Schwanger mit Pferd - Reitbeteiligung?

    • (1) 03.11.16 - 08:05

      Hallo! Ich hoffe hier ein paar Pferdebesitzer anzusprechen die mir Tips zu meiner Situation geben können.

      Ich bin 26 und in der 9. Woche schwanget mit meinem ersten Kind.

      Ich habe einen 7jährigen, grossen und frechen Aber im grossen und ganzen sehr braven Wallach. Seit ein paar Monaten hab ich eine Reitbeteiligung, die zwar super mit ihm zu recht kommt, die sich aber gerne ziemlich biel herausnimmt (zb haben wir ausgemacht 1-2 die woche, mittlerweile kommt sie regelmässig 2 mal und anfangs beide tage nur am we bis ich ihr erklärt habe dasd ich auch arbeiten muss und am we selber gern etwad von meinem pferd hätte. Sie stopfte ihn ungefragt mit äpfel, karotten und leckerlis voll bis ich es ihr jetzt verboten habe. Es waren dann noch ein paar vorfälle die mich geärgert, aber ich als anfangsschwierigkeiten abgetan habe) und dann kommt noch dazu, dass sie mit ziemlich harter hand reitet und generell ganz und gar nicht auf dem niveau ist wo sie sich gern sehen würde. Sie postet auf facebook untählige reitfotos ohne mich vorher zu fragen ob mir das überhaupt recht ist und postet beiträge als ob das pferd ihr gehören würde und prahlt mit den fotos obwohl ich sie gar nicht gerne anschaue weil sie ihm ständig im maul hängt.

      Jetzt ist die frage: bin ich zu emotional, übertreibe ich? Momentan wär mir lieber ich kümmere mich wieder alleine um ihn, allerdings darf ich nicht reiten und werde das die ganze ss nicht mehr tun, deshalb wäre eine reitbeteiligung grundsätzlich ganz gut, auch finanziell. Aber ich ärgere mich mehr mit ihr als dass ich froh um sie bin. Wie seht ihr das?

      • Hallo,

        warum hast du dich auf eine Reitbeteiligung eingelassen, wenn du überhaupt nicht loslassen kannst?

        Bis auf die Sache mit den vielen Leckerlis und der fehlenden Absprache, an welchen Tagen sie ihre Reitbeteiligung nutzen kann, kann ich nichts entdecken, was wirklich schlimm ist. Hier können feste Absprachen helfen.

        Im Großen und Ganzen scheinst du sie dir vorher nicht richtig angeschaut zu haben, wenn du ihre Reiterqualitäten bemängelst.

        "Sie postet auf facebook untählige reitfotos ohne mich vorher zu fragen ob mir das überhaupt recht ist und postet beiträge als ob das pferd ihr gehören würde und prahlt mit den fotos obwohl ich sie gar nicht gerne anschaue weil sie ihm ständig im maul hängt."
        Ja, da reagierst du total über.

        Weißt du, ich lasse die Tochter meiner Freundin auch oft mit meinem Hund Gassi gehen. Manchmal nimmt sie ihre Freundin mit und die beiden schießen Fotos und veröffentlichen diese auf fb. Dabei kuscheln und schmusen sie mit meinem Hund.

        Stört mich gar nicht und freut mich sogar.;-). Und wenn irgendjemand von ihren fb-Freunden denkt, der Hund gehört ihr ist mir das auch schnuppe. Ich bin auch der Meinung, dass das eine oder andere Leckerli im Magen meines Hundes landet, von dem ich nichts weiß. Aber egal, die Mädels und der Hund haben Spaß.

        Mach dich mal locker. Wenn das nicht geht, musst du dir halt eine andere RB suchen oder es ganz lassen.

        LG

        Nici

        Guten Morgen,
        Solange Dein Pferd nicht zu beissen anfängt sehe ich mit der Fütterei an sich kein Problem. Ich sehe es zwar auch nicht gerne aber wirklich Schaden tut das normal nicht.
        Ein bis zweimal würde für mich auch immer zweimal nicht ausschließen. Allerdings hast Du als Besitzerin natürlich den Vorrang wenn es z.B. um das Wochenende geht.

        Viel schlimmer finde ich daß sie Deinen Vorstellungen in Bezug auf das Können nicht entspricht. Das kann tatsächlich schaden, da hättest Du eigentlich ein sensibles leichtrittiges Pferd und dann hängt einer im Zügel. Geht nicht.
        Ehrlich, dann lass ihn besser stehen, bzw. stell ihn auf die Koppel.

        Vielleicht findest Du ja doch noch eine passendere Reitbeteiligung?
        Eine schöne unkomplizierte Schwangerschaft noch, es geht eh viel zu schnell vorbei.

        Hallo,

        kurz bevor ich schwanger wurde, haben wir (unser Pferd gehörte schon meinem Mann, bevor es mich gab) auch unserer Reitbeteiligung, u.a. aus deinen oben genannten Gründen, abgesagt.

        Dass du jetzt nicht mehr reiten darfst, sehe ich als überhaupt nicht kritisch, man kann doch vom Boden aus sooo viel machen! Ist auch für die Kommunikation mit dem Pferd mal ganz gut, sich einen längeren Zeitraum die Dinge von unten anzusehen. Wenn du also nicht auf eine Reitbeteiligung angewiesen bist, dann würde ich ihr absagen. Gerade was das Füttern von Leckerlis und Co angeht, bin ich sehr bissig. Damit kann man sehr schnell ein Pferd verziehen. Unseres bekommt sehr selten was und auch nur, wenn sie etwas neues gelernt hat oder beim Tierarzt war. Dementsprechend gut "erzogen" steht sie am Anbindebalken.

        Auch mit den Fotos kann ich in gewisser Weise nachvollziehen. Wenn du ihre Art zu Reiten nicht schön findest und solche Bilder dann im Netz landen, fällt das auch auf dich zurück. Spätestens wenn du Wunden im Maul findest, würde ich lebe-wohl sagen! (So eine Reitbeteiligung hatte mein Mann früher auch - ganz kurz!).

        Eine Frage noch: Warum brauchst du sie finanziell? Bezahlt sie dich, damit sie reiten darf?

        Alles Gute für deine Schwangerschaft #herzlich

      • Hallo,

        in Bezug auf die reiterlichen Qualitäten finde ich nicht, dass Du übertreibst. Wenn Du findest, dass sie mit zu harter Hand reitet, ihm zu sehr im Maul hängt - nein, dann finde ich es ganz selbstverständlich, dass Du ein Problem damit hast. Das wäre etwas, was ich absolut nicht akzeptieren könnte und ich würde lieber ohne Reitbeteiligung dastehen, als mich immer wieder darüber aufzuregen und meinem Pferd das zuzumuten.

        Was die Fotos und die Leckerchen usw angeht, reagierst Du meiner Meinung nach tatsächlich ein wenig über. Allerdings denke ich auch, dass das an den grundlegenden Problemen liegt - da legt man dann die Kleinigkeiten auch auf de Goldwaage. Mich erinnert das ein wenig an die Situation mit einem Partner, von dem man sich eigentlich besser trennen sollte - da regt einen irgendwann schon auf, wie er sein Brötchen isst. Verstehst Du, wie ich das meine?;-)

        Ich persönlich würde tatsächlich kündigen und eine neue Reitbeteiligung suchen. Mit etwas Geduld und Mühe findest Du bestimmt jemanden, mit dem Du auf einer Wellenlänge liegst, auch und gerade, was den Reitstil angeht. Und dann werden Dich die "Kleinigkeiten" auch nicht mehr so stören... Und bis Du jemanden gefunden hast, kannst Du ja vielleicht vermehrt Bodenarbeit machen, evtl. sogar Zirkuslektionen anfangen o.ä., um Dein Pferd zu beschäftigen.

        Alles Gute für Dich, Dein Baby und Dein Pferd!

        Viele Grüße, Alex

        Also manche SAchen würden mir bei deiner Reitbeteiligung auch sauer aufstoßen. Gerade das Vollstopfen mit Leckerlis die sicherlich nicht gut sind im Übermaße. Doch wieviel oder wie oft kriegt er was? Unsere Stute kriegt ja auch welche aber wie gesagt in Maßen.

        DAnn ist für mich auch die Frage ob ihr bei den 1 bis 2 Mal Reiten in der Woche vorher klar besprochen habt wann sie kann oder ob das offen gelassen worden ist? Denn logisch, wenn du arbeitest und nur am Wochenende wirklich reiten kannst würde ich auch nicht wollen das hier immer beide Tage belegt sind! Nur eben daher die Frage ob das von Anfang an auch schon klar gemacht wurde oder erst als es zu Problemen kam?
        DAs sie Bilder postet vom Pferd sehe ich nicht als Problem das sie das Pferd als ihres halb ausgibt, hmmm nicht OK aber kannst nicht viel machen.

        Prinzipiell würde ich aber sagen wenn sich die Sachen so gar nicht regeln lassen und du auch mit ihr gar nicht zufrieden bist gib ihr entweder nochmal ne klare Anweisung und wenn das nicht klappt Kündigung. Oder mach ihr eben gleich klar das sie manche Sachen lange genug angeschaut hast und daher die Konsequenzen ziehst.

        Was noch an sonstigen Vorfällen gewesen ist weiß ich ja nicht aber das wäre jetzt halt mal meine Meinung.

        Denn bei unserer Stute hätte ich auch so Sachen auf die ich Wert legen würde wenn ich eben eine Reitbeteiligung hätte.

        Ela

      • Hi,
        ihre reiterliche Mängel müssten dir doch schon viel eher aufgefallen sein, hattet ihr denn keine Probezeit? Hast du am Anfang nicht drauf geschaut, was sie mit deinem Pferd so anstellt?

        Es scheint nicht zu passen, also musst du ihr kündigen. Aber wie wird dein Pferd bewegt, wenn du wegen deiner Schwangerschaft ausfallen solltest? Was ist nach der Geburt, wenn du vielleicht ein Baby hast, das ganz und gar nicht stalltauglich ist?
        Was das Finanzielle angeht, beobachte ich den Trend, doch recht viel Geld von einer RB zu nehmen, kritisch. Ich bemerke bei mir, ich selbst habe eine RB-Pferd, dass ich wenig Bereitschaft empfinde, mehr als das Pflegerische ums Reiten herum zu leisten, wenn ich viel Geld zahlen muss.

        So hatte ich z.B. ein RB-Pferd, das wegen einer Krankheit nicht voll belastbar war, ich jedes Mal beinahe eine Stunde mit der Behandlung dieser Krankeit beschäftigt war, misten, die Koppel säubern und das Heunetz stopfen musste. Die Besitzerin schrieb mir manchmal auch vor, zu longieren, statt zu reiten. Das mache ich z.B. für Geld nicht mehr mit, obwohl das eigentlich alles Tätigkeiten sind, an denen ich Spaß habe und weiß, dass es nunmal solche Phasen bei einem Pferd gibt. Zahlen tu ich dafür aber nicht. Überlege dir, wie wichtig dir das Geld ist, nicht dass du den Kreis passender Kandidatinnen zu sehr einschränkst. Du brauchst ja in nächster Zeit jemanden, auf den du dich voll verlassen können musst.
        Alles Gute!

        Vlg tina

        Ich sehe hier, wie meistens bei einer Reitbeteiligung, ein grosses Problem in der Kommunikation zwischen der Besitzerin und der Reitbeteiligung.

        1. vereinbarte Tage
        Grundsätzlich werden die Tage im voraus vereinbart, es wird also bevor eine Einigung zu Stande kommt, sich auf die zu reitenden/betreuenden Tage geeignet.

        Da du als Besitzerin Entlastung suchst, ist es deine Aufgabe die Tage zu bestimmen, benötigst du auch eine gewisse Flexibilität, muss das ebenfalls kommuniziert werden.

        Dass sich ein Rhythmus eingependelt hat, mit dem du nicht einverstanden bist, ist hier dein Fehler. Anstatt also in eher kindischer Argument zu argumentieren "Ich hätte dann im Fall auch noch gerne was von meinem Pferd!1", sagst du ihr, dass du mehr Entlastung unter der Woche benötigst und, um mehr Planungsfreiheit zu haben, dich gerne auf zwei Tage die Woche mit ihr festlegen würdest.

        2. Fütterung
        Ich sehe das durchaus nicht so locker, wie die anderen. Aber ich verstehe auch ihr Bedürfnis das Pferd so zu belohnen. Deshalb würde könntet ihr euch auf einen Apfel einigen, zum Beispiel die Hälfte zur Begrüssung, die andere Hälfte zum Abschied.

        3. Fotos und Facebook
        Ich habe zwar meine Besitzer vorher gefragt und beide haben keinerlei Probleme damit. Ich schreibe auch nicht jedes Mal "meine Reitbeteiligung", sondern mal nur die Rasse, den Spitznamen oder vollen Namen. Ich habe auch Selfies drauf und Fotos, die jemand anderes von uns gemacht hat. Der Grund ist bei den meisten Reitbeteiligungen ganz einfach: sie haben ebenfalls eine Beziehung zu diesem Tier. Sie kümmern sich darum, sie bauen eine Bindung auf und sie mögen/lieben das Pferd und die Freude darüber kann geteilt werden.

        4. Reittechnik
        Auch hier ist es an dir deine Prioritäten zu ordnen und vorher zu kontrollieren, ob deine Vorstellung mit der Realität übereinstimmt. D. h. sicher zweimal Probereiten, ggf. mit der Reitlehrerin als zweite Meinung. Ausserdem kann man sich da auch auf Reitunterricht einigen.
        Sich also überlegen, ob man einen schwächeren Reiter möchte, der mit dem Pferd lernt und sich entsprechend "formen" kann oder lieber einen erfahrenen Reiter, der aber natürlich seine eigene Erfahrungen mitbringt.
        Auch hier: das hätte vorher abgeklärt werden sollen.

        Eine Reitbeteiligung heisst nicht zwingend loslassen zu müssen, denn Zuneigung ist kein Stoff, der zwingend abnimmt, wenn mehr dazu kommen. Es heisst nur Platz zu schaffen, Vertrauen zu entwickeln und auch zu teilen, wenn jemand dazu kommt.

        Du scheinst nicht an diesem Punkt zu sein. Vielleicht solltest du dir zuerst bewusst werden, wieso du eine Reitbeteiligung eingestellt hast und was du von ihr erwartest und bereit bist zu geben!

        Wenn du auf eine Reitbeteiligung angewiesen bist, solltest du auch emotional dahinter stehen. Alles andere ist der Reitbeteiligung gegenüber nicht anständig.

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