehr ich Hunde mag und mir das toll vorstelle, hier auch tagsüber nicht mehr allein im Haus zu sein, wenn alle in Schule und Arbeit sind, so sehr kenne ich mich doch gut genug zu wissen, dass ich wohl eher wenig motiviert bin, täglich mehrfach ausgiebige Spaziergänge zu machen."

    Diese Aussage verleitet mich eigentlich eher dazu zu sagen: bleibt besser bei den Katzen

    Natürlich muss "der Durchschnittshund" nicht 4x täglich zwei Stunden rennen, aber auf 1,5h Bewegung von Mo-Fr täglich (im Winter, im Sommer sind es eher 2,5h)kommt sogar meine im Grunde gemütliche Rumänin und braucht die auch. Das geht aber auch nur, weil wir drei Hunde haben, die auch Zuhause miteinader spielen und rennen und wir am Wochenende auf dem Hundeplatz sind, wandern gehen, immer wieder auch Kopfarbeit einfließen lassen. Wäre das nicht, dann wird meine Madame ziemlich nervig und anstrengend. Also so diese Zeit von 1,5-2h aktive Bewegung solltet ihr wirklich täglich einplanen + eben Spiel-/Beschäftigungszeiten Zuhause im Tagesverlauf. Nonstop-Beschäftigung braucht aber kein Hund ;-).

    Ihr müsst euch bewusst machen, wenn ihr selbst euch eher als "bequem" seht (wobei ich Deinen Mann da wohl ausnehmen wollen würde), ob ihr euch für einen Hund auch dann motivieren könnt zum spazieren gehen, wandern, etc., wenn es draußen dunkel, nass und kalt ist. Im Frühjahr und Sommer fällt es leicht, aber im Winter muss selbst ich mich öfter in den Hintern treten vom warmen Ofen wegzugehen - und ich hätte gerne sehr viel mehr Zeit für Sport und Aktivität draußen mit den Hunden.

    Eine Rassempfehlung mag ich gar nicht aussprechen, denn dazu sind eure Ansprüche im Moment zu widersprüchlich.

    Und habt ihr euch Gedanken zu Urlaub, Krankheit, Freizeitaktivitäten gemacht? Wohin dann mit dem Hund? Natürlich kann ein Hund, wenn die Familie flach liegt, auch mal ein paar Tage mit einem Minimum an Bewegung auskommen, aber es sollten Möglichkeiten vorhanden sein, um auch solche Zeiten abzudecken. Oder was ist z.B:, wenn Dein Mann mal länger ausfällt (wegen Krankheit oder beruflich) und die Abendrunde nicht gehen kann, nicht joggen kann, etc - übernimmst du das dann? Wohin mit dem hund, wenn ihr in den Freizeitpark fahrt oder den ganzen Tag ins Schwimmbad? Wärt ihr bereit, euch da einzuschränken? Ich spreche da nicht von 3-5h, die der Hund mal alleine sein kann (idealerweise geht man vorher eine große Runde) sondern wirklich von längeren Ausflügen.

    Grundsätzlich, wenn ihr nochmal in euch geht, eure Ansprüche überdenkt oder einfach mal nach Priorität sortiert, den Worst-Case durchspielt - und euch dann immer noch vorstellen könnt, einem Hund für die nächsten 8-15 Jahre ein passendes Zuhause zu geben, dann kann man Rasseempfehlungen aussprechen oder sagen, worauf ihr bei einem Tierheimhund (was ich ganz toll finde, dass ihr darüber nachdenkt!) achten solltet.

    LG
    Kim

    (14) 26.10.16 - 11:31

    Hallo,
    wir standen vor 1,5 Jahren auch vor der Frage und wir sind eigentlich auch nicht so die Spaziergänger gewesen. Wir haben uns einen gut erzogenen, sehr kinderlieben 5 Jahre alten Labbi geholt. Aber dafür braucht man Geduld, ehe man so ein Exemplar findet. Er ist allerdings immer noch sehr bewegungsfreudig, jetzt fast 7. Wir sind seither viel mehr draußen unterwegs, was uns allen gut tut. Wenn mal eher weniger Zeit ist, nehmen wir die Ballschleuder mit. Damit ist der Hund auch in 30 Minuten gut ausgepowert.
    LG

    "Mann geht 3x die Woche Joggen und würde zusätzlich die Abendrunde mit dem Hund übernehmen. Ich würde dann vormittags mit dem Hund eine größere Runde gehen, und/oder nachmittags mit den Kindern zusammen, ansonsten halt dann eher nur mal zwischendurch einmal um den Block."

    Das klingt doch schon mal gar nicht so schlecht. Der Hund käme dann also 3x täglich raus, wobei er sich zumindest bei 1 Runde auspowern sollte. Und 3x die Woche joggen mit Hund, sowie am Wochenende wandern - finde ich super. Ausserdem habt ihr noch den Garten.

    Mir fällt nur auf, dass ihr der Ansicht seid, nur ein grösserer Hund erfüllt eine gute Wachfunktion. Das ist nicht richtig, auch kleinere Hunde sind sehr wachsam und melden sehr gut, wenn jemand kommt. Wollt ihr einen großen Hund zur Abschreckung? Ansonsten würde ich eher eine mittlere Grösse suchen, damit auch die Kinder den Hund spazieren führen können. Mit 8 + 11 sind sie alt genug.

    Eine mittlere Größe braucht auch nicht ganz so viel Auslauf wie ein Riesenhund. Oder soll es unbedingt ab Größe Schäferhund aufwärts sein?

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